07.06.2014

Relegation zur Kreisliga Bayerwald

1. FC Viechtach - FC Untermitterdorf 0:1

 

Zum alles entscheidenden Showdown traf der FC Untermitterdorf am Samstag auf den Kreisligareleganten 1. FC Viechtach, um den wohl letzten Kreisligaplatz für sich zu erkämpfen. Auf einen Einzug sowohl des TSV Regen als auch des SV Hintereben in die Bezirksliga konnte und wollte sich (vor allem auch nach dem zuletzt gesehenen Auftritt des TSV Regen gegen Tiefenbach) niemand verlassen. So trat man die Reise nach Bodenmais zum perfekt organisierten Relegationsspiel an. Einzig die brütende Hitze sowie der sehr tiefe Rasen machten dem FC-Trupp etwas Sorgen. Doch mit diesen Gegebenheiten hatte sicherlich auch der Gegner erst einmal zurechtzukommen.

Das Spiel begann gleich spannend und rasant. In der dritten Minute wurde ein weiter Ball in Richtung FC-Sechzehner geschlagen, der aber nach dem Aufspringen auf dem langen Rasen abstoppte und an Geschwindigkeit verlor. Keeper Käser eilte aber rigoros und brachial aus seinem Kasten und war vor dem gegnerischen Stürmer per Kopf zur Stelle. Käser schüttelte sich kurz ab, der angeknockte FC’ler hatte noch länger mit der Wucht des Aufpralls zu kämpfen und musste schließlich ausgewechselt werden. In der fünften Minute hieß es für den Viechtacher Anhang tief durchatmen: Nach weit getretenem Freistoß von Pröll drängte sich Weinmann mit geschicktem Körpereinsatz vor den Verteidiger, sah dass der Torwart herausgeeilt war und setzte zum Lupfer an. Dieser verfehlte nur um wenige Zentimeter das Ziel und ging links oben am Toreck vorbei. In der Folgeminute hieß es schon wieder auf der Gegenseite Arsch zusammenkneifen. Nach einer glänzenden Einzelaktion schoss Strohmeier aus zehn Metern über das Gehäuse und ließ damit eine Riesenchance liegen. In der 21./22. Minute ereigneten sich wieder brenzlige Situationen hüben wie drüben. Erst wurde ein eklatanter Abspielfehler des FCV nicht bestraft, dann klärte Raith in letzter Not im eigenen Strafraum. Daraufhin genehmigte der umsichtig leitende Schiedsrichter Dorfner den Akteuren eine kurze Trink- und den angespannten Zuschauern eine Verschnaufpause. Das Zitterspiel knüpfte nun aber direkt wieder mit spannenden Aktionen an, wo es aufgehört hatte. In der 25. Minute setzte Pröll den startenden Gü Weinmann klasse per Steilpass in Szene, doch dieser kam um wenige Millisekunden gegen Keeper Holzapfel zu spät. In der 28. Minute wieder eine Schrecksekunde für die Untermitterdorfer: Schlussmann Käser blieb mit dem Ball im, wie schon beschrieben, sehr ungünstig hohen Rasen hängen, klärte im letzten Moment zu einem Viechtacher, der aus der Situation jedoch nichts Zählbares machen konnte. In der 33. Minute musste List in letzter Not im eigenen Strafraum klären. In der 42. Minute dann die wohl größte Chance für den FCU, als Spielercoach Doppelhammer hoch auf Weinmann ablegte, dieser aber aus zwölf Metern nicht auf den freistehenden Hain ablegte sondern abzog, wobei ihm der Ball mächtig über den Schlappen rutschte. So ging es gegen spielerisch überlegene Viechtacher mit einem 0:0 in die Pause, wobei man ein Chancenplus für sich verzeichnen konnte. Viechtach musste zu allem Übel auch noch Kapitän Wittmann austauschen, der im tiefen, für solche Verletzungen prädestinierten Rasen hängen blieb und sich das Knie verdrehte, der FCU brachte den schnellen Wiederer für Beckert in die Partie. In der 48. Minute lauerte Weinmann auf den zweiten Ball, zog aus 25 Metern trocken ab, doch sein Hammer klatschte an die Querlatte. In der 56. Minute war es dann soweit: Wiederer setzte sich über rechts außen energisch durch, flankte in Richtung kurzer Pfosten, wo Holzapfel ein folgenschwerer Fehler unterlief und er die Kugel nochmal fallen ließ. Weinmann war zur Stelle und staubte als Nutznießer der Aktion zum 1:0 ab. Nur drei Minuten später fast das 2:0: Gigl bediente Gü Weinmann der links auf und davon zog und scharf in die Mitte flankte. Hain schlitterte nur haarscharf an selbiger vorbei. Der FC bekam nun immer mehr Auftrieb und drängte auf die Entscheidung. Gigl zielte nur eine Minute später aus spitzem Winkel um Zentimeter vorbei. Dann war aber plötzlich „Vejda“ nochmals an der Reihe. Erst war Käser auf dem Posten und spielte kurz mit, als er vor Steininger am Ball war, dann erzielte Viechtach den vermeintlichen Ausgleich, doch die Fahne war sofort oben – Abseits. In der 63. Minute musste beim FCU Mittelfeldmotor Pröll verletzt runter und wurde von Kratschmann ersetzt. In der Folgezeit verlor Untermitterdorf etwas den Zugriff aufs Spiel und kam nicht mehr richtig in die Zweikämpfe – „Vejda“ lief an, ohne jedoch zwingende Torgelegenheiten zu kreieren. In der 78. Minute machte Holzapfel seinen Patzer wieder gut, indem er einene Weinmann-Freistoß aus halblinker Position noch um den Pfosten lenkte. In der 81. Minute klärte der eingewechselte Tobi Fischer nach brandgefährlicher Flanke souverän. Die Minuten verstrichen nun wie im Minutentakt, doch der FC hatte noch weitere fünf Minuten Nachspielzeit zu überstehen, die gefühlsmäßig nicht so schnell verstrichen. Letztendlich wurde man doch vom Schlusspfiff erlöst und war sich des Aufstiegs in die Kreisliga gewiss. Die Gefühlslage der Untermitterdorfer Spieler spielte sich irgendwo zwischen grenzenlosem Jubel und bloßem Durchpusten, es trotz der vermasselten Meisterschaft noch geschafft zu haben, ab. Während des noch lang andauernden Feiermarathons der Aufstiegsmannschaft sollte aber noch jeder das Erreichte realisiert haben. Die Mannschaft bedankt sich bei den geduldigen Fans, die vor allem in den Relegationsspielen voll hinter dem Team standen und lautstark anfeuerten. Man darf sich nun auf eine interessante Kreisligasaison in einer attraktiven Liga mit vielen Derbys freuen und gönnt sich nun zumindest ein paar Wochen Auszeit, denn die Vorbereitung ist auf Grund der unfreiwillig verlängerten Saison schon wieder in Sicht.

 

 

 

31.05.2014

Relegation zur Kreisliga Bayerwald

FC Sturm Hauzenberg - FC Untermitterdorf 1:2 n.V.

 

Die Saison ging für den FCU nach der „verschenkten“ Meisterschaft also in die Verlängerung. Das Relegationslos hat der Doppelhammer-Elf die zweite Garde des FC Sturm aus Hauszenberg zugewiesen. Riesenwermutstropfen schon vor der Partie war die Diagnose Kreuzbandriss von Mittelfeldantreiber Manuel Fischer. Außerdem sollte Tobias Breit nach der roten Karte in Zenting gesperrt fehlen.

Vor 700 Zuschauern bekam der FC nach anfänglichem Abtasten die erste Gelegenheit, als List einen Kopfball nach Weinmann-Freistoß ans Außennetz setzte. In der 17. Minute scheiterte Gigl nach Querpass von Weinmann per Flachschuss am gegnerischen Keeper. Zehn Minuten später trat Hauzenberg erstmal gefährlich in Erscheinung, der betreffende Kopfball wurde jedoch abgeblockt. Man sah nun mehr und mehr, dass der Gegner mit seiner jungen Truppe durchaus spritzig und antrittsschnell agieren konnte. Nach einer halben Stunde vergaben sie weitere Möglichkeiten nach einem Freistoß und einem weit nach vorne geschlagenen Ball. In der 41. Minute fing sich Untermitterdorf den sich schon andeutenden Rückstand ein. Nach einem Eckball köpfte Gottinger mit Wucht ins lange Eck zum 1:0. Der FC Sturm nahm nun noch mehr an Fahrt auf. Nur kurz darauf landete ein Lupfer des Sturms an der Latte, der Abpraller konnte nicht verwertet werden und landete am Pfosten – tiefes Durchschnaufen beim FCU. Mit Glück konnte man sich mit dem knappen Rückstand in die Halbzeit retten. Nach außen hin ließ die Leistung von Untermitterdorf nach akzeptablem Beginn nichts Gutes für die zweite Hälfte vermuten, doch in der Pause mussten wohl die richtigen Worte gefallen sein, denn der FC begann wie ausgewechselt. Sofort zeigte man sich als die aktivere Mannschaft und Pröll scheiterte in der Folge an der Latte, der heranrauschende Kapitän Brunnbauer setzte nach und holte immerhin noch eine Ecke heraus. In der 57. Minute gab es Freistoß für Untermitterdorf, der Ball fiel dem eingewechselten Hain vor die Füße, dessen Schuss per Kopf von einem Abwehrspieler von der Linie bugsiert wurde. Zwei Minuten später kam Gü im Sechzehner frei zum Schuss – Krinninger klärte auf der Linie per Handspiel und beschwerte sich auch über den schnellen Pfiff und die resultierende rote Karte nicht. Gü Weinmann übernahm die Verantwortung und netzte den fälligen Elfer vom Schützen aus links souverän ins Netz. Dass der FC nun viel mehr investierte, zahlte sich also letztlich aus und mit dem Ausgleich kehrte der letzte Glaube an einen Erfolg zurück. In der 66. Minute marschierte List über außen, flankte ins Zentrum, aber Doppelhammers Kopfball wurde noch zur Ecke gerettet. In der 69. Minute senkte sich eine Flanke von Weinmann gefährlich vors Tor. Plötzlich gab es doch noch eine Schrecksekunde auf der Seite gegenüber. Schmeizl spielte sich über den rechten Flügel frei und sein Schuss (oder Flanke) landete hinter Keeper Käser an der Latte. In der 78. Minute ließ der FCU mit dem schönsten Angriff der Partie aufhorchen, das verdiente Tor blieb allerdings versagt. Mit einem Doppelpass per Hacke bediente Kapfenberger den durchstartenden List, der bis zur Grundlinie vordrang und den an den kurzen Pfosten eilenden Weinmann sah. Dieser vergab aus fünf Metern jedoch die Führung. Ein weiterer Schuss von Kapfenberger in der 83. Minute wurde zur Ecke abgeblockt. So verstrich Minute für Minute und die beiden Teams mussten nachsitzen, wobei beim Sturm nach großem Kampf schon sichtlich die Kräfte schwanden, ein ums andere Mal fuhren Krämpfe in deren ermüdete Beine. Zwei Minuten nach Wiederanpfiff ließen Weinmann und Pröll mit einer Riesenaktion aufhorchen, drei Leute rutschten jedoch an der folgenden Hereingabe vorbei – aber der Schiri pfiff daraufhin ohnehin auf Abseits. In der 95. Minute legte sich Weinmann den Ball zum Freistoß zurecht, welcher dann aus dem Torwarteck gehext wurde. Brunnbauer hätte sich in der 97. Minute wieder einmal zum Relegationshelden machen können, wollte nach Flanke jedoch per Kopf ablegen statt direkt aufs Tor zu köpfen. Somit musste es ein anderer richten. In der 107. Minute schlug Weinmann einen scharfen Eckball Richtung langer Pfosten, wo List goldrichtig stand und zum viel umjubelten 2:1 einköpfte. In der Folge ließ der FCU nichts mehr anbrennen, wobei Sturm noch einige Standardsituationen zuerkannt bekam, welche das Untermitterdorfer Lager überstehen musste. Letztendlich blieb es aber beim verdienten Sieg gegen wacker kämpfende Hauzenberger, denen aufgrund der numerischen Unterzahl immer mehr die Kräfte schwanden. Am kommenden Samstag geht es für Doppelhammers Mannen nun gegen Viechtach, das Kollnburg locker mit 4:0 bezwang. In Bodenmais erwartet die Elf um Kapitän Brunnbauer ein heißer Tanz gegen den altbekannten Gegner aus Kreisliga-Zeiten. Mit der sich angekündigten Hitze könnte ein weiterer Faktor neben Ausfällen auf beiden Seiten und der Anspannung vor dem alles entscheidenden Spiel entscheidend werden. Für den Verlierer der Partie bleibt lediglich die kleine Hoffnung, dass sowohl der TSV Regen als auch der SV Hintereben den Sprung in die Bezirksliga gelingt. Darauf wird sich aber mit Sicherheit niemals verlassen.

 

 

 

25.05.2014

SV Zenting - FC Untermitterdorf 2:1

 

Mit der Devise, sich eventuell noch ein paar Kniffe für das Meisterschaftsfinale abzuschauen, verfolgten die Kicker des FC Untermitterdorf noch am Samstag das Champions League Finale der madrilenischen Spitzenteams. Dass die Ironie des Schicksals diese spaßig gemeinte Vorgabe so drakonisch ins Gegenteil verkehren sollte, konnte da noch keiner ahnen.

Aber alle Uhren auf Anfang: Der FC Untermitterdorf fuhr am Sonntag mit den besten Voraussetzungen zum letzten Spieltag um die Meisterschaft der Kreisklasse Mittlerer Wald nach Zenting, wohl bewusst aller wenn-dann-Szenarien, und wusste, dass man aus eigener Kraft den direkten Aufstieg erreichen konnte. Mit dem SV Zenting stand man natürlich der Mannschaft der Stunde gegenüber, die seit 8 Spielen ungeschlagen waren und ihrem scheidenden Spielercoach Klaus Habereder sicher einen gebührenden Abschied bereiten wollten, indem sie dem Tabellenprimus ein Schnippchen schlagen. Die Zweite des FCU legte im Vorspiel schon einmal gut vor und gewann nach Toren von Albert Rechenmacher (2), Andreas Raith und Tobias Fischer locker mit 4:1 gegen das Tabellenschlusslicht. Im Spiel der Ersten drehten sich die Vorzeichen aber schnell, denn mit Manuel Fischer schied schon nach 7 Minuten ein großer Eckpfeiler des Doppelhammer-Teams verletzt aus dem Spiel, als er sich unglücklich im Zweikampf das Knie verdrehte. Für ihn kam Kratschmann in die Partie. Zwei Minuten nach der Schrecksekunde kam die Heimelf zwar schon zu ihrer ersten gefährlichen Situation, dabei aber nicht entscheidend zum Abschluss. Kurz darauf schickte Weinmann Pröll auf die Reise, der frei durch gewesen wäre, jedoch im Abseits gesehen wurde. Langsam tastete man sich aber weiter Richtung Tor. Pröll bediente prima den eingewechselten Kratschmann, doch dieser ließ sich bis zum Schuss zu weit nach außen abdrängen. Auch in der Folgezeit blieben Strafraumszenen Mangelware und die Partie plätscherte etwas vor sich hin. Die Anspannung der `Mitterdorfer Meisterschaftsanwärter war durchaus zu spüren und obwohl die Partie trotzdem noch relativ ruhig verlief, brannten plötzlich einem die Sicherungen durch. Nach einer halben Stunde wurde Breit nach bereits bestrittenem Zweikampf zu Boden gerungen, worauf dieser sich auf selbe Weise revanchierte – vor den Augen des Schiedsrichters. Rot war die logische Konsequenz für den einsichtigen und wohl untröstlichen Breit, der seiner Mannschaft einen Bärendienst erwies. Nichtsdestotrotz versuchte der FC nicht in Hektik zu verfallen und aus einer kompakten Defensive geschlossen das Unheil zu verhindern. Und der FC erspielte sich auch die beiden letzten Möglichkeiten vor der Pause. Eine Kratschmann-Flanke senkte sich fast ins Zentinger Tor und Weinmann scheiterte aus spitzem Winkel am Außennetz. Mit einem torlosen Unentschieden ging es also in die Kabinen. Dadurch, dass Lindberg in Bischofsmais überraschend zurück lag, war die Doppelhammer-Elf weiterhin auf Meisterschaftskurs. Unverändert kamen die Mannschaften aus den Umkleiden und der SV dabei mit dem besseren Start. Von Glück konnte Untermitterdorf sprechen, dass man in der 49. Minute nicht ins Hintertreffen geriet, als ein Zentinger aus zwei Metern nach einer Hereingabe das Tor verfehlte. Kurz darauf wurde ein Einwurf-Aufsetzer beinahe zum Verhängnis, sprang aber über das Gehäuse von Keeper Käser. Und in der 55. Minute schien sich das Blatt zu wenden. Pröll setzte sich energisch im gegnerischen Sechzehner durch, wollte nach Foulspiel zwar weiterlaufen, ging dann aber doch zu Boden und bekam darauf den umjubelten Elfmeter zugesprochen, den Weinmann zum 1:0 einnetzte. Da Lindberg weiter zurück lag, träumte man immer mehr von der ersehnten Meisterschaft. Doch nun legte der SV Zenting weiter an Fahrt auf. In der 57. Minute ging ein Lupfer nur knapp über das Tor. In der Folgeminute senste Kratschmann in der Defensive über eine Flanke, doch der SV vergab wieder aus blendender Einschussposition. Die Angriffsbemühungen der Zentinger wurden in der 66. Minute jäh unterbrochen, als Torjäger Vesely nach einem Schubser an List mit Gelb-Rot vom Rasen musste. Das Träumen des FC konnte also immer lauter werden. Den anschließenden Freistoß von Weinmann setzte Kratschmann per Kopf haarscharf neben den Pfosten. Doch Inmitten der scheinbar beruhigenden Lage, musste plötzlich doch noch das große Zittern beginnen. Einen Freistoß von der Mittellinie verlängerte List unglücklich genau unter die Latte ins eigene Tor zum 1:1. Zwar brauchte Lindberg zu diesem Zeitpunkt immer noch zwei Tore, um das Spiel zu drehen, doch durfte der FC sich nun kein weiteres Tor mehr Fangen, da nun auch die Spvgg aus Kirchdorf schon mit 3:1 vorne lag und sozusagen lauerte. In der 84. Minute klärte Köstlmeier in höchster Not, wurde dabei aber gefoult und der SV Zenting kassierte die zweite Ampelkarte. Der FCU brauchte nun also in Unterzahl das Ergebnis eigentlich bloß noch verwalten, solange in Bischofsmais kein Wunder geschah. Derweil semmelte der SV in Zenting einen nicht ungefährlichen Freistoßhammer über das Gehäuse. In der 87. Minute setzte sich Weinmann super durch, vergab aber die vermeintliche Entscheidung. Die Lage auf den beiden anderen Plätzen war immer noch unverändert, der FCU hatte schon ein Bein in der Kreisliga – bis zur 92. Minute, als Felix Graf der Ball im Strafraum nach Abwehraktion genau vors Schienbein fiel und zum 2:1 einschoss. Plötzlich war Kirchdorf der lachende Dritte und das bei Punktgleichheit bloß wegen der Auswärtstorregelung beim direkten Vergleich. Der FC war geschockt und paralysiert, bekam aber durch List und Brunnbauer doch noch die Riesenchance im Gewühl zum Ausgleich, der Untermitterdorf aber an diesem Tag einfach nicht vergönnt gewesen war. Noch lange nach dem Abpfiff lagen die Spieler fassungslos auf dem Rasen – unbegreiflich welche Geschichten der Fußball wieder schreiben sollte. Und vielleicht dachte der ein oder andere schon an den Wink des Schicksals vom Vortag, denn auch Atletico musste das Unheil der Nachspielzeit am eigenen Leib erfahren. Nun bleibt dem FCU durch die Lindberger Niederlage aber doch noch die Chance auf den Kreisligaaufstieg über den Umweg der Relegation. Und darin sind die Jungs um Kapitän Brunnbauer durch 11 Entscheidungs- und Aufstiegsspiele in den letzten 10 Jahren schon bestens geübt. Schwer wiegen dabei natürlich die Ausfälle des rotgesperrten Breit und vor allem des verletzten Manuel Fischer, bei dem sich die Worst-Case-Diagnose Kreuzbandriss bewahrheitete (Kopf hoch und gute Besserung, Manu). Der FC tritt am Samstag gegen den FC Sturm Hauzenberg II an und hofft auf weiterhin zahlreiche und positive Unterstützung seiner tollen Fans.

 

 

 

11.05.2014

TSV Lindberg - FC Untermitterdorf 3:1

 

Vor einer tollen Kulisse von 400 Zuschauern, aber unter widrigen Platzverhältnissen bestritt Tabellenprimus Untermitterdorf das Topspiel beim Rangzweiten TSV Lindberg. Das vom heftigen Regen und zwei Spielen im Vorlauf gebeutelte Geläuf versprach also genauso wie die Stimmung am Spielfeldrand einen hart umkämpften Kreisklassenschlager. Doch der FC bot erst einmal alles andere als einen großen Kampf. Mutlos und ängstlich waren schon eher die Attribute von denen das Spiel des Gastes geprägt war. Und zu sehen war dementsprechend nur ein Team: das des heimischen TSV. Schon in der zweiten Minuten ließ dieses mit einer Doppelchance aufhorchen, als man zweimal aus kürzester Distanz FC-Keeper Käser anschoss. Fünf Minuten später wurde dieser alles andere als angeschossen, nein mit einem Riesenreflex bewahrte er sein Team vor dem frühen Rückstand. Wiederum zwei Minuten später musste er abermals retten, indem er riskant zur Ecke klärte. Von großem Glück konnte man in Minute elf sprechen, als sich List bei einer Flanke verschätzte und Grassl überraschend über den Ball senste. Doch schon in der folgenden Situation war es soweit und der TSV netzte aus spitzem Winkel zur schon zu diesem Zeitpunkt überfälligen Führung ein. Untermitterdorf kam nicht wirklich zur Ruhe. In der 21. Minute kam eine Flanke in den FC-Sechzehner und obwohl man mit sechs gegen drei Mannen in der Überzahl war, kamen die Gäste zum Kopfballabschluss. Mit einem schier unglaublichen Reflex hexte Käser den Ball von der Linie. Spieler und Zuschauer jubelten zum Teil schon in dieser Situation. Erst in der 25. Minute ergab sich die erste „Halbchance“ für die FC’ler. Gigl brachte einen weiten Freistoß von der Mittellinie in Richtung Tor, Keeper Schmid verschätzte sich enorm und der Ball verfehlte sein Ziel nur knapp. Nur so konnte sich das Blatt scheinbar zu diesem Zeitpunkt noch wenden – durch ein Zufallsprodukt. Scheppern sollte es jedoch wieder auf der anderen Seite. Nach einer gespielten halben Stunde klärte der FC nicht konsequent genug in der eigenen Gefahrenzone und mit etwas Glück fiel Grassl der Ball vor die Füße. Dieser zog aus 18 Metern volley ab. Der Ball schlug unhaltbar neben dem rechten Pfosten zum 2:0 ein. Erst jetzt begann die Truppe um Kapitän Brunnbauer langsam zu erwachen. Wieder durch ein Zufallsprodukt kamen Weinmann und Doppelhammer zu einer Doppelchance, aber diese beiden Hundertprozenter blieben ungenutzt. Obwohl der FC nun mehr aus der Deckung kam, verzeichnete die größte Chance vor der Halbzeit nochmals der TSV, als Käser einen Grassl-Flachschuss wiederum klasse parierte. Die Halbzeitführung ging also vollends in Ordnung. Mut machte für den FC lediglich, dass man zum Schluss hin zumindest mithalten konnte. In der Halbzeit musste personell reagiert werden. Köstlmeier verletzte sich kurz vor dem Halbzeitpfiff und musste raus. Für ihn kam Raith ins Spiel. Außerdem kam Wiederer für Kratschmann, was auch auf den einzelnen Positionen einige Wechselspielchen bewirkte. List kam nun über die rechte Seite, Raith gab den linken Außenverteidiger, Doppelhammer verteidigte innen und Wiederer bekleidete die Position der einzigen Spitze. Nach der Pause kam auch der FC zu seiner ersten Gelegenheit, als der Torwart einen Breit-Schuss prallen ließ, aber keiner nachsetzte. Auch diese Szene war somit symptomatisch für das ganze Spiel, denn mit absoluter geistiger Präsenz, absolutem Willen und absolutem Fokus auf den Ball musste hier einfach jemand nachrücken um aus einem Funken einer Möglichkeit vielleicht doch ein Tor erzielen zu können. So verpasste Probst, nachdem Grassl von der Grundlinie zurücklegte, dem FC den finalen Schlag und schloss zum vorentscheidenden 3:1 ab. Ein letztes Aufbäumen zeigte Untermitterdorf dann aber doch noch. Gigl blieb Zweikampfsieger im Mittelfeld und seine Flanke aus dem Halbfeld verwertete Weinmann mit seinem 26. Saisontreffer zum 3:1. Erst jetzt erwies sich der FCU als ebenbürtiger Gegner, indem man nicht nur das Spiel, sondern auch den Kampf annahm, aggressiver in den Zweikämpfen zu Werke ging und nochmals einen Hauch von Glauben an einen Punktgewinn verspüren ließ. In dieser Druckphase kam man auch noch zu zwei guten Möglichkeiten durch Doppelhammer, doch insgesamt sollte es beim verdienten Ergebnis von 3:1 bleiben, was den FC nun unter Zugzwang bringt, natürlich in dem Wissen, dass man immer noch alles in der eigenen Hand hat. Lindberg thront nun mit zwei Punkten Vorsprung an der Spitze des Tableaus, hat aber nur noch ein Spiel auszutragen. Der FCU benötigt zur Meisterschaft also aus seinen verbleibenden beiden Spielen die volle Punktausbeute von sechs Zählern, was die Gegner aus Bischofsmais und Zenting sicher nicht ohne Weiteres über sich ergehen lassen, zumal sich beide in der Rückserie auf dem aufstrebenden Ast befinden. In diesem Sinne ist die Vorgabe klar, um einer möglichen Relegation zu entgehen. Mit einer Leistung und Einstellung wie gegen Lindberg scheint dieses Vorhaben jedenfalls zumindest in Gefahr…

01.05.2014

FC Untermitterdorf - TSV Frauenau 4:3

 

Den erwartet heißen Tanz in den Mai lieferte der TSV Frauenau dem FC Untermitterdorf am Feiertag. Dass die Schaller-Truppe Tore schießen kann, musste der FCU schon beim 3:6 im Hinspiel leidvoll erkennen und aufgrund des guten Rückrundenbilanz des TSV war man zusätzlich gewarnt. Außerdem musste Coach Doppelhammer den verletzten Alfred Pröll (Muskelfaserriss) ersetzen. Die Gäste versteckten sich erwartungsgemäß von Anfang an nicht und verzeichneten auch die ersten Gelegenheiten der Partie für sich. In der vierten Minute zielten sie aus spitzem Winkel drüber, nach elf Minuten schossen sie nach ‚Mitterdorfer Ballverlust knapp vorbei. Doch die Reaktion des FC folgte prompt. Fischer steckte perfekt durch auf Weinmann, der Gigl im Zentrum bediente, welcher nur noch zur frühern Führung einzuschieben brauchte. Schon in der Folgeminute die nächste Chance: Weinmann zog aus 20 Metern ab, doch TSV-Schlussmann Fischer hielt den Ball mit gefährlicher Flugbahn fantastisch. Der FCU übernahm nun mehr und mehr das Heft in die Hand. Nach schnellem Doppelpass mit Doppelhammer, steckte Fischer durch auf den enteilten Beckert. Dieser wurde bei dessen Hereingabe von der Grundlinie im Sechzehnmeterraum rüde umgesenst. Der Schiedsrichter war mit seinem Blick jedoch schon woanders und erkannte das Foulspiel und den zwingend resultierenden Foulelfmeter nicht und unterbrach die Partie – der verletzte Beckert musste mit Verdacht auf Außenbandriss ausgewechselt werden. Ins Spiel kam für ihn List, der grippegeschwächt auflaufen musste. Und das Unheil nahm seinen Lauf: Kurz darauf fälschte Klaus eine Flanke unglücklich ab, diese gelangte per Aufsetzer in die Gefahrenzone und übersprang zwei FC-Spieler. Nutznießer war Eller, der aus acht Metern einköpfen konnte. Der FC wirkte aber nicht lange geknickt. Ein Foul an Brunnbauer, das nah an der Notbremse war, wurde nicht einmal mit Gelb bewertet, doch Weinmann legte sich die Kugel zurecht und hämmerte sie aus 20 Metern flach ins Torwarteck zur erneuten Führung. Untermitterdorf verbuchte weitere Chancen durch Doppelhammer (Flugkopfball) und Weinmann (verzieht aus guter Position), doch das Tor fiel überraschend auf der anderen Seite kurz vor dem Pausenpfiff. Die Hintermannschaft klärte erst nicht konsequent, bis dann Kißlinger an den Ball kam. Dieser vernaschte vier Mann auf zwei Quadratmeter und schloss gekonnt zum 2:2 ab, mit dem es auch in die Halbzeit ging. Nach vier Minuten in Hälfte zwei hätte Fischer den Spieß wieder umdrehen können, doch er verzog aus spitzem Winkel anstatt den gut postierten Weinmann anzuspielen. Daraufhin gab die Heimelf das Ruder etwas aus der Hand und ermöglichte dem TSV eine gute Möglichkeit aus ebenfalls spitzem Winkel. Doch genau in dieser sich anbahnenden Schwächephase nahm sich Weinmann in der 58. Minute einen hohen weiten Ball herunter, zog bis auf die Grundlinie davon und wollte Kratschmann im Zentrum bedienen, doch Eller bugsierte den Ball, anstatt zu klären, ins eigene Tor. Den Deckel drauf machen hätte man schon zwei Minuten später können, doch Gigl agierte aus spitzem Winkel zu eigensinnig und verzog, anstatt den wiederum lauernden Kratschmann zu assistieren. Erneut zwei Minuten später fand eine weiter Flanke von Weinmann den Kopf von Coach Doppelhammer, doch Fischer im Tor der Auerer hielt sein Team im Rennen. Und das Team hielt den Spielausgang im direkten Gegenzug wieder offen, als Zwickenpflug das 3:3 erzielte. Untermitterdorf wirkte nun etwas gelähmt, steckte aber nicht auf und versuchte vor allem in der Schlussphase nochmal alles um keine wichtigen Punkte im Aufstiegsrennen abschenken zu müssen. Und tatsächlich sollte das Anrennen noch belohnt werden. Kratschmann fasste sich aus gut 20 Metern ein Herz und setzte zum Lucky Punch an, denn sein Schuss schlug unhaltbar zum viel umjubelten 4:3 im Winkel des Auerer Kastens ein und verhalf dem FCU somit zum gegen einen guten Gegner hart erarbeiteten, aber letztendlich verdienten Dreier. Am spielfreien Sonntag können die Mannen um Spielercoach Doppelhammer nun erst einmal durchschnaufen, um dann hochmotiviert ins Spitzenspiel gegen den Zweiten vom TSV Lindberg zu gehen. Bleibt nur noch zu hoffen, dass die Verletztenmisere keine noch größeren Ausmaße annimmt. Die Ausfälle von Pröll und Beckert wiegen schwer in dieser entscheidenden Phase. Auch die Reserve präsentierte sich in guter Form, musste aber trotz der ansprechenden Leistung etwas unglücklich mit 1:2 geschlagen geben. Das Tor erzielte Tobi Wastl per Kopfball.

 

 


27.04.2014

TV Freyung II - FC Untermitterdorf 0:2

 

Eine vermeintliche Pflichtaufgabe hatte der FC Untermitterdorf am Sonntag zu erfüllen, als man zur zweiten Garde des TV Freyung anreiste. Diese mussten vor einer Woche eine herbe 0:10-Packung in Frauenau hinnehmen, zeigten aber ebenso bereits gegen Kirchdorf, dass sie mit Kräften aus der ersten Mannschaft auch jeden Favoriten ärgern konnten. Schon nach wenigen gespielten Minuten konnte Coach Doppelhammer beruhigt wahrnehmen, dass dies an diesem Tag nicht der Fall sein sollte. Der FC nahm sofort das Heft in die Hand und rannte in Richtung Gastgebertor an. Schon in der 11. Minute besorgte Kratschmann das 1:0. Weinmann schickte dabei Gigl über links – die TV-Abwehr hob das Abseits auf – und Kratschmann im Zentrum musste bloß noch zur Führung vollenden. Auch in der Folgezeit spielte sich das Geschehen vorwiegend in der Freyunger Hälfte ab. Die Gastgeber hatten dabei in der 15. Minute richtig Glück, dass der Unparteiische ein klares Handspiel des Torwarts, der damit vor Weinmann klärte, außerhalb seines Strafraumes nicht ahndete. Mimik und Gestik des Übeltäters verrieten, dass er sein Glück in dem Moment selbst nicht glauben konnte. Zwei Minuten später startete Pröll über die rechte Flanke und bediente Weinmann, der das Leder aus 5 Metern drüber bugsierte. Dann in der 23. Minute doch ein Schreckmoment: Die Mitterdorfer Abwehr stand hoch und war kurz indisponiert, als ein Freyunger Stürmer plötzlich vor Käser auftauchte, aus der Situation aber kein Kapital schlagen konnte und daneben schoss. In der 25. Minute drang Weinmann in den Sechzehner ein, setzte sich gegen seinen hartnäckigen Gegenspieler energisch durch anstatt sich von dessen Trikotziehen fallen zu lassen und konnte sich bestätigt fühlen, als er daraufhin Gigl in der Mitte mustergültig bediente. Doch dieser vergab den nächsten Hundertprozenter dieser Partie und konnte aus 7 Metern den Ball nicht im TV-Gehäuse unterbringen. Nach einer halben Stunde war Fischer nach einem schnellen Doppelpass plötzlich durchgebrochen, aber auch er verzog aus knapp 14 Metern. Danach musste Doppelhammer, der selbst angeschlagen erst gar nicht selbst auflief, die nächste personelle Hiobsbotschaft verkraften, als der agile Pröll mit Muskelverletzung ausschied. Für ihn kam Raith in die Partie. Auch nach der Halbzeit bekamen die wenigen Zuschauer Einbahnstraßenfußball zusehen, wenn auch dieser oft nicht mit letzter Konsequenz fertig gespielt wurde. So vergaben Köstlmeier und Weinmann nach Wiederanpfiff eine Doppelmöglichkeit. In der Folge leistete sich der FC eine kurze Verschnaufpause, in der aber defensiv nichts anbrannte – die Ausgleichschance der Gastgeber in Hälfte eins sollte deren einzige bleiben. In der 62. Minute fischte der Heimtorwart Weinmann die Kugel vom Fuß, nachdem dieser von Fischer durch die Schnittstelle der Abwehr passgenau bedient wurde. In der 64. Minute beseitigte Weinmann mit seinem 24. Saisontreffer die letzten Zweifel über den Ausgang dieses Spieles. Aus über 30 Metern knallte er das Rund in den Winkel zum 2:0. Fast erhöhte der Torschütze fünf Minuten später, doch rettete diesmal der Keeper einen tückischen Kopfballaufsetzer nach Beckert-Flanke zur Ecke. Die Freyunger dezimierten sich nach einem harten Einsteigen durch Seidl (Gelb-Rot) selbst und ließen nun auch letztes Aufbäumen verschwinden. Ein letztes Ausrufezeichen setzte Fischer mit einem 25-Meter-Schuss an den Außenpfosten. Weinmann verzog noch zweimal aus aussichtsreichen Positionen, doch musste man sich an diesem Tag mit dem verdienten 2:0 begnügen, bei dem man sich aber auch recht wenig Gegenwehr konfrontiert sah. Am Maifeiertag erwartet der FC nun Zuhause die formstarken Auerer, wo vor allem der neuerliche Ausfall von Pröll schwer zu kompensieren ist, der FC dafür aber auf den Einsatz von Coach Doppelhammer hofft. Trotz des Drei-Punkte-Polsters darf sich die Truppe um Kapitän Brunnbauer keinen Ausrutscher leisten, denn schon nach dem spielfreien Wochenende steht der Aufstiegsschlager in Lindberg auf dem Programm, wo man erfahrungsgemäß immer schwere Schlachten zu schlagen hatte.

 

 


19.04.2014

FC Untermitterdorf - Spvgg Kirchdorf 3:2

 

Nach dem perfekt gelungenen Auftakt in die Frühjahrsrunde, stand nun das Derbyhighlight gegen die SpVgg Kirchdorf an. Die Ausgangslage für dieses Spiel war klar. Dem Nachbarn würde bei einem Spiel weniger, und 3 Punkten Rückstand auf den Tabellenführer, durchaus ein Unentschieden reichen. Untermitterdorf hingegen wollte das Spiel unbedingt gewinnen, um den Abstand vorerst auf 6 Punkte zu vergrößern. Beide Teams konnten ihre Bestformation aufbieten, und gingen vor der stattlichen Kulisse von knapp 400 Zuschauern in dieses Topspiel der Kreisklasse Mittlerer Wald.

Die Zuschauer sollten ihr Kommen nicht bereuen. Dementsprechend startete das Spiel mit einem Paukenschlag für die Heimelf. Handgestoppte 98 Sekunden waren gespielt als sich Linksverteidiger Breit Tobi beim ersten Angriff gut durchsetzte, und seine punktgenaue Flanke von Spielertrainer Doppelhammer Rup aus 6 Metern zum 1:0 ins lange Eck eingeköpft wurde. Ein echter Traumstart für den FCU, wusste man doch noch aus dem verlorenen Hinspiel, wie schwer es gegen die kampfstarken Gäste werden kann bei einem Rückstand. Doch die Heimelf ruhte sich nicht auf dieser frühen Führung aus, sondern setzte die SpVgg weiter unter Druck. Diese energische Spielweise führte in der 12. Minute erneut zum Erfolg. Nach einem schönen Spielzug schickte Gigl Simon den startenden Weinmann Gü auf die Reise, dieser blieb im 1 gegen 1 vor TM Schneider cool und netzte sicher zum 2:0 ein. Der Torjubel war allerdings noch nicht ganz verstummt, da setzte ein Ex-Untermitterdorfer das nächste Ausrufezeichen. Nach einem unnötigen Ballverlust und dem darauffolgenden Foul gab es Freistoß von der rechten Seite für die SpVgg. Pertler Sven brachte den Ball schön in die Mitte, wo Kollmer Moritz sich klasse im Luftkampf durchsetzte und zum 2:1 Anschlusstreffer einköpfte. Dieses Tor gab natürlich den Gästen wieder etwas Auftrieb, brachte jedoch Untermitterdorf nicht aus der Ruhe. Bereits in der 17. Spielminute hätten diese um ein Haar die passende Antwort gegeben. Nach einem tollen Konter wurde der gut nachsetzende Pröll Alfred gut einen Meter innerhalb des 16-Meter-Raums rüde von den Beinen geholt. Der ansonsten gut leitende Schiedsrichter Antesberger verlagerte den Tatort jedoch zum Entsetzen der Heimelf auf knapp ausserhalb des Strafraums. So gab es statt dem fälligen Elfmeters lediglich Freistoß fast an der Torauslinie. Gigl Simon führte aus, doch sein toller Versuch sprang vom langen Innenpfosten zurück ins Feld. Den Nachschuss von Weinmann Gü konnte TM Schneider dann sicher parieren. In den folgenden Minuten entwickelte sich ein spannendes, aber kein ansehnliches Spiel. Der FCU versuchte spielerisch zum Erfolg zu kommen, während die Gäste permanent mit langen Bällen auf ihren gefährlichsten Akteur Kopp Petr agierten. Dieser war jedoch in guten Händen bei Köstlmeier, Fischer, Brunnbauer und Co. In der 36. Minute führe dann ein kapitales Missverständnis in der Gästeabwehr zum 3:1 für die Untermitterdorfer. Ein Einwurf der Heimelf landete bei Fischer Manu, welcher den Ball einfach mal hoch und weit nach vorne spielte. Kirchdorfs spielender Coach Beyer Tom hätte eigentlich locker klären können, wollte den Ball jedoch durchlassen für Keeper Schneider. Der Führende in der Torjägerliste Weinmann Gü roch diesen Braten, setzte klasse nach, und belohnte sich selbst mit seinem 23. Saisontor zur beruhigenden Zwei-Tore-Führung. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hätte der FCU diesen Vorsprung beinahe noch ausbauen können. Ein schnell ausgeführter Freistoß von Gigl Simon aus gut 45 Metern wurde lang und länger, doch klatschte der Ball lediglich an die Querlatte und sprang von da ins Feld zurück. Mit einem verdienten 3:1 ging man also in die Halbzeit.

Der zweite Durchgang war anfangs geprägt von relativ viel Hektik auf beiden Seiten. Untermitterdorf bekam in der Offensive keine Ruhe mehr ins Spiel und verlor zu schnell die Bälle. Kirchdorf blieb auch weiterhin seinem Motto treu und agierte mit langen Bällen, die jedoch von der gut stehenden Abwehr des FCU meist sicher geklärt wurden. Im Laufe der Zeit wurden die Kirchdorfer natürlich immer offensiver, wodurch sich für die Mitterdorfer mehr und mehr Räume für Konter ergaben. In der 63. Spielminute konnte sich Torjäger Weinmann Gü wieder mal durchsetzen, und schloss aus gut 20 Metern ab. Seinen satten Schuss klärte jedoch TM Schneider mit einer guten Parade zum Eckball, welcher nichts einbrachte. Fünf Minuten später stand erneut der Gästetorhüter im Fokus, als er einen 22-Meter-Freistoß vom agilen Gigl Simon nur nach vorne abklatschen konnte. Jedoch war kein Spieler der Heimelf zur Stelle um einzuschieben. Man hatte das Gefühl, dass das entscheidende 4:1 für Untermitterdorf nur noch eine Frage der Zeit sei. Doch Kirchdorf gab weiterhin nicht auf und kämpfte um den Anschlusstreffer. In der 76. Minute war es dann fast soweit, doch nachdem der Ball eher zufällig zu Spielertrainer Beyer Tom kam, drosch dieser die Kugel aus 10 Metern nur an den Querbalken. In dieser Szene hatte die Heimelf noch Glück nicht den Anschlusstreffer zu kassieren. Kurz darauf ergab sich auf der Gegenseite die Riesenmöglichkeit zur Entscheidung. Nach einem schnellen Gegenzug war Gigl auf und davon, doch er brachte den Ball nicht auf den einschussbereiten Weinmann, der in der Mitte zur Stelle gewesen wäre. Wieder nur eine Minute später hatte der eingewechselte Raith Andreas seinen großen Auftritt. Auf rechts außen angespielt behielt er den Kopf oben und bediente den mitgelaufenen Weinmann Gü klasse per Aussenrist der Marke Beckenbauer-Gedächtnisspass. Doch auch diesmal ging der Ball knapp am Gehäuse vorbei. So kam es, wie es kommen mussste. In der 84. Minute landete ein der Ball nach einem Freistoß aus der eigenen Hälfte der SpVgg irgendwie auf dem Schlappen von Torjäger Kopp, und dieser vollendete eiskalt ins lange Eck zum 3:2. Nun wurde es nochmal richtig hektisch, zumal noch fast 10 Minuten zu spielen waren und Kirchdorf alles nach vorne warf. Die beiden Innenverteidiger Beyer und Kollmer agierten mittlerweile als Sturmspitzen und lauerten bei jedem hohen Ball in den 16er der Heimelf. Doch mit Glück und Geschick rettete Untermitterdorf diesen enorm wichtigen Sieg über die verbliebene Spielzeit. Spieler und Fans lagen sich nach Abpfiff glücklich in den Armen und feierten danach ausgelassen im Sportheim die gefestigte Tabellenführung.

Am nächsten Spieltag geht es nun zur unangenehmen Aufgabe bei der Bezirksligareserve des TV Freyung. Dort gilt es den Derbysieg mit 3 Punkten zu vergolden. Deshalb sollte die Mannschaft hochkonzentriert und motiviert in diese Partie gehen, um nicht ähnlich zu stolpern wie die SpVgg Kirchdorf beim überraschenden 1:1 zum Frühjahrsauftakt. Da sich zur gleichen Zeit die großen Aufstiegskonkurrenten Kirchdorf und Lindberg im direkten Duell gegenüberstehen, kann der FCU bei einem Sieg gegen Freyung einen großen Schritt in Richtung Aufstieg machen! Spieler und Funktionäre hoffen daher wieder auf große Unterstützung seitens der Fans.

 

 


13.04.2014

SJK SSV Hinterschmiding - FC Untermitterdorf 1:4

 

Nach dem 8:0 Kantersieg gegen den Tabellenletzten SV 22 Zwiesel und dem damit gelungenen Auftakt in die Frühjahrsrunde ging es für den FC Untermitterdorf zur unangenehmen Auswärtsfahrt nach Hinterschmiding. Spieler und Fans hatten das turbulente Hinspiel noch gut im Gedächtnis, als der FCU in einer fulminanten Schlussphase einen 0:3 Rückstand noch in einen 4:3 Sieg drehte. Dabei wurden Doppelhammer und Co allerdings in den ersten 60 Minuten teilweise an die Wand gespielt von den sehr aggressiven und spielstarken Schmidingern. Es blieb also die Hoffnung, dass zum Einen der FCU mit viel Selbstvertrauen an diese Aufgabe herangeht und zum Anderen die Hinterschmidinger noch an der 0:4 Schlappe gegen Frauenau zu knabbern hatten.

Personell unverändert zur Vorwoche und mit zahlreich mitgereisten Fans, startete der FCU in dieses schwere Match. Dabei wurde schon in den ersten Minuten klar, dass die Heimelf in Sachen hartem Zweikampfverhalten keine Gefangenen macht. Mit aggressivem Pressing und teilweise überhartem Einsteigen wurden die Untermitterdorfer schon im Spielaufbau unter Druck gesetzt. Trotzdem konnte sich die gut gestaffelte Mannschaft immer wieder spielerisch befreien und vors Tor der Schmidinger kombinieren. Die hohe Passgenauigkeit, gepaart mit der individuellen Klasse von Weinmann, Pröll und Co. bereitetem dem Hausherr enorme Schwierigkeiten. Die erste echte Torchance verbuchte folgerichtig auch der FCU in der 6. Minute, als Torjäger Weinmann nach einem klasse No-Look-Pass von Pröll frei vor TW Fuchs auftauchte. Beim Versuch diesen zu umspielen ließ er sich allerdings etwas zu weit abgedrängen und sein Schuss konnte von einem Abwehrspieler geblockt werden. Auch in der Folgezeit blieb Untermitterdorf das dominante Team gegen einen etwas ratlos wirkenden Gegner, ohne sich jedoch die ganz großen Tormöglichkeiten zu erspielen. Nach 20 gespielten Minuten wurde dann allerdings der Untermitterdorfer Anhang aus der Glückseeligkeit gerissen. Ein Einwurf auf Höhe des eigenen Strafraums wurde nicht energisch geklärt und ein Hinterschmidinger schnappte sich die Kugel. Als dieser in höchster Not von Breit gefoult wurde, ertönte folgerichtig der Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Schuster vom SV Hohenau. Der Ex-Freyunger Hödl schnappte sich den Ball, lief an und knallte die Kugel zum Glück für Untermitterdorf nur an den Pfosten! Tiefes Durchatmen bei Team und Fans war zu spüren. Noch besser war dann die Antwort auf diesen verschossenen Elfmeter. Quasi im Gegenzug setzte sich Weinmann an der rechten Eckfahne gegen drei Gegenspieler durch, brachte den Ball scharf nach innen, wo Doppelhammer klug für den einrückenden Fischer überließ, und der eiskalt zum 1:0 vollstreckte: ein klasse Treffer des FCU der genau zum richtigen Moment fiel. Nun wurde die Überlegenheit noch deutlicher und die harten Fouls auf Seiten der Heimelf häuften sich. Brunnbauer und Co. ließen sich allerdings dadurch nicht aus der Fassung bringen und spielten weiterhin klar und strukturiert auf den nächsten Treffer. In der 39. Minute wurde diese Geduld und Beharrlichkeit erneut belohnt. Nach einem abgewehrten Eckball kam Gigl etwa 25 Meter vor dem Tor ans Leder, ein kurzer Blick, ein toller Chip-Ball über die Abwehr und schon tauchte wieder mal Weinmann allein vorm Tor auf. Diesmal legte er sich den Ball am Keeper vorbei und wurde von Selbigem von den Beinen geholt. Auch dieses Foul hatte einen Strafstoß zur Folge. Weinmann selbst schnappte sich die Kugel und verwandelte sicher zur 2:0 Halbzeitführung.

Der zweite Durchgang startete mit wütenden Angriffen der Hausherren. Es wurde schnell deutlich, dass sie Hop oder Top spielten und mit Mann und Maus angriffen. Untermitterdorf war in diesen ersten 15 Minuten viel zu hektisch in der Offensive und hatte zu schnelle Ballverluste im Aufbauspiel. Dennoch eröffnete sich in der 55. Minute die Riesenchance zum wohl vorentscheidenen dritten Treffer! Eine klasse Flanke von der linken Seite fand den eingelaufenen Beckert in der Mitte. Dieser nahm den Ball toll runter und stand nun Auge in Auge mit dem gegnerischen Torwart. Doch mit der Zeit des Überlegens schwand auch sichtlich das Selbstvertrauen des fleißigen Mittelfeldspielers und er scheiterte mit seinem Schuss am Keeper. Damit blieb es auch weiterhin spannend. Untermitterdorf bekam einfach die Hektik nicht aus seinem Angriffsspiel und vergab so ein ums andere Mal gute Konterstellungen durch leichtfertige und überhastete Ballverluste. In der Defensive stand das Team um Abwehrrecke Köstlmeier in dieser Phase sicher, und ließ aus dem Spiel heraus keine klare Tormöglichkeit für die Hausherren zu. Dennoch wurde das Spiel völlig unnötig nochmal richtig spannend gemacht. In der 73. Minute kam TM Käser etwas überhastet nach einem Steilpass der Schmidinger aus seinem Tor. Beim Versuch den Ball aufzunehmen traf er wohl Hausherrenstürmer Manzenberger am Fuss. Dieser nahm dankend an, fiel und verwandelte den fälligen Elfmeter selber zum 2:1-Anschlusstreffer. Nun war klar, dass die Heimelf nochmal alles nach vorne werfen würde und alle stellten sich auf eine turbulente Schlussviertelstunde ein. Doch nur 5 Minuten später sorgten die beiden besten Spieler auf dem Platz für die Entscheidung. Einen Ballverlust in der Vorwärtsbewegung nutzte Pröll für einen tollen Pass zu Torjäger Weinmann und dieser nagelte die Kugel alleine vor dem Tor aus 12 Metern unter die Latte zum 3:1. Damit war Hinterschmiding entgültig der Zahn gezogen und der FCU setzte kurz danach den Schlusspunkt. Wiederum kam nach einem schnellen Gegenstoß Weinmann an den Ball, und seinen klasse Diagonalball über 40 Meter netzte diesmal Gigl volley zum 4:1 ein.

Nach diesem überaus wichtigen Sieg wartet nun ein echtes Highlight auf die Fußballer des FC Untermitterdorf. Bereits am Karsamstag um 16:00 Uhr taucht der Landkreisrivale und Aufstiegskonkurrent SpVgg Kirchdorf im Waldstadion auf: Ein echtes Spitzenspiel vor hoffentlich großer Kulisse, in dem vielleicht sogar schon eine kleine Vorentscheidung fallen kann. Die Reserve erkämpfte sich in einem offenen Spiel gegen Hinterschmiding ein gerechtes 0:0 und ist nun zwei Spieltage nicht im Einsatz. Dennoch sollte man die positive Entwicklung der 2. Mannschaft hier einmal hervorheben und allen Beteiligten ein Lob aussprechen.

 


06.04.2014

FC Untermitterdorf - SV 22 Zwiesel 8:0

 

Einen Frühjahrsauftakt nach Maß feierten die Herrenmannschaften des FC aus Untermitterdorf. Nachdem die Reserve die ersatzgeschwächte „Zweite“ des SV Zwiesel 22 mit 7:1 abfertigte (Tore: Kapfenberger/3, Ertl, Geier, Raith, Rechenmacher), landete auch die Erste gegen das Tabellenschlusslicht einen 8-Tore-Kantersieg. Schon in der 9. Minute begann der Torreigen, als Weinmann einen scharfen Pass ins Laufduell mitnahm, dieses für sich entschied und quer auf Simon Gigl passte, der in vollstem Lauf zum 1:0 vollstreckte. In der 11. Minute scheiterte Fischer nach schöner Freistoßvariante an einem Abwehrbein des Gegners. Spielertrainer Doppelhammers scharfe Hereingabe von links außen in der 15. Minute vollendete Weinmann perfekt ins lange Eck zum 2:0. Der Torschütze selbst flankte in Minute 23 passgenau auf Doppelhammer, der per Kopf ablegte. Pröll erhöhte daraufhin auf 3:0. Das Spielgeschehen spielte sich auch weiterhin bis auf zwei Entlastungsangriffe fast nur in der Zwieseler Hälfte ab. Praktisch mit dem Halbzeitpfiff schloss Weinmann mit einem 18-m-Linksschuss flach ins lange Eck zum 4:0-Pausenstand ab. Das muntere Scheibenschießen ging auch direkt nach Wiederanpfiff weiter. Weinmann zelebrierte mit dem 5:0 sozusagen spiegelverkehrt mit rechts eine Kopie des letzten Tores. Nach gut einer Stunde bediente Kratschmann Hain, dessen Flankenlauf an Weinmanns Kopf und dem resultierenden 6:0 mündete. In der 66. Minute scheiterte Kratschmann am Torwart. Hain war aber mit dem Nachschuss zur Stelle und stockte auf 7:0 auf. In der Folgezeit ließ der FCU einige Großchancen aus. Weinmann scheiterte per Freistoß am Außenpfosten, Gigl zielte aus 7 Metern drüber, Pröll und Weinmann scheiterten am diesmal gut reagierenden Keeper und Fischer verfehlte das Ziel aus 12 Metern. Den Schlusspunkt setzte ein Zwieseler selbst, der das Leder nach guter Weinmann Hereingabe, bedrängt von Hain, zum 8:0-Endstand ins eigene Tor lenkte. Ein perfekter Start in die Frühjahrsrunde war also geglückt, wobei man auf wenig Gegenwehr stieß und diese Begegnung noch nicht als Gradmesser für die beiden schweren Begegnungen in Hinterschmiding und gegen Kirchdorf dienen kann.

 

 

03.11.2013

DJK SG Schönbrunn - FC Untermitterdorf 0:1

 

 

Eine sehr unangenehme Aufgabe stand den Untermitterdorfer Kreisklassenkickern am vergangenen Sonntag bevor. Bei der DJK SG Schönbrunn erwartete die Doppelhammer-Elf neben dem ambitionierten Gegner außerdem schmuddeliges Fritz-Walter-Wetter und dementsprechend schwierige Platzverhältnisse auf dem engen Rasenplatz der Gastgeber. Motivation genug für die Elf um Kapitän Brunnbauer sollte jedoch das Überwintern am Platz an der Sonne sein, da Primus Kirchdorf spielfrei und damit mit einem Spiel weniger in die Winterpause ging. Aber schon im Vorspiel musste die personell gut aufgestellte FCU-Reserve die Erfahrung machen, dass einem am Lusen nichts geschenkt würde. Zur Halbzeit lag man schon mit 3:0 hinten und musste zudem die Hinausstellung von Robert Muhr mit Gelb-Rot verkraften, bei der der junge Schiedsrichter jegliches Fingerspitzengefühl (und auch Fußballsachverstand?) vermissen ließ und jenem nach einem schnell ausgeführten Freistoß, bei dem der Ball zudem nicht gesperrt war, die zweite gelbe Karte vor den Latz knallte. Der FCU steckte gegen einen oft hart agierenden Gegner jedoch nicht auf, machte die nummerische Überzahl der Gastgeber nicht bemerkbar und spielte sich im zweiten Durchgang zum Teil gute Möglichkeiten heraus. Zu mehr als dem 3:1-Anschlusstreffer durch Benjamin Ebner reichte es jedoch nicht mehr.

Bis in die Haarspitzen motiviert beschritt also die „Erste“ das tiefe Schönbrunner Geläuf, konnte aber lange Zeit keine großen Akzente setzen. Beide Mannschaften neutralisierten sich eine halbe Stunde lang größtenteils, ehe Kratschmann in der 32. Minute nach einem schönen Spielzug eine Flanke von rechts in die Mitte bugsierte. Doppelhammer und Weinmann konnten diese jedoch nicht verwerten. Drei Minuten später stand dann `Mitterdorfs Schlussmann Käser im Fokus. Zwei Mal rettete er mit Riesenreflexen auf der Linie und sein Team damit vor dem überraschenden Rückstand. Weinmann verzog kurz darauf aus spitzem Winkel. Nach schöner Ballstaffete über Kratschmann, Weinmann und Doppelhammer verzog Hain aus aussichtsreicher Position weit drüber. Das war`s auch schon aus Hälfte Eins. Zum Seitenwechsel brachte Doppelhammer Breit für den angeschlagenen Gigl, für den es nicht mehr weiter ging. Der FC konnte jedoch die erste Zeit sein Spiel weiterhin nicht aufziehen und machte sich zum Teil selbst das Leben schwer. Nach gut einer Stunde jedoch schien es so, als ob die bis dahin stabilen Schönbrunner etwas einbrächen und Untermitterdorf kam mehr ins Spiel, konnte auch statt der „Hoch-und-Weit-Taktik“ das Spiel etwas mehr in Ruhe von hinten aufbauen. In der 61. Minute ließ Beckert einen Querpass im Mittelfeld geschickt durch auf List, der über außen Meter machte und auf Kratschmann flankte. Der lief frontal auf den Ball, verdrehte den Bimbus beim Kopfball aber etwas und verfehlte so das Ziel. Zwei Minuten später war Weinmann plötzlich in der Zentrale durchgebrochen, wurde per Strafraumattacke aber von den Beinen geholt. Die Pfeife des Unparteiischen blieb jedoch stumm – der Aufschrei im Untermitterdorfer Lager war umso größer. „Den musste man wohl geben.“ In der 71. Minute bediente Breit, der nach seiner Einwechslung eine überragende Partie lieferte, Weinmann, dessen Schuss zur Ecke abgewehrt wurde. Weinmann schnappte sich die Kugel und erklärte den Standard zur Chefsache. Zwischen Fünfer und Elfer stieg Rupp Doppelhammer am höchsten und köpfte zum hochumjubelten 0:1 für die Gäste ein. Die Führung gab dem FCU weiter Auftrieb. Man präsentierte sich nun auch viel giftiger und aggressiver in den Zweikämpfen. In der 76. Minute musste Käser jedoch erst mal eingreifen. Einen Freistoß aus großer Distanz lenkte er über die Latte. Nach der anschließenden Ecke hieß es nach Gewühl im Strafraum noch einmal durchpusten. Dann war aber wieder der FC am Drücker. In der 87. Minute pfiff ein Weinmann-Freistoß knapp vorbei. In der Folgeminute zeigte Kratschmann all sein können. Nach Freistoß von Weinmann nahm er den Ball herrlich mit der Brust an und feuerte darauf direkt aufs Tor – der Schönbrunner Keeper reagierte hierbei in klasse Manier. Selbiger Spieler hätte in der 90. Minute alles klar machen können und war nach Konter auf und davon, hatte aber dann nicht das Auge für Hain, sondern scheiterte aus 10 Metern am DJK-Schlussmann. So hatte man noch die Nachspielzeit mit der ein oder anderen unglücklichen Freistoßentscheidung gegen sich zu überstehen, ehe man sich über den wohlverdienten Arbeitssieg freuen durfte. Neben dem klasse aufspielenden Breit, durfte sich natürlich Siegtorschütze Doppelhammer als Matchwinner fühlen, der sich zu seinem Geburtstag wohl selber das schönste Geschenk machte. Der FC verabschiedet sich also von der Tabellenspitze in die Winterpause und hofft diese Position im Endtableau verteidigen zu können. Das Verfolgerfeld hat sich vorerst etwas ausgedünnt – es dürfte aber bis zuletzt höchst spannend werden in der Kreisklasse Mittlerer Wald. Die Spieler der ersten und zweiten Mannschaft läuten die wohlverdiente Winterpause am kommenden Freitag mit dem traditionellen Jahresabschlussessen im Gasthaus Fischer in Kaltenbrunn ein. Beginn ist um 19 Uhr.

 

 

27.10.2013

FC Untermitterdorf - SV Thurmansbang :

 

Gegen den aufstrebenden SV aus Thurmansbang überzeugte der FC auf ganzer Linie, spannte seine Anhänger jedoch erst noch lange Zeit auf die Folter. Gegen die Moser-Elf war die volle Punktausbeute auf heimischem Geläuf dringend notwendig und so legte der FCU, bei dem Hain für Raith in die Startformation rückte selbstbewusst im Vorwärtsgang los. Schon nach 3 Zeigerumdrehungen setzte ein Weinmann-Hammer auf der Latte auf, kurz darauf verfehlte ein Gigl-Weitschuss den Torwinkel nur knapp. Spielertrainer Doppelhammer bediente in der 12. Minute blitzschnell den freien Hain, der allein vorm Tor an der blendenden Fußabwehr des Keepers scheiterte. Ebenso erging es Kratschmann vier Minuten später. „Bommel“ Beckert brillierte mit einer tollen Aktion, schlug einen Haken und steckte auf Kratschmann durch, der gegen den gut aufgelegten Röckl zweiter Sieger blieb. In der 32. Minute spielte Hain auf Gigl, der im Sechzehner alle Zeit hatte, mit seinem schwachen „Rechten“ jedoch aus zehn Metern das Ziel verfehlte. Der bis dahin noch recht unauffällig agierende Weinmann fiel in der 34. Minute nach seinem Lattenschuss erstmals wieder auf, jedoch in negativer Hinsicht. Anstatt nach einem Zweikampf nachzusetzen, leistete er sich, als das Spielgerät eigentlich schon weg war, sich einen unnötigen Rempler, den der umsichtige Schiedsrichter mit Fingerspitzengefühl und Gelb bewertete. Weinmann war nun scheinbar wieder wachgerüttelt und besann sich wieder auf seine eigentlichen Fähigkeiten – das Fußballspielen. So führte er einen Freistoß zwei Minuten später geistesgegenwärtig schnell aus. Gigl jedoch schoss aus spitzem Winkel über das Tor, anstatt querzulegen. Dieser einstudierte Spielzug hätte denkbar cleverer gelöst werden müssen. In der 43. Minute ging es nach hervorragender Balleroberung von Fischer ganz schnell. Hain passte auf Gü, der scheiterte am Keeper und der heranrauschende Gigl kam knapp nicht mehr an den Ball heran um einzuschieben. Kurz darauf wurde ein herrlicher Gigl-Schuss zur Ecke geklärt – ein platzierter Schuss ins Toreck, der jedoch einen Torwart immer gut aussehen lässt. So ging es überraschend torlos in die Kabinen, wobei sich Thurmansbang auch mit einer Bürde von drei Gegentreffern nicht beklagen hätte können. Das einzige Manko des FC war ganz einfach die Chancenauswertung. Und Hälfte Zwei sollte nicht anders beginnen. Hain bediente direkt nach Wiederanpfiff Gü Weinmann, der frontal auf den Ball drauf laufen konnte, aber vorbei schoss – ein weiterer vergebener Hundertprozenter. In der Folgeminute rettete Röckl gegen Manu Fischer, bevor sich die Partie eine kleine Auszeit gönnte. Erst in der 60. Minute ging der FC-Offensivdrang in die nächste Runde. Und dieses Mal lagen Pech und Unvermögen ganz eng beieinander: Nachdem sich Weinmann und Gigl nicht richtig absprachen wurde eine riesige Chance vergeben, ehe Weinmann nach einem weiteren Schlenker nur den Torpfosten anvisierte. Vieles roch nun danach, dass die Doppelhammer-Elf an der eigenen Chancenauswertung zermürbt würde. In der 69. Minute war schon wieder Keeper Röckl im Weg. Nach Doppelhammer-Freistoß verlängerte Hain gefährlich per Kopf und der Schlussmann hielt den tückischen Aufsetzer glänzend. Da aus dem Spiel nun schon derart viele Möglichkeiten vergeben wurden, sollte eine Standardsituation endlich den Bann brechen. Weinmann fasste sich ein Herz in der 70. Minute und hielt aus 30 Metern drauf. Sein Traum-Freistoß schlug unhaltbar im Winkel ein. Der vorbestrafte Torschütze musste seinen Jubel geradezu bändigen, um sein Trikot sich nicht vom Leib zu reissen. Doch es hieß weiter fokussiert zu bleiben für die Untermitterdorfer, denn ein 1:0 war noch kein Freifahrtschein. So eröffnete sich in der 75. Minute tatsächlich die erste nennenswerte Gästechance, als ein nicht ungefährlicher Kopfball nach einer Flanke aus dem Halbfeld am Tor vorbeisprang. Der FC merkte also nochmal zulegen zu müssen und nach toller Flanke von Gigl über die Abwehr hinweg war es Hain, der die Vorlage direkt mit einem Lupfer über den verdutzten Torwart ins Tor abschloss und auch die letzten Zweifel am heutigen Sieg beseitigte. Nachdem die FCU’ler nun auch das Toreschießen für sich entdeckt und auch Lust daran gewonnen hatten und die Gäste zudem hinten natürlich öffnen mussten, scheiterte erst Fischer nach schnell ausgeführtem Weinmann-Freistoß mit einem Schuss ans Lattenkreuz, ehe Breit in Röckls Wahnsinnsreflexen seinen Meister fand. In der 87. Minute wurde ein Tor von Andreas Raith wegen Abseitsposition wohl zurecht nicht anerkannt. Dann aber krönte Fischer seine gute Leistung mit dem 3:0, das den hochverdienten Sieg besiegeln sollte. Für das letzte Spiel vor der Winterpause könnte es für die Jungs um Coach Doppelhammer wohl nicht mehr Motivation geben als die Tabellenspitze. Da die Spvgg Kirchdorf spielfrei hat, könnte der FC mit einem Sieg am Platz an der Sonne überwintern. Dass in Schönbrunn, das man im Hinspiel noch mit 2:1 bezwingen konnte, ein unangenehmer Gegner wartet, der sich im Aufstiegsrennen auch keine Niederlage mehr erlauben darf, dürfte jedem klar sein. An fehlender Motivation dürfte es demnach am Sonntag nicht scheitern. Dies gilt auch für die Reserve, die sich nach großem Kampf und deutlicher Feldüberlegenheit dem Spitzenreiter aus Thurmansbang mit 1:2 beugen musste und das Kalenderjahr versöhnlich abschließen möchte. Zumindest die Vizemeisterschaft würde man mit drei Punkten unterm Weihnachtsbaum nicht aus den Augen verlieren.

 

 

20.10.2013

TSV Preying - FC Untermitterdorf 2:1

 

Richtige Big Points hätte die Doppelhammer-Elf am vergangenen Sonntag beim TSV Preying einheimsen können. Doch erstens kommt alles anders und zweitens als man denkt. Wobei kritische Fans schon befürchteten, dass man ausgerechnet dann stolpert, wenn es besonders wichtig wäre. Da am Vortag Verfolger Schönbrunn bereits Federn ließ, wäre es möglich gewesen, sich ein Vier-Punkte-Polster vor den richtungsweisenden Spielen gegen Thurmansbang und eben in Schönbrunn zuzulegen. Wieder mit den im Aufbau befindlichen Alfred Pröll und Capitano Brunnbauer, die vorerst auf der Ersatzbank Platz nahmen, ging der FC die Partie an. Schon nach zehn Minuten hätte Beckert ein Zeichen setzen können. Der unsicher wirkende TSV-Keeper ließ einen Ball zu Boden fallen, Beckert setzte nach, scheiterte aber im Abschluss am Preyinger Schlussmann. Die resultierende Ecke köpfte List am etwas umherirrenden TSV-Torwart, aber auch am Tor vorbei. In der zwölften Minute musste sich dessen Gegenüber beweisen – Käser rettete gegen einen Kopfball mit einem Riesenreflex auf der Linie. Nach zwanzig Minuten schlug Beckert einen weiten Ball in den Lauf von Weinmann. Dieser zwang in Begleitung eines Verteidigers den Torhüter zu einer Fußabwehr. Käser auf der Gegenseite hexte eine Minute später einen Aufsetzer zum Eckball – ein äußerst schwieriger Ball für einen Torwart. Der FC präsentierte sich eigentlich überlegen, doch die Kreativität eines Spielgestalters fehlte an allen Ecken und Enden. So war es der TSV Preying in Person von Rabhansl, der das 1:0 erzielte. Nach Angriff über rechts musste er in der 38. Minute das Leder bloß noch über die Linie drücken. Von diesem Rückschlag erholte sich der FC in Halbzeit Eins nicht mehr und auch der zweite Durchgang begann denkbar ungünstig. Mit katastrophalem Abwehrverhalten ließ man eine hervorragende Doppelchance zu, was schließlich im dritten Anlauf im 2:0 durch Ellinger mündete. Weinmann hätte nach einer gespielten Stunde verkürzen können, vertändelte das Leder jedoch aus aussichtsreicher Position. Weinmann und Gigl suchten sich immer wieder in ihren Angriffsbemühungen, vergaßen dabei aber auch ein um’s andere Mal besser postierte Mitspieler miteinzubinden. In der 61. Minute ließ die Preyinger Nummer 1 den Ball noch einmal fallen, der mittlerweile ins Spiel gebrachte Brunnbauer vergab erst noch aus kurzer Distanz. Kratschmann verwertete dann aber den zweiten Ball vom Sechzehnereck über den Torwart hinweg. Auch Käser im FC-Kasten widerfuhr selbiges Malheur, doch er hatte bei dieser Schrecksekunde in Minute 81 mehr Glück als sein Pendant im Preying-Dress. Jubeln durfte am Ende jedoch trotzdem nur dieser, denn nach einer weiteren vergebenden Weinmann-Chance in der 82. Minute war Schluss in Preying. In den nächsten beiden Partien ist für die Doppelhammer-Truppe nun verlieren fast verboten, möchte man nach dem Winter weiterhin auf Augenhöhe mit der Spvgg aus Kirchdorf um die vorderen Plätze kämpfen. Lindberg, Schönbrunn und Hinterschmiding lauern bereits auf Schlagdistanz und könnten allesamt im Worst Case vorbeiziehen.

Die Reserve erkämpfte sich nach 2:4-Rückstand noch ein 4:4-Unentschieden. Die Tore erzielten dabei Ebner, Hain, Muhr und Wiederer.

 

 

12.10.2013

FC Untermitterdorf - FC Rinchnach 2:1

 

Sechs Punkte wurden in der Spielerversammlung am Vortag noch als einziges Ziel ausgerufen für den ersten Rückrundenspieltag gegen den SV Rinchnach. Dieser Vorgabe konnte die zweite Garnitur leider nicht nachkommen. Auf heimischem Sportplatz wurde man ein ums andere Mal gnadenlos ausgekontert und fing sich zu einfache Gegentreffer ein. Trotz spielerischer Überlegenheit zog man mit 2:5 den Kürzeren gegen clevere Rinchnacher (Tore Benjamin Gigl und Robert). Im Rennen um den Platz an der Sonne bedeutete dies einen heftigen Rückschlag. Rinchnach überholt damit Untermitterdorf in der Tabelle und Platz Eins ist nun schon vier Punkte (bei einem Spiel mehr) entfernt. Die „Erste“ wollte es natürlich besser machen, hatte aber schon nach zwei Minuten Glück, dass es nicht im eigenen Karton schepperte. Nach einem Flankenlauf über die rechte Seite grätschte Kopp das Leder nur haarscharf am linken Pfosten vorbei. Noch knapper scheiterte dann aber nach neun Minuten Gü Weinmann auf der Gegenseite, als er eine Kratschmann-Flanke von rechts zentral an die Latte setzte. In der 18. Minute stand dann Untermitterdorfs Rückhalt Käser im Mittelpunkt, als er nach Konter im Eins gegen Eins fantastisch rettete. Nach einer halben Stunde schoss dann Käser beim Klärungsversuch einen Rinchnacher an, sah sich dann wieder im Duell einem Stürmer gegenüber, merzte aber seinen Fauxpas wieder souverän aus. Wieder auf der anderen Seite war in der 37. Minute Gü Weinmann durchgebrochen. Bei seiner abgefälschten Flanke schraubte sich Kratschmann in die Lüfte, doch auch sein Kopfball klatschte an die Latte. Fünf Minuten später war wieder Käser im Fokus des Geschehens, dieses Mal jedoch deutlich unglücklicher: Eine Flanke ließ er, anstatt zu boxen durch die Finger gleiten. Kopp war zur Stelle, Köstlmeier wollte noch auf der Linie klären, doch seinen Rettungsversuch konnte er nicht mehr an Kopp vorbei bugsieren und so das 0:1 verhindern. So ging es mit einem knappen Rückstand in die Kabinen, doch der FC zeigte in dieser Spielzeit schon mehrere Male, dass er im Stande war einen Rückstand umzubiegen.

Mit einem Wechsel – Rechenmacher für Hain – begannen die zweiten 45 Minuten. Und der Eingewechselte hatte schon nach zwei Zeigerumdrehungen die Möglichkeit auszugleichen. Nach List-Pass geriet er aus zwölf Metern jedoch zu sehr in Rücklage und visierte weit drüber. In der Folgezeit machte es nicht den Anschein, als könnte Untermitterdorf das Ruder noch herum reissen. Rinchnach stand defensiv kompakt, Untermitterdorf war oftmals zu einfallslos in seinen Offensivaktionen – bis zur 70. Minute, als ein Torwartfehler den FC zurück ins Spiel brachte. Ein Freistoß von Gigl aus 30 Metern rechter Position wurde länger und länger und fiel über den falsch postierten Keeper hinweg ins lange Eck. Seinen Fehler machte dieser allerdings sechs Minuten später gegen die nun drückenden `Mitterdorfer wieder wett. Einen Kratschmann-Schuss aus 16 Metern fischte er gekonnt aus dem Winkel. Untermitterdorf rannte nun an, spielte sich Chancen heraus, doch die letzte Konsequenz fehlte noch. Der Glaube an den Last-Minute-Sieg war aber klar zu spüren. Und so setze es in der 89. Minute doch noch die bittere Pille für wacker kämpfende „Klousterer“ und vor allem deren bemitleidenswerten Schlussmann. Hochstrasser fasste sich aus 20 Metern ein Herz und zog aus halblinker Position ab. Im Getümmel im Strafraum kam kein weiterer Spieler mehr an der Ball, womit der Keeper jedoch rechnen musste. Und so schlug die Kugel unberührt im langen Eck ein. Das Powerplay in der Schlussphase wurde also doch noch mit einem Dreier belohnt, der alles in allem hochverdient war, da Rinchnach in Hälfte Zwei keine einzige Torchance mehr für sich verbuchen konnte: Ein immens wichtiger Sieg, um im Konzert der Aufstiegsambitionierten weiter mitzuspielen und positiv in die letzten drei Spieltage vor der Winterpause zu gehen, zumal mit den Auswärtsaufgaben kommende Woche in Preying und Schönbrunn, sowie dem Heimspiel gegen Thurmansbang starke Gegner aufwarten.

 

 


06.10.2013

FC Untermitterdorf - SV Zenting 2:0

 

Einen ungefährdeten Sieg landete der FC Untermitterdorf am vergangenen Wochenende auf heimischem Platz gegen den SV Zenting. Nachdem bereits die Reserve verdient mit 3:1 gewonnen hatte (Tore: Josef Wastl, Armin Stadler, Benjamin Gigl), legte auch die erste Garde mit höchschter Konzentration, wie Bundesjogi sagen würde, los. Und so kam es nicht von ungefähr, dass schon nach dreizehn Minuten die Zeichen auf Sieg standen. List flankte präzise vor das gegnerische Tor, Spielertrainer Doppelhammer sprang am höchschten und brachte den Ball im Winkel unter – der Zentinger Keeper konnte nur noch hinterher sehen. Die Offensive begann zum Teil früh zu stören, was den Gegner zu Ballverlusten zwingen sollte. Eben dies gelang Kratschmann in der 20. Minute mit entschlossenem Einsatz. Geburtstagskind Weinmann als Nutznießer der Situation sah, dass der SV-Schlussmann zu weit vor seinem Kasten stand, schaltete blitzschnell, netzte aus 30 Metern über die Unterkante der Latte zum 2:0 ein und beschenkte sich somit zu seinem Ehrentag selbst. Zenting hatte auch den Rest der ersten Hälfte nicht viel zu melden - bis zur 44. Minute. Als die Abwehr dann doch einmal patzte, merzte Käser jenen Fehler mit einer klasse Parade im Eins gegen Eins aus und sorgte für die weiterhin beruhigende Pausenführung. Die Untermitterdorfer Dominanz setzte sich auch im zweiten Durchgang nahtlos fort, wobei die spielerischen Elemente etwas weniger wurden. Nichtsdestotrotz kam die Heimelf weiterhin zu seinen Chancen. In der 60. Minute passte Doppelhammer auf Weinmann, dem der Ball kurz vor dem Abschluss nochmals unglücklich auf dem Rasen aufsetzte und der `Mitterdorfer Toptorjäger aus sieben Metern verzog. In der 66. Minute drehte „Gü“ geschickt zwei Gegenspieler aus, hämmerte das Leder dann aber aus kurzer Distanz an den Pfosten. Kurz danach wurde Ein List-Kopfball nach Rechenmacher-Ecke noch von der Linie geklärt. Das zweite Geburtstagspräsent wurde Weinmann in der 82. Minute verwehrt. Wieder visierte er den (Außen-)Pfosten an, diesmal per direktem Freistoß aus 20 Metern. In der 88. Minute ließ Rechenmacher nochmals sein Ballgefühl aufblitzen und setzte Weinmann mit einem herrlichen Lupfer in Szene. Weinmann war durch, schob die Kugel jedoch knapp am Kasten vorbei. Eine letzte Schrecksekunde hatte der FC noch zu überstehen. Mit der einzig echten Torgelegenheit rollte ein Zentinger Angriff in der Schlussminute auf Käser zu. Der verzögerte jedoch geschickt und verhinderte so den Anschlusstreffer. Wenig später war auch schon Schluss und Untermitterdorf kann mit Blick auf die Tabelle weiter Höhenluft schnuppern. Der Rückstand auf Kirchdorf beträgt nur noch zwei Zähler. Im Rückspiegel lauern jedoch schon 3 Mannschaften die bei einem Punktverlust sofort zum Überholmanöver ansetzen würden. Somit gibt es für das kommende Spiel gegen den FC Rinchnach nur eine Zielvorgabe, nämlich die vollen drei Punkte. Aber Vorsicht: die „Klousterer“ benötigen ebenfalls jeden Zähler zum Klassenerhalt und enttäuschten in den letzten Spielen beileibe nicht. Neben knappen Niederlagen errangen sie auch einen Überraschungscoup gegen Hinterschmiding und knöpften den „Auerern“ ein Pünktchen ab.

 

29.09.2013

SV Bischofsmais - FC Untermitterdorf 1:4

 

Vor 200 Zuschauern ging das Waidler-Derby in Bischofsmais über die Bühne. Trotz der vermeintlich guten Ausgangslage – Bischofsmais war unerwartet suboptimal in die Saison gestartet – war der FC auf der Hut, zumal man weiterhin auf Kapitän Brunnbauer als auch auf den verletzten Flügelflitzer Simon Gigl (Außenbandriss) verzichten musste. Wieder mit Spielgestalter Hrubec im Gepäck und dem jederzeit torgefährlichen Matthias Pauli hat der SV zwei Spieler in petto, die ein Spiel alleine entscheiden können. Somit war klar, dass man sich keine gröberen Schnitzer in der letztlich etwas anfälligen Defensivabteilung leisten dürfe. Doch schon in der elften Minute war Käser diesen guten Vorsatz über den Haufen, als er einen 20-Meter-Schuss durch die Hände gleiten ließ. Der Schuss prallte zum Glück nur an den Pfosten, ein Bischofsmaiser setzte aber energisch nach, sein Nachschuss sprang aber von der Unterkante der Latte vor die Torlinie und wieder zurück ins Spielfeld – doppeltes Riesenglück also für die Gäste. Zum Glück hat aber der FC auf der anderen Seite auch eine immense Offensivqualität, die in Minute 14 eiskalt zuschlug. Spielercoach Doppelhammer steckte super durch auf den blitzschnellen Hain, der cool ins lange Eck abschloss und so seinem Ex-Club ein passendes Gastgeschenk mitbrachte. Untermitterdorf legte mit diesem Treffer auch die letzten hemmenden Fesseln ab und spielte befreit nach vorne. Kratschmann lupfte kurz nach dem Führungstreffer auf Weinmann, dessen Abschluss aus günstiger Position jedoch zu schwach ausfiel. Nach 20 Minuten tauchte jedoch der nun untergetauchte SV Bischofsmais allein vor dem Tor auf, verzog aber am langen Pfosten vorbei. Wieder zeigte es der FC auf der anderen Seite, wie es besser geht. Nach Bischofsmaiser Ecke ging es per Konter ratzfatz. Weinmann spielte weit auf Kratschmann und auch er behielt die Nerven vor dem SV-Keeper und netzte zum 2:0 ein. Immer wieder deckte der FC in Hälfte eins die Schwächen in der Bischofsmaiser Defensive auf, was den Zuschauern auch deren momentane Tabellensituation erklärte. Damit ging es mit einer beruhigenden Führung in die Pause, wofür aber auch Käser verantwortlich war, der kurz vor dem Halbzeitpfiff einen Zaglauer-Schuss mit einem Blitzreflex aus dem Eck hexte und somit seinen Aussetzer in der Anfangsphase vergessen machte. Hälfte Zwei begannen die Gäste, wie sie den ersten Durchgang absolvierten, nämlich souverän und unaufgeregt, was dem FC-Spiel im Vergleich zu verbalen Scharmützeln und verbreiteter Hektik im Spielaufbau sichtlich wohl tat. Doch ein Moment der Unachtsamkeit brachte wie aus heiterem Himmel die angeknockten Gäste wieder ins Spiel. Köstlmeier räumte im eigenen Sechzehner etwas unnötig ab und der gut leitende Schiri Blöchinger zeigte sofort auf den Punkt. Pauli schnappte sich die Kugel und verwandelte souverän mittig zum 2:1-Anschluss in der 51. Minute. Große Aufregung herrschte in der 58. Minute im Untermitterdorfer Strafraum nachdem Käser abermals das Leder – diesmal nach Freistoß - zu Boden fallen ließ. Dies sollte aber die letzte Bischofsmaiser Hoffnung auf Zählbares geweckt haben. Erst kam Hain nach einer Stunde nach schönem Pass von Hochstrasser noch eine Fußspitze gegen den SV-Schlussmann zu spät. Drei Minuten später jedoch war er es, der die Kugel auf den durchstartenden Gü Weinmann spitzelte. Wie schon seine beiden Kameraden in Hälfte Eins ließ er sich die Gelegenheit nicht nehmen und erzielte allein vor dem Torwart das 3:1. Wiederum drei Minuten darauf kam das Kombinationsspiel immer mehr ins Rollen. Weinmann bediente Köstlmeier, der direkt weiterleitete zum eingewechselten Rechenmacher. Dessern „Schuwal“ lenkte der Keeper aber gerade noch um den Pfosten. Nur zwei Minuten später wurde Weinmann von Fischer perfekt in Szene gesetzt, verschaukelte seinen Gegenspieler mit einer schnellen Täuschung, hämmerte das Leder dann aber weit über den Kasten. In der 76. Minute haderte der FC nun erstmals ernsthaft mit einer Blöchinger-Entscheidung. Weinmann ergaunerte sich mit tollem Einsatz an der Seitenauslinie den Ball und wäre auf weiter Flur auf und davon gewesen, doch der Unparteiische wollte ein Foulspiel des Angreifers erkannt haben. Aufgrund des beruhigenden Vorsprungs fiel die Aktion jedoch nicht ins Gewicht und die Proteste verstummten schnell bis zum nächsten Angriff. Hochstrasser war über links durch und setzte zur Flanke an. Seine Hereingabe senkte sich weiter und weiter gefährlich in Richtung Tor und prallte letztendlich auf dem Querbalken hinter dem verdutzten Torwart auf. Auch Käser durfte sich in der 87. Minute nochmals auszeichnen und entschärfte einen passgenauen Freistoß in den Winkel. In der 90. Minute, als Bischofsmais natürlich gehörig hinten aufmachen musste, waren sich in einer 3 gegen 1 Situation nach Weinmann-Pass Breit und Doppelhammer kommunikativ uneinig und ließen die Chance zur Krönung des Nachmittages ungenutzt. Doch noch war nicht Schluss, denn eine Minute darauf spielte Rechenmacher Breit frei, dessen Flanke Weinmann praktisch mit dem Schlusspfiff volley in die Maschen hämmerte und so dem Auswärtssieg doch noch die Sahnehaube aufsetzte. Somit gewann Untermitterdorf mit einer überlegenen Mannschaftsleistung hochverdient mit 4:1 auswärts, musste sich aber sicherlich nach Schlusspfiff nochmals entsinnen, dass das Spiel bei frühem Rückstand auch einen anderen Verlauf hätte nehmen können. Am kommenden Wochenende empfängt man den SV Zenting auf heimischem Geläuf. Mit einem genauso konzentrierten und couragierten Auftreten sollte der Doppelhammer-Truppe dabei nicht Angst und bange sein. Der Aufwärtstrend der Zweiten wurde indessen gestoppt und man musste sich mit 2:3 geschlagen gegeben. Tobias Wastl und Robert Muhr markierten die Treffer, Wiederer verschoss einen Foulelfmeter beim Stand von 0:2.

 

22.09.2013

FC Untermitterdorf - TSV Lindberg 3:3

 

Obwohl das Auswärtsspiel in Frauenau gehörig in den Sand gesetzt worden war und der FC in Gefahr lief, den Anschluss zu verlieren, spielte am für den FC Untermitterdorf spielfreien 10. Spieltag die Ergebnisse für die Blau-Weißen, und die Heimbegegnung gegen den TSV Lindberg avancierte doch zum erhofften Spitzenspiel um die begehrten vordersten Plätze im Kreisklassenranking. Schon die Zweite konnte im Vorspiel gegen die Lindberger Reserve weiter Selbstbewusstsein tanken und gewann nach Toren von Breit, Kapfenberger, Benjamin Gigl und Geier klar und deutlich mit 4:1. Das Selbstbewusstsein der ersten Garde war nach den neuerlichen Auftritten zwar etwas minder ausgeprägt, jedoch wusste man auch, was in dieser Partie auf dem Spiel stand und wollte aus dieser Motivation heraus dem Gegner alles abverlangen. Nach anfänglichem Abtasten wurde es in der 12. Minute erstmals gefährlich, als ein Lindberger Freistoß an Mann und Maus, zum Glück aber auch am langen Torpfosten vorbeisegelte. Auf der Gegenseite kam es zwei Minuten später zu großen Protesten. Abwehrhühne Köstlmeier war mit aufgerückt und blieb im Strafraum Sieger im Kopfballduell, wurde dabei aber vom TSV-Keeper rüde abgeräumt und dies außerhalb des für den Keeper unantastbaren Fünfmeterraums. Der fällige Strafstoß blieb zum Unmut des Mitterdorfer Lagers aus. Der FC selbst ging teilweise mit unklugen Fouls und dem Produzieren von Standardsituationen in günstigen Schusspositionen ebenso sorglos um und bekam prompt die Quittung. Nach einem weiteren Freistoß aus der linken Halbposition wurde das Spielgerät perfekt verlängert in Richtung langes Toreck, wo es über den Umweg des Innenpfostens zum 0:1 in den Maschen landete - ein kaum zu verteidigender Gegentreffer, der jedoch in der Entstehung des Freistoßes verhindert hätte werden können. Es dauerte aber nicht lang, als Gü Weinmann erstmals in Erscheinung trat. Sein Torschuss wurde in der Flugbahn regelwidrig mit der Hand im Sechzehner gestoppt – den berechtigten und diesmal auch gegebenen Strafstoß verwandelte er selbst sicher zum 1:1-Ausgleich. Mit dem Aufschwung seines Tores traute sich der Goalgetter nun mehr zu und scheiterte schon kurz darauf wieder aus spitzem Winkel nur knapp. Mehr ereignete sich in Hälfte Eins danach nicht mehr und auch der zweite Durchgang begann verhalten. Erst in der 56. Minute eröffnete sich Manuel Fischer ganz unverhofft die Riesengelegenheit zur Führung. Der TSV-Goalie war aus seinem Kasten geeilt, Fischer gelangte 40 Meter vor dem Tor an den Ball und nahm genau Maß. Seinen Weitschuss sahen viele Zuschauer wohl schon im Netz zappeln, doch verfehlte er um Haaresbreite sein Ziel. Mit der ersten richtigen Gelegenheit der zweiten Hälfte machte auf der anderen Seite der Gegner das Tor. Stadler verwandelte einen Freistoß in der 63. Minute direkt zum 2:1 – Käser war mit den Fingerspitzen noch dran, doch schätzte den Ball wohl etwas falsch ein. Nur fünf Minuten später klingelte es abermals, als dem TSV eine Flanke nahe der Mittellinie komplett missglückte jedoch bei Schreder landete, der sich dies nicht nehmen ließ und zum 3:1 einschob. Der Ball war lange in der Luft, wodurch wohl Käser durch gedankenschnelleres Herauslaufen das Schlimmste verhindern hätte können. In den Gesichtern der FCU’ler war nun eigentlich kein großes Aufbäumen mehr zu erahnen, doch kam man in der 75. Minute doch zum Anschlusstreffer. Ein lichter Moment von Weinmann reichte, der Gigl auf links bediente. Udorfs Nummer 7 nahm sich ein Herz und ballerte das Leder zu einem Traumtor in den rechten Winkel. Untermitterdorf war also noch nicht aus dem Rennen. Große Kreativität oder Durchsetzungsvermögen nach vorne konnte man nichtsdestotrotz nicht ausstrahlen und so sah man von außen die Hoffnung langsam schwinden. Der TSV Lindberg machte jedoch einen entscheidenden Fehler. Anstatt das Ergebnis irgendwie nach Hause zu spielen, war man mehr damit beschäftigt mit Auswechslungsgängen über den ganzen Platz oder plötzlichen Besinnungslosigkeiten bei der Ausführung von Eckbällen und Freistößen Zeit zu schinden. Schiedsrichter Schrank wurde es irgendwann zu bunt und verwies in der 90. Minute Stadler nach mehrfacher Ermahnung vom Feld und zeigte die wohl berechtigten vier Minuten Nachspielzeit an. Lindberg versuchte den Schiedsrichter nun natürlich weiter zu beeinflussen und bezichtigten den Schiedsrichter schon sechs Minuten nachgespielt zu haben. Nach jedoch genau 93 Minuten und 30 Sekunden bestrafte der angeschlagene Köstlmeier den Gast unbarmherzig mit einem energischen Flankenlauf und einer gefühlvollen Hereingabe in die Mitte. Ein Lindberger unterlief, Weinmann stand goldrichtig und vollstreckte zum vielumjubelten 3:3 und somit zu einem wohl auch gerechten Endergebnis, wenn man die kompletten 90 Minuten betrachtet. Natürlich bewiesen die Doppelhammer-Jungs wieder Riesenmoral und zeigten in dieser Saison schon zum wiederholten Male, dass man im Stande ist, Rückstände zu drehen. Jedoch verlor man in Prinzip wieder zwei wichtige Punkte im Aufstiegsrennen und Mäkel in der Grundordnung sowie in der Defensive kommen immer wieder zum Vorschein. Am Wochenende kreuzt man nun im Derby mit dem SV Bischofsmais die klingen. Auch die Pauli-Truppe vermutete sich im Tableau vor der Saison mit Sicherheit weiter vorne als momentan, sieht sich aber durch die Ausrutscher aller anderen Teams bis auf Kirchdorf bestimmt noch nicht komplett aus dem Rennen. Zumal auch Mittelfeldgestalter Hrubec wieder an Bord ist, bahnt sich in Hochbruck ein heißer Tanz an.

 

 


07.09.2013

TSV Frauenau - FC Untermitterdorf 6:3

 

Mit dem TSV Frauenau hatte der FCU eine schwere Auswärtshürde vor der Brust. Zwar waren die Gastgeber alles andere als optimal in die Spielzeit gestartet, doch war man sich deren Stärke durchaus bewusst. Nachdem die Zweite bereits einen souveränen 5:1-Erfolg landen konnte (Tore: Ebner3, Breit, B. Gigl), wollte die erste Garde vor dem spielfreien Wochenende natürlich nachziehen. Diesem Vorhaben konnte man schon nach kurzer Spieldauer ganz zuversichtlich entgegen sehen. Schon nach sechs Minuten setzte Spielercoach Doppelhammer Sturmtank Weinmann in Szene, der vor dem gegnerischen Kasten nicht lange fackelte und aus sieben Metern zum 1:0 abschloss. Auf der Gegenseite hatte man sogleich Glück, dass List nach schöner Frauenauer Einzelaktion zur Ecke rettete. Nach einer Viertelstunde musste das Torgebälk für die Untermitterdorfer herhalten. Ein artistischer Schuss prallte auf der Latte auf. In Minute 18 gab es ein Gastgeschenk für den FCU. Kratschmann wurde vom Auerer Keeper in eigentlich ungefährlicher Situation von den Beinen geholt. Den fälligen Strafstoß vergab Manu Fischer jedoch halbhoch. Der FC agierte weiterhin offensiv. Weinmann flankte diagonal auf Gigl, dessen Hereingabe vor Kratschmann aber tückisch aufsetzte, wodurch dieser aus fünf Metern nur unkontrolliert zum Abschluss kam. Dafür machte dieser es in Minute 28 umso besser. Von Beckert auf die Reise geschickt, war Kratschmann auf dem rechten Flügel auf und davon, behauptete das Spielgerät im Sechzehner mit Glück und Geschick und traf aus spitzem Winkel zum 2:0. Die Freude währte jedoch nicht zu lange. Zwei Minuten später verkürzte „die Au“ nach einem Angriff über rechts. Wiederum nur drei Minuten später war das Ergebnis bereits egalisiert. Ein 16-Meter-Geschoss von Kreitmeier schlug zum 2:2-Ausgleich unhaltbar für Käser ein. Und da der heimische TSV sich so schön an den 3-Minuten-Rhythmus gewohnt hatte, war Kreitmeier in der 36. Minute abermals zur Stelle. Käser tauchte erst einen Freistoß noch gekonnt aus dem Eck, der Abpraller landete genau bei Kreitmeier, der bloß einzuschieben brauchte. Beim munteren Scheibenschießen wollte jedoch auch weiter der FCU mitmischen. Dem Schiedsrichter gefiel aber wohl nicht, dass sich die Gäste des heimischen 3-Minuten-Taktes ermächtigen wollten. Doppelhammers vermeintlicher Ausgleich aus dem Gewühl wurde in der 39. Minute wegen angeblichen Foulspiels nicht anerkannt. So musste der FC nach beruhigender Führung tatsächlich 45 Minuten einem Rückstand hinterher rennen, welcher jedoch noch desaströs ansteigen sollte. Bis zur 51. Minute ließen sich die Aurer noch Zeit, ehe altbekannter Rhythmus wieder eingeschlagen werden sollte. In der 55. Minute wurde ein Frauenauer mit Übersicht (aber in stark abseitsverdächtiger Position) freigespielt. Dieser umkurvte Keeper Käser und wurde von selbigem zu Fall gebracht. Den fälligen Elfer verwandelte Achatz zum 4:2. In der 58. Minute schlug ein neuerlicher unhaltbarer Schuss zum 5:2 ein, in der 61. Minute wurde zugunsten des TSV Vorteil laufen gelassen, wofür diese sich mit dem 6:2 bedankten. Der FC zeigte Auflösungserscheinungen und ließ nur noch wenig sporadisches Aufbäumen erkennen, was bei diesem Spielstand nicht mehr verwunderte. Daran änderte auch nichts, dass ein klarer Handelfmeter für den FC nicht gegeben wurde und Kratschmann nach Kapfenberger-Hereingabe aus kurzer Distanz doppelt vergab. Ergebniskosmetik betrieb lediglich Weinmann mit dem 6:3 in der 82. Minute. Seine Klasse ließ der Torschütze drei (wie viele auch sonst) Minute später aufblitzen, als er mit einem Lupfer die gesamte Abwehr aushebelte. Fischer überlupfte aber nicht nur den Keeper sondern auch das Tor. Mit dieser herben Niederlage ging man also alles andere als entspannt in das spielfreie Wochenende, an dem jedoch alle Konkurrenten um die Spitzenplätze ebenfalls Punkte einbüßten und der befürchtete Abfall ins Tabellenniemandsland (noch?) ausblieb. Eine Niederlage im Spitzenspiel daheim gegen den TSV Lindberg könnte aber genau dieses Szenario bedeuten. Darum heißt es doppelt und dreifach alles in die Waagschale zu werfen, um trotz Formtiefs weiter im Titelrennen mitmischen zu dürfen.

 

01.09.2013

FC Untermitterdorf - TV Freyung II :

 

Eine vermeintliche Pflichtaufgabe hatte der FCU um Spielertrainer Doppelhammer gegen die zweite Garde des TV Freyung zu lösen. Dementsprechend selbstbewusst trat der FC auch von Beginn an auf. Die erste Chance eröffnete sich dem spielenden Coach in der 18. Minute selber, als er aber zu zentral abschloss und nur ein Eckball heraussprang. Und genau bei diesem resultierenden Standard klingelte es schon zum ersten Mal. Köstlmeier versuchte das Leder kunstvoll mit der Hacke ins Tor zu lenken, was aber noch von der Linie gekratzt werden konnte. Hochstraßer jedoch stand goldrichtig und musste aus einem Meter nur noch den Fuß hinhalten zur 1:0-Führung. In der 34. Minute rollte der Angriff über Antreiber Gü Weinmann, der sich trotz Foulspiels an ihm energisch durchsetzte und auf Gigl passte. Dieser drehte mit einer wunderbaren Finte zwei Gegenspieler aus und schob ein zum 2:0. Kurz vor dem Pausenpfiff schickte Doppelhammer nochmals List über den rechten Flügel. Der ging durch bis zur Grundlinie, flankte, aber Kratschmann segelte an der Hereingabe vorbei und Hains Flugkopfball aus spitzem Winkel verfehlte das Ziel. Auch nach der Halbzeit sahen die Zuschauer ein Spiel in eine Richtung. In der 47. Minute wurde der schon einschussbereite Gü gerade noch abgeblockt. Doch plötzlich zwei Zeigerumdrehungen später kamen die Gäste aus Freyung zu ihrer ersten Möglichkeit – und prompt hieß es nur noch 2:1. Ein zentraler, hart geschossener Hammer aus halbrechter Position schlug in Käsers Kasten ein und keiner wusste wie es ihm geschah. Trotz dieser nun nicht mehr so sicheren Führung ließen sich die Hausherren jedoch nicht beirren und spielten weiter nach vorne. In der 64. Minute tauchte nach Käser-Abschlag Rupp Doppelhammer vor dem Tor auf, vergab aber aus zentraler Position. Auch Manu Fischer versagten in der Folge allein vor dem Gästekeeper die Nerven und verfehlte dessen Gehäuse. In der 67. Minute ließ dann Gigl seine Klasse aufblitzen, als er mit einem feinen Pass in die Schnittstelle der Abwehr selbige aushebelte. Der freigespielte Weinmann zögerte jedoch darauf mit dem Abschluss, wodurch dessen Schuss noch abgeblockt werden konnte. In Minute 73 setzte Beckert Gigl schön in Szene, nach dessen folgender Hereingabe Weinmann gefoult wurde. Den berechtigten Strafstoß verwandelte Fischer souverän zur 3:1-Vorentscheidung. Kurz vor Schluss blieb Weinmann abermals allein vor dem Torwart glücklos, ehe Doppelhammer per Ping-Pong-Kopfballtor den Deckel drauf und so den Sieg perfekt machte. Im Auswärtsspiel in Frauenau, die im momentanen Tableau sicher besser erwartet worden wären, werden die Doppelhammer-Jungs sicher mehr gefordert werden, wenn man den nächsten Dreier landen will.

 

25.08.2013

Spvgg Kirchdorf - FC Untermitterdorf 1:0

18.08.2013

FC Untermitterdorf - SSV Hinterschmiding 4:3

 

Ein Spiel, das vom Verlauf her in die FCU-Historie eingeht, lieferten die Untermitterdorfer Kicker zuhause gegen den Liga-Neuling SSV Hinterschmiding ab. Mit dem Selbstbewusstsein als noch ungeschlagener Tabellenführer ging man in die Partie und legte gleich munter los. Nach 4 Minuten fand List mit einer Diagonalflanke Weinmann, der aus halblinker Position trocken abzog. Der Schuss ging aber knapp am SSV-Tor vorbei. In der Folgeminute zog Linksfuß Gigl einen Freistoß von rechts aufs Tor, List war noch mit den Haarspitzen dran und zwang den gegnerischen Keeper zu einer wahren Glanzparade. Wiederum nur 2 Minuten später schickte Fischer Hain über rechts, dessen scharfe Hereingabe fand Gigl, doch der vergab diesen Hundertprozenter mit einem zu zentralen Schuss, den der Keeper mit einer Fußabwehr parieren konnte. Untermitterdorfs Schlussmann Käser musste dann in Minute 9 erstmals abtauchen, nachdem dem FC ein unnötiger Fehler im Spielaufbau unterlief. Nach einer Viertelstunde pfiff ein strammer Linksschuss von Kratschmann nur knapp am Gehäuse vorbei. Der FC kam nun aber etwas aus der Spur, die Fehlpassquote steigerte sich und auch in den Zweikämpfen fehlte es oft den einen Schritt schneller zu sein. So flog in der 19. Minute eine Flanke in Richtung kurzes Fünfereck, die FC-Abwehr stand nicht goldrichtig und der anschließende Kopfball bedeutete das 0:1. Wieder musste man also nach eigentlich zufriedenstellendem Beginn einem Rückstand hinterher laufen. Doch es kam noch schlimmer, der FC verlor komplett seinen Faden. Nur drei Minuten später bugsierte man das Leder bereitwillig vor des Gegners Füße, und der etwas glückliche Abschluss aus 20 Metern sprang vor Käser nochmals auf und damit zum 2:0 in die Maschen. Wiederum nur zwei Minuten später hatte man Riesenglück dass ein völlig freistehender Schmidinger im Sechzehner nur den Pfosten traf. Hoffnung hätte der FC in der 34. Minute schöpfen können. Nach List-Flanke lag der SSV-Goalie schon am Boden, Hain fand 3 Meter vorm Tor allerdings kein Gleichgewicht und stocherte das Leder in dessen Arme. Mit dem 2-Tore-Rückstand ging es dann auch in die Pause. Personell brachte Doppelhammer Hochstrasser für Hain in die Partie. Ein großes Aufbäumen war jedoch erstmals nicht zu spüren. Im Gegenteil lief man in der 61. Minute nach Ballverlust in einen Konter, den die Gäste mustergültig fertig spielten und zum 3:0 in die Maschen setzten. Der FC lag also am Boden, doch nahmen nun die Dinge ihren Lauf und wie Phoenix aus der Asche kam die Doppelhammer-Elf zurück. Der eingewechselte Rechenmacher steckte in der 68. Minute durch auf List, der den Tormann umkurvte und zum 3:1 verkürzte. Ergebniskosmetik möchte man meinen. Doch nur einen Augenblick später wurde Kratschmann im Strafraum von den Socken geholt. Den fälligen Elfmeter verwandelte Weinmann zum Anschlusstreffer. Nun war das Feuer und der Wille in den Augen wieder zu erkennen. Und so setzte Gigl mit einem wunderbaren Lupfer von der linken Seite in der 73. Minute noch einen drauf. Der Ball sprang genau neben dem rechten Pfosten ins Tor – das 0:3 war innerhalb von 5 Minuten egalisiert. Der FC spürte nun natürlich dass bei den Gästen die Moral gebrochen war – man war psychologisch im Vorteil. Dazu kam, dass der SSV in der 80. Minute vehement einen Elfmeter forderte. Der Schiedsrichter ließ weiterlaufen, was vertretbar war, die aufgebrachten Schmidinger natürlich weiter in Unmut verfallen ließ. In der 87. Minute kam Gigl in Bedrängnis aus spitzem Winkel zum Abschluss, war aber gegen den gut postierten Schlussmann nur zweiter Sieger. In der 90. Minute fasste sich Weinmann auch aus linker Position ein Herz. Sein Hammer klatschte an den Pfosten. In der dritten Minute der Nachspielzeit (wegen längerer Verletzungsunterbrechung) fand dieses verrückte Match dann doch noch einen würdigen Schlusspunkt. Weinmann warf seine allerletzten Kraftreserven in die Waagschale, tankte sich mit einem unwiderstehlichem Antritt über links durch, legte von der Grundlinie scharf in die Mitte und dort lauerte Kratschmann, der nur noch einschieben brauchte. Nach dem Auflösen der jubelnden Spielertraube fiel auch schon bald der Abpfiff dieses Wahnsinnsspieles. Mit der gewonnenen Moral aus diesem Spiel fährt man nun nach Kirchdorf zum Spitzenspiel, wo man mit der Kraftleistung der zweiten Halbzeit sich sicher nicht zu verstecken braucht. Knüpft man jedoch an die ersten 45 Minuten an, könnte es auch ein ungemütlicher Nachmittag werden. Auch die Reserve ließ es krachen und schickte den SSV Hinterschmiding mit 8:3 nach Hause. Die Tore erzielten 3 mal Breit, Tobi Wastl, Ertl, Radlinger, Kapfenberger und ein Eigentor des Gegners.

 

 


15.08.2013

SV 22 Zwiesel - FC Untermitterdorf

 

Einen vermeintlichen Pflichtdreier wollten die Jungs von Coach Doppelhammer bei Schlusslicht SV 22 Zwiesel einfahren. Dass solche Spiele oft die schwierigsten werden, sollte dem FC aus der Erfahrung von Schlachten wie in Kreuzberg noch gut in Erinnerung sein. Der FC trat am Feiertag zwar überlegen auf, konnte aber erst nach einer halben Stunde die erste zwingende Chance für sich verbuchen. Nach einem eigentlich zu weiten Ball von Spielertrainer Rupp Doppelhammer, säbelte Zwiesels Keeper über das Leder. Weil Gü Weinmann hier entscheidend nachsetzte, konnte er in Bedrängnis zum 1:0 vollenden. In der 37. Minute machte der Zwieseler Schlussmann seinen Patzer wieder gut, als er nach hohem Ball von Manu Fischer gegen Weinmann klasse hielt. Mit dem verdienten, knappen Vorsprung ging es in die Kabine, spielerisch war es von Seiten des FC’s allerdings noch nicht das Gelbe vom Ei. In der 49. Minute fehlte den Mannen um den angeschlagen ausgewechselten Kapitän Brunnbauer etwas die Entschlossenheit. Hains Schuss wurde wohl von der Hand eines Abwehrspielers im Sechzehner abgewehrt, Doppelhammer im Nachsetzen hatte Pech, als er nur die Latte anvisierte. Ein List-Kopfball eine Minute später nach Weinmann-Freistoß ging weit über das Tor. In der 61. Minute kehrte die Entschlossenheit jedoch in Person von Weinmann zurück. Trotz vorherigen Foulspiels an ihm, setzte er sich energisch durch und schickte so Hain auf die Reise. Dieser fackelte allein vorm Tor nicht lange und hämmerte die Kugel aus 11 Metern knapp neben den Pfosten in die Maschen. In der 73. Minute näherten sich die Gastgeber zum ersten Mal Käsers Kasten. List konnte aber im letzten Moment per Kopf zur Ecke klären. Fünf Minuten später kam List auf der anderen Seite zum Kopfball – diesmal mit mehr Erfolg. Nach weitem Doppelhammer-Freistoß sah ihn der Unparteiische jedoch wohl zu Unrecht im Abseits, weswegen das Tor annulliert wurde. Mit 2:0 sicherte man sich also diese drei Auswärtszähler. Obwohl spielerisch auch die Abwesenheit von Spielmacher Alfred Pröll fehlte, konnte man sicherlich positiv bewerten, dass man in der Defensive absolut nichts anbrennen ließ, wodurch die volle Punktausbeute zu keiner Zeit in Gefahr geriet. Gegen Hinterschmiding steht jedoch ein wohl schwererer, bislang noch unausrechenbarer Brocken bevor, wo man in puncto Positionsspiel und Laufbereitschaft noch deutlich zulegen muss. Die Zweite indes errang in einer äußerst dürftigen Reserve-Partie durch ein Kapfenberger-Tor ein 1:1-Unentschieden.

 

 


11.08.2013

FC Untermitterdorf - DJK SG Schönbrunn 2:1

 

Am vergangenen Sonntag empfing die Doppelhammer-Truppe die DJK aus Schönbrunn an der Kirchberger Straße. Der Gast startete sicherlich auch nicht wunschgemäß in die Saison und war dementsprechend nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. So ging der FCU auch hochkonzentriert in diese nach zwei Unentschieden vielleicht schon richtungsweisende Partie. Gedankenschnell führte Pröll in der dritten Minute einen Freistoß vom Sechzehnereck aus und bediente damit Gü Weinmann, dessen Schuss zur Ecke geklärt werden konnte. In der sechsten Minute machte es der Schütze diesmal vom linken Strafraumeck besser und zirkelte die Kugel zum 1:0 in den Winkel. Nach diesem druckvollen Beginn blieb der FC weiterhin fokussierte und ließ auch in der Defensive nichts anbrennen. In der 17. Minute probierte sich Fischer nach Weinmann-Zuspiel aus spitzem Winkel, hätte wohl aber besser Kratschmann in der Zentrale suchen sollen. Kurz darauf scheiterte Weinmann mit einem satten Linksschuss am glänzend reagierenden DJK-Schlussmann. Einen Schockmoment hatten die Weiß-Blauen in der 24. Minute hinzunehmen. Bei einem energischen Zweikampf mit dem Gegenspieler bekam Pröll einen Schlag ab und sank zu Boden. Die bittere Diagnose Wadenbeinbruch wird eine mindestens vierwöchige Pause nach sich ziehen. Da es sich um einen glatten Knochenbruch handelt, kann man bei dieser üblen Verletzung noch von Glück im Unglück sprechen. Für ihn kam Beckert ins Spiel. Der FC suchte sein Heil weiterhin in der Offensive. In der 32. Minute passte Weinmann gut getimt auf Gigl, der von außen wiederum ins Zentrum flankte. Weinmanns Kopfball verfehlte nur um Millimeter das Ziel. In der 33. Minute erspähte Weinmann den startenden Kratschmann, dieser traf aus spitzem Winkel jedoch nur das Außennetz. In der 39. Minute tauchte dann der Gast erstmals vor Käsers Kasten auf. Bei einem Eckball wurde Haydn am Elferpunkt völlig aus den Augen gelassen und versenkte die Hereingabe volley zu einem Traumtor und zum völlig überraschenden Ausgleich. So ging es trotz einer absolut dominanten ersten Hälfte mit einer aktuell unbefriedigenden Punkteteilung in die Kabinen – eine Situation der Unachtsamkeit reichte schon um den Spielverlauf auf den Kopf zu stellen. Dass man einen Gegner mit solchen Aktionen aufrichten kann, merkte man nach Wiederanpfiff. Schönbrunn zeigte sich nun deutlich präsenter. Dem kurzzeitigen Aufbäumen machte aber der an fast allen Offensivaktionen beteiligte und an diesem Tag auch nicht aufsteckende Weinmann schnell den Gar aus. Er steckte den Ball perfekt durch die Schnittstelle der Abwehr, Hain startete im richtigen Moment und beförderte das Spielgerät durch die Beine des starken Schönbrunner Goalies zum 2:1 ins Netz. Die Torraumszenen wurden in der Folge etwas weniger. Nach Befreiungsschlag von Brunnbauer bugsierte Weinmann in Minute 74 das Leder knapp drüber. Die Gäste forderten dem FCU weiterhin hohe Laufbereitschaft und Kämpferqualitäten ab, brachten aber nach vorne nichts nennenswertes mehr zustande. Die letzte gute Möglichkeit hatte Weinmann – wer sonst. Im Laufduell setzte er sich prima durch, schoss aber aus spitzem Winkel nur knapp am langen Eck vorbei. Nun am Doppelspieltag beim SV 22 Zwiesel und gegen Hinterschmiding würde Doppelhammer am liebsten die volle Punktausbeute verbuchen um sich vorne in der Tabelle festzubeissen. Dazu wird sicherlich eine mindestens so konzentrierte Leistung wie gegen Schönbrunn nötig sein. Auch kleine Sekundenschläfchen wie in der 39. Minute müssen dabei aber tabuisiert werden. Auch die Zweite ließ mit ihrem 3:2-Sieg wieder aufhorchen. Die Tore dabei erzielten zweimal Breit und Kapfenberger.

 

 


04.08.2013

SV Thurmansbang - FC Untermitterdorf 3:3

 

Dass die Trauben auch in der Kreisklasse hoch hängen, musste der FC Untermitterdorf auch dieses Wochenende wieder erfahren. Die Auswärtsfahrt zum aus früheren Kreisklassenzeiten fast schon als Angstgegner deklarierten Moser-Team solltes sich wieder einmal als harter Prüfstein erweisen. Anfangs startete man jedoch furios ins Match. Schon nach drei Minuten steckte Pröll nach toller Kombination zu Kratschmann durch, der mit dem schwachen linken perfekt ins lange Eck zum frühen 1:0 vollendete. Der Vorlagengeber selbst scheiterte nach einer Viertelstunde mit einer sehenswerten Einzelaktion, als er sich den Ball selbst aufgabelte, volley aber dann knapp übers Tor zielte. Langsam kamen aber auch die Gastgeber ins Spiel und kreierten ihre ersten Möglichkeiten. List musste in der 23. Minute nach brenzliger Situation zur Ecke klären. Danach hielt der FCU das Heft wieder fest in der Hand. Nach 35 Minute scheiterte Weinmann mit einem schönen Drehschuss am Keeper. In der 38. Minute kam es nach FC-Eckball im Strafraum zu einem Gemenge, in dem List den Ball fast akrobatisch ins Tor bugsieren wollte, sein Versuch war aber zu zentral bemessen. In der 40. Minute kam auf FCU-Seite Hain für den angeschlagenen Kratschmann. Schlussmann Käser musste sich erst kurz vor Seitenwechsel erstmals bewähren und spielte in der 42. Minute nach einem guten Pass auf den durchstartenden SV-Stürmer prima mit. Nach der Halbzeit schien es erst noch nicht so, als würde in der FC-Defensive viel anbrennen, doch auch in der Offensive war wenig geboten. Dann in der 54. Minute jedoch konnte die Abwehr das Spielgerät fast zwei Minuten nicht aus der Gefahrenzone befördern und letztlich fiel durch eine vor Köstlmeier unglücklich abgefälschte Flanke der 1:1-Ausgleich. Der FC steckte nicht auf und hatte folglich in zwei Situationen großes Pech. Erst knallte ein Doppelhammer-Freistoß an die Latte und vom Rücken des Torwarts ins Toraus. Bei der darauffolgenden Ecke hexte der SV-Schlussmann einen Brunnbauer-Kopfball bravourös – der Ball hoppelte jedoch wieder über dessen Rücken ins Toraus. In der Folge war das FC-Spiel jedoch von großer Hektik geprägt, die Ordnung stimmte an vielen Ecken und Enden nicht. So hatte man in der 59. Minute noch Glück, dass Käser im 1 gegen 1 riesig parieren konnte. Zwei Minuten später jedoch kassierte man in der Unruhe (kurz vorher fühlte sich der FC bei einer Schiedsrichterentscheidung krass benachteiligt) bei einem Tempogegenzug das 2:1. Es dauerte 10 Minuten bis Weinmann die Gemüter mit seinem direkten Freistoß aus halblinker Position ins linke kurze Eck zum 2:2 besänftigen konnte. Der FC machte nun durchaus den Eindruck, mit dem Unentschieden noch nicht zufrieden zu sein. Ebenfalls nicht zufrieden zeigte man sich in der 75. Minute mit dem Unparteiischen. Weinmann setzte sich im Laufduell prima durch und wäre vorm Torabschluss gewesen, der Schiedsrichter entschied aber zu dessen Entsetzen auf Stürmerfoul von Weinmann. In der Folgeminute ließ jedoch Pröll auch diesen Ärger verstummen. Aus 18 Metern schloss er einen energischen Angriff zum 3:2 ins lange Eck ab. Als der Jubel verstummte, merkte man jedoch auch von außen, dass der FCU sich noch nicht in Sicherheit wiegen sollte – zu unstrukturiert erschien so manche Situation. Und so kam es in der 89. Minute tatsächlich so, dass man sich nach einem langen Ball nicht richtig sortiert hatte und sich um den Lohn seiner Mühen brachte – das 3:3 war gefallen. Der FC ist nach nun 3 absolvierten Spielen zwar weiter ungeschlagen, doch mit 5 Punkten sollte man darauf bedacht sein, den Anschluss nicht schon früh zu verlieren. Zudem sind 8 Gegentore durchaus bedenklich, wenn man betrachtet, dass bei 10 selbst geschossenen Toren nicht mehr Zählen heraussprangen.

 

 


28.07.2013

FC Untermitterdorf - TSV Preying 4:4

 

Nach dem verdienten 3:1-Auftaktsieg in Rinchnach sah sich die Doppelhammer-Elf im Topspiel des zweiten Spieltags dem TSV Preying gegenüber. Die Vorzeichen standen gut, nachdem auch die Zweite nach einer über eine Saison andauernden Durststrecke wieder einmal die volle Punktausbeute einfahren konnte. Nach Toren von Hochstrasser, Breit und Kapfenberger rangen die Kölbl-Mannen die Preyinger Gäste und damit keinen geringeren als den letztjährigen souveränen Reservemeister nieder. Die „Erste“ war fest entschlossen dies ihren Kollegen gleichzutun, jedoch begann dieses Vorhaben äußerst ungünstig. Schon nach 4 Minuten startete Ellinger, wenn auch in stark abseitsverdächtiger Position, durch und überwand Käser zum frühen 0:1. List und Doppelhammer hätten in Minute 7 diesen Fauxpas ausmerzen können, doch beide scheiterten bei dieser Kopfballdoppelchance. Im direkten Gegenzug hatte man Glück, dass Ellinger nach Stellungsfehler seine Riesenmöglichkeit nicht nutzte – wieder war er nach einem langen Ball alleine durchgebrochen. In Minute 14 sorgte Pröll für einen ersten Lichtblick. Per Zuckerpässchen setzte er Weinmann perfekt in Szene. Dieser konnte allein vorm Torwart nur noch unfair gestoppt werden. Fischer verwandelte den fälligen Strafstoß sicher zum 1:1. Die Karten waren neu gemischt und der FC gewann nach und nach Oberwasser. Ein Befreiungsschlag von „Rupp“ Doppelhammer landete bei Pröll, der die Kugel am herauseilenden Keeper ins Netz zum 2:1 lupfte. Kurz darauf ließ Preying ein Mitterdorfer Gastgeschenk ungenutzt, was der FCU erneut im Gegenzug bestrafte. Weinmann wurde abermals im Sechzehner gelegt. Dieses Mal übernahm er selbst die Verantwortung und verlud den Keeper zum 3:1. Der Übeltäter hatte hierbei Glück, dass er als letzter Mann nicht mit Rot vom Feld musste. In einer weiteren Szene hatten viele Zuschauer schon den nächsten Elfmeterschrei auf den Lippen, doch Kratschmann wurde aus guter Position fair getackled. In der 35. Minute musste der FC ein weiteres Mal das große Leid der Kreisklasse erfahren. Gegen Weinmann, der bewusst noch auf ein Abspiel wartete und dann im perfekten Moment auf und davon startete, wurde auf Abseits entschieden – in diesem Fall eine klare Fehlentscheidung. Auf derartige Situationen muss man sich nun ohne Linienrichter in der neuen Spielklasse wohl wieder vermehrt einstellen. In der 39. Minute verpassten es Gigl und Weinmann den Sack zuzumachen. Der TSV-Keeper, ein Abwehrspieler auf der Linie und zuletzt das Toraus standen dem 4:1 im Wege. Somit blieb dem Gast die letzte Chance der ersten Hälfte vorbehalten. Der FCU brachte den Ball einfach nicht aus der Gefahrenzone und konnte sich glücklich schätzen, den Anschlusstreffer zu vermeiden. Gleich nach Wiederanpfiff nahm das Unglück aber seinen Lauf. In Minute 51 bekam ein abgefälschter Freistoß viel Effet, Keeper Käser ließ die Kugel fallen und Rabhansl staubte ab. Der FC stieß an, leistete sich gleich einen Fehler im Spielaufbau und Ellinger bestrafte dies mit dem 3:3. Weitere 4 Minuten später war das Spiel gedreht. Nach schöner Flanke landete Rabhansls Kopfball unhaltbar in den Maschen. Der FC war völlig von der Rolle und wusste gar nicht wie ihm geschah. Doppelhammer reagierte und brachte Hain und Brunnbauer in die Partie. Hain hatte sogleich das 4:4 auf dem Fuß, doch verzog aus guter Position. In der 60. Minute startete Hain durch, wäre allein vor dem TSV-Keeper aufgetaucht und wurde – wiederum zweifelhaft – wegen Abseitsstellung zurückgepfiffen. Der FC versuchte sich gegen die drohende Niederlage zu stemmen, bekam allerdings keine Ruhe ins Spiel. Schon im Spielaufbau agierte man zu hektisch. In der Folge kassierte man in der 66. Minute beinahe das 3:5. Zumindest ein Zähler konnte dann doch noch gesichert werden. Nach Hain-Schuss zehn Minuten vor Schluss war Gigl zur Stelle und vollstreckte ins lange Eck zur im Endeffekt für diese Partie gerechtfertigten Punkteteilung. Am kommenden Wochenende reist die Elf um Kapitän Brunnbauer nach Thurmansbang, das für Untermitterdorf schon immer ein heißes Pflaster darbot, zumal die Moser-Truppe mit 6 Punkten perfekt in die Saison gestartet ist.

 


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