06.06.2011 ( Pressebericht des PNP - Bayerwaldbote, Kramhöller )

 

Untermitterdorf nimmt die erste Aufstiegshürde

 

Vizemeister-Duell bei der Kreisliga-Relegation: 5:3-Sieg gegen den SV Achslach − 900 Zuschauer erleben in March einen offenen Schlagabtausch



Sie kämpften mit offenem Visier und schenkten sich nichts, die beiden Kreisklassen-Vizemeister SV Achslach und FC Untermitterdorf. Und daher fielen gleich acht Tore im Entscheidungsspiel zur Kreisliga-Relegation, das am Samstagnachmittag vor der prächtigen Kulisse von über 900 zahlenden Zuschauern in March über die Bühne ging. Nach 90 spannenden Minuten behauptete sich Untermitterdorf mit 5:3, so dass der Zweitplatzierte der Kreisklasse Mittlerer Wald im Rennen geblieben ist und am nächsten Samstag mit dem TSV Frauenau um den einzigen freien Platz im Oberhaus des Fußballkreises Bayerwald rittert.

 

Achslach musste dagegen seine Aufstiegshoffnungen begraben und ist auch in der kommenden Saison in der Kreisklasse Oberer Wald vertreten. Die Vorentscheidung in diesem flotten und abwechslungsreichen Stichkampf fiel kurz vor und nach der Pause. Mit einem Doppelschlag verschaffte sich Untermitterdorf in den letzten Minuten von Hälfte eins eine 3:1-Führung und legte fünf Minuten nach dem Seitenwechsel das 4:1 drauf. Achslach verkürzte zwar wenig später auf 4:2 und erzielte auch noch das 4:3, das jedoch zu spät fiel. Der Vizemeister des Oberen Waldes setzte in den Schlussminuten alles auf eine Karte, hatte auch ein paar Einschussmöglichkeiten, doch zwei Minuten vor Ende gelang Untermitterdorf das alles entscheidende 5:3. Die acht Treffer zeigten auch die Schwachstellen bei beiden Kontrahenten auf. In den Abwehrreihen taten sich immer wieder Lücken auf, wobei Untermitterdorf bei der Chancenverwertung konsequenter zur Sache ging und letztlich verdient die Oberhand behielt.

 

Nach kurzem Abtasten hebelte Untermitterdorf die oft schlecht gestaffelte Achslacher Abwehr erstmals mit einem langen Steilpass aus, der heraus eilende Torhüter Mario Vogl war aber einen Tick eher am Ball als der FC-Angreifer (7.). Bei der ersten SV-Chance zog Gerhard Aigner aus 20 Metern ab, doch der Flachschuss wurde zur Ecke abgewehrt (12.). Im Gegenzug die erste dicke Gelegenheit für Untermitterdorf, als Thomas Beckert den Ball über den Achslacher Keeper lupfte, doch der klärte im Nachsetzen im Stile eines Faustballers (15.). Ein Raunen ging durchs Publikum, als Florian Aichinger mit einem Freistoß aus rund 40 Metern aufs Tor zielte. Mit Windunterstützung wurde der Ball immer länger, sprang kurz vor FC-Schlussmann Michael Kronschnabl auf, der die Fäuste hochriss und diesen tückischen Schuss über die Querlatte lenkte.

 

Ein Freistoß leitete auch die Achslacher Führung ein. Am Strafraumeck legte sich SV-Spielertrainer Manfred Stern die Kugel zurecht. Die Untermitterdorfer rechneten wohl mit einer Flanke in den Torraum, doch Stern passte quer auf Aigner, der aus 18 Metern sofort abzog und die Kugel zum 1:0 im langen Eck versenkte (23.). Doch Untermitterdorf zeigte sich nicht geschockt und der Ausgleich ließ nicht lange auf sich warten. Torjäger Günther Weinmann kam nach Diagonalpass am langen Pfosten noch an den Ball, beförderte das Spielgerät in die Mitte und der dort lauernde Wolfgang Wurstbauer schob aus kurzer Distanz zum 1:1 (30.) ein.

 

FC erzielt 2:1 und das 3:1 kurz vor der Pause

Nach dieser turbulenten Phase beruhigte sich die Partie etwas. Fünf Minuten vor der Pause zeigte sich die Achslacher Abwehr wieder nicht im Bilde. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld schlug Robert Ertl einen weiten Pass auf Weinmann, der nicht lange fackelte und zum 2:1 (40.) vollstreckte. Damit nicht genug. Bei einem Untermitterdorfer Freistoß stimmte in der SV-Hintermannschaft die Zuordnung erneut nicht, nach der Steilvorlage von Alfred Pröll hatte der aufgerückte Michael Köstlmeier freie Bahn und traf aus spitzem Winkel zum 3:1 (44.).

Sichtlich konsterniert ging der Vizemeister der Kreisklasse Oberer Wald in die Halbzeitpause.

 

Nach Seitenwechsel versuchte Achslach, das Ruder an sich zu reißen, doch schon fünf Minuten nach Wiederbeginn der nächste Rückschlag: Der ständig für Unruhe sorgende Weinmann behauptete sich im Zweikampf, lief von außen aufs SV-Gehäuse zu und überwand TM Vogl mit einem halbhohen Schuss ins lange Eck: 4:1 − der Stichkampf schien entschieden. Aber auch die Untermitterdorfer Abwehr war keineswegs sattelfest. Stern bediente Fabio Elvert und der Achslacher Youngster schlenzte das Leder aus spitzem Winkel zum 4:2 in die Maschen (56.).

 

Der SV verstärkte den Druck, doch der Vizemeister der Kreisklasse Mittlerer Wald hätte nach einer guten Stunde alles klar machen können. Moritz Kollmer kam an der Fünferlinie völlig frei zum Kopfball, aber er zielte vorbei (62.). Die Achslacher verschafften sich ein Übergewicht und hatten etwas Pech, als ein 20-m-Freistoß von Aigner an der Latten-Oberkante landete (68.). Kurz darauf rettete TM Kronschnabl vor dem einschussbereiten Stern (73.), nach einem zu kurz abgewehrten Ball der FC-Abwehr hatte Andreas Aichinger freie Schussbahn, doch er jagte die Kugel drüber (77.).

 

Sechs Minuten vor Ende gelang Achslach doch noch der Anschlusstreffer. TM Kronschnabl hatte den Ball schon in den Händen, ließ ihn wieder fallen und Stern staubte zum 4:3 ab. Danach setzte der SV alles auf eine Karte und hatte auch zwei Gelegenheiten durch Markus Ebner I und Manuel Aichinger, die aber beide aus 16 Metern das FC-Gehäuse verfehlten. Ein Untermitterdorfer Entlastungsangriff brachte die Entscheidung: Pröll bekam den Ball und hämmerte das Spielgerät aus 18 Metern zum 5:3 in die Maschen. Zwei Minuten später erfolgte der Schlusspfiff von Schiedsrichter Thomas Wagner (Freyung), der das überaus fair geführte Relegationsduell vorzüglich leitete.

 

Während die Achslacher enttäuscht auf dem in einem Topzustand befindlichen Rasen des Marcher Waldstadions lagen oder saßen, ließen sich die Untermitterdorfer von ihren Anhängern noch geraume Zeit feiern.

Die FC-Truppe von Trainer Günther Himpsl hat nun bis zum nächsten Samstag Zeit, um neue Kräfte zu sammeln für den entscheidenden Stichkampf gegen den TSV Frauenau, der in Schweinhütt in Szene gehen wird.



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