21.05.2017

SV Thurmansbang - FC Untermitterdorf 2:0

 

Aus is‘ und goa is‘

und schod is, dass woahr is‘.

Der FC Untermitterdorf unterliegt auch im letzten Spiel der Kreisligasaison und muss sich dem Thurmansbanger Auswärtsfluch mit 0:2 beugen. Der angeschlagene Spielercoach dirigierte seine ersatzgeschwächte Mannschaft dieses Mal von außen und sah ein Spiel auf Augenhöhe, in der sich Untermitterdorf dennoch einige unnötige Ballverluste in der Vorwärtsbewegung erlaubte. Die ersten Möglichkeiten vergaben auf Gästeseite Simon Fischer (zu zentral aus 5 Metern) und Karl Wurstbauer (vorbei aus 12 Metern), ehe die kombinationssicherer wirkenden Thurmansbanger Oberwasser gewannen. So war es der zum TSV Waldkirchen abwandernde Torjäger vom Dienst Rudi Zierler, der einen weiten Ball aufnahm, diesen geschickt gegen Tim Beutler , welcher seinen Körper nicht entscheidend in die Aktion stemmen konnte, abschirmte und dann per Drehschuss ins lange Eck vollendete. In der Folge war Comebacker Christian Käser, der erstmals für den FCU spielberechtigt war und für den ohnehin verletzten Jo Altmann (Schultereckgelenkssprengung) ins Tor rückte, zwei Mal auf dem Posten und bewies gegen Rudi Zierler und Markus Fredl jeweils perfektes Timing beim Herauslaufen. Ganz bitter verlief der Saisonabschluss für Christoph „El Schinkolore“ Geiß, der sich für beim FCU als wahrer „Hundertprozentiger“ präsentierte, aber zum Saisonende wieder zu seinem Heimatverein nach Innernzell wechseln wollte. In einem robusten Zweikampf verdrehte sich dieser in der 40. Minute das Knie und musste unter Schmerzen das Feld verlassen (Auf diesem Wege gute Besserung und eine hoffentlich nicht allzu schlimme Diagnose). Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatte Hermann List noch den Ausgleich auf dem Kopf, doch der Ball rutschte ihm aus kurzer Torentfernung über den Scheitel und verfehlte so sein Ziel. Insgesamt ging die knappe Führung für die Hausherren aber wohl in Ordnung. Nach Wiederanpfiff fand Untermitterdorf wieder etwas besser ins Spiel und verbuchte in der 59. Minute die erste Großchance des zweiten Durchgangs. Erst scheiterte Karl Wurstbauer per Flachschuss an Keeper Josef Röckl, dann setzte Hermann List den Nachschuss aus acht Metern unkontrolliert neben das Tor. Der hätte eigentlich sitzen müssen, doch so lief man weiter dem knappen Rückstand hinterher. Der FC verzeichnete nun leichte Feldvorteile, während die Gastgeber sich etwas von ihrem Publikum anstecken ließen und mit (nicht spielentscheidenden) Entscheidungen des Schiedsrichters haderten. Sinnbildlich für die gesamte Saison dann die 80. Minute: Während man dem Ausgleich näher war als Thurmansbang dem zweiten Tor, musste Michael Köstlmeier plötzlich einen Schuss von Christoph Berndl von der Linie kratzen und das Leder sprang genau Bastian Reichmeier vor die Füße, der zur 2:0-Vorentscheidung einnetzte. Vor dem Ende scheiterte Christoph Berndl noch am Außenpfosten und Untermitterdorf ergab sich seinem Schicksal. So fuhr man auch am letzten Spieltag ohne Punkte nach Hause, ohne dass man sagen könnte, dass der ersatzgeschwächte und von Angeschlagenen geplagte Kader unterlegen gewesen wäre. Mit 15 Punkten ziert man weit abgeschlagen das Tabellenende, was sicherlich nicht den Qualitätsunterschied zu den anderen Mannschaften im Tabellenkeller wiederspiegelt. Nach den vielen Rückschlägen dieser Saison freut man sich beim FCU nun auf eine (wieder nicht allzu lange) Sommerpause, auf eine schöne Saisonabschlussfeier und auf eine Kreisklassensaison 2017/18 mit vielen Derbys und auch dem ein oder anderen Neuzugang, die für frischen Wind an der Kirchberger Straße sorgen sollen.

14.05.2017

FC Untermitterdorf - SV Perlesreut 0:2

 

Die Zielsetzung die eigentlich vor allem der ersten Mannschaft galt, setzte im Vorspiel unsere „Zweite“ in bester Manier um. Trotz numerischer Unterzahl von Beginn an und 0:1-Rückstands kämpften und ackerten unsere Jungs bis zum Schluss und erzielten mit zehn Mann durch Johannes Holler und Coach Josef Wastl noch zwei Tore zum 2:1 Sieg.

Das musste die erste Garde gegen den Tabellenzweiten aus Perlesreut erst einmal nachmachen, zumal man nach der Schach von Mauth zunächst die richtigen Hebel finden musste – vor allem in Puncto Einsatz und Kampfbereitschaft. Nichtsdestotrotz war der Pröll-Elf bewusst, dass man seinen treuen Fans beim letzten Heimspiel der Kreisliga-Abschieds-Tournee was schuldig sei. Und in der Anfangsphase schien man diese Chance zur Rehabilitation tatsächlich nutzen zu wollen, denn die Anfangsviertelstunde konnte man auf Augenhöhe gestalten. Erst dann nahm der Gast etwas Fahrt auf und scheiterte in der 28. Minute durch Markus Lichtenauer an der Oberkante der Querlatte. Doch auch Untermitterdorf beschränkte sich nicht ausschließlich auf die Verteidigung. Zwei Minuten später bediente Thomas Beckert Alfred Pröll schön auf links, als dieser von den Beinen geholt wurde. Der Unparteiische ließ den Vorteil laufen, so dass Simon Fischer bis zur Grundlinie marschieren konnte. Seine Hereingabe fand Markus Raith, der in den Sechzehner spurtete, aber dessen Schuss zum Torwartfutter wurde. In der 38. Minute wendete sich jedoch das Blatt entscheidend gegen den heimischen FC. Nachdem Schiedsrichter Florian Steininger schon früh in einer nicht unfairen Partie leichtfertig gelbe Karten verteilte, verlor dieser folgenschwer den Überblick. Für ein Allerweltsfoul zeigte dieser dem bereits verwarnten Markus Raith völlig überzogen die Ampelkarte. Da erst die Perlesreuter Bank auf den Schiedsrichter einwirkte, dass Markus Raith bereits den gelben Karton gezeigt bekam, waren dem jungen Schiri wohl die Folgen dieser Verwarnung nicht bewusst. Der FC rettete das torlose Unentschieden zwar noch ohne größere Bedrängnis in die Halbzeitpause, doch sah man sich klar um die Chance auf eine faustdicke Überraschung beraubt. Dies sollte sich vor allem in den immer mehr schwindenden Kräften in der Schlussphase der Partie bemerkbar machen. Schon kurz nach der Halbzeit hatte man das weitere Pech, dass mit Klaus Brunnbauer und Christoph Geiß zwei wichtige Bestandteile der Viererkette verletzt ausgetauscht werden mussten. Schon der erste Fehler wurde danach eiskalt bestraft, als man in der 54. Minute nach schnell ausgeführtem Freistoß gegen Felix Bachl nicht richtig in den Zweikampf kam und dieser zum 0:1 abschloss. In der 62. Minute konterte Perlesreut blitzschnell und Marco Sterr erhöhte auf 0:2. Der FCU hielt weiter wacker dagegen, doch es war schnell klar, dass mit dezimiertem Kader an diesem Tag keine Aufholjagd mehr stattfinden könne. Die Pröll-Elf verabschiedete sich mit diesem 0:2 würdig vom eigenen Publikum aus der Kreisliga, wenngleich man tabellarisch abgeschlagen mit nur 15 Punkten doch etwas unter Wert dasteht. Am letzten Spieltag reist der FC zum bereits geretteten SV Thurmansbang und damit vielleicht zu einer Art Angstgegner. In Thurmansbang konnte man zuletzt vor 10 Jahren gewinnen. Aber vielleicht gelingt genau dort zum Abschluss eine kleine Überraschung und sorgt für etwas Balsam auf die in dieser Saison so geschundende `Mitterdorfer Fußballerseele. Ausfallen wird dabei Albert Rechenmacher. Die Reserve um Coach Josef Wastl indes möchte mit einem Sieg bei der SG Rabenstein die erfreuliche Saison krönen und den Vizemeistertitel eintüten.

06.05.2017

TSV Mauth - FC Untermitterdorf 6:0

 

Ohne Kapitän Michael Köstlmeier reisten die `Mitterdorfer nach Mauth zu einer der Mannschaften der Frühjahrsrunde. Der TSV besiegte dabei bereits Mannschaften wie Perlesreut und Hauzenberg und verlor auch am vergangenen Wochenende eher unglücklich bei der Spvgg Kirchdorf.

Wieso die Mauther in 2017 so erfolgreich aufspielten, zeigten diese von Beginn an. Mit Aggressivität und schnörkellosem Angriffsfußball war die Spielrichtung von Anpfiff an festgelegt. Untermitterdorf dagegen, das die restlichen Kreisligaspiele bereits als Lernphase für die kommende Saison ausgegeben hatte, kam überhaupt nicht ins Spiel und schien von der Konsequenz und Geradlinigkeit des Gastgebers überrumpelt und gleichzeitig selbst nicht mit hundertprozentiger Konzentration auf dem Rasen zu sein. So leistete sich ausgerechnet Spielercoach Alfred Pröll in der fünften Minute einen folgenschweren Ballverlust, in dessen Zuge Keeper Jo Altmann erst noch gegen Andreas Baar retten konnte. Beim Nachschuss von Benjamin Tolksdorf war der FC-Schlussmann jedoch machtlos und musste das Spielgerät mit dem frühen 1:0 aus dem Netz holen. Nur zwei Minuten später hatte der Gast erneut nur das Nachsehen. Auch beim dritten gelungenen Diagonalball auf die rechte Seite konnte Thomas Beckert nur hinterher schauen und der Ball fand den Weg in die Zentrale zu Tolksdorf, welcher locker zum 2:0 vollendete. Im weiteren Verlauf sahen die wenigen mitgereisten Untermitterdorfer Anhänger weiter Einbahnstraßenfußball, bei dem Mauth es lediglich versäumte das Runde im Eckigen unterzubringen. So auch in der 34. Minute, als die Gastgeber mühelos durch das Mittelfeldzentrum marschieren konnten und Christian Fuchs aus der Distanz nur noch am Außenpfosten scheiterte. Bevor jedoch beim FC noch letzte Hoffnung für eine mögliche Aufholjagd in Hälfte Zwei aufkommen konnte, machten die Gastgeber quasi mit dem Halbzeitpfiff den Deckel drauf. Christian Fuchs drückte einen Abstauber zum 3:0-Pausenstand über die Linie.

Der zweite Durchgang setzte dort an, wo der erste endete: der FCU wirkte, als ob er sich seinem Schicksal bereits ergeben hätte, produzierte eine Unzahl von Fehlpässen, Ballannahmeschwierigkeiten, individuellen Fehlern oder zu komplizierten Situationslösungen – und Mauth spielte geradewegs nach vorne und profitierte von angesprochenen Individualfehlern. So flog in Minute 51 ein weiter Ball in Richtung Strafraum – Jo Altmann eilte heraus- jedoch nicht mit letzter Konsequenz – und auch die Abstimmung mit Tim Beutler, der den Ball nicht energisch abschirmte passte in dieser Szene nicht. Alexander Lenz ging mit vollem Risiko per Kopf zum Ball und nahm damit den schmerzhaften Zusammenprall mit Altmann in Kauf. Das Leder trudelte indes zum 4:0 ins Tor. Doch an diesem Tag konnte man keinen einzelnen Untermitterdorfer negativ herausheben – die ganze Mannschaft präsentierte sich schlicht desolat und so legte man dem TSV auch weiter die Treffer auf dem Silbertablett auf. Simon Fischer servierte Christian Fuchs das 5:0 per Fehlpass in der 64. Minute. Martin Weinmann leistete sich einen zu leichten Ballverlust, dessen Angriff in der Folge wie am Schnürchen rollte und erneut Benjamin Tolksdorf vollendete zum 6:0-Endstand, der an diesem Tag auch höher ausfallen könnte. Insgesamt erarbeitete sich Untermitterdorf nur zwei Halbchancen (Pröll per Weitschuss, Dausch knapp zu spät gegen Torwart Johannes Stockinger).

Resümierend stellte auch Alfred Pröll nach dem Abpfiff fest, dass an diesem Tag alles fehlte, was den FCU in der Frühjahrsrunde ausmachte und dementsprechend konnte man sämtliche Spiele auf Augenhöhe gestalten. Selbst gegen den SC Zwiesel präsentierte man sich einsatzfreudig und mit entsprechendem Mannschaftsgeist, obwohl die Niederlage am Ende deutlich ausfiel. Die persönliche Einstellung zu diesem Spiel musste aber tatsächlich jeder der Akteure hinterfragen. Am kommenden Wochenende hat man beim Heimspiel gegen den SV Perlesreut nochmals die Chance zur Rehabilitation, um die Kreisliga-Abschieds-Tournee würdig zu gestalten und sein wahres, einheitliches Mannschaftsbild zu zeigen.

 

 

30.04.2017

FC Untermitterdorf - SC Zwiesel 1:6

 

Eine Mammutaufgabe stand dem FC am vergangenen Samstag ins Haus, als man den gut aufgelegten und gerade erst ins Toto-Pokal-Finale eingezogenen an der Kirchberger Straße empfing. Nichtsdestotrotz war man beim Derby gegen die Glasstädter natürlich hochmotiviert und wollte versuchen dem Aufstiegsanwärter ein Schnippchen zu schlagen um ihm die Rückkehr in die Bezirksliga ein Stück zu verkomplizieren. Besonders machte das Landkreisduell natürlich auch das Wiedersehen mit ehemaligen Mitspielern: mit Manuel Fischer, Samuel Driendl und Patrick Bernreiter schnüren gleich drei frühere FCU'ler die Treter für den SC.

Zum Ärger für das Untermitterdorfer Lager startete die Partie denkbar ungünstig und alle guten Vorsätze waren schon nach 53 Sekunden über den Haufen geworfen. Tim Beutler und Christoph Geiß waren sich im eigenen Strafraum uneins und klärten trotzt Gefahr im Verzug nicht konsequent. Nutznießer war Alessandro Bendinelli, der zur überaus frühen Führung vollstreckte. Verhältnismäßig gut verarbeiteten die Hausherren diesen Rückschlag und versteckten sich keineswegs. In der 17. Minute machte Karl Wurstbauer mit einer feinen Einzelleistung auf sich aufmerksam und bediente Simon Fischer auf rechts. Dessen Flanke landete jedoch im Toraus. In der 18. Minute tankten sich Christoph Geiß und Simon Fischer per Doppelpass durch – Zweiterer suchte aber nicht den direkten Zug zum Tor, sondern legte quer auf Karl Wurstbauer, der mit dem schwachen Linken abziehen musste und über das Tor zielte. In der 22. Minute lupfte Karl Wurstbauer herrlich auf den lauffreudigen Markus Raith in der Spitze, nach dessen Stockfehler wurde dessen Abschluss jedoch abgeblockt. Mitten in die spielfreudige Phase des FC präsentierte sich der Aufstiegsanwärter dann eiskalt. 26. Minute: Freistoß von der Mittellinie – Aufsetzer – Jo Altmann lässt nach vorne prallen – Matthias Niedermeier staubt ab – Tor – 0:2. 38. Minute: Eckball von links – Kopfball Marcus Timm – Tor – 0:3. Kurz vor der Halbzeit hätte der entwischte Christian Faschingsbauer sogar auf 0:4 stellen können, doch Johannes Altmann wehrte aus kurzer Distanz glänzend ab. So ging es mit einer klaren Führung in die Kabinen und die Messe war natürlich gelesen. Nichtsdestotrotz war Untermitterdorf keine drei Tore schlechter und erspielte sich aus dem Spiel heraus bis hierhin sogar mehr Tormöglichkeiten.

In der zweiten Hälfte schaltete Zwiesel einen Gang zurück, kam dennoch aber aus dem Spiel zu klar besseren Möglichkeiten als in Durchgang Eins. Jo Altmann rettete in der 48. Minute noch gegen Alessandro Bendinelli, war aber zwei Zeigerumdrehungen später völlig machtlos. Ein Kunstschuss aus 25 Metern über ihn hinweg sank nochmals rapide ab und landete im linken Tordreieck. Nach diesem Traumtor wurde der SC kurzzeitig etwas überheblich und versuchte die Gastgeber mit unnötigem „Hacke, Spitze“ vorzuführen. Nach den ersten drei misslungenen Aktionen beschränkten diese sich jedoch wieder auf konsequentere Spielweise und waren prompt durch einen Kopfball von Matthias Niedermeier wieder erfolgreich – es stand 0:5. Die Aktion des Tages gehörte aber zumindest den nicht aufsteckenden Untermitterdorfern, die sich trotzdem als eingeschworene Mannschaft präsentierten und auch bei individuellen Fehlern sich in positivem Teamcoaching übten. Alfred Pröll kam kurz vor dem Sechzehner in hohem Tempo an den Ball, spitzelte diesen zum mitgelaufenen Albert Rechenmacher, welcher wiederum per Hacke seinem durchstartenden Spielertrainer auflegte. Mit perfektem Timing lupfte dieser den Ball über den herausstürmenden Torwart Daniel Schneider hinweg ins Tor zum 1:5. Danach hatte auch noch Matthias Aulinger eine gute Gelegenheit zur Ergebniskosmetik – sein harter Schuss fiel jedoch zu unplatziert aus. In der letzten Szene des Spiels zeigte sich erst erneut Michal Strajt etwas zu überheblich und versäumte so seinen zweiten Treffer. Thomas Beckert jedoch agierte zu hektisch, versäumte es, den Ball ins Aus zu klären und so war es für den eingewechselten Samuel Driendl ein Leichtes, zum 1:6 und somit zu einer Niederlage, die dann doch eine Nummer zu hoch ausfiel, einzuschieben.

Mit dem TSV Mauth erwartet Coach Alfred Pröll an diesem Wochenende eine spielerisch und technisch starke Mannschaft. Man möchte bzw. müsse vor allem die teilweise haarsträubenden individuellen Fehler, die man sich auch gegen Zwiesel wieder erlaubte, abstellen. Nichtsdestotrotz ist die Devise auch, die letzten Kreisligaspiele zu genießen, daraus für die kommende Saison zu lernen und den Mauthern das Leben so schwer wie möglich zu machen. Personell kann der Spielertrainer dabei wieder auf Hermann List und Klaus Brunnbauer zurückgreifen, dafür aber auch Michael Köstlmeier und Albert Rechenmacher verzichten. Der Einsatz von Niko Uhlendorf ist noch offen.

 

 

23.04.2017

SV Hutthurm II - FC Untermitterdorf 2:1

 

Personell kam der FC zwar an diesem Wochenende auf dem Zahnfleisch daher, dennoch erhoffte sich Coach Alfred Pröll, dass sich sein Team gegen die Zweitvertretung des SV Hutthurm mit einer wiederum geschlossenen Mannschaftsleistung für Einsatz und Moral der letzten Wochen belohnen könne. Zusätzlich zum bereits bekannten Lazarett standen ihm hierbei jedoch Klaus Brunnbauer, Niko Uhlendorf (berufsbedingt), Albert Rechenmacher und Markus Kapfenberger (angeschlagen) nicht zur Verfügung. Kurz vor Anpfiff erlangte ihn auch noch die Hiobsbotschaft, dass sich Christoph Geiß beim Aufwärmen verletzte und so musste der Spielercoach erneut umdisponieren. Immerhin war Backpacker Markus Raith wieder mit an Bord, wenn auch noch ohne große Spiel- und Trainingspraxis. Mit Josef Wastl und Hermann Wurstbauer standen ihm nur noch zwei nominelle Auswechselspieler zur Verfügung.

Nichtsdestotrotz konnte Untermitterdorf das Spiel vorerst offen gestalten, hatte sogar in der ersten Hälfte mehr vom Spiel. Die überlegene Anfangsphase vergoldete in der 18. Minute Alfred Pröll, dessen lang gezogener Freistoß von der rechten Strafraumkante durch Mann und Maus seinen Weg ins lange Eck fand und damit das 0:1 markierte. Erst in der 23. Minute kam die Hutthurmer Zweite erstmals vor’s Tor. Ein schön durchgesteckter Ball fand Johannes Königseder, der vor Jo Altmann auftauchte und an dessen Fußabwehr scheiterte. In der 31. Minute bot sich Simon Fischer die Riesenmöglichkeit, das Ergebnis aufzustocken, doch nach weitem Ball agierte er etwas zu hektisch und schlug fünf Meter vor dem gegnerischen Kasten ein klassisches Luftloch. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte ließ Untermitterdorf nichts anbrennen und hatte dennoch in der 44. Minute etwas Pech mit der Regelauslegung des Unparteiischen. Nach Ballgewinn führte Alfred Pröll an der Mittellinie den Ball und wurde von Johannes Mautner mit einer üblen Blutgrätsche von hinten umgesenst. Dieser konnte sich glücklich schätzen, nur mit dem gelben Karton bedacht worden zu sein und aus der Halbzeitpause weiterhin im Fußballdress kommen zu dürfen.  Insgesamt zeigten sich die Hausherren erschreckend schwach in diesem ersten Durchgang. Untermitterdorf machte aus seinen personellen Möglichkeiten das Beste, stand defensiv relativ kompakt, brachte in der Offensive aber entweder den letzten Pass nicht an den Mann, agierte zu umständlich oder es scheiterte an der technisch sauberen Ballan- und mitnahme – insgesamt also eher fußballerische Magerkost mit Vorteilen bei den Gästen. Diese starteten auch gleich mit einem tollen Angriff in Hälfte zwei. Über links kombinierten sich Ronny Dausch und Hermann List durch, der Karl Wurstbauer im Zentrum bediente. Sein Abschluss geriet jedoch etwas zu zentral und Keeper Markus Fellinger hielt im Nachfassen. Nun wurden die Gäste aber gefährlicher und rissen das Spielgeschehen mehr und mehr an sich. In der 62. Minute zog Josef Baumann ab und zwang Jo Altmann aus 18 Metern, sich mächtig zu strecken. Den Nachschuss von Johannes Hofbauer konnte Thomas Beckert gerade noch abblocken. Die Spielrichtung gen Untermitterdorfer Tor war nun vorgegeben, wenngleich Hutthurm auch am Ende nicht die ganz großen Chancen kreieren konnte. In der 80. Minute hätte vielmehr Untermitterdorf den Sack zu machen können. Mit dem zweiten Entlastungsangriff überhaupt ging es über die Stationen Alfred Pröll und Karl Wurstbauer zu Hermann List. Der zeigte sich jedoch so überrascht, dass sein direkter Widersacher nicht energisch genug klären konnte und bugsierte seinen Abschluss viel zu schwach in die Arme von Keeper Markus Fellinger. Dem FC, der mittlerweile auch sein Wechselkontingent ausschöpfte, ließ aber mehr und mehr Körner. Dies zeigte sich auch in der 81. Minute als Thomas Beckert dem SV Hutthurm den Ball quasi unbedrängt als Gastgeschenk in Form eines Fehlpasses zukommen ließ. Michael Köstlmeier klärte zur Ecke. Bei diesem Eckball stieg dann ausgerechnet Johannes Mautner, der eigentlich schon geduscht und geföhnt sein sollte, am höchsten und köpfte das Leder zum 1:1 in die Maschen – vom Spielverlauf natürlich sicherlich verdient, dennoch passt dieser Umstand zum gesamten Saisonverlauf. Nun wollte sich der FC aber gegen den drohenden Punktverlust stemmen und konnte für fünf Minuten nochmals einen halbwegs offenen Schlagabtausch bieten. In der 87. Minute lupfte Alfred Pröll mit einem Geniestreich einen Freistoß über die Mauer zu Karl Wurstbauer, der einen Moment zu lange zögerte und dann mit seinem Schuss am Hutthurmer Schlussmann scheiterte. Ganz bitter wurde es in der 89. Minute. Nach Foul an der Strafraumgrenze legte sich Torjäger Johannes Königseder das Spielgerät zu recht und beförderte es zum 2:1 ins lange Eck – schon wieder ein Last-Minute-K.O. gegen den FCU, schon wieder stand man mit leeren Händen da, denn von diesem Rückschlag erholte man sich in den verbleibenden drei Minuten nicht mehr. Hutthurm jubelte über seinen Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Der FC ziert noch abgeschlagener das Tabellenende – ein Bild, das sicher nicht die Leistungen der bisherigen Rückrunde wiederspiegelt. Coach Alfred Pröll blieb nichts übrig, außer erneut an den Mannschaftsgeist seiner Truppe zu appellieren und die wieder positiven Aspekte des Spiels – vor allem der ersten Hälfte – herauszustellen. Insgesamt verschenkte man in der Rückrunde in den Schlussminuten nun bereits acht Punkte. Wären diese 5 Spiele bereits in der 84. Minute abgepfiffen gewesen, hätte man immerhin 5 Punkte mehr auf dem Konto und der Relegationsrang wäre tatsächlich noch in Reichweite. Doch da der Konjunktiv bekanntermaßen der Feind des Verlierers ist, stand dieser nach Spielende für keine weiteren Interviews mehr bereit und schwänzte die Pressekonferenz. Untermitterdorf empfängt am kommenden Wochenende den SC Zwiesel und muss dabei auch noch den abwesenden Hermann List ersetzen. Josef Wastl hatte sich bei seinem Einsatz in Hutthurm außerdem verletzt und ist ebenso wie Christoph Geiß mehr als fraglich. Albert Rechenmacher und Niko Uhlendorf stehen dagegen wohl wieder zur Verfügung. Eines ist in jedem Fall sicher: Alfred Pröll wird auch beim Aufstiegsanwärter elf Mann zusammentrommeln, die alles in die Waagschale werfen werden, um dem haushohen Favoriten das Leben schwer zu machen. Denn auch schon im 4:3-Hinspiel gab es den Dreier nicht im Cocktail-to-go-Becher, auch wenn der FC nun nochmal unter deutlich schlechteren Voraussetzungen anzutreten hat.

 

 

15.04.2017

FC Untermitterdorf - SV Riedlhütte 0:2

 

Nachdem die „Zweite“ das Topspiel gegen Tabellenführer aus Brandten mit 3:1 für sich entscheiden konnte (Tore: Hermann Wurstbauer, Michael Christoph, Johannes Holler), wollte es Alfred Pröll mit seinen Mannen der Reserve gleichtun. Dabei bekam man es mit dem SV Riedlhütte zu tun – einem schwer einzuschätzenden Gegner, den man aber im Hinspiel überraschend deutlich mit 4:0 in die Schranken weisen konnte. Nachdem der Spielercoach aus den ersten Frühjahrsspielen trotz liegengelassener Punkte viele positive Aspekte resümieren konnte, wollte er sich gegen den Tabellenfünften für die engagierte Trainingsarbeit gerne belohnen, wenngleich man natürlich als Außenseiter ins Gefecht ging. Vor nur 110 Zuschauern zeichnete sich nach verhaltenem Beginn langsam ab, dass die Gäste ihrer Favoritenrolle gerecht werden wollten. Für den ersten Schreckmoment sorgte Coach Alfred Pröll in der 12. Minute, der mit einem Fehlpass Riedlhütte den ersten Abschluss ermöglichte, der aber aus zwanzig Metern weit über das Tor ging. In der 17. Minute näherte sich Johannes Halser mit einem Kopfball nach Flanke von rechts dem Ziel schon etwas mehr an. Drei Zeigerumdrehungen später visierte Julian Beer aus dem Rückraum nur das Außennetz an. Genau in der Phase, als der Druck der Gastgeber anstieg, verbuchte der FC die bislang größte Chance des Spiels. Thomas Beckert konnte rechts im Strafraum nach innen ziehen und passte flach ins Zentrum, wo erst Hermann List verpasste und danach Albert Rechenmachers Schuss gerade noch abgeblockt werden konnte. In der Folge vergab aber auch wieder der Gast gute Einschussmöglichkeiten. In der 26. Minute ließ Philipp Wilhelm Klaus Brunnbauer an der Torauslinie aussteigen. Seine Flanke setzte Alexander Stern knapp vorbei. Zwei Minuten später verfehlte auch Johannes Halser per Kopf das Ziel. Wohl spielentscheidend folgte die 34. Minute. Alfred Pröll leistete sich einen folgenschweren Ballverlust, versuchte diesen in vollem Tempo noch auszubügeln, kreuzte aber dabei mit seinem Gegenspieler die Beine und brachte diesen kurz vor dem Strafraum zu Fall. Schiedsrichter Manuel Schwarzfischer, bei dem die ersten gelben Karten etwas locker saßen, bewies in dieser Szene kein Fingerspitzengefühl und schickte den Spielertrainer mit der Ampelkarte vom Platz. Nichtsdestotrotz hätte Pröll hier natürlich geschickter agieren können und so mussten seine Jungs eine knappe Stunde in Unterzahl bestehen. Bis zur Halbzeit meisterte das Team um Kapitän Michael Köstlmeier dieses Unterfangen recht souverän und stand hinten sicher. Riedlhütte präsentierte sich in dieser Phase aber auch etwas zaghaft.  Die Marschroute in Durchgang zwei war natürlich in Unterzahl klar. Vielleicht könne man ja durch konsequente Verteidigung im Verbund lange die Null halten und doch den ein oder anderen Nadelstich in der Offensive setzen. Doch dieser Plan wurde schon nach fünf Minuten jäh durchkreuzt. Nach Flanke stand Johannes Halser nicht nur völlig frei und unbewacht, sondern auch klar in Abseitsposition. Zweiteres blieb jedoch ungeahndet und Halser vollstreckte per Seitfallzieher zum 0:1 für den Favoriten. In der Folge zündete zwar auch Riedlhütte kein Fußballfeuerwerk, doch verwalteten sie mit kontrollierter Offensive die Führung. Erst in der 69. Minute entfachte der Gast Gefahr, als sich Keeper Jo Altmann bei einem Freistop von SV-Spielertrainer Tom Beyer mächtig strecken musste. In der 72. Minute aber spielte es der Favorit überragend. Einen schnellen Pass in die Spitze nahm Alexander Stern an und mit, umkurvte Jo Altmann und schob aus spitzem Winkel ins lange Eck ein zum 0:2. Dies war natürlich der endgültige Knockout für die dezimierten, aber sich gegen das drohende Unheil stemmenden Untermitterdorfer. Mehr als ein 20-Meter-Schuss von Christoph Geiß sprang nicht mehr heraus und man musste sich mit der Heimniederlage abfinden.  Am kommenden Sonntag gastiert der FCU beim Tabellennachbarn, der Zweitvertretung des SV Hutthurm und somit dem direkten Tabellennachbarn, gegen den man laut Coach Alfred Pröll in der Hinrunde das wohl schwächste Spiel bestritten hatte. Der Gegner kämpfe noch um den direkten Klassenerhalt, wodurch an mit der ein oder anderen Verstärkung aus der ersten Mannschaft rechnen könne. Wichtig sei für den Spielertrainer allerdings vielmehr auch mit solchen schwierigen Situationen wie derzeit umzugehen zu lernen und dennoch seine beste Leistung abzuliefern. Wenn man die Leistung aus dem Hintereben-Spiel abrufen könne, sei der erste Frühjahrsdreier definitiv möglich. Für die Moral wäre ein Erfolg natürlich immens wichtig, nochmals an den Vorletzten etwas heranzurücken und diesem wiederum im Abstiegskampf weitere Sorgen zu bereiten. Fehlen werden dabei Klaus Brunnbauer, Albert Rechenmacher, Markus Kapfenberger. Niko Uhlendorf steht noch auf der Kippe.

 

 

09.04.2017

SV Hintereben - FC Untermitterdorf 3:2

 

Nachdem man auch im zweiten Pflichtspiel im Jahr 2017 mit 1:1 remisieren konnte, gastierte der FCU am Sonntag beim SV Hintereben. Auch dort wollte man die Heimreise keinesfalls mit leeren Händen antreten, um das rettende Ufer doch noch in Sichtweite zu behalten. Zum 30. Geburtstag des Hinterebener Captains Christian Strobl wollte man von Untermitterdorfer Seite keine Geschenke verteilen und Coach Alfred Pröll blickte aufgrund der bisher gezeigten Leistungen durchaus optimistisch auf die bevorstehende Auswärtsaufgabe. Neben dem ohnehin dezimierten Personal fehlte ihm bei diesem Vorhaben auch noch Albert Rechenmacher.

Den besseren Start in die Partie fand auch der FC Untermitterdorf und gab somit überraschenderweise auf fremdem Platz erst einmal die Marschrichtung vor. Aus einer Standardsituation entsprang auch schnell die Belohnung für den forschen Auftritt. Aus dem linken Halbfeld trat Alfred Pröll das Leder in den Sechzehner, wo Hermann List sträflich unbewacht aus zwei Metern zum 1:0 einnetzte. Doch diese Führung sollte nicht lange halten. Schon in der 17. Minute zeigte Hintereben seine Offensivqualität. Einen Abstoß von Torwart Christoph Müller unterlief Karl Wurstbauer an der Mittellinie, den anschließenden Seitenwechsel steckte Christian Strobl blitzschnell durch auf den startenden Christoph Drexler. Dem Gegenüber hatte Michael Köstlmeier nur das Nachsehen und musste mit ansehen, wie dieser ins lange Eck zum 1:1 vollstreckte. Untermitterdorf erholte sich langsam wieder von dem Schock und in der 26. Minute ergab sich erneut die Möglichkeit zur Führung. Niko Uhlendorf bekam 20 Meter vor dem Tor den Ball vom Gegner serviert, ließ den ersten Abwehrspieler aussteigen, wurde aber in letzter Not vor dem Abschluss von einem zweiten Verteidiger abgegrätscht. Auf der Gegenseite musste Jo Altmann durchatmen, als ein Freistoß nahe der Seitenlinie länger und länger wurde und an den Pfosten klatschte. Je näher der Halbzeitpfiff nun rückte, desto unansehnlicher wurde das Spiel. Viel ging nur noch über „Hoch und weit“, wobei Hintereben etwas mehr Druck entfachen konnte. Der Halbzeitpfiff kam für die Schützlinge von Alfred Pröll somit zur rechten Zeit.

Auch der zweite Durchgang begann mit einer Schrecksekunde. Nach Flanke von rechts, lauerte Anton Scheichenzuber am langen Pfosten und setzte seinen Kopfball zum Glück für die Gäste nur an die Oberkante der Latte. In Minute 55 leitete Niko Uhlendorf das Leder schön per Kopf in den Lauf von Alfred Pröll, der jedoch viel zu überhastet den Abschluss suchte und vorbei zielte. Klaus Brunnbauer unterlief in der 62. Minute fast ein folgenschwerer Fauxpas. Er legte dem SV das Leder direkt vor die Füße. Maxi Süß konnte die resultierende Chance nicht nutzen und säbelte aus drei Metern über das Tor. In der Folge entwickelte sich wie schon gegen Ende des ersten Abschnitts ein ziemliches „Ghau“, dem man nicht viel Sehenswertes abgewinnen konnte – bis zur 76. Minute: Alfred Pröll chippte das Rund auf den eingewechselten Martin Weinmann ins Sturmzentrum. Keeper Christoph Müller verhinderte den erneuten Rückstand und Weinmanns Torpremiere gerade noch per Fußabwehr. Danach sah alles danach aus, als sollte der FCU im dritten Spiel nach dem Winter zum dritten Mal mit einem 1:1 vom Platz gehen. Hinterebens Angriffsversuche konnte der FC mit einer konzentrierten Defensivleistung weiter in Schach halten – eigene Gegenangriffe verpufften in der Schlussphase jedoch auch meist in der Entstehung. Doch in der 89. Minute sollte der Tabellenletzte doch noch zum Jubelsturm ansetzen. Markus Kapfenberger legte in der Mitte ab auf Alfred Pröll. Dieser schlug mit dem Außenrist einen Flankenball auf Höhe Sechzehnerlinie, wo Ronny Dausch seinen Gegenspieler entscheidend hinderte und das Leder mit dem Haarbüschel verlängerte auf Niko Uhlendorf. Im Fallen avancierte dieser zum vermeintlichen Matchwinner, als er zum 2:1 vollstreckte. Dass ein Spiel jedoch mehr als 89 Minuten dauert, musste der wackere Gast schmerzvoll am eigenen Leib erfahren. Denn gedanklich vielleicht schon voller Freude über den Last-Minute-Dreier ermöglichte man nach dem Anstoß die direkte Antwort. Erst versäumte man ein wichtiges taktisches Foul an der Mittellinie, dann ließ man einen Hinterebener über den gesamten rechten Flügel davonziehen und flanken. Am Fünfereck köpfte Christoph Drexler mit seinem zweiten Treffer zum 2:2 ein. Doch es kam noch schlimmer. Nach einem Freistoß der Gastgeber von rechts reagierte man wieder nicht resolut und klärte das Leder nicht in letzter Konsequenz. Im eigenen Strafraum ließ man Christian Strobl viel zu viel Platz. Er legte ab auf Martin Rosenberger und dieser erzielte tatsächlich mit seinem verdeckten Schuss noch das 3:2 für den Gastgeber und drehte das Match zu seinen Gunsten. Nach dieser unglaublichen Schlussphase brauchten die FC-Kicker erst einmal um das Geschehene sacken zu lassen. Nach einem konzentrierten Auftritt entschieden die letzten drei Minuten über Sieg oder Niederlage und sorgten für eine Gefühlsachterbahn. Alfred Pröll, der sichtlich angefressen über die Fehler war, die sein Team um den verdienten Lohn brachten, konstatierte aber schnell, dass ihn die zuvorige Leistung in der Trainingsarbeit seines Teams mehr als bestätigte und dass trotz der schwierigen Tabellensituation der Mannschaftsgeist und Zusammenhalt der Truppe einen ganz besonderen Stellenwert habe und so lange nicht mehr da gewesen sei. Es überwogen also im Fazit absolut die positiven Aspekte und mit Optimismus blickte er auf die zukünftigen Aufgaben. Die nächste Aufgabe wartet gleich zuhause mit dem SV Riedlhütte, der sich mittlerweile schon auf den fünften Rang vorkämpfte, aber am Wochenende überraschend deutlich mit 0:3 gegen die Spvgg aus Kirchdorf verlor. Die Reserve trifft im Topspiel auf die Spvgg Brandten und hofft auf eine letzte Chance auf die Meisterschaft.

02.04.2017

FC Untermitterdorf - SV Prackenbach 1:1

 

Nach dem mutmachenden Auftakt beim SV Grainet kreuzte der FCU am Sonntag vor 180 Zuschauern mit dem SV Prackenbach die Klingen. Zwar ist Alfred Prölls Personaldecke nach wie vor dünn besetzt, dennoch blickte der Spielertrainer im Vorfeld optimistisch in Richtung Landkreisderby gegen einen Gegner, der selbst noch mitten im Abstiegskampf steht, mit einem 4:0 gegen Kirchdorf aber blendend in die Frühjahrsrunde gestartet war.

Prölls Gefühl schien ihn nicht getäuscht zu haben, denn seine Mannen gestalteten die Anfangsphase durchaus überlegen – Prackenbach wirkte etwas zaghaft und verunsichert. So auch in der 5. Minute als sich Hermann List durchsetzte und eine resultierende Bogenlampe von Simon Fischer gut mitgenommen wurde. Beim Abschluss agierte er aber zu unkonzentriert und zielte über den Kasten. In der 18. Minute hätte es eigentlich scheppern müssen. Christoph Geiß bediente Karl Wurstbauer aus der Zentrale, der den Ball gefühlvoll an- und mitnahm, leider aber die letzten Meter nicht mehr in Richtung Gästekeeper Kunc zuging. Sein vielleicht etwas zu voreiliger Abschluss landete am Pfosten. Hermann List setzte nach, scheiterte aber am sich schnell wieder aufrappelnden Schlussmann des SV Prackenbach. Diese hatten bis hierhin noch keine Torgefahr versprühen können, erzielten aber in Minute 20 mit der ersten Gelegenheit die etwas überraschende Führung. Der FC war in der Defensive einmal nicht energisch genug am Mann, so dass Johann Vogl am rechten Strafraumeck freigespielt werden konnte. Sein satter Rechtsschuss landete im langen Eck zum 0:1. Nur kurz darauf bot sich Karl Wurstbauer nach Freistoß die Chance, als er sich wendig vom Gegner lösen konnte, im Abschluss das Tor aber zu schwach bzw. zentral anvisierte. Insgesamt ließen die Gastgeber im Vergleich zur Anfangsphase aber etwas nach, zeigten sich vielleicht auch etwas vom Gegentreffer überrumpelt. Vor allem der Defensivabteilung merkte man dies nun an. Insgesamt drei Mal innerhalb von fünf Minuten brachte man sich selbst in Not. Zwei Mal servierte man dem Gegner quasi den Ball selbst, wobei Jo Altmann gegen Johann Vogl per Fußabwehr klären konnte und Zdenek Kasyk sein Ziel verfehlte. Ein Stockfehler von Klaus Brunnbauer ermöglichte Andreas Vaitl die Möglichkeit, doch auch er fand aus kurzer Distanz in Altmann seinen Meister. Kurz vor dem Halbzeitpfiff lenkte Zdenek Kasyk eine flache Hereingabe per Hacke an den Außenpfosten.

Nach fünfzehnminütiger Verschnaufpause zeigten sich die Untermitterdorfer aber wieder gefestigter. Man nahm im zweiten Durchgang die Zweikämpfe wieder konsequenter an und kämpfte sich so zurück in die Partie. Karl Wurstbauer steckte in der 47. Minute durch auf den frischen Mann Niko Uhlendorf. Dieser spitzelte das Leder vorbei an Keeper Jakup Kunc, aber leider auch vorbei am Tor. Fast lud man jedoch dann in der 51. Minute den Torschützen zum 0:1, Johann Vogl, erneut ein, indem man einen sicheren Ballgewinn nochmals abschenkte. Sein Abschluss ging aber knapp vorbei. Aufregung dann in der 56. Minute. Nach Eckball wurde Hermann List beim Absprung klar mit beiden Armen von einem Gegenspieler zu Boden geschubst – das Arbeitsgerät von Schiedsrichter Andreas Poxleitner blieb aber zum Entsetzen der FCU’ler stumm. Wie schon in Grainet sah man sich in einer spielentscheidenden Elfmeterszene benachteiligt, doch alle lautstarken Proteste nutzten nichts. Vielmehr brachte sich die Heimelf durch das Hadern mit dem Schiedsrichter etwas selbst aus dem Konzept und brauchte knapp 15 Minuten, in denen aber auch Prackenbach offensiv nicht stattfand, bis man sich wieder berappelte. In der 76. Minute stieg wieder Hermann List nach Ecke von Alfred Pröll hoch. Nur um wenige Zentimeter verfehlte sein Kopfball das Ziel. Nur drei Minuten später leistete sich der bereits verwarnte Klaus Brunnbauer eine weitere Nickligkeit und wurde mit der Ampelkarte des Feldes verwiesen. In Unterzahl schien es nun schwierig die Niederlage noch abzuwenden. In der 81. Minute spielte der SVP nach Ballgewinn schnell in die Spitze, wo Fabio Elvert mit einem zu hoch eingestellten Schuss die Entscheidung versäumte. In der 85. Minute wurde jedoch auch der Prackenbacher Zdenek Kasyk nach bereits mehreren Provokationen mit Gelb-Rot vom Platz geschickt und Untermitterdorf setzte nochmals alles in die Schlussoffensive. In der 87. Minute ließ Albert Rechenmacher eine gute Schussposition ungenutzt. Insgesamt konnte man in der gesamten zweiten Hälfte zwar wenige Strafraumaktionen aus dem Spiel heraus kreieren, doch Einsatz und Wille waren klar erkennbar. Durch einige längere Unterbrechungen taxierte Schiedsrichter Poxleitner die Nachspielzeit auf fünf Minuten, in denen Prackenbach sich ausschließlich auf die Defensive beschränkte und dabei auch einige weitere Freistöße für den FC fabrizierte. Und so war es Hermann List, der quasi mit dem Schlusspfiff einen Freistoß von Spielercoach Alfred Pröll im Strafraum irgendwie zum viel umjubelten 1:1 über die Linie drückte. Somit heimste Untermitterdorf doch noch einen hochverdienten Punkt ein, der zwar mit Blick auf das Tableau und die Ergebnisse der Konkurrenz nicht wirklich weiterhilft, aber nach dem unglücklichen Verlauf in Grainet und auch dem großen Einsatz in diesem Spiel für die Moral immens wichtig ist. Am kommenden Wochenende steht Alfred Pröll wohl wieder derselbe Kader zur Verfügung, wenn man beim SV Hintereben gastiert, die furios und torreich aus der Winterpause starteten und der FC-Defensive sicher alles abverlangen werden.

Die Reserve indes musste im Kampf um die Meisterschaft einen herben Rückschlag hinnehmen und verlor nach zweier später Tore durch Stefan Venus mit 0:2 gegen die Spvgg Allersdorf II. Dadurch ist nun der angestrebte Titel aus eigener Kraft nicht mehr machbar und ist schon auf Schützenhilfe angewiesen. Vielleicht kommt ja diese schon unverhofft am kommenden Wochenende, wenn die FC-Reserve spielfrei gespannt sein darf, was auf den anderen Plätzen passiert.

 

 

26.03.2017

SV Grainet - FC Untermitterdorf 1:1

 

Unter denkbar ungünstigsten Voraussetzungen musste der FC Untermitterdorf den Frühjahrsauftakt der Kreisliga Bayerwald bestreiten: In der Winterpause musste man die Nachrichten schlucken, dass sowohl Günther Weinmann, Simon Gigl als auch Sebastian Lallinger in dieser Spielzeit nicht mehr zur Verfügung stehen können. Zwei der vier Testspiele fielen den Witterungsbedingungen zum Opfer, die bestrittenen Testspiele gegen die Kreisklassisten SV Kollnburg (0:1) und SV Lalling (1:4) gingen verloren. Neuzugang und Rückkehrer Christian Käser konnte wegen Schwierigkeiten bei der Passbeantragung noch nicht eingesetzt werden. Andreas Raiths Rekonvaleszenz nach Kreuzbandriss vor über einem Jahr lässt auch noch weiter auf sich warten. Markus Kapfenberger und Markus Raith verweilten im Urlaub. Und nun hatte man zum Auftakt auch noch den Aufstiegsanwärter und damit haushohen Favoriten vom SV Grainet vor der Brust. Coach Alfred Pröll machte keinen Hehl daraus, dass er nicht wirklich wüsste, wo man genau stehe. Durch die gute Stimmung und die hohe Motivation im Training versprühte er dennoch im Vorfeld leisen Optimismus und rechnete sich, wenn alles passe, kleine Chancen auf einen Überraschungscoup aus.

Und so kam es, dass der FC auf fremden Platz die ersten 25 Minuten sogar spielbestimmend war. So tackelte Hermann List, der im Sturmzentrum auflief, am gegnerischen Sechzehner mit gutem Timing. Beim anschließenden Pass stand Karl Wurstbauer wohl hauchdünn im Abseits. Kurz darauf führte ein weiter Einwurf von Christoph Geiß zu einer Großchance, denn Alfred Pröll gelangte an den zweiten Ball und dessen Schuss aus vierzehn Metern wurde noch zur Ecke abgewehrt. In der zwölften Minute wurde es erstmals im Gästestrafraum brenzlig, als Keeper Jo Altmann eine Hereingabe nur abklatschen konnte. Klaus Brunnbauer, der neben Michael Köstlmeier die Innenverteidigung bildete, konnte gerade noch vor der Linie klären. Insgesamt taten sich die Hausherren aber schwer gegen eine gut gestaffelte Untermitterdorfer Defensive, die mit guten Kontersituationen immer wieder gezielte Nadelstiche fabrizieren konnten, welche jedoch im finalen Pass oft leichtfertig vergeben wurden. In der 29. Minute spielte Altmann super mit und war dadurch vor dem nach einer Diagonalflanke durchstartenden Tobias Reichenberger am Ball. Altmanns Befreiungsschlag eröffnete nach Stockfehler eines Verteidigers die Riesenchance für Hermann List, dem vor dem gegnerischen Torwart die Nerven versagten. Immerhin sprang dabei aber ein Eckball heraus. Genau in dieser Phase, als Grainet begann, ins Spiel zu finden, nutzte der FCU diese Standardsituation nach einer weiteren Unaufmerksamkeit des SV zu seinen Gunsten. Der aufgerückte Tim Beutler, der als Außenverteidiger eine souveräne Partie spielte, legte ab auf seinen Kompagnon Karl Wurstbauer, welcher ins lange Eck zum 1:0 vollstreckte.  Mit dieser verdienten Führung ging es auch in die Halbzeitpause.

Auch in Halbzeit Zwei war es der Gast, der den besseren Start erwischte. Hermann List legte ab auf Karl Wurstbauer, der wiederum Thomas Beckert steil auf die Reise schickte. Dieser wurde im letzten Moment beim Torschuss entscheidend gestört. Es dauerte bis zur 60. Minute, bis Grainet Torgefahr erzeugen konnte. Nach Freistoß fand das Spielgerät zu Christian Moser, dessen Schuss aus elf Metern Johannes Altmann mit einem exzellenten Reflex parierte. Auch im weiteren Spielverlauf konnte Grainet den Druck zwar sanft erhöhen, doch Untermitterdorf verteidigte durchaus geschickt. Selbst konnte man sich war aus der Defensivhaltung nur mehr wenig befreien und die Ballgewinne verpufften oft durch zu hektische Anspiele in der Vorwärtsbewegung, doch Grainet setzte aus dem Spiel heraus auch nicht die großen Akzente. Vielmehr kam durch vereinzelte ruhende Bälle Gefahr auf. Nach Freistoß in der 72. Minute meisterte Jo Altmann eine Direktabnahme von Christian Moser, indem er abtauchte und den Abschluss bravourös aus dem linken Eck fischte. Den Sack zumachen hätte Niko Uhlendorf können, als er nach Konter in der 78. Minute auf und davon sprintete, jedoch von Bernd Brandl am Rande einer Notbremse – ein weiterer Mitspieler war mitgelaufen – gestoppt werden konnte. Die kleine Sensation rückte so immer näher, doch Schiedsrichter Simon Enggruber, der die Partie eigentlich im Griff hatte, erwies sich als Spielverderber. Nachdem bereits drei Minuten nachgespielt waren, entschied der Unparteiische nach Klärungsaktion von Michael Köstlmeier völlig unverständlich auf Elfmeter. Die Hausherren reklamierten nach der vermeintlichen Szene erst gar nicht, freuten sich dafür insgeheim umso mehr, doch noch beschenkt zu werden. Der Linienrichter, der freie Sicht auf die Situation hatte, sprang den flehenden Untermitterdorfern auch nicht zur Seite und beteuerte trotz prächtigem Blick nichts gesehen zu haben. So musste man tatsächlich noch den 1:1-Ausgleich hinnehmen und sah sich zweier immens wichtiger Punkte im Abstiegskampf beraubt.

Coach Alfred Pröll scharte trotz der Enttäuschung sein wacker kämpfendes Team um sich und schöpft aus dem gezeigten weiter Optimismus. Auf dieser Leistung kann man seiner Meinung nach wirklich aufbauen und kann dem kommenden Heimspiel gegen den SV Prackenbach positiv entgegenblicken. Prackenbach hat zwar einen Start nach Maß hingelegt, doch falls man (bei Prackenbachs Standardstärke) die vielen kleinen Fouls in Strafraumnähe abstellen und die gleiche Einstellung abrufen kann wie beim SV Grainet, erwartet Pröll durchaus ein Spiel auf Augenhöhe. Dazu steht ihm wohl derselbe dezimierte Kader zur Verfügung. Einzig Markus Kapfenberger stößt aus dem Urlaub wieder zum Team.

 

Pleiten, Pech und Pannen hieß es beim Auftritt der Reservemannschaft in Langdorf oder wie Franz Beckenbauer sagen würde: "Ja is denn heid scho Ostern?"
Denn scheinbar wurden in Langdorf die Uhren versehentlich um drei Wochen statt eine Stunde vorgestellt und so legten sich der Langdorfer Keeper (2) und sein Untermitterdorfer Gegenüber (1) drei Eier ins eigene Nest. Tristan Weiß entschärfte dafür einen Elfmeter mit einer Top-Parade und hielt seine Farben im Spiel. Alex "Spoze" Pauli entdeckte sein zweites Osternest dagegen einen Meter vor dem leeren Tor nicht und darf nächste Woche gegen Allersdorf weitersuchen. Coach Josef Wastl wurde die Eiersuche letztlich zu bunt, marschierte mit einem lauthalsen "Leck-me-am-Osch-he" durch die gegnerischen Reihen und rettete den verdienten Punkt beim FC Langdorf II.
Der FCU verliert büßt zwar zwei Punkte zum Spitzenreiter ein, bleibt aber mit dem heutigen 3:3 (Tore: Johannes Holler, Alex Pauli, Sepp Wastl) im Meisterschaftsrennen!

12.11.2016

SC Zwiesel - FC Untermitterdorf 4:3

 

0:1 Simon Gigl (12.)

1:1 Michal Strajt (23.)

2:1 Michal Strajt (40.)

2:2 Albert Rechenmacher (43.)

2:3 Günther Weinmann (49.)

3:3 Matthias Niedermeier (68.)

4:3 Matthias Niedermeier (79.)

 

06.11.2016

FC Untermitterdorf - 1. FC Viechtach 2:4

 

„Im Moment klebt einfach die Scheiße am Stiefel.“ Thomas Müllers Worte beschreiben wohl am besten den Verlauf des Abstiegskrachers des vergangenen Wochenendes. Dass sich FC Bayern-Stürmer Müller dabei als Tabellenführer mit dieser Aussage in einer weitaus komfortableren Situation als die Pröll-Elf, die vom anderen Tabellenende grüßt, befindet, versteht sich von selbst. Im Kellerduell schlechthin lief alles gegen den FCU, der im ersten Durchgang mehr investierte, aber zwei Mal einen unglücklichen Rückstand wieder wettmachen musste. Schon in der zweiten Minute unterlief Keeper Jo Altmann ein folgenschwerer Fehler, als er den Ball aus seinen Armen gleiten ließ und Walter Spielbauer zur frühen Gästeführung einschob. Als Michael Köstlmeier seinen Schlussmann mit einem gefährlichen Rückpass arg in Bedrängnis brachte, bugsierte dieser das Leder gerade noch nach vorne und assistierte damit Gü Weinmann, der ebenfalls von einem Abwehrfehler profitierte. Er ließ noch zwei Viechtacher aussteigen und schob in der 14. Minute zum Ausgleich ein. Untermitterdorf hatte sich nun gefangen und zeigte auch von der Körpersprache, dass man sich der Bedeutung der Partie bewusst war. Doch gerade in der Drangphase des FC schaltete der Tabellennachbar blitzschnell um, konterte über die rechte Außenbahn und erzielte durch El Hadji Ndongo die abermalige Führung. Der FCU steckte nicht auf und blieb am Drücker. In der 35. Minute kam Gü Weinmann nach Diagonalflanke von Hermann List und Stockfehler eines Abwehrspielers an den Ball, ließ seinen Widersacher ins Leere laufen, scheiterte aber wohl am allzu angespannten Nervenkostüm. Allein vor dem Torwart jagte der die Kugel weit über das Tor. Kurz darauf setzte eine verunglückte Flanke von Hermann List nur auf der Latte auf. Die Hausherren belohnten ihr Engagement in der 44. Minute aber doch noch. Nach der schönsten Kombination des Spiels, die im Gegensatz zu vielen anderen Angriffsversuchen über fünf Stationen Flachpassspiels von statten ging, fasste sich Simon Gigl ein Herz und wuchtete den Ball zum 2:2 in die Maschen. Dem weiteren Aufstreben der überlegenen `Mitterdorfer kam leider der Halbzeitpfiff dazwischen. Im zweiten Durchgang fand der Gast aus Viechtach besser ins Spiel und agierte mit den klareren Angriffen in der Vorwärtsbewegung. Günther Weinmann auf Untermitterdorfer Seite verfehlte mit einem scharf getretenen Freistoß zwar nur um Haaresbreite sein Ziel, auf der anderen Seite konnte man sich aber auch zwei Mal bei Jo Altmann bedanken, der das Unentschieden noch festhielt. In der 58. Minute ging Viechtach wieder kurios in Führung. Gleichsam eines Stichs ins FCU-Herz musste man zusehen, wie sich die von Walter Spielbauer getretene Ecke direkt ins lange Eck senkte. Diesen Schock konnte man erst einmal nicht wegstecken. In der 70. Minute hätte man mit etwas mehr Coolness die Uhr jedoch wieder auf Null stellen können. Hermann List und Klaus Brunnbauer zielten mit ihren Kopfbällen aber zu zentral auf Christian Schiller, der als Feldspieler den angeschlagenen FCV-Keeper zur Halbzeit ersetzte und bezeichnenderweise nicht wirklich gefordert wurde. Wie bereits im Hinspiel besiegelte eine katastrophale Elfmeterfehlentscheidung des ansonsten souverän leitenden Referees die Niederlage des FC. Michael Köstlmeier klärte am eigenen Sechzehner souverän und vor seinem Gegner am Ball. Dieser schlug hörbar gegen das Bein des FC-Kapitäns und bekam überraschenderweise den erwähnten Strafstoß zugesprochen. Patrick Preuß verwandelte diesen zum 2:4-Endstand. Viechtach verzeichnete in den Schlussminuten noch zwei Pfostentreffer, die aufgrund der natürlich nun gebrochenen Untermitterdorfer Moral nicht mehr ins Gewicht fielen. Der FC ziert nach diesem gebrauchten Tag nun abgeschlagen das Tabellenende und braucht nun schon eine Siegesserie, um das drohende Übel des Abstiegs noch abwenden zu können.

 

 

30.10.2016

FC Untermitterdorf - Spvgg Kirchdorf 1:2

 

In diesem Derby stellte der Gast das aggressivere und lauffreudigere Team. Durch einen Foulelfmeter, in der 34. Minute, den Pavel Marianus verwandelte, wurde mit 0:1 die Seiten gewechselt. Nach verhaltenem Beginn der zweiten Hälfte kam Untermitterdorf besser ins Spiel und erzielte durch Christoph Geiß, der für den FC nach langen Verletzungssorgen debütierte, in der 62. Minute aus dem Gewühl das 1:1, was dem FC Auftrieb gab. In dieser guten Phase ging jedoch Kirchdorf erneut in Front. Jonas Mutzl war nach einem Freistoß am schnellsten und setzte den Abpraller in die Maschen. Pech hatte der FC in der 79. Minute, als ein 20-Meter-Hammer von Markus Raith am Innenpfosten landete und Klaus Brunnbauer in der Schlussminute aus kurzer Distanz das Leder verfehlte. Alles in allem war der Gästesieg jedoch verdient. Kurz vor Schluss erhielt Simon Gigl noch die Ampelkarte. Wieder einmal hatte man sich viel vorgenommen und wenig davon auf dem Platz umgesetzt. Coach Alfred Prölls Devise, defensiv stabil zu stehen und wenige Standardsituationen zuzulassen, wurde nicht vollends angenommen. Da man um die Stärke des Konkurrenten aus Kirchdorf bei eben diesen Situationen wusste, schmerzt es umso mehr, dass beide Gegentore aus einem Elfmeter und einem Freistoß zustande kamen. Am kommenden Wochenende steht das aus der Sicht von Pröll entscheidende Spiel, um den drohenden Abstieg abwenden zu können, an. Möchte man die Konkurrenz nicht schon vor der Winterpause enteilen sehen, muss zwingend dreifach gepunktet werden. Wer den Ernst der Lage angesichts der aktuellen Situation nicht erkannt hat, sei für den spielenden Jungtrainer nun definitiv falsch am Platz. Personell kann er dabei wohl auf den selben Kader wie beim Derby zurückgreifen. Simon Fischer fehlt jedoch urlaubsbedingt. Die Reserve indes bewies sich erneut torsicher und verabschiedet sich mit einem Kantersieg in die Winterpause. Man besiegte die Gäste aus dem Regener Bürgerholz mit 7:0. Die Tore erzielten Tobias Breit (4x), Johannes Holler (2x) und Tobias Wastl.

 

 

23.10.2016

FC Sturm Hauzenberg II - FC Untermitterdorf 6:0

 

Trotz ellenlanger Ausfallliste war es Alfred Prölls Ziel, sich gegen den Tabellenführer teuer zu verkaufen.  Der „kleine Sturm“ bot zu seinem ohnehin schon starken Kader die Landesligaakteure Alexander Starkl und Daniel Ranzinger auf, Untermitterdorf hingegen brachte zu seiner Rumpfelf nur zwei Auswechselspieler mit nach Hauzenberg. In taktischer Hinsicht versuchte Coach Alfred dem Meisterschaftsfavoriten mit einer Dreierkette Paroli zu bieten. Der Tabellenführer zeigte von Beginn an, wer Herr im Hause ist und gab die Richtung – dem Gästetor entgegen – vor. Bereits in der neunten Minute fiel das 1:0 durch Andreas Schmid. Ärgerlich war hierbei für den FCU, dass Vorlagengeber Daniel Ranzinger zuvor klar im Abseits gestanden war, was der junge Linienrichter nicht ahndete. Alle guten Vorsätze waren also früh über Bord geworfen und der FC war auch in der Folge den Angriffen der Gastgeber nicht gewachsen. Nach Foul an Karl Wurstbauer, für den es nicht mehr weiterging, war U’dorf kurze Zeit in Unterzahl, welche Fabian Gastinger nach einem Konter in der 15. Minute nutzte und auf 2:0 erhöhte. Daniel Ranzinger in der 22. Minute und Andreas Schmid in der 24. Minute entschieden die Begegnung früh und ließen Torwart Johannes Altmann jeweils keine Abwehrchance. Alexander Starkl besorgte sogar noch vor der Halbzeit das fünfte Tor. In Hälfte Zwei war den Untermitterdorfer klar anzumerken, sich nicht komplett abschlachten lassen zu wollen und man war auf Schadensbegrenzung aus. Den Gästen kam jedoch dabei entgegen, dass der Sturm einen Gang zurückschaltete und den Untermitterdorfern phasenweise sogar die Spielkontrolle überließ um selbst mit Kontern gefährlich zu bleiben. Ein direkter Starkl-Freistoß war es, der schließlich in der 72. Minute den 6:0-Endstand markierte. Dass das Ergebnis nicht noch deutlicher ausfiel war der zum Schluss überheblichen Spielweise des Tabellenprimus geschuldet, die angepeitscht von den Zuschauern Untermitterdorf vorführen wollten und so weitere Chancen leichtfertig vergaben. Für den FCU stand ein gebrauchter Nachmittag zu Buche. Für Coach Alfred Pröll steht nun bis zum nächsten Wochenende Aufbauarbeit an, denn dann erwartet man die Spvgg Kirchdorf zum Nachbarderby. Da beinahe alle direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt punkten konnten, ist ein Sieg fast schon Pflicht, um „bei der Musi“ dabei zu bleiben. Helfen können dabei wieder Gü Weinmann und Tim Beutler. Der Einsatz von Karl Wurstbauer ist hingegen noch fraglich. Auf der weiterhin langen Ausfallliste stehen neben den Langzeitverletzten Hermann List, Michael Christoph, Martin Weinmann (krank), Simon Gigl, Albert Rechenmacher (verletzt), Christoph Geiß (Aufbautraining) und Ronny Dausch (privat verhindert).

 

 

16.10.2016

FC Untermitterdorf - TSV Schönberg 2:0

 

Mit 250 Zuschauern strömten nach zuletzt rückläufigen Besucherzahlen wieder einmal ein gutes Stück mehr Fans an die Kirchberger Straße und waren sich dabei wohl der Bedeutung des Matches des FC Untermitterdorf gegen den TSV Schönberg bewusst. Nach der Niederlage gegen den SV Thurmansbang hatte die Pröll-Elf nicht nur gehörig etwas gut zu machen, sondern bewegte sich dadurch nun auch nahe des Abgrunds. Gegen den nächsten direkten Konkurrenten musste Coach Alfred Pröll neben dem beruflich verhinderten Niko Uhlendorf auch noch auf Simon Gigl, dessen Muskelverletzung wieder aufgebrochen war sowie auf den erkrankten Hermann List verzichten. Raith Markus und Michael Christoph rückten dafür wieder in die Startelf. Der Start in die Begegnung erschien noch eher nervös. In der siebten Minute ließ sich die FC-Abwehr allzuleicht übertölpeln und hatte Glück, dass der Abschluss des TSV sein Ziel verfehlte.  Danach fand Untermitterdorf allerdings schnell in die Partie und übernahm das Kommando In der 15. Minute leitete Michael Köstlmeier nach TSV-Ecke einen schnellen Konter ein – Gü Weinmann bediente Alfred Pröll, welcher auf Karl Wurstbauer querlegte. Dieser agierte etwas zu verspielt und vertändelte das Spielgerät etwas. Sein Schuss konnte von einem Schönberger geklärt weden. Nur eine Minute später machte es die selbe Combo besser. Pröll setzte sich im Strafraum energisch gegen seinen Verteidiger durch, brachte das Leder fast von der Grundlinie in die Zentrale, wo Karl Wurstbauer als erster am Ball war und diesen in die Maschen grätschte. Untermitterdorf hatte nun endgültig die Spielkontrolle übernommen. Wieder nur wenige Augenblicke später hatte Günther Weinmann die Chance zu erhöhen, verzog aber um ca. zwei Meter. Karl Wurstbauer, dessen Einsatz erst noch auf der Kippe stand, krönte in der 36. Minute seine starke erste Halbzeit mit der zweiten Torbeteiligung. Auf Höhe der Mittellinie spielte er einen perfekten Pass in die Tiefe, wo Weinmann noch einen Gegenspieler ins Leere laufen ließ und dann cool zum 2:0 abschloss. Vor der Halbzeit hätte Markus Kapfenberger sogar noch erhöhen können, verhielt sich aber zu überhastet und scheiterte an Keeper Daniel Höcker. Der zweite Durchgang bot ein ähnliches Bild. Der FC kontrollierte die Partie, ohne jedoch zunächst dieselbe Torgefahr auszustrahlen. Dem Gast gewährte man aber in der zweiten Hälfte nur eine einzige Möglichkeit. Diese hatte es aber in sich, denn Matthias Schreindl scheiterte in der 68. Minute am Pfosten. Vor allem in den letzten zwanzig Minuten der Partie boten sich immer häufiger Kontermöglichkeiten für den FCU. Mit diesen ging man jedoch teils zu leichtfertig um – fünf Mal hatte man selbst die Abseitslinie nicht im Blick und allzu oft kam nach guter Kombination der finale Pass nicht genau an. Am gefährlichsten wurde es in der 89. Minute, als Ronny Dausch nach Angriff über Weinmann und Pröll aus kurzer Distanz an der Fußabwehr des Torwarts scheiterte. Am Heimsieg für den FCU gab es also nichts mehr zu rütteln – eher hätte man das Ergebnis noch aufstocken können. Das „gelbe Uboot“ ist also noch nicht gänzlich auf Tauchstation gegangen, sondern tastet sich auf vier Punkte an das rettende Ufer heran. Wichtig scheint es nun aber, nicht wie nach dem Perlesreut-Sieg in Euphorie oder eine Selbstverständlichkeit des Gewinnens zu verfallen, sondern vielmehr sich bewusst zu werden, dass es nur mit einer dauerhaften Einstellung wie an diesem Tag möglich ist, die Klasse zu halten.  Sofort wieder nachzulegen kommt am kommenden Wochenende einer Mammut-Aufgabe gleich. Man reist zum Meisterschaftsfavoriten nach Hauzenberg. Dabei werden die Verletzungssorgen nochmals um ein Stück größer. Markus Raith verletzte sich im Schönberg-Spiel schon früh in der Partie und fällt bis auf Weiteres aus.

 

 

09.10.2016

FC Untermitterdorf - SV Thurmansbang 0:1

 

Nach dem Überraschungsdreier beim SV Perlesreut wollte Alfred Pröll diese Punkte im direkten Aufeinandertreffen mit dem Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt, dem SV Thurmansbang vergolden. Die personelle Lage blieb zwar weiter angespannt, doch hatte zumindest Simon Gigl seine Zerrung auskuriert und begann dementsprechend von Beginn an. Der Aufsteiger war von Beginn an präsenter, ohne noch große Torgefahr zu versprühen. Der FCU kam erst gegen Ende der ersten Hälfte  etwas besser ins Spiel. Auch in der zweiten Halbzeit eines insgesamt schwachen Spiels zweier offensiv ideenloser Mannschaften zeigte Thurmansbang im Gegensatz zu den Gastgebern die im Abstiegskampf nötigen Tugenden Kampfgeist, Wille und mannschaftliche Geschlossenheit und erarbeitete sich so weiter eine leichte Überlegenheit sowie die besseren Chancen. Nachdem Christoph Berndl in der 56. Minute noch am Pfosten scheiterte, erzielte Rudi Zierler in der 65. Minute das verdiente Tor des Tages. Der FC hingegen präsentierte sich im Vergleich zur Vorwoche wie ein Absteiger und hinkt nun durch diese 0:1-Niederlage dem Vorletzten Mauth vier Punkte und dem rettenden Ufer sechs Punkte hinterher. Sollten es sowohl im Training, als auch auf und neben dem Platz nun nicht alle Akteure ihrem engagierten Coach zeigen, welch enormen Willen man mit einem gemeinsamen Ziel entwickeln kann und muss, könnte im Abstiegskampf ein grauer Herbst ins Haus stehen. Denn auch wenn spielerisch aktuell ein klarer Plan, aber auch das Selbstverständnis fehlt, hat der FC diese Saison vereinzelt schon zeigen können, dass sich mit absoluter Einstellung und engagierter Lauf- und Kampfleistung Fehler minimieren lassen und sich auch offensiv Gelegenheiten ergeben, um jedem Gegner die Stirn bieten zu können. Am kommenden Sonntag ist nun Wiedergutmachung angesagt: Mit dem Aufsteiger TSV Schönberg empfängt man einen weiteren direkten Konkurrenten, den man zum Saisonauftakt schon in die Schranken weisen konnte. Alfred Pröll's Personaldecke wird dabei wieder ein Stück dünner sein. Niko Uhlendorf fehlt berufsbedingt. Simon Gigl's Einsatz gegen Thurmansbang kam zu früh und muss erneut pausieren.

 

 

02.10.2016

SV Perlesreut - FC Untermitterdorf 0:1

 

Die Vorzeichen waren nicht die besten, die Coach Alfred Pröll vor dem schweren Auswärtsspiel in Perlesreut vorfand. Nach zwei spielfreien Wochen wurde die Personaldecke noch dünner. Karl Wurstbauer (Urlaub) und Simon Gigl (Zerrung) erweiterten das Lazarett. Als auch vor Spielbeginn Markus Raith seinen Startelfeinsatz canceln musste, stellte sich die Mannschaft schon fast von selbst auf. Da die Zweite zeitgleich in Achslach ran musste, blieb ein fitter Ersatzspieler übrig. (Die Reserve gewann verdient mit 4:0. Die Tore erzielten Ronny Dausch (2), Hermann Wurstbauer und Christoph Geiß.) Immerhin war Niko Uhlendorf wieder mit an Bord. Michael Christoph feierte sein Startelfdebut und unterstrich dieses Vertrauen mit einer starken Vorstellung. Der Gastgeber entschied sich bei Regenwetter auf Rasen zu spielen, im Gegensatz zur umstrittenen Ansetzung auf Sand in der letzten Saison, wo sich Perlesreut letzten Endes selbst seiner Spielstärke beraubte und Untermitterdorf einen Punkt erkämpfen konnte. Spielerische Momente blieben in der Anfangsphase dieses Spieles jedoch Mangelware. Eher mussten sich die Akteure beider Seiten erst mit den Platzverhältnissen und ihrer eventuell falschen Schuhwahl vertraut machen. Der FC agierte strikt aus einer kompakten Defensive und ließ sich nicht aus der Reserve locken, was der Heimelf das Leben schwermachte. In den ersten 20 Minuten ließ man lediglich einen Weitschuss von Manuel Freund zu. Die aussichtsreichere Szene hatten die Gäste, als Alfred Pröll einen weiten Querpass mit viel Effet aus der eigenen Hälfte in den Lauf von Niko Uhlendorf spielte. Hausherrenkeeper Patrick Billinger spielte aber gut mit und ging volles Risiko um vor dem `Mitterdorfer Youngster die Situation zu bereinigen. Ansonsten bekamen die Zuschauer auch weiterhin keine großen Torraumszenen zu Gesicht – insgesamt mangelte es der Begegnung auch etwas an Tempo und Bewegung ohne Ball. Bis zur 40. Minute hielt die stabile Grundordnung den verpuffenden SV-Angriffsbemühungen stand. Erst in der Schlussphase kamen die Gastgeber stärker auf. Nachdem Schiedsrichter Marco Öttl zwei vermeintliche Fouls an FC’lern nicht ahndete, rollte der Konter über links, von wo eine Flanke in den Strafraum geschlagen wurde. Manuel Freund kam aus kürzester Entfernung zum Kopfball und Torwart Johannes Altmann hexte diesen mit einem Weltklasse-Reflex zur Ecke. Nach dieser Szene und den langsam aufkommenden SV-Angriffen kam der Pausenpfiff für den FCU zur rechten Zeit. Coach Alfred Pröll wird sein Team in der Halbzeitpause nichtsdestotrotz ans Herz gelegt haben, die defensive Marschroute beizubehalten. Die insgesamt stabile und disziplinierte Grundordnung brachte Selbstvertrauen und nach vorne sollten sich im Laufe der Partie sicher Räume ergeben. Positiv verlief auch das Coaching zwischen den Mannschaftsteilen. Besonders Tim Beutler in der Innenverteidigung koordinierte immer wieder seine Nebenleute in die richtige Ordnung. Die erste Möglichkeit der zweiten Halbzeit hatte wieder der SVP, als Konrad Sarmann am Sechzehnereck sein Ziel um gut einen Meter verfehlte, ansonsten konnte Untermitterdorf die Fortsetzung der Offensivbemühungen aus Hälfte Eins größtenteils eindämmen. In der 61. Minute ging den an diesem Regentag nicht ganz so zahlreich mitgereisten FCU-Fans das Herz auf. Michael Köstlmeier verteidigte wunderbar gegen den Ball, erkämpfte sich das Leder, marschierte noch zwei, drei Meter und passte von der rechten Seite perfekt in die Schnittstelle der Abwehr in den Lauf von Günther Weinmann, der sich seine erste gefährliche Chance nicht entgehen ließ und flach zum vielumjubelten 0:1 einschoss. Untermitterdorf durfte aber die Konzentration nicht verlieren, wie sich schon in der Folgeszene zeigte. Thomas Beckert verlor etwas leichtfertig den Ball und Simon Kern kam aus 16 Metern halbrechter Position zum Abschluss, welcher zum Glück für den FCU nur auf der Oberkante der Latte aufsetzte. Perlesreut wurde in der Folge ungeduldiger und agierte angestachelt von Chefanweiser Oliver Aigner, der sich wiederholt mit Zuschauern und Spielern anlegte, zunehmend ungepflogen. Einerseits wurde versucht viele Freistöße zu schinden, um die zweifelsohne beachtliche Stärke bei Standardsituationen zur Geltung zu bringen, andererseits trat man aber selber den FCU’lern im Rücken des Schiedsrichters auf die Zehen oder entfachte andere Nickligkeiten. Ungeachtet dessen ergaben sich für den FC durch die oftmals überhasteten Angriffsversuche der Perlesreuter Räume zum Kontern. In der 70. Minute brachte Günther Weinmann Markus Kapfenberger über rechts ins Spiel. Keeper Billinger machte diesem die komplette Ecke auf, was Kapfenberger jedoch übersah und etwas zu ungenau querlegte. Dies hätte schon die Entscheidung sein können, aber so blieb es spannend. In der 74. Minute war Jo nach weitem Ball auf dem Posten und schickte das Leder umgehend in die Gegenrichtung. Hermann List verlängerte per Kopf auf Gü Weinmann. Untermitterdorfs Sturmführer wurde erst geschickt abgedrängt, seinen Schuss aus spitzem Winkel konnte Torwart Billinger per Fußabwehr entschärfen. In der 79. Minute machte Weinmann wieder Kapfenberger viel Platz und zog ins Sturmzentrum, während Kapfenberger über rechts marschierte. Seine weite Hereingabe konnte Weinmann nicht verwerten. In der 82. Minute spitzelte der bereits verwarnte Hermann List den Ball nach Stürmerfoul etwas unnötig vom Tatort weg. Patrick Billinger verlor die Nerven und schubste Hermann List mit Anlauf zu Boden. Schiedsrichter Öttl brachte die Untermitterdorfer Devise „Schubsen derf ma ned“ mit der Roten Karte zum Ausdruck. Auch Hermann List musste mit der Ampelkarte vom Feld und so begann eine rasante Schlussphase. In der 85. Minute durfte sich die Pröll-Elf bei Schlussmann Altmann bedanken, der eine Doppelchance zunichtemachte. Im weiteren Verlauf der fünfminütigen Nachspielzeit belagerte Perlesreut zwar die Untermitterdorfer Hälfte, agierte aber bisweilen zu hektisch und fand keinen Weg durch die vielbeinige FCU-Abwehr. In der 91. Minute hätte den eingewechselte Markus Raith endgültig den Deckel draufmachen können. Weinmann leitete einen Konter mit einem Diagonalpass auf Alfred Pröll ein. Der wiederum passte quer auf Raith. Alexander Biebl, der als Feldspieler das Tor hüten musste, reagierte bei dem Schuss gegen die Laufrichtung glänzend und verhinderte den K.O.-Schlag. So musste sich der Gast vier weitere Minuten gedulden bis der erleichternde Schlusspfiffe erklang. Nach diesem Befreiungsschlag leuchtet zwar weiter die Rote Laterne in Untermitterdorf, doch konnte man den Anschluss an die Tabellennachbarn wiederherstellen. Nun stehen die Wochen der Wahrheit an, denn neben den Zusatzspielen gegen Zwiesel und Hauzenberg hat man noch vor dem Winter nahezu alle direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt vor der Brust. Besonders richtungsweisend wird dahingehend das Heimspiel nächsten Sonntag gegen den SV Thurmansbang, der im Tableau vier Punkte vor dem FCU rangiert. Bei einem Sieg rückt man bis auf einen Punkt an den Kontrahenten heran, bei einer Niederlage muss man tabellarisch wieder mindestens einer Vier-Punkte-Lücke hinterherlaufen. Die Marschroute ist also klar: Durch eine ebenso geschlossene und gewillte Mannschaftsleistung soll mit der vollen Punktausbeute der so nicht unbedingt eingeplante Perlesreut-Sieg erst richtig vergoldet werden. Ob dabei Simon Gigl wieder zur Verfügung steht, ist noch äußerst fraglich.

17.09.2016

SC Zwiesel - FC Untermitterdorf :

 

abgesagt; Nachholtermin steht noch nicht fest.

11.09.2016

FC Untermitterdorf - SV Hutthurm II 1:1

 

Viel hatte man sich ja für diesen Doppelspieltag vorgenommen, doch nach der Freitagspleite gegen den TSV Mauth war die Pröll-Elf am Sonntag gegen die Zweitvertretung des SV Hutthurm besonders gefordert. Dafür sollten auch zwei Änderungen in der Startformation sorgen. Karl Wurstbauer und Markus Kapfenberger ersetzten den beruflich verhinderten Niko Uhlendorf und Martin Weinmann. Das Spiel begann zäh und doch erkämpfte sich Untermitterdorf eine leichte Feldüberlegenheit und dementsprechend auch ein Chancenübergewicht. Nach einer Viertelstunde legte Gü Weinmann eine Diagonalflanke direkt per Kopf ab auf Karl Wurstbauer, der auf Risiko ging und aus halbrechter Position vollspann drüber schoss. In der 21. Minute brachten sich die Gäste selbst in die Bredouille, als sie einen ungenauen Rückpass auf den Keeper spielten, welchen Günther Weinmann sofort energisch attackierte. Schlussmann Markus Fellinger spielte das Leder daraufhin direkt in die Beine von Alfred Pröll, der jedoch daraus keinen Profit ziehen konnte und in der Hektik das Leder wieder in die Arme des Keepers schob. Nach einer halben Stunde trat Markus Raith einen weiten diagonalen Freistoß in Richtung gegnerischen Strafraum, wo der Abwehrspieler schlechtes Timing zeigte und der Ball über ihn hinwegsprang. Günther Weinmann nahm sich den Ball kurz an und mit und beförderte ihn mit Wucht knapp über das Tor. Erst in der 34. Minute wurde „Huading“ erstmals gefährlich und Jo Altmann im Kasten der Untermitterdorf musste auf den Punkt „da sein“. Erst lenkte er einen flachen Fernschuss noch zur Ecke. Im Anschluss klärte er einen Schuss aus kurzer Distanz überragend per Fußabwehr. So ging es torlos in die Kabinen. Untermitterdorf machte zu wenig aus seiner optischen Überlegenheit und musste sich wohl weiter geduldig zeigen. Halbzeit Zwei begann erst wieder verhalten – ein Fußballleckerbissen war es wahrlich nicht, was die 120 Zuschauer an diesem Nachmittag zu Gesicht bekamen. Dann in der 58. Minute aber die Schrecksekunde: Das Runde lag im Eckigen des FCU, doch das Tor bekam keine Anerkennung. Einen 22-Meter-Hammer von Johannes Königseder fälschte Hermann List noch leicht ab und ein Hutthurmer stand noch davor direkt vor Jo Altmann in dessen Sichtfeld und griff so in Abseitsposition passiv ins Geschehen ein – Glück für den FCU. Zehn Minuten später wurde die Pröll-Elf reicht beschenkt, denn abermals leistete sich der SV einen Aussetzer wie im ersten Durchgang, nun aber mit gravierenderen Folgen. Dieses Mal war es Florian Wagner, der einen Rückpass zum Keeper spielte, dabei aber Günther Weinmann hinter einem weiteren Mitspieler übersah. Untermitterdorfs Torjäger vom Dienst ließ sich die Butter nicht vom Brot nehmen und schob unbeeindruckt zum in dieser Form glücklichen 1:0 ein. Der FC wollte dieses Geschenk natürlich vergolden und in Punkte ummünzen, doch mehr und mehr schwanden die Kräfte – sicher steckte noch das intensive Freitagsspiel gegen den TSV Mauth in den Knochen. So tauchten die Gäste vermehrt gefährlich vorm Untermitterdorfer Kasten auf – vorerst noch ohne Erfolg. In der 74. Minute konnte Tim Beutler einen Schuss noch ans eigene Außennetz und somit zur Ecke ablenken. In der 82. Minute ging der eingewechselte Martin Weinmann jenseits der Mittellinie nicht energisch genug zum Ball, so dass der weite Ball des Abwehrspielers sich am Sechzehner senkte. Tim Beutler wollte in Bedrängnis auf seinen Schlussmann Johannes Altmann zurückköpfen, ein Hutthurmer spritzte dazwischen und kam, nachdem das von Altmann noch touchierte Leder Richtung Auslinie kugelte in dieser Szene zu Fall – Hutthurm forderte vehement Elfmeter, doch der gewohnt souverän leitende Schiedsrichter Heinrich Achatz ließ sich nicht beirren und setzte die Partie mit Eckball fort. Nur eine Minute später kam ein SV’ler per Dropkick zum Schuss und Hermann List bugsierte den Schuss per Kopf zur nächsten Ecke. In der 85. Minute rauschte eine scharfe Hereingabe von rechts in den Sechzehner und Jan Grillmeier grätschte haarscharf am Ausgleich vorbei. Dieser sollte in der Schlussminute aber doch noch gelingen. Die müde werdenden FC’ler bettelten aus Sicht der Zuschauer förmlich darum und Stefan Königseder vollendete aus 14 Metern zur letztlich verdienten 1:1-Punkteteilung. Dieser Punkt bringt freilich beide Teams nicht weiter und noch lange nach Spielschluss haderten die FCU’ler mit ihrem vermasselten Wochenende. Nun tritt man zur Unzeit zwei Mal auswärts bei den Aufstiegsanwärtern SC Zwiesel und SV Perlesreut an, die durch ihre jeweiligen Niederlagen an diesem Spieltag sicher mit großem Engagement und Siegeswillen auflaufen werden. Tugenden, die der FC ebenfalls an der Tag legen sollte, will man im goldenen Oktober nicht abgeschlagen im Tabellenkeller festsitzen.

 

 

09.09.2016

FC Untermitterdorf - TSV Mauth 3:4

 

Temporeich begann das vorgezogene Spiel der Kreisliga Bayerwald auf dem alten Sportplatz zwischen dem FC Untermitterdorf und dem TSV Mauth. Aufgrund der Größe des Platzes fanden beide Teams schnell den Weg nach vorne. So ging es in der Anfangsphase hin und her – beinahe jeder weite Ball oder Diagonalwechsel führte zu einer gefährlichen Situation, jedoch noch ohne ernsthafte Torgefahr. Einzig Thomas Beckert stach hierbei hervor, als er in der neunten Minute nach Eckball zu zaghaft Richtung Ball ging und nicht durchzog. Aus kurzer Distanz hätte dies die frühe Führung bedeutet. In der 15. Minute belohnte sich der FC aber für seine leichte Feldüberlegenheit  Alfred Pröll wurde 20 Meter zentral vor des Gegners Kasten gelegt. Gü Weinmann legte sich die Kugel zum fälligen Freistoß zurecht und jagte sie unhaltbar in den Winkel zum 1:0. Sicher beruhigend wirkte die Führung der Pröll-Elf, doch verfiel man defensiv in der Folge wieder in alte Muster. Man agierte nicht mit der nötigen Entschlossenheit, ließ sich mit unnötigen Stellungsfehlern überspielen oder beförderte das Leder nicht konsequent genug aus der Gefahrenzone. Und so fing man sich binnen elf Minuten satte drei Gegentore und lag schmerzlich im Hintertreffen. In der 24. Minute führte eine Fehlerkette zum Ausgleich: Erst unterlief Martin Weinmann einen weiten Ball, daraufhin ließ sich Michael Köstlmeier von Benjamin Tolksdorf ausdrehen, woraufhin Jo Altmann dessen Schuss klasse parierte. Christian Fuchs enteilte aber Thomas Beckert, der locker klären hätte können, im Rücken und stocherte den Ball am langen Pfosten ins Tor. Nur zwei Minuten später brachte Kapitän Michael Köstlmeier das Spielgerät nicht weg und Mauth ging nach schnellem Querpass erneut durch den Torschützen Christian Fuchs in Führung. Diese konnte sodann in der 35. Minute ausgebaut werden, als Michael Segl aus spitzem Winkel abschloss und Benjamin Tolksdorf sich am langen Pfosten davon stahl und das 1:3 erzielte. Erst jetzt rappelte sich Untermitterdorf wieder auf und setzte nochmals alles daran vor dem Halbzeitpfiff noch zu verkürzen. In der 36. Minute wurde eine scharfe Weinmann-Hereingabe von der Grundlinie geklärt – aus dem Hintergrund lief Alfred Pröll heran. Sein Geschoss aus 18 Metern parierte TSV-Keeper Johannes Stockinger riesig. Nur zwei Minuten später profitierte Niko Uhlendorf beinahe aus einem Missverständnis zwischen Torwart und Abwehrspieler, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Wiederum zwei Minuten später musste sich auf der Gegenseite Jo Altmann beweisen und hexte einen Fuchs-Schuss aus acht Metern mit tollem Reflex. Quasi mit dem Pausenpfiff dann nochmal die Mega-Chance zum Anschlusstreffer: Nach diagonalem Freistoß zog Gü Weinmann über links in die Mitte, wo sein Abwehrspieler geschickt verzögerte, aber die Hereingabe dann doch nicht verhindern konnte. Simon Gigl lief in Richtung kurzer Pfosten und scheiterte aus drei Metern unglücklich am Torgestänge. Im zweiten Durchgang machten die FC’ler genau da weiter, woran sie in Hälfte Eins arbeiteten: dem Anschlusstreffer. Druckvoll erspielte man sich zwischen der 48. und 51. Minute drei „Hundertprozenter“ – und vergab sie allesamt teils leichtfertig, teils aber auch ohne das nötige Quäntchen Glück! Erst wurde Hermann Lists Schuss aus drei Metern von der Linie gekratzt ebenso wie Gü Weinmanns Versuch aus zwölf Metern, dann verfehlte Simon Gigl aus Top-Schussposition knapp. Nun würde im Sport1-Doppelpass das Phrasenschwein klimpern, denn natürlich wurde dies bestraft und kassierte mit der ersten Torchance des Gegners das 1:4 und damit den vermeintlichen Gnadenstoß. Einen zweiten Ball nach Ecke traf Christian Fuchs einmalig und netzte seinen Volley-Sonntagsschuss aus 16 Metern in die Maschen. Untermitterdorf steckte trotz dieses Dämpfers nicht auf und erarbeitete sich weiter gute Chancen. In der 66. Minute zielte Simon Gigl drüber, in der 72. Minute wurde ein weiterer Weinmann-Schuss von der Linie gekratzt. Neun Minuten vor Schluss stieg dann Michael Köstlmeier nach Pröll-Freistoß am höchsten und erzielte das 2:4. U’dorf witterte nochmal Morgenluft und tatsächlich wurde es nochmal spannend. Gü Weinmann tankte sich bis zur Grundlinie durch, brachte das Leder scharf nach innen, wo Köstlmeier nochmal weiterleitete und Hermann List am langen Pfosten vollendete – 3:4 und noch vier Minuten auf der Uhr plus Nachspielzeit. Beinahe senkte sich eine Bogenlampe von Hermann List ins Glück, doch ein paar Zentimeter über die Latte. Mauth konnte sich kaum mehr befreien und versuchte natürlich auch selbst an der Zeit zu drehen. In der 88. Minute landete ein 70-Meter-Befreiungsschlag der Gäste beinahe im Netz. Dieser sprang auf, wurde länger und länger und klopfte letztendlich ans Quergebälk – Jo Altmann hätte trotz großer Mühe jedoch auch noch retten können. Für den FCU klappte der ersehnte Ausgleich indes leider nicht mehr und man verlor mit 3:4. Wieder einmal haderte und lamentierte man nach Schlusspfiff. Trotz drei eigenen Toren leistete man sich defensiv zu viele Schnitzer, musste sich mühevoll zurückkämpfen und konnte sich für die gute Moral nicht belohnen. Auf der anderen Seite hatte man aber auch nicht das Glück des Tüchtigen wie beim Riedlhütte-Match und scheiterte sowohl am Gebälk, als auch an sich auf der Linie in die Schüsse werfenden TSV’ler. Dieser Einsatz und diese Entschlossenheit, auch defensiv die Bälle zu klären, fehlte der Untermitterdorfer Defensivabteilung an diesem Tag und kostete so erneut wertvolle Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

 

 

03.09.2016

SV Riedlhütte - FC Untermitterdorf 0:4

 

Trübe Aussichten befürchteten die Fans des FC Untermitterdorf nach der jüngsten Pleitenserie, der leuchtenden Roten Laterne im Tableau der Kreisliga Bayerwald und der anhaltenden Personalmisere. Immerhin kehrte Klaus Brunnbauer nach seiner Dienstreise sowie Thomas Beckert nach Verletzung kurzfristig wieder zurück in den Kader. Dennoch sah man sich gegen die junge, technisch versierte Truppe des SV Riedlhütte auf einem schweren Prüfstand. Wie die Vorzeichen es andeuteten, begann auch die Partie. Der FC startete unsicher und in der siebten Minute wurde einer dieser Mängel offensichtlich: Defensiv blieben das gegenseitige Coaching aus, so dass Niklas Jobst aus dem Rückraum abziehen konnte, aber über das Tor schoss.  In der 12. Minute produzierte Thomas Beckert, obwohl er Zeit genug gehabt hätte, eine unnötige Ecke – wieder fehlten die Kommandos der Mannschaftskameraden. Bei dieser beförderte man wie schon in den Spielen davor das Leder nicht konsequent genug aus der Gefahrenzone und Arpad Fekete bugsierte das Leder wiederum aus dem Rückraum an die Oberkante der Latte. Schon in der Folgeszene leistete sich Keeper Jo Altmann einen Fauxpas und spielte den Ball völlig unbedrängt dem Gegner in die Beine. Alfred Pröll zündete den Turbo, tackelte mit Risiko, aber perfekt getimt in letzter Not. Im Gegensatz zu den letzten Spielen wurde jedoch dieses Mal nicht jeder FC-Fehler gnadenlos bestraft und man konnte sich nach diesen drei Szenen glücklich schätzen, dass es noch torlos 0:0 stand. Erst jetzt kam der FCU besser ins Spiel und zeigte sich in der 20. Minute seinerseits eiskalt. Alfred Pröll spielte aus der Mitte den tödlichen Pass in die Schnittstelle der Abwehr, wo Gü Weinmann entwischte und ins lange Eck zur Führung für seine Farben einnetzte. Direkt nach dem Anstoß der Beyer-Elf bekamen diese einen Freistoß zugesprochen, welchen Julian Beer brandgefährlich auf’s Tor zirkelte. Jo Altmann streckte sich, griff perfekt über und parierte den Schuss aus dem Kreuzeck zum nächsten Eckball. In der 25. Minute machte die FC-Defensive nach dem Raiffeisenbank-Prinzip den Weg frei. Philipp Wilhelm konnte die Passivität von drei Mann jedoch nicht ausnutzen und schoss knapp am kurzen Pfosten vorbei. Wenn es nach vorne ging, zeigte Untermitterdorf jedoch abermals seine ganze Klasse. Nach super Balleroberung visierte Alfred Pröll in der 27. Minute weit diagonal Günther Weinmann an, der seinen Gegenspieler stehen ließ, das Tor jedoch beim Abschluss verfehlte. Zwei Zeigerumdrehungen später sollte es dann wieder rappeln im Karton. Niko Uhlendorf, der zuvor zwei Mal am Gegner hängen geblieben war, fand dieses Mal flink den richtigen Zeitpunkt für das Abspiel auf Weinmann. Dieser leitete weiter auf Spielertrainer Alfred Pröll, dessen 20-Meter-Schuss an den Pfosten klatschte. Simon Gigl drehte jedoch nicht ab, sondern erkämpfte sich am Sechzehnereck energisch den Abpraller und wurde dort unnötigerweise von seinem SV-Widersacher zu Fall gebracht. Den fälligen Elfmeter verwandelte Günther Weinmann souverän zum 0:2. Untermitterdorf zeigte nach der Anfangsphase seine Kampfesstärke und kaufte dem SV regelrecht den Schneid ab. In der 33. Minute flankte Weinmann mustergültig in die Sturmzentrale, wo Hermann List zu wenig Druck hinter seinen Kopfball brachte. Ein Lebenszeichen der Gastgeber erklang in der 42. Minute. Philipp Wilhelm packte den Hammer aus und scheiterte aus 18 Metern an der Querlatte. In der 45. Minute wiederum auf der Gegenseite schickte Günther Weinmann Alfred Pröll steil ins Gefecht. Dieser kam an seinem Gegenspieler vorbei, zog jedoch daraufhin nicht mit seiner starken linken Klebe ab, sondern wollte auf Simon Gigl ablegen, worauf ein Abwehrspieler aber klären konnte – Chance vertan. Mit dem Halbzeitpfiff hätte dann Günther Weinmann beinahe für die Vorentscheidung gesorgt. Aus spitzem Winkel außerhalb des Sechzehnmeterraumes zirkelte er den Ball jedoch nur an den Pfosten, von wo das Spielgerät Keeper Simon Busch auch noch in die Arme sprang. Eine ereignisreiche erste Hälfte ging so zu Ende mit Tormöglichkeiten noch und nöcher auf beiden Seiten und dem Glück des Tüchtigen auf Seite des FC Untermitterdorf. Wieder aus den Kabinen auf dem Platz legte Riedlhütte wie schon im ersten Durchgang los wie die Feuerwehr um sich gegen die drohende Niederlage zu stemmen. Thomas Beckert hatte auf seiner linken Verteidigerposition zwei Mal einen schweren Stand gegen den pfeilschnellen Julian Beer, welcher jedoch einmal sein Ziel verfehlte und einmal am bravourös reagierenden Johannes Altmann zwischen den Pfosten des FCU scheiterte. In der 51. Minute schlugen dann die Gäste wieder zu und erstickten damit die Bemühungen des SV auf den Anschlusstreffer im Keim. Simon Gigl trat einen Freistoß aus der linken Halbposition in Richtung zweiter Pfosten, wo Hermann List am höchsten stieg und den Flugball neben den Pfosten platzieren konnte. Torwart Busch sah in dieser Szene jedoch ganz schlecht aus, was das 0:3 für den FCU und wohl die endgültige Entscheidung bedeutete. Erst in der 68. Minute kamen die Gastgeber wieder gefährlich vor’s Tor. Maximilian Pleintinger scheiterte aus spitzem Winkel aber an Jo Altmann. 5 Minuten später stand wieder der FC-Schlussmann im Fokus. Nach Flachschuss von Alexander Stern aus acht Metern fischte Altmann das Spielgerät aus dem rechten Toreck und krönte so seine Leistung gegen seinen Ex-Klub mit einer Riesentat. Die letzte Szene sollte jedoch wieder der Offensive des FC vorbehalten sein. Nach taktischem Foul am marschierenden Kapitän Michael Köstlmeier legte sich dieser selbst das Leder knapp hinter der Mittellinie zurecht und beförderte es weit nach vorne. Bei dem nicht ganz so präzisen Standard wurde Gü Weinmann etwas nach links abgedrängt, brachte aber in der Folge eine weite Flanke an den zweiten Pfosten, wo Klaus Brunnbauer lauerte und mit dem 0:4 den Endpunkt einer grandiosen Partie für den FCU setzte. Die Erleichterung war den FC-Kickern deutlich ins Gesicht geschrieben. Obwohl man weiter das Tabellenende ziert, konnte der FCU durch den „Sieg der Moral“ gegen den SV Riedlhütte den Anschluss wieder etwas herstellen. Neben der guten Chancenverwertung und den Toren zum richtigen Zeitpunkt hatte man in der Defensive vor allem in der ersten Halbzeit defensiv erst das Glück des Tüchtigen, stabilisierte sich im Laufe des Spieles aber und konnte endlich auch wieder ein „Zu-Null“ für sich verbuchen. Für die Pröll-Elf steht nun ein richtungsweisender Doppelspieltag buchstäblich „ins Haus“, da man Freitag und Sonntag auf heimischen Gefilden antritt. Am Freitag empfängt man um 18.30 Uhr im wegen des Vereinsausflugs vorgezogenen Spiels den TSV Mauth, bevor am Sonntag zu gewohnter Uhrzeit der SV Hutthurm II in Untermitterdorf aufschlägt. Die Gegner hinken trotz großen Potentials ihren Erwartungen noch etwas hinterher und sind so tabellarisch noch in Schlagdistanz. Ziel ist es natürlich, jetzt nachzulegen und den Auftrieb aus dem Auswärtsdreier in den Doppelspieltag mitzunehmen. Dabei ist es Coach Alfred Prölls großes Anliegen den hochveranlagten Gegnern noch weniger Einschussmöglichkeiten zu bieten. Mit derselben Einstellung, dem notwendigen Glück und der Kaltschnäuzigkeit vorm Tor wie am vergangenen Wochenende sei auch eine volle Punktausbeute realistisch. Neben den weiterhin verletzten Markus Kapfenberger und Sebastian Lallinger sind als Wermutstropfen jedoch zwei weitere Ausfälle zu beklagen. Albert Rechenmacher zog sich in Riedlhütte eine Muskelverletzung zu und wird mindestens sechs Wochen pausieren müssen. Bei Christoph Geiß, der in der Reserve sein erstes Pflichtspiel für den FCU absolvierte, brach dort seine schwerwiegende Sprunggelenksverletzung wieder auf und wird abermals auf unbestimmte Zeit fehlen.

 

Die Reserve indes enttäuschte im Spitzenspiel der ungeschlagenen Teams gegen die Zweitvertretung der Spvgg Brandten auf ganzer Linie. Trotz formeller Top-Aufstellung schaffte es die Wastl-Elf nicht, das Tor der im Altersdurchschnitt 10 Jahre älteren Brandtener Reserve ernsthaft in Gefahr zu bringen. Zwar versuchten Breit & Co das Spiel an sich zu reißen, doch spielte man abermals zu kompliziert und mit hohen Bällen in die Spitze, anstatt den Gegner mit schnellem Kurzpassspiel laufen und ermüden zu lassen. So kassierte man in der 15. Minute das 1:0 durch einen Fehler, der mehrfach in der Defensive passierte. Man unterlief einen hohen Ball in die Spitze (in dieser Situation Josef Wastl) und Marco Schaffer ließ es sich den Führungstreffer nicht mehr nehmen. In der 33. Minute produzierte Tobias Wastl etwas kopflos einen Foulelfmeter, indem er dem schon aus dem Strafraum laufenden Gegenspieler in die Parade fuhr. Dies bedeutete das 2:0 durch Günther Rauch. In der Folge probierte es der FC zwar, ließ jedoch trotzdem die letzte Laufbereitschaft vermissen. Ein nicht gegebenes (höchst umstrittenes) Abseitstor von Comebacker Ronny Dausch und ein Pfostentreffer von Markus Schmid sprangen zwar noch heraus, doch war man mehr damit beschäftigt, Schiedsrichterentscheidungen zu kommentieren, sich in Diskussionen der Brandtener Reserve mit den Zuschauern einzumischen und nicht zuletzt untereinander in C-Jugend-Manier zu streiten. Vielleicht kam jedoch dieser Rückschlag zur rechten Zeit und die Zweite besinnt sich nach dem formidablen Saisonstart auf das Wesentliche, nimmt die nächsten Aufgaben nicht mehr auf die leichte Schulter und kann ihr Ziel, den Meistertitel mit vereinten Kräften doch noch verwirklichen.

 

 

28.08.2016

FC Untermitterdorf - SV Hintereben 2:3

 

Personell arg gebeutelt musste der FC Untermitterdorf in sein Heimspiel gegen den SV Hintereben gehen. Neben den Langzeitverletzten Andreas Raith, Karl Wurstbauer, Ronny Dausch und Christoph Geiß musste Thomas Beckert und Markus Kapfenberger weiterhin pausieren. Dazu kamen in dieser Woche der Ausfall von Sebastian Lallinger wegen Rückenproblemen sowie von Klaus Brunnbauer aufgrund einer Dienstreise. Dass diese lange Ausfallliste nur schwer zu kompensieren sei, war den Verantwortlichen klar, dennoch sah man sich ob der Tabellensituation schon etwas unter Zugzwang um den Anschluss zur sicheren Zone nicht zu verlieren. Nach anfänglichem Abtasten führte jedoch schnell zu zaghaftes Abwehrverhalten und fehlende Zuordnung zum ersten Nackenschlag. Nach eigentlich schwach getretenem Eckball gelangte das Leder in der zwölften Minute nochmals ins Zentrum, wo Thomas Simeth für den Gast per Kopf das frühe 0:1 erzielen konnte. Nur drei Minuten später wurde Christoph Drexler beinahe Nutznießer eines Stockfehlers von Martin Weinmann, verfehlte aber sein Ziel. Wiederum zwei Zeigerumdrehungen machte es selbiger Spieler jedoch besser. Die FC-Defensive ließ sich mit einem leicht ermöglichten Doppelpass übertölpeln und Drexler erhöhte auf 0:2. Erst in der 25. Minute kam der FC zu seiner ersten Möglichkeit. In einer fast identischen Szene wie beim ersten Gegentor köpfte Simon Fischer jedoch um Zentimeter am rechten Torpfosten vorbei. Untermitterdorf fand nun etwas besser in die Partie, stand defensiv erst einmal stabil, agierte aber in der Vorwärtsbewegung teils zu kompliziert. In der 35. Minute tankte sich Hermann List erst gut auf der rechten Seite durch, legte jedoch nicht in den Rückraum ab, sondern probierte die weite Flanke gen zweiter Pfosten, wo Günther Weinmann nur noch unkontrolliert per Kopf ablegen konnte. Simon Gigl kam trotzdem noch an den Ball, scheiterte aber an der Fußabwehr von SV-Schlussmann Manuel Pongratz. Zumindest kreierte man aber nun einige Offensivaktionen, der Jubel blieb aber auch Gü Weinmann nach Diagonalflanke von Spielercoach Alfred Pröll verwehrt. In der 39. Minute strich ein Freistoß von Albert Rechenmacher aus halblinker Position am Tor vorbei. Statt des ersehnten Anschlusstreffers vor der Halbzeit, wurde es aber auf der eigenen Seite nochmals brandgefährlich. Nach Diagonalflanke leistete sich Tim Beutler einen Stellungsfehler, wodurch Johannes Leutgeb zum Abschluss kam und Torwart Michael Kronschnabl überwand, Kapitän Michael Köstlmeier auf der Linie aber retten konnte. Mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Pause zu gehen war nun zwar für die Köpfe der FC’ler nicht einfach, dennoch wollte man sich auf sein Potential besinnen, auch Spiele drehen zu können – wie etwa in der Vorwoche in Prackenbach. Und schnell konnte man sich im zweiten Durchgang damit belohnen, was in Hälfte Eins nicht gelang: nämlich der 1:2-Anschlusstreffer. In der 52. Minute gelangte Alfred Pröll nach Ecke an den zweiten Ball, zog aus 18 Metern ab und platzierte das Leder unter die Latte. Das Tor gab auch tatsächlich etwas Auftrieb und Selbstbewusstsein. Simon Gigls gefährlicher Flankenball nach einer guten Stunde konnte ein Verteidiger noch klären. Erneut ein vermeidbarer individueller Fehler bedeutete aber den nächsten Rückschlag. Nach Ballverlust von Simon Fischer folgte ein Freistoß aus dem rechten Halbfeld weit in den Sechzehner, wo Maximilian Süß vor Michael Kronschnabl an den Ball kam und zum 1:3 einköpfte. Hiervon erholte sich Untermitterdorf lange nicht und konnte keinen großen Druck mehr auf den Gegner ausüben. In der 80. Minute schepperte es aber fast erneut, als Süß nach Konter quer den mitgelaufenen Tobias Pfleiderer bediente. Michael Kronschnabl zeichnete sich erneut per Fußabwehr aus. Erst in den Schlussminuten schöpfte der FCU nochmals seine letzten Kraftreserven aus. In der 85. Minute konnte Gü Weinmann einen weiten Ball per Kopf am herausgeeilten Torwart Pongratz vorbei legen, wurde aber zu weit abgedrängt und verzog aus spitzem Winkel den erneuten Anschluss. In der 90. Minute wurde der aufgerückte Michael Köstlmeier vom SV-Schlussmann klar von den Beinen geholt, doch die Pfeife vom ansonsten souverän leitenden Schiedsrichter Erich Sanladerer blieb stumm. In der zweiten Minute der Nachspielzeit machten Kronschnabl mit einem weiten Abwurf das Spiel nochmals schnell, Hermann List drehte jenseits der Mittellinie seinen Gegenspieler aus und steckte perfekt durch auf Günther Weinmann, welcher auf 3:2 verkürzte. Die aufkeimende Hoffnung währte jedoch nicht lange, denn schon nach dem folgenden Anstoß war Schluss. Der FC schmückt nun weiter als Tabellenschlusslicht die Tabelle. Am Samstag geht es nach Riedlhütte, wo die Schwerpunkte nur weiterhin bei der defensiven Fehlerminimierung liegen können. Mit einem aktuellen Gegentorschnitt von fast 3 pro Spiel könne man in der Kreisliga nicht bestehen. Wer von den Ausfällen zum Kader stößt, wird sich erst relativ kurzfristig entscheiden – die Lage bleibt sicherlich weiter angespannt.

 

 

21.08.2016

SV Prackenbach - FC Untermitterdorf 4:3

 

Ersatzgeschwächt musste die Reserve des FCU bei der ebenfalls noch ungeschlagenen Zweiten der Spvgg Allersdorf antreten. Nach 2:0-Rückstand fertigte man seinen Gegner jedoch noch souverän mit 5:2 ab und behielt somit seine weiße Weste. Tobias Breit schnürte dabei einen Doppelpack, Martin Hochstrasser gelang sogar ein lupenreiner Hattrick. Nächste Woche pausiert die Wastl-Elf, bevor das Spitzenspiel bei der Spvgg Brandten II ansteht.

Während die Reserve also ihren Höhenflug fortsetzen konnte, reiste die erste Garde mit der Bürde der roten Laterne nach Prackenbach. Weitere Wermutstropfen, die nicht unbedingt für mehr Zuversicht sorgten, waren, dass Coach Alfred Pröll privat verhindert nicht mitwirken konnte, Thomas Beckert nach Trainingsverletzung am Sprunggelenk ausfiel und nun auch noch Markus Raith vier Wochen wegen Achillessehnenproblemen pausieren muss. Wieder in die Startelf rückten dafür „Urlauber“ Sebastian Lallinger auf der „Sechs“ sowie der wieder gesundete Tobias Fischer als linker Außenverteidiger. Niko Uhlendorf stand ebenfalls wieder in der Startelf im Sturmzentrum.

Spartenleiter Hans Fischer und Co-Trainer Markus Stadler standen an diesem Spieltag auf der Kommandobrücke und versuchten dementsprechend auf ihr Team einzuwirken. Die Verunsicherung war den Untermitterdorfern jedoch auf dem Feld förmlich anzusehen. Der heimische SV ergriff sofort die Initiative und versuchte über seine schnellen Außenspieler sein Offensivspiel aufzuziehen. Begünstigt wurde dies mit freundlicher Unterstützung des FCU, die sich in der Vorwärtsbewegung erneut Ballverluste leisteten und dann nicht gut gestaffelt in der Defensive agierten. So führte eben so ein Ballverlust durch Günther Weinmann in der 18. Minute für den frühen Rückstand. Ein weiter Flankenwechsel landete beim schnellen Fabia Saba, der nach kurzem Antritt auf Christoph Stangl zurücklegen konnte, welcher wiederum trocken zum 1:0 abschloss. Keine fünf Minuten später selbes Schema: Der FC lässt sich auswärts auskontern, obwohl genau diese Prackenbacher Stärke bewusst vermieden werden sollte. Der Tempogegenstoß rollte nun über links, Untermitterdorf hatte zu wenig Mann hinter dem Ball, so dass in der Zentrale gleich zwei SV-Akteure freistanden. Legionär Zdenek Kasyk ließ sich die Chance nicht entgehen und stellte auf 2:0. Es deutete sich an diesem Tag eine herbe Schlappe an – zu leicht machte man es dem Gegner ein ums andere Mal auf’s eigene Tor zuzurollen. Nach erneutem Ballverlust kann Abwehrchef Michael Köstlmeier den nächsten Abschluss gerade noch zur Ecke klären, bei der der aufgerückte Matthias Brunner völlig alleingelassen wird, aber freistehend drüber köpft. Sinnbildlich für den Auftritt des FC begann es nach einer knappen halben Stunde heftig zu regnen. Doch eben dieses Fitz-Walter-Wetter mit seinen schwierigen Platz- und Sichtverhältnissen sollte den FC zurück ins Spiel bringen. Plötzlich stemmte sich die Brunnbauer-Elf gegen Wetter und Gegner und kam auch zu Torabschlüssen. Ein erster Weitschuss von Gü Weinmann brachte fast aus dem Nichts den Anschluss. Sein 25-Meter-Geschoss klatschte jedoch an den Pfosten. Nur wenig später führte Simon Gigl einen Freistoß von der Mittellinie schnell aus. Der Überraschungseffekt gelang und Weinmann steuerte auf Tobias Huber zu, welcher per Fußabwehr retten konnte. In der 41. Minute war es soweit und mit etwas Glück belohnte Simon Gigl seine Elf für den betriebenen Aufwand. Sein Schuss aus 20 Metern wurde entscheidend abgefälscht und schlug so unhaltbar neben dem linken Pfosten ein. Untermitterdorf glaubte wieder an sich und schon in der Folgeminute zwang Gigl den SV-Keeper zur nächsten Fußabwehr. Bloß schade, dachte sich das FC-Fanlager, dass der Halbzeitpfiff seinem Team dazwischenfunkte und man musste sich mit der Hoffnung begnügen, dass man die entfachte Euphorie in den zweiten Durchgang mitnehmen könne – in vielen Partien zuvor war ja eher das Gegenteil der Fall, als man gerade die Anfangsphase verschlief und sich Gegentore einfing. So sollte es jedoch an diesem Tag nicht sein. Die Heimelf schien der Selbstverständlichkeit und des Selbstbewusstseins der ersten halben Stunde beraubt und der FC suchte weiter sein Heil in der Offensive. In der 50. Minute wurde Gü Weinmann an der Strafraumnarbe zu Fall gebracht. Er legte sich selbst das Leder zurecht und nahm Maß. Der Freistoß durchbrach Schall- und SV-Mauer und schlug flach zum 2:2 neben dem rechten Pfosten ein. Untermitterdorf ließ nicht nach und profitierte schon zwei Minuten später von einer Unachtsamkeit, als ein SV-Defensivmann einen weiten Diagonalball falsch einschätzte und über sich springen ließ. Simon Gigl hatte Lunte gerochen und war bereits durchgestartet. Der Flügelflitzer zog in den Sechzehner, schaute kurz und legte quer auf Gü Weinmann, der nur noch einzuschieben brauchte. Innerhalb von 12 Spielminuten (exklusive Halbzeitpause) war die Partie also gedreht – Markus Stadler und Hans Fischer konnten zufrieden sein mit der überraschend herbei geführten Kehrtwende der Partie. Diesen Schwung galt es nun mitzunehmen und vor allem defensiv nichts mehr anbrennen zu lassen. Doch der SV fing sich langsam wieder aus seiner Schockstarre und nutzte schon seine erste Chance in der zweiten Hälfte eiskalt aus. Nach Kuddelmuddel im eigenen Strafraum brachte der FCU den Ball teils inkonsequent einfach nicht aus der eigenen Gefahrenzone, bis Tomas Sustak mit Anlauf aus dem Rückraum zum Abschluss kam und diesen auch zum neuerlichen Ausgleich vollstreckte. Das Spiel drohte nun wieder etwas in die andere Richtung zu kippen, als die Heimelf seinem Keeper Tobias Huber danken konnte, dass sie nicht dem nächsten Rückstand hinterherlaufen mussten. Der eingewechselte Albert Rechenmacher schlug einen weiten Freistoß in des Gegners Sechzehner, Michael Köstlmeier verlängerte brandgefährlich und der SV-Schlussmann musste alles zeigen, um den Ball noch über die Latte zu lenken. „Braabo“ kam aber nun immer stärker auf. Nach Flanke über rechts musste FC-Keeper Michael Kronschnabl in der 71. Minute eingreifen und lenkte das Leder gerade noch über den einschussbereiten Fabio Elvert hinweg. Zehn Minuten später rettete Michel Köstlmeier einen Kopfball nach Freistoß in letzter Not auf der Linie. Letztlich sollte den Untermitterdorfern jedoch zu inkonsequentes Abwehrverhalten doch noch das Genick brechen. In der 83. Minute ließ man sich über rechts zu leicht ausspielen, bekam dann wieder partout den Ball nicht geklärt und Matthias Brunner rauschte aus dem Rückraum heran und erzielte mit einem unhaltbaren Sonntagsschuss aus 18 Metern das 4:3. Nach so einem turbulenten Spielverlauf gelang es den FC-Kickern keine entscheidenden Impulse zu setzen oder die letzten schwindenden Kräfte für deine verheißungsvolle Schlussoffensive zu bündeln. Kurz vor dem Abpfiff zeigte Michael Kronschnabl nochmals seine ganze Klasse, als er mit einem Riesenreflex eine Direktabnahme von Christoph Stangl parierte.

Wieder konnte man nach dem Prackenbach-Derby resümieren, dass man gegen einen starken Gegner mithalten bzw. in diesem Fall zurückkommen konnte. Wieder kann man sich von derartigen Aussagen jedoch nichts kaufen, denn wieder stand man Ende mit leeren Händen da. Der in Prackenbach absente Spielercoach bemängelte nach den ihm mitgeteilten Erkenntnissen, dass drei der vier Gegentore durch Konter fielen, vor denen eindringlichst gewarnt wurde. Mit mehr Cleverness und wären mindestens zwei Tore in der Entstehung und dadurch auch die Niederlage insgesamt vermeidbar gewesen. Alfred Pröll verweilt also mit seiner Truppe weiterhin mit drei Pünktchen im Tabellenkeller. Im Heimspiel gegen den SV Hintereben muss man nun wirklich Zählbares in Form von Punkten liefern, wenngleich es gegen die starke Offensive des Gegners bei ähnlichen Fehlerketten im Defensivbereich nicht leichter wird.  Alfred Pröll wird die Geschicke auf dem Platz wieder selbst mitleiten und mitgestalten. Thomas Beckert und Markus Raith müssen weiterhin pausieren.

 

 

15.08.2016

FC Untermitterdorf - SV Grainet 1:2

 

Nachdem die Reserve am Feiertagsspiel die Zweite des FC Langdorf souverän mit 9:2 vom Platz fegte (Michael Christoph/2, Karl Wurstbauer/2, Hermann List, Martin Hochstrasser, Markus Schmid, Hermann Wurstbauer, Normann Kufner), galt es für die Erste die Schmach vom Samstagsspiel wieder auszumerzen, wo man zwar unter unglücklichen Umständen verlor, aber einen völlig uninspirierten Auftritt ablieferte. Mit dem SV Grainet hatte man allerdings ein anderes Kaliber vor der Brust und musste man bei anhaltender Personalmisere und einem ähnlichen Auftritt deutlich Schlimmeres auf sich zukommen befürchten. Immerhin meldeten sich vor Spielbeginn Thomas Beckert und Michael Köstlmeier wieder spielbereit, auch auf Simon Gigl und Niko Uhlendorf konnte Coach Alfred Pröll wieder zurückgreifen. Alle vier Rückkehrer standen auch gleich in der Startformation. Untermitterdorf hatte die Viechtach-Pleite augenscheinlich doch gut weggesteckt und fand so gleich gut in die Partie. Nach fünf Minuten legte Markus Kapfenberger per Doppelpass gut ab auf Günther Weinmann, dessen 20-Meter-Schuss aber über das Tor ging. Ein weiterer Fernschuss von Simon Gigl ging neben den Kasten. Langsam kämpfte sich aber auch der hocheingeschätze Gast aus Grainet in die Partie und tauchte in der 18. Minute erstmals nach blitzschnellem Gegenangriff im FCU-Sechzehner gefährlich auf. Nach Hereingabe von rechts verstolperte aber Christian Moser am Fünfereck und versäumte es so gewinnbringend abzuschließen. In der 22. Minute ließ der umsichtig leitende Schiedsrichter Stefan Grotz aus Geiersthal einen Vorteil für Grainet laufen, was es Daniel Stadler ermöglichte, auf FC-Keeper Michael Kronschnabl zuzulaufen. Im Eins gegen Eins hatte der schnelle Stürmer jedoch das Nachsehen – Kronschnabl parierte glänzend per Fußabwehr. Nur wenige Augenblicke später brachte Spielertrainer Alfred Pröll einen hohen Ball in den Sechzehner, wo Niko Uhlendorf auf Gü Weinmann durchließ und dieser seinen Schuss aus spitzem Winkel daneben setzte. Es gab kaum Möglichkeit durchzuschnaufen - Chancen entstanden hüben wie drüben. Niko Uhlendorf wurde nach einer halben Stunde an der Strafraumkante gelegt, worauf sich Gü Weinmann das Leder zum Freistoß zurechtlegte. Listig, aber mit etwas zu wenig Power hob er das Leder über die Mauer und SV-Keeper Andreas Biebl musste sich mächtig strecken, um den Ball noch aus dem Kreuzeck zu fischen. Vier Minuten später scheiterte das Sturmduo Christian Moser und Daniel Stadler mit einer Doppelchance jeweils an Michael Kronschnabl. Beide Offensivakteure brachten zu wenig „Wumms“ hinter ihre Schüsse. Schon in der Folgeszene sollte es Daniel Stadler aber besser machen. Wie schon in den vorherigen Spielen brachte ein Ballverlust im Spielaufbau, dieses Mal in der 35. Minute in Person von Thomas Beckert, den FC Untermitterdorf ins Hintertreffen. Nach schön durchgestecktem Pass in die Spitze blieb Stadler cool und vollendete zum 0:1. Der FC zeigte sich kurz geschockt, wurde aber für seinen bis dahin betriebenen Aufwand schon in der 39. Minute belohnt. Nach Freistoß von Simon Gigl kam Markus Kapfenberger nicht zum Abschluss wurde aus der Gefahrenzone abgedrängt. Dann rauschte aber Alfred Pröll aus dem Hinterhalt heran und hämmerte das Spielgerät aus 25 Metern per Traumtor unhaltbar in die Maschen und egalisierte den Spielstand so für seine Farben. Münzte der FCU nun sein bisheriges Chancenplus endlich auch in ein Tor um, hieß es vor der Halbzeit nochmals zittern. Erst landete ein Schuss von Florian Fuchs vom Sechzehnereck am Außennetz, dann ließ ein Graineter einen Steilpass gekonnt durch auf Daniel Stadler, der auf und davon war, aber wieder zwei Mal hintereinander in Michael Kronschnabl seinen Meister fand. Insgesamt machte der Auftritt des FC in der ersten Hälfte Mut, da man im Vergleich zum Viechtach-Spiel alleine schon eine völlig veränderte Körpersprache auf den Platz brauchte und so dem hohen Favoriten bei Chancen auf beiden Seiten Paroli bot. Im zweiten Durchgang setzte der ambitionierte Gast jedoch die ersten Ausrufezeichen. Wieder ein Fehlpass in der Vorwärtsbewegung ermöglichte dem SVG die Chance, welche Rudi Brandl per Drehschuss um Zentimeter daneben setzte. Noch knapper scheiterte Tobias Reichenberger, der nach schnellem Tempogegenstoß nur den Pfosten anvisierte. Doch der FC war ebenso noch voll im Spiel und verfehlte durch Gü Weinmann nach Ablage vom zweikampfstarken Markus Kapfenberger sein Ziel aus 20 Metern. In der 51. Minute kam eine Ecke von Markus Raith perfekt an den Elfmeterpunkt, wo Captain Michael Köstlmeier völlig ungedeckt zum Kopfball kam. Dieser war etwas zu zentral angesetzt, kostete Andreas Biebl im Gästetor jedoch trotzdem große Mühe zur Ecke zu entschärfen. Nach einer weiteren Ecke kam wieder Alfred Pröll aus dem Rückraum herangerauscht. Torwart Biebl hielt diesen Schuss riesig und drehte das Leder mit einer bravourösen Parade um den Pfosten. Wieder gab es Ecke, die nun nichts einbrachte, aber der FC hatte klar Lunte gerochen. Doch genau in der Drangphase der Heimelf, schlug Grainet eiskalt zu. Nach Pass in die Spitze, drehte sich ein Gästespieler geschickt im Strafraum und leitete weiter auf Daniel Stadler, der den Ball in abseitsverdächtiger Position zum 1:2 ins Tor grätschte. Wieder musste der FCU einem Rückstand hinterherlaufen, doch man versuchte den Worst Case eines Null-Punkte-Wochenendes mit aller Macht zu verhindern. In der 64. Minute führte Simon Gigl einen Freistoß geistesgegenwärtig blitzschnell aus, doch Torjäger Günther Weinmann blieb das Abschlusspech treu und Torwart Andreas Biebl reagierte wieder blendend. Der Aufreger der Partie sollte aber eine Minute später folgen. Michael Köstlmeier kam im gegnerischen Strafraum an den Ball, versuchte nach kurzer Körpertäuschung in Schussposition zu laufen und wurde in dieser Situation von seinem Graineter Gegenspieler von den Beinen geholt. Zum Entsetzen der FC’ler blieb die Pfeife des ansonsten souverän leitenden Schiris stumm und es gab nicht den erhofften Strafstoß, den im Nachhinein auch die Gäste als solchen erachteten. Im Anschluss daran versuchte Untermitterdorf zwar weiter, das Unheil abzuwenden, doch wurden die Beine langsam schwerer. Dies ermöglichte den Gästen Platz für Konter, die deren nimmermüde Offensive ein ums andere Mal brandgefährlich vortrugen. Auch die FCU-Defensive stand in vielen Situationen nicht mehr gut und so hatte man erst Glück, dass Christian Moser seine Chance zu erhöhen über das Tor setzte. Danach wurde das Privatduell Michael Kronschnabl gegen Daniel Stadler um zwei weitere Eins-gegen-Eins-Situationen fortgeführt. Kronschnabl baute seinen persönlichen Vorsprung auf 6:2 aus und hielt seine Mannen so vermeintlich noch im Spiel. Diese konnten das Blatt jedoch nicht mehr wenden und es blieb bei der 1:2 Niederlage. Aufgrund der reiferen Spielanlage und der zum Schluss zahlreichen Chancen sicher kein unverdienter Sieg des Gastes aus Grainet, jedoch in der Entstehung wieder sehr unglücklich für U‘dorf. Durch zwei unbestritten falsche Elfmeterentscheidungen in Viechtach und gegen Grainet blieben der Pröll-Elf jeweils die theoretische und nicht unwahrscheinliche Chance auf zwei Remis-Punktgewinne verwehrt und findet sich nun am Tabellenende der Kreisliga Bayerwald wieder. Am kommenden Wochenende kommt mit dem SV Prackenbach ein schwer einzuschätzender Gegner auf den FCU zu. Beim Absteiger hat sich im Sommer auch personell einiges getan und nach holprigen Saisonstart scheint sich die neu formierte Mannschaft auf die Spielphilosophie von Trainer Martin Breu einzustellen und langsam Fahrt aufzunehmen. Coach Alfred Pröll prognostiziert auf dem engen, kleinen Platz ein hartes Spiel, das ihm und seiner Elf bevorsteht. Den Gegner sieht er aus einer kontrollierten Defensive agierend und erwartet, dass der SV durch seine schnellen Offensivmänner auf seine Konterstärke setzen wird. Um jedoch nicht völlig verkorkst in die Saison zu starten, ist ein Auswärtssieg fast schon Pflicht für den Underdog. Die angeschlagenen Kräfte sollten zwar wieder fit sein und auch Sebastian Lallinger ist nach seinem Urlaubsaufenthalt wieder mit an Bord, doch ist Coach Alfred Pröll selbst privat verhindert und kann bei diesem Unterfangen nicht aktiv mitwirken. Außerdem wird neben den Langzeitausfällen Markus Raith nun vier Wochen wegen Achillessehnenproblemen ausfallen.

Die Reserve tritt indes nach dem 9:2 Kantersieg gegen Langdorf II am Sonntag um 13 Uhr zum Spitzenspiel bei der Zweitvertretung der Spvgg Allersdorf an und könnte im Spiel der noch verlustpunktfreien Teams tabellarisch mit seinem Kontrahenten gleichziehen.

 

 

 

13.08.2016

FC Viechtach - FC Untermitterdorf 2:0

 

 

Personell arg gebeutelt musste Coach Alfred Pröll in dieses Kellerduell gegen den 1. FC Viechtach gehen. Nachdem neben den ohnehin schon verletzten Karl Wurstbauer und Christoph Geiß, fehlte urlaubsbedingt Sebastian Lallinger. Im Laufe der Woche musste sich dann auch noch Hermann List mit Knieproblemen abmelden. Am Spieltag selbst gab es noch zwei weitere Hiobsbotschaften: Thomas Beckert reiste mit Fieber zwar mit, konnte aber nicht eingesetzt werden und Simon Gigl nahm wegen eines Todesfalls in der Familie nur auf der Bank Platz und wollte nur im Notfall einspringen. Mit einer Rumpfelf ging es also ins Landkreisderby und dem FC war von Beginn an die Verunsicherung anzumerken, so in der zehnten Minute, als man den Ball partout nicht aus der Gefahrenzone befördern konnte und Thomas Wiederer aus 14 Metern das Visier zu hoch eingestellt hatte. Die erste gute Möglichkeit für den FCU ergab sich fünf Minuten später. Matthias Aulinger brachte seine Flanke gut vors Tor, doch Gü Weinmann brachte keinen Druck hinter seinen Kopfball und bugsierte diesen über den Kasten. In der 25. Minute konnte sich Simon Fischer über links durchsetzen, legte ab auf Albert Rechenmacher. Dessen Schuss aus 16 Metern strich aber knapp vorbei. Den nächsten Rückschlag galt es nach einer halben Stunde zu verkraften. Abwehrchef Michael Köstlmeier musste nach einem Zusammenprall mit Rückenschmerzen ausgewechselt werden – für ihn ging es nicht mehr weiter. Klaus Brunnbauer rückte für ihn ins Abwehrzentrum. Simon Gigl musste früher als erhofft ins Gefecht geschickt werden und besetzte seine angestammte Position im linken Mittelfeld. Er war es auch, der die letzte Möglichkeit in Hälfte eins hatte. Seinen wuchtigen Freistoß konnte Keeper Ochsenbauer gerade noch zur Ecke retten. So ging es torlos in die Kabinen. Alles in allem hatte diese Partie bisher auch keine Tore verdient. Beide Teams präsentierten sich ihren Tabellenplätzen angemessen. Der FC stand zwar defensiv wieder relativ sicher, zeichnete sich wie schon in den letzten Spielen aber wieder durch individuelle Fehler im Spielaufbau aus und agierte auch sonst in der Vorwärtsbewegung wenig gedankenschnell und ideenlos. Halbzeit zwei begann mit einem Aufreger. Viechtach spielte eine Rückgabe auf Schlussmann Ochsenbauer, welche aber zu kurz geriet. Albert Rechenmacher spritzte dazwischen, so dass der Keeper gezwungen war, das Leder aufzunehmen. Auf vehemente Zurufe des Untermitterdorfer Lagers erkannte Schiedsrichter Schweikl die Situation doch als regelwidrig an. Die Mauer von der Strafraumgrenze durfte sich aber trotz Protesten weit vor der Fünfmeterlinie postieren, so dass der resultierende Freistoß fast gezwungenermaßen auch in der Mauer landen musste. Nur kurz darauf versprang Günther Weinmann ein guter Diagonalball in die Spitze und kam so nicht zum Abschluss. Gerade als Untermitterdorf etwas an Oberwasser gewann, tauchte Viechtach plötzlich gefährlich auf. Nach diagonaler Flanke entwischte Thomas Wiederer seinem Widersacher Simon Fischer und zog in den Sechzehner. Wie im ersten Durchgang zielte er aber zu hoch. Für eine Schrecksekunde sorgte Tim Beutler nach einer gespielten Stunde, als er über seine eigenen Beine stolperte und so Jakob Danielak ermöglichte auf das Tor zuzulaufen. Dies gelang selbigem jedoch zu wenig energisch, so dass Klaus Brunnbauer und der wieder herbeigeeilte Tim Beutler die Situation mit vereinten Kräften bereinigen konnten. Brunnbauer war es auch, der in der Folgeszene nach Gigl-Ecke auf der anderen Seite die Riesenchance zur Führung hatte. Erst köpfte er jedoch seinen Gegenspieler vom langen Eck aus an. Im zweiten Versuch setzte er seinen Schuss jedoch zu ungenau an und dieser rauschte quer zur Torlinie am Ziel vorbei. Wieder gegenüberliegende Seite – wieder Brunnbauer: Nach weitem Ball wurde der Capitano von der Sonne geblendet und sein Gegenspieler lief über links auf und davon In der Mitte fand dieser Thomas Wiederer, welcher aus spitzem Winkel an Michael Kronschnabls Faustabwehr scheiterte. Die vermehrten Torraumszenen sollten jedoch nicht als Anzeichen für gestiegenes Spielniveau gedeutet werden – ein Viechtacher Zuschauer verglich die Partie mit einem scheinbar hiesigen Feuerwehrturnier, auf dem selbiger ausgewiesener Fußballfachmann scheinbar vor 30 Jahren selbst die Stiefel schnürte. Viechtach hatte nun um die 70. Minute etwas mehr vom Spiel, versiebte aber seine Chancen durch Danielak (drüber) und Ndongo (Kopfball nach Freistoß alleinstehend vorbei). Untermitterdorf stellte indes seine Angriffsbemühungen etwas um. Da man sich im kombinierenden Spielaufbau keine Torchancen erarbeiten konnte, versuchte man nun eher die Variante „Hoch und weit is am Gü sei Freid“. Und dieses altbewährte Mittel sollte gegen die alles andere als sattelfeste Viechtacher Abwehr tatsächlich größere Aussichten auf Erfolg bringen. Nach einem dieser hohen Bälle nutzte Weinmann das unentschlossene Abwehrverhalten der Gastgeber und zog, als auch der Torwart kurz zögerte, ab. Sein Schuss kugelte jedoch um Zentimeter am Glück vorbei. Die größte Chance des Spiels sahen die Zuschauer in Minute 83 als Alfred Prölls weiter Diagonalball Simon Gigl erreichte. Dessen Lupfversuch verunglückte jedoch so, dass er beim quer mitgelaufenen Gü Weinmann landete. Sein Abschluss ging jedoch klar an der Kiste vorbei – eine Chance die sich der Sturmtank in Topform normalerweise nicht nehmen lässt. Im direkten Gegenzug brach über den FC dann das Unheil herein. Die Zuschauer stellten sich auf ein niveauarmes 0:0 ein – ein Punkt den Untermitterdorf in Anbetracht der Personalprobleme sicher unterschrieben hätte. Jakob Danielak zog in den Strafraum und lief direkt auf den passiv verzögernden Markus Raith auf. Schiedsrichter Schweikl zeigte zur Verwunderung des FCU-Lagers auf den Punkt – völlig unverständlich, wie eine derartige Szene in einer bis dahin unaufgeregten Partie ohne diskussionswürdigen Entscheidungen mit Strafstoß bewertet werden konnte. Einige Zuschauer erinnerten sich hierbei an den unberechtigten Elfmeter, den der FC Bayern in Person von Douglas Costa gegen Augsburg zugesprochen bekam (Link: https://www.youtube.com/watch?v=lB4B2vgaYqw Szene bei 1:10 Minuten). Der „gefoulte“ Spieler zeigte jedoch schon bei vorangegangenen Szenen seine „Ausgefuchstheit“, als er bei Körperkontakt mit Gegenspielern seine Hacken hörbar aufeinander schlug, um den Schiedsrichter in die Irre zu führen. Christian Schiller verwandelte den Elfmeter zum 1:0. Das letzte Aufbäumen der Gäste wurde sodann im Keim erstickt. Ein Freistoß von Walter Spielbauer aus dem Halbfeld sprang im Sechzehner auf, Torwart Kronschnabl wurde wie schon zuvor Brunnbauer von der Sonne geblendet und sah den Ball erst wieder, als er im langen Eck hinter ihm ins Netz hüpfte. In einer Partie, die zu keiner Zeit Kreisliganiveau erreichte und keinen Sieger verdient hatte, behalten also die Gastgeber die vollen drei Punkte in Viechtach. Der Trend ist für Untermitterdorf also auch nicht der Friend und man sitzt nun wie befürchtet von Beginn an im Tabellenkeller fest. Die Personalprobleme werden bis zum Montagsspiel beim deutlich höher eingeschätzten SV Grainet nicht besser. Nichtsdestotrotz will man sich sicher nicht kampflos geschlagen geben und dem Gegner im Kampf um die Punkte alles abverlangen.

07.08.2016

Spvgg Kirchdorf - FC Untermitterdorf 4:2

 

Derbyday hieß es am Sonntag auf dem Sportplatz der Spvgg Kirchdorf, wohin der FC Untermitterdorf erwartungsvoll die Reise antrat und wo man einen heißen Tanz erwartete. Coach Alfred Pröll stellte seine Mannen dementsprechend auf den Nachbarverein ein, konnte selber aber grippal geschwächt nicht von Beginn an mitwirken. Klaus Brunnbauer rückte wieder auf die Sechserposition, wohingegen Tim Beutler wieder neben Michael Köstlmeier die Innenverteidigung bildete. Außerdem startete Markus Kapfenberger auf der rechten Außenbahn.

Besser ins Spiel kam in jedem Fall die Spvgg, die ihr Heil in der Offensive suchte. Schon in der achten Minute war Stefan Liebl über die linke Seite durchgebrochen und fand mit seiner Flanke Pavel Marianus alleinstehend am kurzen Fünfereck. Marianus jedoch konnte in dieser Situation seine Klasse nicht beweisen und vergab diese Riesenchance. Aber schon drei Minuten später sollte selbiger Spieler nochmals die Gelegenheit bekommen. Der freundlichen Einladung des FCU, der dem Legionär das Leder nach eigenem Einwurf vor die Füße servierte, folgte dieser gerne und zog aus 18 Metern trocken ab. Sein Schuss prallte vom rechten Innenpfosten ab und schlug links oben zum frühen 1:0 für Kirchdorf ein. Der FC versuchte sich so langsam wieder zu berappeln ohne große Offensivaktionen zu kreieren – bis zur 20. Minute. Sebastian Lallinger schlug einen guten Diagonalball auf Gü Weinmann, der das Spielgerät im Sechzehner fast schon an der Auslinie lieber für Simon Gigl überließ, da dieser frontal zum Tor stand. Dessen Auftaktbewegung wurde vom heranrauschenden Stefan Liebl rüde per Grätsche gestoppt und Schiedsrichter Roland Schrank blieb nichts anderes übrig, als auf den Punkt zu zeigen. Weinmann schnappte sich die Kugel und vollstreckte sicher zum 1:1-Ausgleich. Untermitterdorf konnte sich an diesem Glückserlebnis jedoch nicht selbst aufbauen um besser ins Spiel zu finden. Wieder war es Kirchdorf, das gefährlich vor das Tor kam. Spielertrainer Marco Eder verlängerte eine Freistoßflanke auf den Ex-Mitterdorfer Moritz Kollmer, welcher knapp drüber zielte. Immer wieder stiftete die Heimelf mit gut getretenen und dadurch gefährlichen Freistößen aus den Halbfeldpositionen mächtig Unruhe im Untermitterdorfer Sechzehner und so war es nicht verwunderlich, dass so das 2:1 resultierte. Maximilian Hartl brachte den Standard in die Gefahrenzone, wo erneut die Zuordnung nicht stimmte. Moritz Kollmer ging energisch zum Kopfball und versenkte diesen unhaltbar zur neuerlichen Führung. Auch in der Folge blieb Untermitterdorf zwar bemüht, aber harmlos. Einzig erwähnenswerte Szene stammte aus der 34. Minute, als Simon Gigl nach halbhohem Ball fast Keeper Günther Thalhauser dazwischenspritzte. So ging es mit einem knappen Rückstand in die Pause. Coach Alfred Pröll konnte mit diesem Auftritt nicht zufrieden sein – zu ideenlos präsentierte man sich in der Offensive und zu sehr schmerzten die individuellen Fehler bei den Gegentoren. Ein Doppelwechsel sollte für frischen Wind sorgen. Hermann List und Albert Rechenmacher ersetzten Simon Fischer und Markus Kapfenberger.

Doch auch der zweite Durchgang begann eher haarsträubend für die Untermitterdorfer Anhängerschaft. Der FC zeigte sich überhaupt nicht auf der Höhe und konnte dem Landkreisrivalen, der hochmotiviert auftrat, nichts entgegensetzen. Der einzige Hoffnungsschimmer war, dass die Hausherren (noch) nicht gefährlich in die Nähe von Michael Kronschnabls Kasten kamen. In der 58. Minute war es dann wieder Pavel Marianus, der offenbarte, dass seine Stärken mehr am Boden als in der Luft lagen und aus kurzer Distanz in die Arme des FC-Schlussmanns köpfte. Nur zwei Minuten kam es dazu, was sich schon lange andeutete. Moritz Kollmer ging aggressiv in einen Mittelfeldzweikampf undUntermitterdorf lamentierte, statt hinterherzulaufen. Nach perfekt getimten Anspiel passierte Marco Eder auf halbrechter Position die Strafraumlinie, zog trocken ab und markierte so das 3:1 für seine Elf. Nur wenige Minuten später hatte Untermitterdorf Glück, dass nicht auch ein Liebl-Schuss einschlug, sondern knapp vorbeipfiff. Untermitterdorf-Coach Pröll übernahm selbst Verantwortung und wechselte sich selbst in die Partie – für eine halbe Stunde sollte die Luft reichen prognostizierte er vor Spielbeginn. Wie so oft brauchte es für den FC tatsächlich wieder ein Gegentor, um die Beine in die Hand zu nehmen – die Einwechslung des Spielercoaches brachte vielleicht einen zusätzlichen Hallo-Wach-Effekt. Von nun an machte der FC tatsächlich immer den nötigen Schritt mehr und erwischte die vielleicht in dem Moment zu siegessicheren Hausherren auf dem falschen Fuß. Schon in der 66. Minute gelang es dem FC zu verkürzen. Da aus dem Spiel an diesem Tag kein Kraut gewachsen war, musste wieder ein Standard zum Dosenöffner mutieren. Nach weiter Ecke von rechts kam Gü Weinmann auf links in Ballbesitz und flankte von dort gefährlich vor das Tor, wo Joker „Stritzbert“ Rechenmacher auf 3:2 stellte. Nur drei Minuten später wurde ein weiter Flankenball von Hermann List vor die Füße von Simon Gigl geklärt. Seinen Schuss aus spitzem Winkel entschärfte Günther Thalhauser mit gutem Reflex. Der FC ging von nun an nicht mehr vom Gas und nagelte die Spvgg hinten fest. Simon Gigl setzte einen Schuss aus der Drehung knapp daneben – auf zwei mitgelaufene Mannschaftskumpanen wäre hier wohl die bessere Alternative gewesen. Die Spielrichtung blieb weiterhin dieselbe, doch merkte man gegen Ende der Partie, dass dieser Sturmlauf auch auf die Substanz ging und so eröffnete sich für die Hausherren logischerweise auch die ein oder andere Kontermöglichkeit.  Da die wackeren Bemühungen des FCU nicht mehr belohnt werden sollten, fiel auf der Gegenseite in der zweiten Minute der Nachspielzeit auch die endgültige Entscheidung. Tobias Eiter zog an der Strafraumkante nach schneller Kombination ab und Tim Beutler fälschte mit seinem Schlappen unhaltbar für Michael Kronschnabl zum 4:2-Endstand ab.

Nun steht der Truppe um Kapitän Michael Köstlmeier ein schwerer Doppelspieltag ins Haus. Während man am Samstag um 17 Uhr beim FC Viechtach noch auf eine makellose Bilanz von 5 Siegen bauen kann, konnte man den SV Grainet, welchen man am Montag um 15 Uhr zuhause empfängt, noch kein einziges Mal gewinnen. Coach Alfred Pröll resümierte die Niederlage im Derby etwas ernüchtert und erkannte an, dass man gegen Kirchdorf ordentlich Lehrgeld bezahlte. Aktuell würden die Fehler im Spielaufbau, die zweifellos zu häufig gemacht würden, gnadenlos bestraft und wie schon gegen Hauzenberg geriet man so in frühen Rückstand. Nichtsdestotrotz bewiesen seine Mannen in der Drangphase ihr Offensivpotential, als man sich zahlreiche gute Möglichkeiten erarbeitete, welche aber teils sträflich liegen gelassen wurden. Aufgrund dessen war die Niederlage gegen Kirchdorf vielleicht etwas unglücklich, aber keineswegs unverdient. Für den Doppelspieltag heißt die Vorgabe von Alfred Pröll weiterhin, die individuellen Fehler in der Defensive sowie im Spielaufbau abzustellen und endlich die erspielten Chancen in Tore umzumünzen. Nur so könne sein gesetztes Ziel von vier Punkten für den Doppelspieltag in die Realität umgesetzt werden. Urlaubsbedingt fehlen wird neben den verletzten Karl Wurstbauer und Christoph Geiß der zuletzt stark aufspielende Sebastian Lallinger. Niko Uhlendorfs Einsatz entscheidet sich berufsbedingt erst kurzfristig. Der wiedergenesene Tobias Fischer wird wohl wieder zum Kader hinzustoßen.

 

Die „Zweite“ indes gewann ihr zweites Match bei der Reserve von Bürgerholz Regen insgesamt souverän. Nach einer schnell herausgeschossenen 3:0-Führung ließen die Mannen von Coach Josef Wastl den Schlendrian etwas einkehren und fingen sich noch vor der Halbzeit das 3:1. Im zweiten Durchgang ließ man jedoch nichts mehr anbrennen und gewann letztlich auch in der Höhe verdient mit 5:2. Tobias Breit erzielte dabei 2 Treffer, Comebacker Alexander Pauli und Michael Christoph netzten je einmal und Johannes Holler sorgte mit einem Freistoßkracher in den Winkel für das Tor des Tages. Am Montag tritt man im Vorspiel der Ersten gegen die Zweitvertretung des FC Langdorf an und will dabei seine gute Form unterstreichen.

 

 

31.07.2016

FC Untermitterdorf - Sturm Hauzenberg II 0:3

 

 

Nach dem erfolgreichen Saisonstart beim TSV Schönberg war sich die Untermitterdorfer Truppe der drohenden stärkeren Herausforderung beim Heimspiel gegen die Landesliga-Reserve bewusst. Bei den Gästen standen mit Michael Frisch, Simon Oberneder, Bernd Schmöller drei hochkarätige Neuzugänge in der Startelf. Mit Maximilian Maier, Benedikt Obermüller, Fabian Gastinger, Sebastian Schweitzer und Andreas Schmid fanden sich außerdem fünf Spieler aus dem Landesligakader auf dem Spielbericht wieder. Mit hundertprozentiger Einstellung und aus einer kompakten Defensive heraus wollte Coach Alfred Pröll dennoch Zählbares in Untermitterdorf behalten. Sämtliche guten Vorsätze wurden jedoch schon nach drei Spielminuten zunichtegemacht. Nach Ballverlust von Hermann List, kam der folgende Pass genau in die Schnittstelle zwischen Michael Köstlmeier und Klaus Brunnbauer, die die Innenverteidigung bildeten und das frühe 0:1 durch Fabian Gastinger nicht verhindern konnten. Die taktische Marschroute der Gästeelf war schnell zu erkennen. Man überließ dem FCU das Feld und setzte mit ihrem jungen kombinationssicheren Mittelfeld bei Fehlern auf blitzschnelle Gegenangriffe. Und genau dies führte auch in der 16. Minute bei einem der rasch vorgetragenen Konter zum 0:2, bei dem Routinier Andreas Schmid Jo Altmann keine Chance ließ. Das Publikum befürchtete schon eine drohende derbe Klatsche, da der FC in allen Situationen einen Gedankenschritt langsamer war und so keine Mittel gegen die schnellen Hauzenberger fand. Doch da zeigte sich, dass auch mit dem FC offensiv jederzeit zu rechnen ist. Einen hohen Ball aus dem Mittelfeld nahm sich Alfred Pröll in Minute 18 gekonnt herunter und knallte diesen an die Querlatte, im Nachsetzen versuchte Gigl sein Glück per Kopf und Torwart Michael Frisch musste sich mächtig strecken. Auf der Gegenseite verhinderten Michael Köstlmeier und Simon Fischer mit vereinten Kräften sogleich den nächsten Einschuss. Bernd Schmöller, aus seiner Oberdiendorfer Vergangenheit noch bestens bekannt, scheiterte kurz darauf ebenfalls zweimal mit guten Gelegenheiten. Nach einer halben Stunde protestierte dann das Untermitterdorfer Lager vehement. Gerade zappelte das Rund nach Schuss von Günther Weinmann im Netz, doch die Fahne des Linienrichters ging ohne Zögern nach oben – nichtsdestotrotz sicher eine knappe Entscheidung. Kurz vor dem Pausenpfiff passte Albert Rechenmacher über rechts auf Weinmann, der ins Zentrum zurücklegte, wo Markus Raith zu sehr in Rückenlage gelangte und so das wichtige Anschlusstor vor der Halbzeit versäumte. Auf eben dieses wollte der FC in der zweiten Hälfte drängen, wenngleich dies kein leichtes Unterfangen würde. Auf der anderen Seite konnten die Gäste den zweiten Durchgang mit derselben Herangehensweise bestreiten wie zuvor. Die Hauzenberger überließen wieder dem FCU das Kommando, im Spiel nach vorne gelang ihnen jedoch nicht mehr die nötige Konsequenz. So war es Untermitterdorf, das sich die besseren Chancen erspielte. In der 51. Minute lupfte Simon Gigl auf Günther Weinmann, dessen Lupfer über den Torwart wiederum noch vor der Linie geklärt werden konnte. Drei Minuten später setzte Alfred Pröll Gü Weinmann in Szene, welcher mit seiner scharfen Hereingabe Simon Gigl fand. Dieser traf das Spielgerät mit seinem schwachen Rechten überraschend gut, zielte aber knapp drüber. Mit zunehmender Spieldauer steckte der FC weiterhin nicht auf und bewies Moral. Man blieb weiterhin spielbestimmend, wenn auch nicht mit wenig Zug zum Tor. In Richtung Schlussphase haderte man mehr und mehr mit Entscheidungen des Schiedsrichters, der dadurch jedoch noch weniger auf seine Seite gezogen wurde. Nach Strafraumattacke an Simon Gigl  blieb‘ die Pfeife stumm . Fast im Gegenzug leistete sich Köstlmeier einen Ballverlust. Der auf den FC-Abwehrblock zueilende Hauzenberger hob schon vor dem eigentlichen Zweikampf ab, bekam aber vom Unparteiischen diesen aus Sicht der Untermitterdorfer unberechtigten Freistoß zugesprochen. Fabian Gastinger legte sich die Kugel zurecht und hämmerte sie mit Wucht zum 0:3 und der damit endgültigen Entscheidung ins Netz. Insgesamt tütete der Favorit damit einen verdienten Sieg ein, wenngleich der FCU mit etwas mehr Glück und Konsequenz in den entscheidenden Situationen vor allem in Durchgang Zwei durchaus die Möglichkeit gehabt hätte, das Ruder herumzureissen. Nun gilt es für Alfred Pröll und seine Mannen alle Kräfte für das Nachbarderby bei der Spvgg Kirchdorf zu mobilisieren. Pröll erwartet dabei eine junge, aber dennoch eingespielte Truppe, die seinem FC alles abverlangen wird. Um das Spiel erfolgreich zu gestalten, will der Spielercoach vor allem wieder in der Defensive konsequent arbeiten und die erspielten Abschlussmöglichkeiten eiskalt ausnutzen. Wenn dies mehr gelingt als gegen Hauzenberg ist Pröll zuversichtlich Punkte aus Kirchdorf mitnehmen zu können.

 

23.07.2016

TSV Schönberg - FC Untermitterdorf 0:2

 

Am Samstag war es soweit – Saisonauftakt für den FC Untermitterdorf in der Kreisliga Bayerwald. Nach durchwachsener Vorbereitung konnte man noch nicht recht einschätzen, wo man leistungsmäßig steht. So erwartete man beim Gastspiel in Schönberg mit dem dort beheimateten TSV einen euphorisierten Aufsteiger und ohne Sturmtank Gü Weinmann eine echte Nagelprobe. Zu dieser ersten Standortbestimmung bot Spielercoach Alfred Pröll Markus Raith im Sturm auf. Neuzugang Sebastian Lallinger durfte sich nach ansprechender Vorbereitung auf der „Sechs“ beweisen. Der wieder voll in den Trainingsbetrieb eingestiegene Tobias Fischer beackerte die Linksverteidigerposition in der Viererkette. Nach verhaltener Anfangsphase übernahm der FCU bei schwülwarmen Temperaturen mehr und mehr das Kommando. Im Angriffsspiel wollte nur der finale Pass nicht gelingen; so in der 20. Minute, als ein Freistoß von Alfred Pröll abgewehrt wurde und Gigl im zweiten Versuch schön auf Hermann List durchsteckte, welcher sich aber allein auf Keeper Höcker zugehend knapp in Abseitsstellung befand. In der 28. Minute versäumte Alfred Pröll nach schöner Spieleröffnung von Sebastian Lallinger ein passendes Timing und so kam sein Pass auf Simon Gigl einen Tick zu spät, so dass bei diesem ebenfalls die Abseitsfalle zuschnappte. Nur wenige Augenblicke später spielte Markus Raith etwas zu ungenau auf seinen spielenden Chefanweiser – Pröll wäre auf weiter Flur durch gewesen. Alfred Pröll selbst war es, der es in der 41. Minute besser machte und Simon Gigl präzise und perfekt getimt auf die Reise schickte. Der Flügelflitzer lief etwa 15 Meter alleine auf den TSV-Schlussmann zu – wohl zu viel Zeit um alle erdenklichen Abschlussmöglichkeiten im Kopf durchzugehen, denn dem Flügelflitzer versagten die Nerven und scheiterte mit diesem Hundertprozenter an Torwart Höcker. In der Folgesituation wurde eine gefährliche FC-Flanke zur Ecke abgewehrt. Der resultierende Eckball führte zu einer erneuten brenzligen Szene, die etwas unverständlich wegen angeblichen Foulspiels abgepfiffen wurde. So ging es torlos zum Pausentee. Untermitterdorf diktierte klar das Geschehen – wie befürchtet fehlte einzig der kaltschnäuzige Vollstrecker für die sich bietenden Einschussmöglichkeiten. Alfred Pröll durfte aber getrost an seinem Matchplan festhalten und so ging es auch in Durchgang Zwei vorwiegend in Richtung Gastgebertor. Unverständnis erntete ein Linienrichter in der 50. Minute, als ein TSV-Rückpass zu kurz geriet und Markus Raith zum Torschuss ansetzte, aber wegen Abseitsstellung zurückgepfiffen wurde. Wer seine Offensivchancen nicht nutzt, wird im Fußball nur allzuoft dafür bestraft. Und dass der Aufsteiger nicht mit einer Wild Card in die Kreisliga einziehen durfte, zeigte sich nach einer gespielten Stunde bei einer Riesendoppelchance. Zweimal wurde das Leder jeweils klasse auf Matthias Biebl durchgesteckt und der FC konnte sich bei Johannes Altmann bedanken, der bei seinem ersten ernsthaften Eingreifen glänzend parierte. Pröll brachte in der Folge frische Kräfte. Uhlendorf und Kapfenberger ersetzten Raith im Sturmzentrum sowie Beckert auf der rechten Außenbahn. Untermitterdorf machte nun wieder Dampf. Jo Altmann leitete nach Ballgewinn einen Konter ein, List hatte über rechts Platz und „machte Meter“. Sein Diagonalball fand Nico Uhlendorf, der von einem Abwehrrecken mit Wucht ausgebremst wurde. Es sprang ein Eckball für den FC dabei heraus, welcher aber nichts einbrachte. Die Zeit lief nun gegen die Blau-Weißen, wollte man doch die volle Punktausbeute mit nach Hause nehmen. Der Aufwand sollte sich in der 80. Minute aber dann doch auszahlen. Kilometerfresser Simon Gigl setzte energisch nach, so dass der Ball zum links postierten Alfred Pröll gelangte. Während Nico Uhlendorf mit Zug ins Zentrum lief, schlug Pröll seine Flanke auf den dahinter einlaufenden Simon Gigl, der aus fünf Metern per Kopf die befreiende und höchstverdiente 1:0-Führung erzielte. Nur wenige Minuten später fast die Vorentscheidung: Dieses Mal setzte Alfred Pröll gegen Keeper Höcker außerhalb des Strafraums nach und erzwang einen Einwurf, welchen er blitzschnell ausführte. Simon Gigl legte sich die Kugel zurecht und visierte mit seinem Schuss aus halblinker Position nur die Latte an. Im direkten Gegenzug durfte dann aber auch der FC nochmal durchatmen. Die sonst souveräne Defensivabteilung agierte in dieser Situation nachlässig, so dass Nico Klose aus 20 Metern ungestört zum Abschluss kam. Dessen satter Schuss klatschte ans Lattenkreuz und wäre für Altmann unhaltbar gewesen. In der letzten Minute der regulären Spielzeit wurde es nochmals brandgefährlich, bis Kapitän Michael Köstlmeier in höchster Not zur Ecke klären konnte. Erst in Minute 93 machte der FC den Deckel drauf. Bei einem Konter verzögerte Simon Gigl geschickt und krönte seine Leistung mit dem einleitenden Pass zu Thomas Beckert. Seine Hereingabe versiebte erst Markus Kapfenberger, der aus kurzer Distanz am Torwart scheiterte. Im Nachschuss war jedoch Nico Uhlendorf zur Stelle und erzielte das 2:0 und somit den Schlusspunkt dieser Partie. Die Pröll-Elf bestand zum Saisonauftakt also seine Feuertaufe. Gegen einen stärker eingeschätzten Gegner kam die Defensive nur selten in Bedrängnis und so konnte aus einer stabilen Grundordnung das Angriffsspiel angetrieben werden, welches erst in der Schlussphase zum verdienten Dreier führte. Am kommenden Wochenende erwarten Alfred Pröll und Kameraden die topbesetzte zweite Garde des Landesligisten vom Sturm Hauzenberg. Der nächste Gegner verlor zwar mit Sturmführer Lothar Gottinger einen Leistungsträger, bekam aber neben drei Spielern des Landesligakaders weitere namhafte Neuzugänge. Der deutliche Auftaktsieg gegen die Spvgg Kirchdorf dürfte ebenfalls Warnung genug sein für Brunnbauer und Co. Am Sonntag hatte auch die umgegliederte Reserve ihr Auftaktmatch in der A-Klassen-Reserve-Liga Regen. Gegen den FC Kaikenried durfte sich Coach Josef Wastl über „Gastspieler“ Günther Weinmann im Kader freuen, der wegen Vaterfreuden das Samstagsspiel verpasste. Die auch sonst gut besetzte Zweite des FC dominierte das Spiel nach Belieben und gewann auch in der Höhe verdient mit 7:1. Die Tore erzielten dabei die Neuzugänge Johannes Holler (2), Nico Uhlendorf und Michael Christoph sowie Günther Weinmann, Albert Rechenmacher und ein Kaikenrieder Spieler per Eigentor. Die Elf um Kapitän Martin Weinmann pausiert am kommenden Wochenende.

 

 

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