Die letzte Hürde erfolgreich gemeistert - Kreisliga wir kommen!



14.06.2011 ( Pressebericht des PNP - Bayerwaldbote, Kramhöller )

 

Zur Sternstunde eines Mannes avancierte das entscheidende Relegationsduell zur Kreisliga Bayerwald vor über 1100 Zuschauern am Samstagnachmittag in Schweinhütt: Untermitterdorfs Günther Weinmann drückte diesem Stichkampf seinen Stempel auf. Der 24-jährige Torjäger erzielte alle vier Treffer beim 4:1-Triumph seiner Mannschaft und schoss damit quasi im Alleingang den Vizemeister der Kreisklasse Mittlerer Wald in die Kreisliga und Gegner TSV Frauenau aus dem Kreisoberhaus.

 

Vierfach-Torschütze Weinmann war zwar der überragende Mann auf dem Platz, doch die gesamte Untermitterdorfer Mannschaft wartete mit einer starken Leistung auf und krönte die Saison mit dem erstmaligen Aufstieg in die Kreisliga. Die Truppe von Trainer Günther Himpsl gab in der ersten Viertelstunde und in der gesamten zweiten Halbzeit den Ton an, den Spielanteilen und Torchancen nach ging das 4:1 auch in der Höhe völlig in Ordnung. Kreisligist TSV Frauenau bot dagegen eine enttäuschende Vorstellung. Die Mannen von Coach Hans Schaller gerieten schon in der Anfangsphase in Bedrängnis und in Rückstand, fingen sich erst nach dem Ausgleich und hielten den Rest der ersten Hälfte zumindest offen. Nach Seitenwechsel baute der TSV von Minute zu Minute ab und war somit nicht mehr in der Lage, den sich abzeichnenden Abstieg aufzuhalten.



Der entscheidende Kreisliga-Stichkampf zwischen zwei Landkreismannschaften rollte vor einer tollen Kulisse ab. Das schmucke Sportgelände der Spvgg Schweinhütt umsäumten 1100 zahlende Zuschauer, die ihr Kommen nicht zu bereuen brauchten. Die Anhänger des FC Untermitterdorf durften bereits nach acht Minuten jubeln. Nach einem Frauenauer Ballverlust im Mittelfeld passte Thomas Beckert auf Günther Weinmann, der fackelte nicht lange und setzte das Leder aus 14 Metern zum 1:0 in die Maschen. Auf der Gegenseite wurde Frauenaus Goalgetter Thomas Kißlinger im letzten Moment gestoppt. Der Vizemeister der Kreisklasse Mittlerer Wald agierte zielstrebiger und nach einem Patzer von TSV-Torhüter Daniel Fischer verpasste Wolfgang Wurstbauer den zweiten Untermitterdorfer Treffer.

 

Etwas überraschend gelang dem Kreisliga-Releganten der Ausgleich durch einen Freistoß aus gut 20 Metern. Markus Kuhlmann führte aus und zirkelte den Ball an der Mauer vorbei zum 1:1 ins Eck (22.). Danach verlief die Partie ausgeglichen. Bei einem Untermitterdorfer Angriff hatte Weinmann aus 16 Metern freie Schussbahn, doch er zielte genau auf TM Fischer. Mitte der ersten Hälfte häuften sich die Zweikämpfe, beide Kontrahenten gingen zuweilen ungestüm und rustikal zur Sache. Der ausgezeichnet und sehr gelassen leitende Schiedsrichter Sebastian Gruber (Freyung) sorgte jedoch mit vier gelben Karten dafür, dass die Partie nicht aus dem Ruder geriet. Kurz vor der Pause gab es auf jeder Seite noch eine Möglichkeit. Bei Frauenau hielt Kißlinger aus 18 Metern drauf, doch FC-Keeper Michael Kronschnabl holte mit seiner besten Tat den Schuss aus dem bedrohten Eck; bei Untermitterdorf köpfte Michael Köstlmeier nach einem langen Pass die Kugel aus wenigen Metern drüber.

 

Den zweiten Durchgang begann Untermitterdorf couragiert und drängte Frauenau zurück. Der TSV konnte sich kaum mehr befreien und der Druck des Kreisklassisten nahm zu. Weinmann ließ am Flügel die Abwehr des Kreisligisten wieder einmal alt aussehen, brachte das Leder in den Torraum, doch Beckert spitzelte den aufspringenden Ball aus drei Metern über das leere Tor. Zwei Minuten später setzte sich der FC-Torjäger wieder durch, doch sein Schrägschuss zischte um zehn Zentimeter am Tor vorbei. Zwischendurch lag der Ball im Untermitterdorfer Netz, doch wegen einer unfairen Attacke am FC-Schlussmann hatte SR Gruber schon vor dem Torschuss von Johannes Gell abgepfiffen.

 

Der Führungstreffer des FC ließ allerdings nicht mehr lange auf sich warten. Weinmann wurde am Fünfer-Eck angespielt, behauptete sich gegen drei TSVler und schlenzte die Kugel überlegt zum 2:1 ins lange Eck. 120 Sekunden später steuerte Wurstbauer alleine aufs Frauenauer Gehäuse zu, doch der heraus eilende TM Fischer blieb Sieger. Untermitterdorf gönnte sich nach einer Stunde eine kurze Verschnaufpause, kontrollierte aber weiterhin Ball und Gegner. Frauenau schaffte es nach dem Rückstand nicht mehr, den Kreisklassen-Vizemeister in ernsthafte Bedrängnis zu bringen, die TSV-Angriffsversuche scheiterten schon im Ansatz. Das Aufbäumen gegen den drohenden Abstieg hielt sich in Grenzen, zumal bei Frauenau die Kräfte schwanden.

 

Untermitterdorf gab dagegen in der letzten Viertelstunde nochmals Gas, Weinmann düpierte die sich auflösende Abwehr des Kreisligisten ein ums andere Mal. Nach langer Flanke von Alfred Pröll köpfte der FC-Goalgetter das Spielgerät aus kurzer Distanz vorbei. Beim nächsten Angriff steuerte Weinmann alleine auf den Frauenauer Kasten zu, lupfte die Kugel über TM Fischer, doch der Ball sprang fünf Meter vor dem Gehäuse auf und landete auf der Querlatte.

 

Acht Minuten vor dem Ende war es aber so weit. Zum wiederholten Male war Weinmann nicht vom Ball zu trennen, behielt die Nerven und schob den Ball zum entscheidenden 3:1 in die Maschen. Im Untermitterdorfer Lager gab es die ersten Freudentänze, ein paar Minuten später wurden die Aufsteiger-T-Shirts ausgepackt, doch einer ging noch. Der rückgewechselte Wurstbauer war durchgebrochen, wurde von TM Fischer von den Beinen geholt – Elfmeter und der vierte Streich von Günther Weinmann, der den Strafstoß zum 4:1-Endstand versenkte.

 

Sekunden später ertönte der Schlusspfiff und die Anhänger der Untermitterdorfer stürmten auf den Rasen und feierten den Aufstieg mit Jubeltänzen sowie Bier- und Sektduschen. Die Frauenauer Kicker schlichen dagegen mit hängenden Köpfen in die Kabine.



Die Mannschaftsbesetzungen (ohne Rückwechsel):

 

FC Untermitterdorf: Kronschnabl - Kollmer, Köstlmeier, R. Ertl (79. Hochstrasser), K. Brunnbauer, S. Gigl, Beckert, Pröll, Fischer (72. T. Brunnbauer), Wurstbauer (76. List), Weinmann.

 

TSV Frauenau: Fischer - Holler, Garhammer, Schönberger, Ebner, Manuel Eller, Marco Eller (70. Kreitmeier), Kuhlmann, Gell, Achatz, Kißlinger.



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