20.05.2012

FC Untermitterdorf - SV Neudorf 2:3

 

Zum Endspurt der Kreisligasaison kreuzte die Himpsl-Elf mit Mitaufsteiger Neudorf die Klingen – ein Gegner, gegen den man die letzten Partien immer erfolgreich gestalten konnte. Unter diesem guten Stern begann das Spiel auch vielversprechend. In der vierten Minute landete ein Befreiungsschlag von Robert Ertl bei Weinmann, der sich energisch durchsetzte und cool zum 1:0 ins lange Eck vollendete – vorweg: somit sicherte er sich auch die Torjägerkanone der abgelaufenen Spielzeit. Ein Angriff über die rechte Seite wurde von Karlsdorfer in der 14. Minute zum 1:1-Ausgleich abgeschlossen. Untermitterdorf reagierte prompt, doch Pröll scheiterte nach toller Einzelaktion am Neudorfer Keeper. In Minute 38 konnte dessen Gegenüber Kronschnabl den Rückstand nicht verhindern. An einem Heber war er zwar noch dran, dieser kugelte jedoch trotzdem ins Tor. Mit diesem knappen Rückstand ging es auch in die Kabinen. Für Untermitterdorfs Anhänger war hier schon die Spannung etwas heraussen. Verfolger Fürsteneck lag bereits hoffnungslos gegen Oberdiendorf im Hintertreffen – der vermutete Nichtangriffspakt von Tabellenführer Zwiesel und Viechtach nahm seinen Lauf. Nichtsdestotrotz ließen die Kicker in Blau-weiß nichts unversucht in Hälfte Zwei und belagerten das Gästetor ein ums andere Mal. In der 51. Minute lenkte SV-Schlussmann „Tö“ Töpfl einen Weinmann-Schuss gerade noch zur Ecke. In der 55. Minute strich ein Brunnbauer-Kopfball nach Gigl-Ecke nur haarscharf vorbei. Im Gegenzug musste sich FC-Rückhalt Kronschnabl mächtig beweisen, als er im Eins gegen Eins gegen Karlsdorfer die Oberhand behielt. In der 60. Minute produzierte Neudorf beinahe ein Eigentor nach schöner Aktion von „Gü“ Weinmann. Kurz darauf hatten viele den Torjubel auf den Lippen, doch nach Heber von List wurde Beckerts Treffer wegen Abseitsstellung annuliert. In der 70. Minute scheiterte wiederum Weinmann nach schöner Freistoßvariante am Torwart. Im direkten Gegenzug musste sich Kronschnabl abermals im Eins gegen Eins messen – und behielt wiederum die Oberhand. Nach erneuter Freistoßvariante konnte Klaus Brunnbauer eine Flanke von Simon Gigl zum verdienten Ausgleich verwerten. Die Riesenmöglichkeit zum Sieg vergab Manuel Fischer kurz vor Schluss. Neudorf machte dies bei einem ihrer Überzahlangriffe in der Nachspielzeit besser und knockte den FCU mit dem 3:2 aus – zum Glück ohne tabellarische Folgen für die Himpsl-Truppe. Aufgrund der Niederlage kam nach Schlusspfiff erst kein großer Jubel über die errungene Vizemeisterschaft auf und auch einige erfolgsverwöhnte Fans zogen unzufrieden von dannen, die sich dieses Riesenerfolgs noch nicht bewusst waren. Ausgelassen konnten die Untermitterdorfer Kicker dann jedoch doch noch mit einigen Anhängern den größten Erfolg der Vereinsgeschichte bei strahlendem Sonnenschein feiern und genießen. Nun geht er also wieder los – der Relegationswahnsinn in Untermitterdorf. Coach Himpsl wird seine Mannen gegen den Passauer Releganten Dietfurt sicher richtig einzustellen wissen. Sicherlich geht man in die Relegationsspiele, in denen sich 6 Teams um einen einzigen Platz in der Bezirksliga streiten müssen, als Underdog, doch man hat auch letztes Jahr gesehen, zu welchen Kraftakten dieses junge Team im Stande ist. Der Relegationsfight am Samstag geht um 18 Uhr in Gergweis über die Bühne. Ein Fanbus wird dazu wohl eingesetzt werden.

Die Reserve ging gegen Neudorf mit 0:6 baden. Kroiß vergab dabei einen Foulelfmeter zum Ehrentreffer.

 

13.05.2012

SV Riedlhütte - FC Untermitterdorf   0:2

 

Nach dem 3:0 Pflichtsieg gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten Kötzting II stand für den FCU die schwere Aufgabe beim Tabellensechsten SV Riedlhütte an. Nicht zuletzt die verdiente 0:2 Niederlage aus dem Hinspiel warnte, welch unbequemer und spielstarker Gegner die Schraml - Elf ist. Dennoch war klar: Untermitterdorf hilft nur ein Sieg wenn man sich zum einen die theoretische Meisterchance erhalten, und zum anderen den zweiten Platz gegen den Verfolger aus Fürsteneck verteidigen will! Dementsprechend motiviert und engagiert ging man auch ins Spiel.

Von der ersten Minute an war zu spüren, dass es bei Riedlhütte um nichts mehr, beim FCU jedoch fast um alles ging. Untermitterdorf ging forsch zu Werke, gewann viele Zweikämpfe, und versuchte die Hausherren mit spielerischen Mitteln zu knacken. So hatte Goalgetter "Gü" Weinmann schon nach 5 Minuten die Chance zur Führung, doch nach einer schönen Kombination hämmerte er das Leder aus spitzem Winkel über die Latte. Bis auf einen 35-Meter-Freistoss der Heimelf, den Keeper Michael Kronschnabl mit etwas Mühe zur Ecke lenken konnte, hatte die Defensivabteilung des FCU in der Anfangsphase alles im Griff. Untermitterdorf gefiel mit einigen schönen Spielzügen, die von Riedlhütte zum Teil mit harten Fouls gestoppt wurden. So wurde beispielsweise Manuel Fischer bei einem Konter des FCU durch ein rüdes Einsteigen von hinten zu Fall gebracht. Zur Verwunderung zeigte der ansonsten souveräne Schiedsrichter Freund hier keine gelbe Karte. Der Gefoulte musste kurz nach dieser Szene auch verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Für ihn kam der ebenfalls angeschlagene Beckert ins Spiel. Untermitterdorf machte weiter Druck, doch meist haperte es am entscheidenden Pass, der immer wieder zu ungenau gespielt wurde. Nicht so in der 18. Minute als sich Mittelfeldmotor Alfred Pröll jun. nach einem Anspiel von Günther Weinmann, energisch im Mittelfeld durchsetzte, und einen Traumpass auf den startenden Stefan Kratschmann spielte. Dieser blieb im Duell 1 gg. 1 vor dem Torwart cool, und vollendete mit links sicher zur verdienten Führung für den FCU. Diese wichtige Führung gab dem Team von Coach Himpsl jedoch nicht die erhoffte Sicherheit im Spielaufbau. Immer wieder leistete man sich teils haarsträubende Abspielfehler in der Vorwärtsbewegung die zum Glück nicht bestraft wurden. Selbst konnte man sich im Verlauf der ersten Halbzeit noch die eine oder andere gute Möglichkeit erspielen, die von der Heimabwehr mit Glück und Geschick vereitelt wurden. Mit einer knappen, aber leistungsgerechten Führung ging der FCU zum Pausentee. Während der Halbzeit erhielten die zahlreich mitgereisten Fans über die Stadionlautsprecher die frohe Botschaft, dass der Tabellenführer aus Zwiesel zur Pause 1:2 zurück lag.

Wer allerdings dachte diese Meldung beflügelt jetzt die Mannschaft um Abwehrorganisator Mich Köstlmeier, der musste schon zu Beginn der zweiten Hälfte feststellen, dass genau das Gegenteil der Fall war. Untermitterdorf wirkte völlig verängstigt, und Riedlhütte roch plötzlich Lunte gegen den Tabellenzweiten. Vor allem bei hohen Bällen zeigte sich die Defensive des FCU völlig von der Rolle, so dass beinahe jeder Abschlag oder Befreiungsschlag des Gegners zu einer gefährlichen Aktion der Heimelf führte. In der 58. Minute brannte es so zum ersten mal richtig, als sich Köstlmeier und Keeper Kronschnabl nach einem Abstoss des SVR beide aufeinander verließen, und so der flinke Moser dazwischen gehen konnte. Aus spitzem Winkel drosch er jedoch das Leder über den Querbalken. Der Heimelf gelang es nun immer mehr das Spiel offen zu gestallten. Doch auch `Mitterdorf hatte Chancen. Zwei tolle Schüsse von Weinmann zwangen die etatmäßige Nr. 2 der Heimelf zu zwei super Paraden. Dennoch war die Verunsicherung des FCU förmlich zu greifen, und die Fans zitterten um den Erfolg. In der 62. Minute wieder Riesenglück für die Untermitterdorfer als sich TM Kronschnabl bei einem eigentlich verunglückten Ball eines Hausherrenspielers völlig verschätzte, und der Ball den er im Toraus wähnte vom Innenpfosten zurück ins Feld sprang. Spätestens jetzt musste man die Führung des FCU als glücklich bezeichnen, doch noch stand die "0" auf der Anzeigetafel. Allen war klar, dass nur ein entscheidendes 2:0 dieses Spiel beruhigen konnte. Doch stattdessen hatten die Mannen um Kapitano Brunnbauer in der 71. Minute wieder richtig Dusel. Nach einer verunglückten Eckenvariante startete Riedlhütte einen blitzschnellen Konter über den schnellen Moser. Dieser spielte im Strafraum den Ball in den Rücken der Abwehr, doch der völlig freistehende Sterr knallte das Leder aus 10 Metern über das Tor! Eine sogenannte "maustote" Chance zum Ausgleich für die Heimelf, die zum Glück für den FCU ungenutzt blieb. Nun war die Spannung für die Fans allerdings kaum noch zu ertragen! Genau in der Phase in der Untermitterdorf am stärksten wankte fassten sich die beiden besten auf Seiten des FCU, Günther Weinmann und Alfred Pröll, ein Herz und entschieden dieses Spiel. Einen schönen Diagonalball des Torjägers erlief Pröll mit letzter Kraft, und seine butterweiche Flanke auf den langen Pfosten drückte wiederum der durchstartende "Gü" Weinmann per Kopf über die Linie. Nach diesem unglaublich wichtigen Tor wirkte der gesamte Mannschaftsverbund wieder deutlich sicherer und ließ in der Defensive nichts mehr zu. Stattdessen ergaben sich in den letzten Minuten noch einige hochkarätige Kontermöglichkeiten, die jedoch allesamt ungenutzt blieben.

Nach dem Schlusspfiff und der Nachricht über den Last-Minute-Sieg des SC Zwiesel war zwar eine leichte Enttäuschung darüber spürbar, die Erleichterung über den eigenen Sieg überwog dann aber doch letzten Endes. Nun gilt es alle Kräfte noch einmal zu mobilisieren, damit man mit einem Heimsieg gegen den SV Neudorf zumindest den zweiten Platz absichert, und bei einem kleinen Fußballwunder in Viechtach eventuell doch noch die Minichance auf die Meisterschaft beim Schopfe packt. Sollte dieses Wunder ausbleiben muss man dies akzeptieren, und versuchen über die Relegation das Unmögliche möglich zu machen.





01.05.2012

SV Perlesreut – FC Untermitterdorf 3:3

 

Einen weiteren Rückschlag im Titelrennen musste der FC Untermitterdorf am Sonntag in Perlesreut hinnehmen. Nachdem sich die Reserve im Vorspiel in Unterzahl eine 8:0-Klatsche einfing, wollte es „die Erste“ besser machen und den Aufwind der vergangenen Spitzenspiele untermauern. Dies gelang leider nur eine halbe Stunde lang.

Die Himpsl-Elf startete nach Maß. Beckert holte in der siebten Minute einen Eckball heraus. Gigl brachte diesen in den Strafraum, Köstlmeier forcierte die Kugel am langen Pfosten per Kopf zu List, der nur noch den Latschen zur frühen Führung für die `Mitterdorfer hinhalten musste. Einen weiteren Akzent setzte der Torschütze, als er in der 24. Minute seinen Gegenspieler über rechts außen grandios düpierte und den Ball von der Grundlinie auf den frisch gebackenen Vater Gü Weinmann spielte. Für diesen war es seinerseits ein Leichtes, das Spielgerät im Tor unterzubringen. Doch die beruhigende 2:0-Führung sollte nicht lange währen. Nur drei Minuten später schlug ein Schuss aus 16 Metern genau unter der Latte ein, der Schütze wurde nicht energisch genug gestört. Perlesreut hatte nun die Lunte gerochen und spielte munter nach vorne. Kronschnabl im Kasten der Untermitterdorfer lenkte in der 29. Minute einen Aufsetzer noch zur Ecke. Bei dieser anschließenden Standard leistete man jedoch weiter kräftig Aufbauarbeit. Nachdem die Situation eigentlich bereinigt war, legte Kapitän Klaus Brunnbauer den Ball unglücklich Sarmann vor die Füße, anstatt die Kugel einfach aus der Gefahrenzone zu schlagen. Sarmann bedankte sich brav und netzte zum Ausgleich ein.

Auch in Hälfte zwei spielte vorerst der heimische SV die erste Geige. Kronschnabl zeigte sich nach einem Zuckerpass vor dem gegnerischen Stürmer auf dem Posten. In der darauffolgenden Szene rettete Robert Ertl für seinen bereits geschlagenen Keeper vor der Linie. In der 51. Minute wendete sich das Blatt, als Untermitterdorf einen Elfmeter nach Foul an Weinmann zugesprochen bekam. Ertl bewahrte die Nerven und verwandelte zur erneuten Führung, wobei der Keeper die richtige Ecke ahnte und ihm der Ball nur unten durch rutschte. Nun bekam der FCU wieder etwas Oberwasser. In der 65. Minute schickte Weinmann Gigl longline. Dessen Hereingabe spitzelte Kratschmann aber knapp am rechten Pfosten vorbei. In der 78. Minute hätte List den Sack zumachen und sich zum Man oft the Match machen können. Sein Kopfball nach weiter Ecke landete jedoch am Querbalken. Nachdem Coach Himpsl zwei Mal wechseln musste, kam Perlesreut nochmals etwas auf und suchte seine Chance. Dies wurde in Minute 85 belohnt. Schlussmann Kronschnabl verschätzte sich nach weitem Zuspiel auf die Perlesreuter Nummer 10 und brachte diesen, obwohl er eigentlich strafraumauswärts lief, etwas unnötig zu Fall. Den zu vertretenden Strafstoß verwandelte die Heimelf zum 3:3 Endstand.

Somit gab der FCU völlig unnötig eine zweimalige Führung gegen eigentlich am Boden liegende Gastgeber aus der Hand und konnte nicht weiter Boden auf die Tabellenspitze gut machen. Der Abstand zu den ebenfalls gepatzt habenden Zwieselern beträgt nun weiterhin drei Punkte und Mitkonkurrent Fürsteneck musste man ebenfalls Vorfahrt gewähren – ein herber Nackenschlag im Kampf um Meisterschaft bzw. Relegation. Kommende Woche gegen Schlusslicht Kötzting darf sich die Hintermannschaft keine derartigen Nachlässigkeiten erlauben, um wieder die volle Punktausbeute einzutreiben. Des Weiteren ist man nun auf Schützenhilfe angewiesen. Fürsteneck muss beim SV Hohenau erst einmal bestehen, die auch Tabellenprimus ein Pünkterl abknöpfen konnte. Zwiesel selbst muss beim FC Dreisessel Farbe bekennen, bei dem es im Abstiegskampf um alles geht.



 

29.04.2012

FC Untermitterdorf – DJK Fürsteneck 0:0

 

Nach dem Kracher gegen Zwiesel am vergangenen Wochenende kam es diesen Sonntag zum Showdown gegen die punktgleiche DJK aus Fürsteneck zum Showdown Zweiter gegen Dritter. Die Erwartungshaltung im Fanlager des FCU war groß nach der fantastischen ersten Hälfte gegen Zwiesel, doch gestaltete sich dieses Spiel wieder ganz anders…

Fürsteneck hatte aus dem Hinspiel gelernt und lief der Himpsl-Elf nicht wieder ins offene Messer, sondern stand anfangs relativ tief und griff erst ab der Mittellinie an. So überließ Habereders Team den Gastgebern das Ruder. Gefährlicher vor das gegnerische Tor kamen allerdings die Gäste. In der fünften Minute verbuchten sie eine Kopfballgelegenheit nach Eckball. In Minute 16 drang ein Fürstenecker von recht schön nach innen in den Strafraum ein. Seinen Schuss parierte jedoch FC-Keeper Kronschnabl zur Ecke. Mehr gab es über diese eher zerfahrene erste Halbzeit ohne Höhepunkte eigentlich nicht zu berichten. Als neutraler Beobachter vermochte man der Partie das Prädikat Spitzenspiel nicht zu vergeben. Im Gegensatz zur Vorwoche hatte man auch den Eindruck dass irgendwie das Feuer und der absolute Siegeswille fehlte.

Zu Beginn von Durchgang Zwei ergab sich ein unverändertes Bild – wirkliche Torraumszenen blieben Mangelware – Fürsteneck machte nur durch Distanzschüsse auf sich aufmerksam. Minute 53 gab nun etwas Grund zur Aufregung, als ein Fürstenecker sich im eigenen Sechzehner den Ball an die Hand schoss und dann aus der Gefahrenzone bugsierte. Die Pfeife des Schiedsrichters blieb aber stumm. In Relation zum viel diskutierten Elfmeter gegen Bayerns Alaba im Champions-League-Halbfinale gegen Real Madrid hätte man diesen Strafstoß durchaus auch geben können. Die Hand des Fürsteneckers war zwar nicht ganz angelegt, aber da keine Absicht zu erkennen war, kann man auch diese Entscheidung des souveränen Unparteiischen durchaus vertreten. Die Gäste erspielten sich nun Vorteile und kamen besser auf. Eine Abschlusschance aus sieben Metern machten Fischer und Kronschnabl in Kooperation zunichte. Nach einer gespielten Stunde hebelte die DJK die FC-Abwehr mit einem Doppelpass gehörig aus, schob aber den Ball in letzter Instanz am Tor vorbei. Nach den Parolen des eigens gegründeten Hermann-List-Fanclubs konnten 90 Minuten mit selbigem Spieler sehr lang werden (in Anlehnung an den Bernabeu-Spruch). In Minute 73 leitete dieser aber tatsächlich die beste und auch einzige nennenswerte Möglichkeit für die Himpsl-Truppe ein. Seine Diagonalflanke fand den Weg zu Simon Gigl, dessen Abnahme verfehlte sein Ziel allerdings um gut zwei Meter. Ein weiterer Flankenwechsel des wohl noch vom nächtlichen Vaterglück übermüdeten Gü Weinmann (Geburt in der Nacht vor dem Spiel – Herzlichen Glückwunsch) landete bei Beckert, der allerdings bei dieser Aktion gegen den Torwart einen Tick zu spät kam und sich dabei auch noch verletzte. Außer zwei etwas unglücklichen Abseitsentscheidungen des Linienrichters, welche potentiell gute Torgelegenheiten für Weinmann vereitelten, gab es nichts außergewöhnliches mehr zu vermelden und die etwas langatmige Partie verstricht mit der torlosen Punkteteilung. Damit kann die Elf um Kapitän Brunnbauer durchaus gut leben, da Fürsteneck mehr investierte, die Hoheit im Mittelfeld inne hatte und durch das Chancenplus etwas näher am Dreier war als Untermitterdorf. In der Tabelle rangiert man nun weiterhin punktgleich mit Fürsteneck auf Platz 2, hat aber durch den direkten Vergleich die Nase noch vorn. Man darf sich auf einen spannenden Saisonendspurt freuen, in dem sich keiner der Kontrahenten mehr große Patzer erlauben darf. Ob Zwiesel, das nun mit 3 Punkten in Front liegt, noch ausrutscht, bleibt nicht zu erwarten, nur zu hoffen. Am Dienstag müssen Köstlmeier und Konsorten nun erst einmal in Perlesreut bestehen, was sicherlich kein Zuckerschlecken wird.

Die Reserve verlor gegen die Fürstenecker Zweite mit 1:2. Den Treffer für den FCU besorgte ein Gegner per Eigentor. U’dorf bekam nach klarer Strafraumattacke gegen Sitzberger aber in den Schlussminuten einen einwandfreien Elfer und damit zumindest einen Punktgewinn verwehrt.



 

22.04.2012

SC Zwiesel – FC Untermitterdorf 4:4 - einfach irre

 

Das Spitzenspiel der Kreisliga Bayerwald stand an diesem Sonntagnachmittag auf dem Programm und es hielt was es versprach. Selbst neutrale Zuschauer sollte das Aufeinandertreffen des Tabellenersten SC Zwiesel und seinem schlecht aus dem Winter gestarteten Verfolgers FC Untermitterdorf aus den Socken hauen. Wer das Spiel mit der `Mitterdorfer Vereinsbrille begutachtete, ist nervlich bedingt nun wohl einige Lebensjahre gealtert.

Die Vorzeichen standen nicht gut für die Gäste, die nach dem Winter erst 4 Punkte aus 4 Spielen auf die Habenseite bringen konnten. Die „Startruppe“ aus Zwiesel hingegen hielt sich im Frühjahr noch völlig schadlos und übernahm so die Tabellenführung.

Trainerfuchs Himpsl schien seine Elf jedoch gut vorbereitet und mental prima eingestellt zu haben. Untermitterdorf begann nämlich forsch und kam so zu seiner ersten Chance, als Weinmanns Schuss nach schönem Pröll-Pass zur Ecke gelenkt wurde. In der 19. Minute stibitzte der engagierte Alfred Pröll Svehla an der Eckfahne den Ball – der Legionär wusste sich nur noch mit einem Foulspiel zu helfen. Pröll führte den fälligen Freistoß selbst aus und fand in der Mitte Kratschmann, der per Kopf das 1:0 erzielte – wer hätte das gedacht? U’dorf gab nun weiter den Ton an. Pröll setzte wiederum „Kratsche“ in Szene, der gegen Keeper Wittmann nur einen Schritt zu spät kam. 10 Minuten später wurde der glänzend aufgelegte Pröll dann von Weinmann bedient. Sein Schuss blieb aber an einem Abwehrbein hängen. Da man sich der Offensivpower Zwiesels bewusst war, wünschten sich die `Mitterdorfer Zuschauer ein zweites Tor vor der Halbzeit. Und voilá: In der 43. Minute erfüllte Weinmann seinen Fans den Wunsch mit freundlicher Zwieseler Unterstützung. Nach einem eklatanten Abwehrausrutscher schaltete „Gü“ gedankenschnell, legte sich nach kurzem Dribbling den Ball am Keeper vorbei und schob zum 2:0 ein. Diese Halbzeitführung war hochverdient. Der FC beherrschte das Mittelfeld, stand defensiv bombensicher und ließ das Zwieseler Angriffsspiel nicht im Ansatz zur Entfaltung kommen. Nach der Pause eröffnete sich dem 480 Mann starkem Publikum dasselbe Bild. Untermitterdorf spielte konzentriert und erstickte die Zwieseler Angriffsbemühungen im Keim. Und selbst kam man natürlich zu Chancen: So Günther Weinmanns Schuss, der in der 51. Minute zur Ecke abgewehrt wurde. 4 Minuten später brachte Gigl eine Flanke aus dem Halbfeld vors Tor, Kratschmann ging energisch zum Ball, was in der Zwiesler Hintermannschaft wieder zu einem Missverständnis führte: Keeper und Abwehrspieler behinderten sich gegenseitig und Nutznießer Weinmann schnappte sich die Kugel, machte noch eine geschickte Drehung und vollendete mit Glück und Geschick zum 3:0 – der Knockout – scheinbar… Zwiesel setzte nun alles auf eine Karte und Michael Kronschnabl im Gästetor musste sich nach einer Stunde (!) erstmals mächtig strecken und bugsierte eine Kopfballchance fantastisch über die Latte. Bei dieser Situation verletzte sich der etwas angeschlagene Keeper leicht und griff bei der anschließenden Ecke daneben, der Timm kam zum Kopfball, welcher zum Glück an den Pfosten hoppelte. In der 64. Minute ließ sich Svehla zu Schimpftiraden gegen den Schiedsrichter hinreißen. Dem aufbrausenden Tschechen flog im wahrsten Sinne des Wortes die Rote Karte um die Ohren – zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt: Genau als Zwiesel die Initiative ergriffen hätte, sorgte der bis dahin völlig abgemeldete Legionär für die vermeintliche Bankrotterklärung. Das Untermitterdorfer Lage wähnte sich nun ziemlich in Sicherheit. Zwiesel steckte aber nicht auf und scheiterte abermals am Torpfosten. Nur kurz darauf setzte der bereits verwarnte Manu Fischer zu einem unnötigen Foul im Mittelfeld an und dezimierte durch die berechtigte Gelb-Rote Karte auch sein Team. Als sodann in der 73. Minute ein gut getretener Ehrentaler-Freistoß aus 18 Metern im Torwart-Eck einschlug, witterten die Gastgeber tatsächlich nochmal ihre Chance. Es waren jedoch nicht die Zwiesler Akteure, die ihre Farben wieder ins Spiel brachte, sondern der von da an etwas den Faden verlierende Schiedsrichter Antesberger. Eine Flanke ließ Beckert eigentlich souverän mit der Brust ins Toraus tropfen, um eine mögliche Gefahr des lauernden Angreifers abzuwenden. Doch als plötzlich ein Elfmeterpfiff wegen angeblichen Handspiels ertönte, konnten es die begünstigten Zwieseler, die auch nicht reklamierten, selbst nicht glauben. Ehrentaler verwandelte sicher zum 2:3-Anschlusstreffer. Auf Nachfragen beim Schiedsrichter rechtfertigte sich dieser mit einer schier unglaublichen Aussage: Er habe das Handspiel nicht gesehen, aber aufgrund der Bewegung Beckerts habe er auf Verdacht gepfiffen. Somit stellte dieser sein eigenes Regelwerk auf: Im Zweifel für den Stürmer und bei Verdacht gegen den Abwehrspieler – ein grober Verstoß gegen die Rechtsstaatlichkeit. Zwiesel war nun natürlich obenauf, drückte und war vor allem bei Standards brandgefährlich. So führte ein Kopfball nach Ecke in der 78. Minute sogar zum Ausgleich. Zwiesel begnügte sich aber nicht mit dem Punkt und wollte den Aufwind mit einem Dreier belohnen. Zur Tragik des Nachmittags war es wieder der Schiedsrichter, der diesem Glauben Nahrung gab. In der 85. Minute grätschte List den Ball einwandfrei vor Schubert ins Aus. Antesberger entschied an der gefährlichen Halbposition zum Unverständnis aller auf Freistoß. Dieser wurde im Sechzehner von Friedl verlängert und der laut Zwieseler Stimmen im Abseits befindliche Timm nickte zum 4:3 ein. Die Abseitsposition war zugegebenermaßen schwierig zu erkennen, doch die Freistoßentscheidung war schlicht unverständlich. Der FC lag nun am Boden – und stand doch nochmals auf. Nur eine Minute später steckte Weinmann schön auf Pröll durch. Dieser konnte von Wittmann nur noch per Foul gestoppt werden. Robert Ertl ließ sich von den Verunsicherungsrufen des Zwieseler Fanlagers nicht beeindrucken und egalisierte den Torestand wiederum – ein verrücktes Spiel. Und Untermitterdorf setzte dem unglaublichen Fußballspiel fast noch die Krone auf: Nachdem sich der eingewechselte Wiederer über außen durchsetzte und Gü anspielte, legte dieser am Sechzehner quer auf Brunnbauer – dieser verfehlte mit seinem schwachen Linken jedoch zum Leidwesen des arg gebeutelten Untermitterdorfer Fanblocks das nicht mehr besetzte Zwieseler Gehäuse.

So rangiert der FC nun weiter auf Rang Zwei und hat die Meisterschaft nicht mehr in der eigenen Hand. Außerdem ist Fürsteneck mit Punkten gleichgezogen. Um auf jeden Fall Rang zwei zu sichern und das Meisterrennen offen zu halten muss im direkten Duell gegen die DJK am kommenden Wochenende ein Dreier her. Dazu gilt es die positiven Schlüsse aus dem Spitzenspiel mit einer überragenden ersten Untermitterdorfer Hälfte zu ziehen. Mit einer ähnlichen Leistung dürfte die Himpsl-Elf auf jeden Fall gewappnet sein in den Wochen der Wahrheit.

 

 

 

15.04.2012

FC Untermitterdorf - TSV DJK Oberdiendorf 0:1

 

Der FC Untermitterdorf wollte an diesem Wochenende dem zähen Start aus der Winterpause ein Ende bereiten. Der Atem des unaufhörlich punktenden SC aus Zwiesel war deutlich zu spüren. Und ausgerechnet an diesem Spieltag taucht der TSV-DJK Oberdiendorf, der sich im Frühjahr noch völlig schadlos gehalten hatte, an der Kirchberger Straße auf. Die Deandorfer offenbarten von Beginn an ihre Ambitionen und gingen früh drauf. Der erste Warnschuss gelang aber Alfred Pröll vom FC Untermitterdorf in Minute 2. Nach schönem Pass von Gü Weinmann auf Kratschmann vergab zweiterer die gute Gelegenheit auf die frühe Führung. In der siebten Minute setzte der Vorlagengeber selbst einen Kopfball am Gehäuse vorbei. In der zehnten Minute wurde ein schöner Kopfball von Köstlmeier über die Latte gelenkt. Die Gastgeber ließen sich von den aggressiven Gästen also den Schneid nicht abkaufen, sondern zeigten selbst eine positive Körpersprache und kamen zu guten Gelegenheiten. Nach der intensiven Anfangsphase lief allerdings immer weniger zusammen. Köstlmeier musste im eigenen Strafraum nach perfekt geschlagener Flanke nochmals in der Not klären, aber dann war’s das schon mit den Höhepunkten in Hälfte eins. Gleich nach dem Wiederanpfiff testete Kapitän Klaus Brunnbauer seinen bis dahin noch beschäftigungslosen Hintermann Kronschnabl. Der lenkte den gefährlichen Kopfball zur Ecke über die Latte. Eben eine solche Ecke bescherte dem FCU, der eigentlich nicht schlecht aus der Kabine gekommen war das 0:1. Die Zuordnung stimmte nicht und Eder versenkte einen Flugkopfball unhaltbar zur Gästeführung. Der FC musste nun mehr investieren, doch die Versuche, hoch und weit in die Spitze zu spielen scheiterten ein ums andere mal. Für Deandorfs Abwehrrecken Krenn waren allesamt aber gefundenes Fressen. Weinmann und Kratschmann standen etwas auf verlorenem Posten. In der 62. Minute entdeckte Robert Ertl ein probateres Mittel gegen die Gäste-Defensive. Sein scharfer Pass in die Spitze erreichte Weinmann, der jedoch wie noch in der gesamten Rückrunde glücklos blieb, konnte den Ball nicht entscheidend behaupten. In der 69. Minute zog Weinmann einen Freistoß aus dem Halbfeld aufs lange Eck, dort konnte „Phil“ Raith noch per Kopf zurücklegen, aber Kratschmann kam gegen den TSV-Keeper um einen Schritt zu spät. In der Folge wollte das Lager des FC zwei unliebsame Abseitsentscheidungen nicht wahr haben. Auf der Gegenseite hatte man nach einem Missverständnis zwischen Manu Fischer und Torwart Kronschnabl Glück, dass das Spielgerät nicht ins eigene Tor kullerte. Aus dem Spiel gelang den `Mitterdorfern auch mit zunehmender Spieldauer nicht mehr viel. Einige Standardsituationen führten auch nicht zum erhofften Ausgleichstreffer. Die beste Chance hatte noch Weinmann in der 84. Minute, als sein schöner Drehschuss zur Ecke gelenkt wurde. Auch die Schlussoffensive brachte den gewünschten Erfolg nicht mehr ein. Ein Pünktchen hätte man sich vielleicht verdient gehabt, aber das Offensivspiel des FC war zu ideenlos und so ließ man Zwiesel an sich vorbeiziehen. Im Aufstiegskampf folgen für die Himpsl-Elf nun die „Wochen der Wahrheit“. Erst muss man beim großen SC und dann zu Hause gegen den Rangdritten Fürsteneck Farbe bekennen. Es gibt also viel gut zu machen, aber auch viel zu verlieren. Die Reserve verlor indes in einem interessanten Spiel etwas unglücklich mit 2:3. Bei einem Gegentreffer wurde Schlussmann Weiß im Fünfmeterraum angegangen und in der Schlussphase wurde ein Tor von Norman Kufner wegen angeblichen Handspiels annulliert. Die beiden Tore erzielten Wiederer und Hain per Foulelfmeter.

 

 

01.04.2012

FC Untermitterdorf - SV Hohenau 1:0

 

Beim Heimspiel gegen Hohenau konnte FCU-Coach Günther Himpsl wieder auf die Rekonvaleszenten Breit und Manu Fischer bauen, wobei zweiterer erst einmal auf der Bank Platz nahm. Verzichten musste Himpsl hingegen auf Kratschmann. Untermitterdorf ließ schon nach zwei Minuten mit einer guten Chance für Gigl aufhorchen. Nur drei Minuten später wurde dem Gast aus Hohenau ein Tor wegen Abseitsstellung nicht anerkannt. In Minute 11 sorgte eine der für Hohenau bekannten starken Standardsituationen für Gefahr. Nach Eckball landete ein Kopfball jedoch nur am Außenpfosten. Proteste gab es zehn Minuten später auf der anderen Seite. Weinmann drehte seinen Gegenspieler im Strafraum gekonnt aus, wurde getroffen – doch die Pfeife des Schiris blieb stumm. So musste der FC eine Drangphase der Gäste mitansehen und überstehen. In der 27. Minute lief ein Hohenauer auf Keeper Kronschnabl zu und schoss über ihn hinweg knapp an der Kiste vorbei. Nur einen Augenblick später grätschte ein SV’ler nach starker Flanke um Haaresbreite am Ball und somit an der sicheren Führung vorbei. Der einzig schönen Angriff des Tabellenführers wurde am Fünfereck noch vor dem Abschluss vereitelt. So waren es die Gäste, die nochmals den Torschrei auf den Lippen hatten. Die Truppe um Kapitän Brunnbauer konnte sich glücklich schätzen, dass der Gast quasi mit dem Halbzeitpfiff nur den Pfosten traf, nachdem List das Abseits aufgehoben hatte.

Nach relativ kurzer Halbzeitansprache von Chefanweiser Himpsl, startete der FCU mit mehr Elan in Hälfte zwei. Aber auch etwas Leerlauf gab es für die 240 Zuschauer in Untermitterdorf, ehe in der 70. Minute der wiederum makellose Köstlmeier auf Gigl ablegte – dieser traf jedoch nur den Außenpfosten. In der 73. Minute säbelte ein Defensivakteur der Gäste über eine Beckert-Hereingabe, aber auch der überraschte Weinmann verpasste. Zwölf Minuten vor Schluss tat sich die Riesengelegenheit für die Gastgeber auf. Ein List-Kopfball wurde von der Linie geklärt, die direkt anschließende Flanke köpfte Köstlmeier an die Latte. So musste das Publikum weiter um den Dreier bangen. Diese hart erkämpften Punkte sicherte man sich in der 85. Minute, als der Schiedsrichter nach Handspiel im Sechzehner auf den Punkt zeigte. Robert Ertl trat an und verwertete den Strafstoß sicher zum Siegtreffer. Wie wichtig dieser nicht unverdiente Erfolg gegen vor allem in Halbzeit eins stark aufkommende Hohenauer war, offenbarte sich nach dem Spiel, als die aprilscherzfreie Kunde aus Bischofsmais kam, dass der Tabellenzweite Fürsteneck dort zwei Punkte liegen ließ. Am kommenden Wochenende tritt das Himpsl-Team beim FC Dreisessel an, wo man in der Hoffnung auf weitere Ausrutscher der Konkurrenz am liebsten volle Ausbeute mit nach Hause nehmen möchte.



 

25.03.2012

TSV Ringelai - FC Untermitterdorf 3:3

 

Endlich ging es wieder los im Bayerwald zum Rückrundenauftakt der Kreisliga. Spitzenreiter Untermitterdorf ging hierbei nach durchwachsener Vorbereitung personell angespitzt in die Begegnung beim TSV Ringelai. Thomas Brunnbauer und Wolfgang Wurstbauer fehlen wohl längerfristig, Manuel Fischer und Neuzugang Tobias Breit mussten ebenfalls passen.

Bei strahlendem Sonnenschein gestaltete der Primus die ersten 20 Minuten auf dem vom Winter mitgenommen wirkenden Geläuf überlegen, ohne jedoch Torchancen zu kreieren. Läuferisch und kämpferisch gab man sich noch etwas zurückhaltend. In der 21. Minute musste Coach Himpsl um den schon angeschlagen ins Spiel gegangenen Keeper Kronschnabl fürchten. Ein Ringelaier Stürmer ging gegen ihn schon zum zweiten Mal ungestüm zu Werke und traf ihn dann, statt über ihn zu springen auch noch voll am Kopf – zum Glück konnte es nach kurzer Behandlung für ihn weiter gehen. Zehn Minuten später zeigte er sich von dem Zusammenprall wieder gut erholt und spielte prima mit. Als ein Ringelaier Stürmer durch gewesen wäre, zeigte er sich auf dem Posten und bugsierte den Ball per Kopf außerhalb des 16ers aus der Gefahrenzone. Kurz darauf stieg der sträflich allein gelassene Köstlmeier zum Kopfball hoch, zielte jedoch etwas zu hoch. In der 38. Minute führte der erste wirklich schön vorgetragene Spielzug fast zur Führung. Über Weinmann kam Gigl über links außen an den Ball, legte flach quer in die Mitte, doch ein Abwehrspieler klärte geistesgegenwärtig. Beim darauffolgenden Eckball lief der FCU beinahe in einen folgenschweren Konter, doch Ringelai brachte diesen nicht konzentriert zu Ende. Völlig „aus der Luft“ fiel in der 41. Minute das 1:0 für die Gastgeber. „Aus der Luft“ nicht von ungefähr, denn nach hartem Einsteigen von Gigl gab es Freistoß für den heimischen TSV hinter der Mittellinie, welcher hoch und weit nach vorne geschlagen wurde. FC-Schlussmann Kronschnabl verschätzte sich total und das Leder senkte sich über den verdutzten Keeper hinweg ins Netz – alles Gute kam in diesem Falle also nicht von oben. Geschockt vom unerwarteten Rückstand war die FC-Hintermannschaft schon bei der nächsten Szene nicht schnell genug am Mann. Dies nutzte der TSV eiskalt zum Doppelschlag und ein trockener Flachschuss aus 16 Metern schlug links unten ein zum 2:0. 2 Minütchen später war die TSV-Defensive wohl noch in Feierlaune nicht ganz im Bilde. Nach einem Eckball konnte das Spielgerät nicht aus dem Strafraum befördert werden und Captain Klaus Brunnbauer stocherte jenes aus kurzer Distanz irgendwie über die Linie. Der wichtige Anschlusstreffer versprach nochmals neue Hoffnung für Durchgang Zwei im Untermitterdorfer Lager, die auch in diesem Auswärtsspiel zuschauermäßiges Übergewicht hatten.

Nach der Pause musste Kronschnabl bei einem Kopfball nach Ecke eingreifen, ein weiterer TSV-Weitschuss verfehlte das Ziel. Von da an war nur noch der FCU am Drücker und das Mehr an Engagement und Einsatzwillen sollte sich alsbald auszahlen. Nach weitem Eckball von Gü Weinmann köpfte List in der 58. Minute vom langen Pfosten in die Mitte zu Köstlmeier, der sein wiederum bärenstarkes Auftreten in der Defensive mit dem 2:2-Ausgleich belohnte. In der 62. Minute legte Weinmann beinahe den nächsten Treffer auf, doch seine Flanke konnte der Ringelaier Torwart noch entscheidend vor dem einschussbereiten Beckert verlängern. In der 70. Minute war es dann aber soweit: Nach tollem weiten Flugball von Alfred Pröll auf Weinmann nahm die Ringelaier Nummer 15 den Oberarm zu Hilfe, der Schiedsrichter zeigte auch nach Zeichen seines souveränen Jungspundes an der Linie sofort auf den Elfmeterpunkt. Robert Ertl übernahm Verantwortung und versenkte die Kugel via Innenpfosten zum 3:2 in die Maschen. Das Spiel war gedreht – ein Zeichen von großer mentaler Stärke nach 2:0-Rückstand in einem Auswärtsspiel, wobei Ringelai in dieser Phase den Eindruck machte, dass die Luft etwas heraus war. Der Gastgeber ließ auch in der Folgezeit nichts mehr von sich hören. In der 75. Minute setzte Weinmann einen Lupfer nach Ertl-Freistoß über den herauseilenden Tormann hinweg knapp neben das Gehäuse. In der 82. Minute verpasste die Himpslelf den Knockout. Beckert schickte den eingewechselten Hochstrasser steil auf weite Flur, in der Mitte liefen zwei Kameraden mit, doch der Joker flankte unkonzentriert ins Toraus. In der 87. Minute hatte Gü Weinmann abermals den finalen Gnadenstoß auf dem Fuß. Nach Hereingabe von Gigl zeigte er sich zu legère im Abschluss und hatte wohl schon den Torjubel im Kopf. Statt gezielt einzuschieben oder die Kugel mit Gewalt ins Netz zu hämmern, schoss er leichtfertig etwas halbhoch und der Ringelaier Keeper hielt sein Team im Rennen. Wie so oft im Fußball rächten sich diese Nachlässigkeiten. Im direkten Gegenzug besorgten die Gastgeber, die in Hälfte zwei gar nicht mehr groß in Erscheinung traten den 3:3 Ausgleich: Nachdem sich zwei `Mitterdorfer Abwehrspieler gegenseitig behinderten, kam Sterr im Sechzehner frei zum Schuss und nutzte damit die erste wirkliche Torchance im zweiten Spielabschnitt zum etwas glücklichen Punktgewinn für die Gastgeber. Da Fürsteneck in Neudorf auch 2 Punkte liegen ließ, bleibt der Vorsprung auf den Rangzweiten weiterhin bei drei Punkten, das Spitzenteam aus Zwiesel rückt jedoch weiter näher auf Schlagdistanz. Am nächsten Wochenende gegen das besser gestartete Hohenau sollte daher wieder ein Dreier eingefahren werden.

 

 

13.11.2011

FC Untermitterdorf - FC Viechtach


Mit einem Sieg und der einhergehenden Verteidigung der Tabellenführung verabschiedet sich der FC Untermitterdorf in die verdiente Winterpause. Vor der stattlichen Kulisse  von 420 (!) Fußballbegeisterten erwischten Brunnbauer und Konsorten den besseren Start. Aus guter Schussposition versuchte Weinmann zu lupfen, allerdings mit zu wenig Maggi, dass der Ball in den Armen des Keepers landete. Eine Schrecksekunde mussten die Anhänger des FC bei einer Slapstick-Szene in der 18. Minute verkraften. Ein Schüsschen, das eher in die Kategorie Rückgabe einzuordnen wäre, wurde vom Schlussmann Kronschnabl etwas unterschätzt. Er ließ die Kugel fallen, klärte dann noch vor der Linie zu einem Viechtacher, der diese Riesengelegenheit freistehend aus 5 Metern in die Wolken semmelte. Danach war wieder der Gastgeber am Drücke. In der 21. Minute setzte sich Weinmann über außen klasse durch, Kratschmann startete in den Strafraum, wurde auch angespielt, aber vergab vom Fünfereck. 3 Minuten später verlieh Gü Weinmann seinen Offensivbemühungen nochmals Nachdruck und setzte sich energisch durch. Er scheiterte jedoch an seiner eigenen Entscheidungsschwierigkeit querzulegen oder zu schießen, was in einem Zwischending endete – der Entscheidung querzuschießen. Mit einem torlosen Unentschieden ging es dann auch in die Kabinen. Einige Zuschauer sprachen trotz optischer Überlegenheit der Himpsl-Elf schon von einem typischen „0:0-Spiel“. So begann auch die zweite Halbzeit. In der 56. Minute setzte sich dann Kratschmann gut durch, bediente Weinmann, der – wie in der Situation in Hälfte 1 – vom Fünfereck das Ziel verfehlte. Robert Ertl fand in der 59. Minute das Geheimrezept, das der Himpslschen Spielphilosophie eigentlich entgegensprach: Hoch und Weit. Ja das ist dem Robert sei‘ Freud. Und so gelangte das Rund auch zu Kratschmann, der mit viel Übersicht auf Alfred Pröll ablegte. Dieser wiederum zog ab und sein Hammer aus 18 Metern schlug unwiderstehlich im Winkel ein. In der Folge plätscherte die Partie etwas dahin. Keine Mannschaft konnte mit klaren Offensivaktionen begeistern. Es dauerte bis zur 71. Minute, als plötzlich ein Viechtacher Stürmer nach verheerendem Rückpass von Gigl mit Siebenmeilenstiefeln dem `Mitterdorfer Gehäuse entgegeneilte. Dieses erklärte Michael Kronschnabl nach dem Patzer in der ersten Halbzeit allerdings zum Hochsicherheitstrakt und blieb im 1 gegen 1 Sieger. Das war die Riesengelegenheit zum Ausgleich. Nur 2 Minuten später bewies Himpsl sein Näschen. Sein frisch eingewechselter Joker List stach sofort. Seiner ersten Ballberührung konnte er nicht mehr entweichen und köpfte eine Flanke am langen Pfosten in die Maschen. Diese frühzeitige Entscheidung senkte die Frustrationstoleranz der Gäste scheinbar etwas nach unten. Futro brachte Weinmann in der 78. Minute zu Fall und trat gegen den am Boden liegenden vor aller Augen nach. Der werdende Vater Weinmann konnte sein Gewürzsäckchen aber gerade noch in Sicherheit bringen und kann seinem Nachwuchs vielleicht doch noch das ein oder andere Geschwisterchen bescheren.

Die Reserve nahm gegen Viechtach noch ein Pünktchen mit in die Winterpause. Beim 2:2-Remis trafen Hain per Elfmeter und Martin Pröll.



06.11.2011

FC Untermitterdorf - SV Wildenranna


Früh konnte der FCU in diesem Spiel für klare Verhältnisse sorgen. Gü Weinmann traf in der 5. und 7. Minute per Doppelschlag jeweils mit links und entschied damit nicht nur das „Duell der Torjäger“ (gegen seinen momentan härtesten Konkurrenten Lang von SV Wildenranna) für sich. In der 10. Minute schickte Gigl selbigen longline und Weinmanns Hereingabe von der Grundlinie fand ihren Weg durch den Fünfmeterraum, wo Kratschmann am zweiten Pfosten lauernd locker verwerten konnte. Der FC konnte nun getrost den Fuß vom Gas nehmen und trotzdem erhöhen. Bei einem ebenso berechtigten wie unnötigen Handelfmeter verlud Robert Ertl den Gästekeeper und traf so zum 4:0. Nach Blutgrätsche von Sexlinger gegen den durchstartenden Alfred Pröll zückte der mit seinem Gespann souverän leitende Schiedsrichter Wirth zurecht blank Rot und die Gäste gerieten so kurz vor der Halbzeit in die Gefahr, dezimiert komplett unter die Räder zu kommen. Zur Pause verabreichte Betreuer Pfeffer Schos der Mannschaft wohl einen Beruhigungstee, denn aus der Kabine kam die Mannschaft um Klaus Brunnbauer etwas zu  ausgeglichen und ließ in der 53. Minute sogar eine Riesen-Doppelchance zu, bei der Köstlmeier vor der Linie klären musste und der angeschlagene Keeper Kronschnabl schließlich den Ball unter sich begrub. Durch diesen kurzfristigen Hallo-Wach-Effekt startete der FC einen schönen Tempogegenzug, über Gigl und Weinmann, der aber nicht zum Erfolg führte.  In der 65. Minute fasste sich dann Manuel Fischer ein Herz, tankte sich mit einer schönen Einzelaktion durch und setzte in letzter Instanz Gigl in Szene, der nur noch einzuschieben hatte – 5:0. Beim Endstand in der 80. Minute machte die SV-Abwehr den Weg für Kratschmann frei und hatte damit wohl nicht im Sinn unterschwellige Werbung für ein Bankunternehmen zu machen. Kratschmann verwandelte mit links zum 6:0 Endstand. Die letzte Chance der Partie gehörte dem wieder defensiv bärenstarken Köstlmeier, dessen Schuss knapp am Gehäuse vorbeistrich.

Nachdem bemängelt wurde, dass die Himpsl-Elf ihre Spiele lange nicht mehr so souverän gestalten könne wie zu Anfang der Saison, ließ die Mannschaft durch diesen Auftritt seine Kritiker aus Funk und Fernsehen verstummen. Nichtsdestotrotz muss man den Gästen ein Kompliment zugestehen, in Unterzahl nicht aufgesteckt zu haben – die personelle Mehrzahl Untermitterdorfs in Hälfte 2 war von außen nicht zu sehen. Zwar agierte der FCU nach dem 4:0 zunehmend legere, was der Mannschaft nach der langatmigen Saison und dem Torpedostart in diesem Spiel jedoch nicht übel genommen werden konnte.

Ähnlich erging es auch der Reserve, die nach Toren von Hain/3 und Wiederer bereits mit 4:1 in Front lag. Die Rannaer Zweite steckte in diesem Spiel ebenfalls nicht auf und waren zudem noch zu elft. So konnten diese noch bis auf 4:3 verkürzen, zu mehr reichte es aber nicht – ein verdienter Dreier, den man zum Schluss hin aber auch weniger spannend hätte gestalten können.

Zum Jahresabschluss vor dem verdienten Gang in die Winterpause empfängt der FCU noch Mitaufsteiger Viechtach, das nach dem Abrutschen in die Abstiegszone neuerdings wieder den Relegationsrang erklimmen konnten und dem FC sicher alles abverlangen werden, bevor der Ball im Winter ruht bzw. durch die gelbe Filzkugel ersetzt wird.



 

 

30.10.2011

SV Zenting - FC Untermitterdorf 0:1


Eine offene Rechnung zu begleichen hatte Günther Himpsl mit seinem FCU am Sonntag beim SV Zenting, gegen den man in der Vorrunde mit 2:4 die Segel streichen und somit die erste Saisonniederlage einstecken musste.

Nach verhaltenem Beginn spielte Keeper Kronschnabl in der 7. Minute gut mit und klärte einen gefährlichen Pass, in der 20. Minute flog ein Freistoß-Aufsetzer an seinem Gehäuse vorbei. Zenting hielt in dieser Phase gut dagegen und ließ das Untermitterdorfer Angriffsspiel nicht zur Entfaltung kommen. Die Gastgeber auf der anderen Seite boten allerdings offensiv aus dem Spiel heraus nur Mangelware. Ein paar vereinzelte Freistöße verschafften dabei auch keine Abhilfe. So waren die weiteren erwähnenswerten Gelegenheiten des Spieles dem FCU vorbehalten. Nach einer halben Stunde flankte List vors Zentinger Tor, Keeper Grantner pflückte das Leder Kratschmann inklusive Zusammenprall noch vom Kopf – die Entscheidung des Schiris wäre aber ohnehin auf Stürmerfoul gefallen. In der 40. Minute setzte Köstlmeier einer Hereingabe von Weinmann am kurzen Fünfer-Eck in Bedrängnis an der Kiste vorbei. In der darauffolgenden Szene bestraften Gigl und Pröll einen Abwehrschnitzer der Hausherren nicht. Torlos ging es also in die Kabinen und die zweite Hälfte sollte etwas mehr zu bieten haben. 5 Minuten nach Wiederanpfiff nahm Weinmann einen Longline-Freistoß mit und bediente Pröll im Sechzehner – dessen Tor wurde allerdings wegen angeblichen Rempelns von Kratschmann aberkannt. Eine etwas erstaunliche Entscheidung, die sich aber dadurch etwas relativierte, dass der vorangegangene und die Situation einleitende Freistoß auch etwas zweifelhaft war. Grund zum Jubeln gab es somit erst etwas später. Bis zur 62. Minute mussten sich die vielen mitgereisten Fans gedulden. Da setzte sich Bommel Beckert energisch über außen durch, wartete dann lange, bis Kratschmann einschussbereit postiert war. „Kratsche“ traf die Kugel (wahrscheinlich zum Glück;-) nicht optimal, aber zumindest gegen die Laufrichtung des Zentinger Schlussmanns und diese kullerte zur nun verdienten Führung ins Tor. 5 Minuten später hätten die beiden treffsichersten Torjäger dieser Spielzeit den Sack zu machen müssen. Nach weitem Ball über die Abwehr hinweg, legte Gigl quer zu Weinmann, der den Ball nicht im Gehäuse unterbringen konnte. Evtl. hätte Gigl in dieser Aktion auch etwas eigensinniger sein können – sei’s drum: 23 Minuten waren noch zu überstehen. Köstlmeier klärte in der 70. Minute einen Schuss nach Eckball (natürlich Standardsituation) per Kopf gut einen Meter vor der Linie. Die größte Ausgleichsgelegenheit für die Zentinger gab es dann in der 78. Minute, als ein Zentinger Angreifer bei einer Hereingabe noch vor Kronschnabl an den Ball gelangte, jedoch über das Tor schoss. In der Schlussphase wurde das Geschehen plötzlich hitziger, einige grenzwertige Fouls waren zu sehen und die Zuschauer ließen sich davon gehörig aufschaukeln. In der Folge mussten beim FCU List und Pröll verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Nichtsdestotrotz konnte der FC den knappen Vorsprung über die Zeit retten und die 3 Punkte mit ins Gepäck nehmen. Langsam macht sich die lange Saison mit der relegationsbedingt zu kurzen Sommerpause bemerkbar und das Untermitterdorfer Lager sehnt sicherlich die Winterpause nach den beiden „Hausaufgaben“ gegen Wildenrann und Viechtach herbei. Die Zweite gestaltete ihr Spiel gegen den SV Zenting ebenfalls erfolgreich, hätte dabei allerdings höher als 4:2 gewinnen müssen. Die Tore erzielten Martin Pröll/3 und Benjamin Ertl.

 

 

 

 



23.10.2011

FC Untermitterdorf - SV Teisnach 2:1


Nachdem die „Reserve“ einen 9:2-Kantersieg einfuhr, der durchaus zweistellig ausfallen hätte können (die Tore erzielten Hain/4, M. Pröll/ 2, Grimm, B. Ertl, Hochstrasser) und sich somit für die Hinspielpleite revanchierte, war die Erste am Zug, die das Spiel in der Vorrunde noch unnötig spannend gestaltete.

Die Anfangsphase deutete darauf hin, dass die Himpsl-Elf das Geschehen klarer gestalten sollte. Schon in der zweiten Minute setzte Gü Weinmann das erste Ausrufezeichen, als sein Schuss am Außenpfosten landete. In der zehnten Minute wurde selbigem Spieler ein Foulelfmeter verwehrt, als er von Keeper und Abwehrspieler attackiert wurde - eine durchaus strafstoßreife Szene. Im direkten Gegenzug konnten die `Mitterdorfer tief durchpusten, als ein Schuss von Kilger auf der Latte aufsetzte. Der Überraschungsschuss senkte sich immer mehr und Kronschnabl im Kasten des FCU wäre wohl machtlos gewesen. Untermitterdorf riss nun die Partie wieder an sich. Beckert streifte in Minute 16 knapp an einer Hereingabe vorbei. Kurz darauf tankte sich Kratschmann erst klasse durch, suchte dann aber aus unmöglichem Winkel den Abschluss, anstatt zurückzulegen. Die Untermitterdorfer Angriffsbemühungen wurden nach einer halben Stunde schlussendlich belohnt. Alfred Pröll erkämpfte sich energisch die Kugel und seinen eingeleiteten Spielzug über Kratschmann verwertete Simon Gigl über links mit seinem elften Saisontor zur verdienten Führung. Die Himpsl-Truppe hatte nun alles im Griff, kreierte zwar keine großartigen Torgelegenheiten mehr, ließ aber hinten nichts anbrennen und sollte das 1:0 locker in die Pause schaukeln – wäre da nicht die 43. Minute gewesen, als zum Glück für die Blauhosen der Teisnacher Stürmer vor Kronschnabl nicht kaltschnäuzig genug agierte und die große Ausgleichsmöglichkeit liegen ließ. Hälfte Zwei begann eher zurückhaltend. Dem FC fiel nicht viel ein und Teisnach gelang aus dem Spiel heraus nur herzlich wenig. Die Defensivreihen standen konzentriert und erstickten die einfallslosen Offensivbemühungen im Keim.  Lediglich in der 50. Minute musste Köstlmeier gegen den blitzschnellen Kraus per Grätsche klären. Obwohl Teisnach nun schon mehr investierte, gelang ihnen der Ausgleichstreffer mehr oder weniger aus dem Nichts – eine Standardsituation musste helfen, bei der Kronschnabl keine ganz so glückliche Figur abgab. Einen 30-Meter-Freistoß klatschte er nach vorne ab, anstatt ihn über die Latte zu lenken und für Dachs war es ein leichtes, das Runde im Eckigen unterzubringen. Untermitterdorfs Lethargie wurde damit gnadenlos bestraft und die Zuschauer hofften auf den Hallo-Wach-Effekt, der leider nicht ganz einsetzte – vieles deutete auf eine Punkteteilung hin. Gü Weinmann setzte noch einen Schuss übers Gehäuse und Klaus Brunnbauer verlängerte einen Ertl-Freistoß nur knapp neben den Pfosten. Weitere wütende Angriffe des FCU wurden entweder zu hastig fertig gespielt oder man blieb im Abschluss zu aufgeregt. Alfred Pröll ließ aber dann in Minute 84 seine individuelle Klasse, die Spiele entscheiden kann, aufblitzen. Mit einem tollen Pass in die Schnittstelle der Abwehrreihe setzte er Gigl in Szene, der bis zur Grundlinie durchlaufen wollte. Ein Teisnacher wollte die Situation riskant bereinigen, grätschte am Spielgerät aber vorbei und brachte so Gigl ins Straucheln. Der Schiedsrichter entschied sofort auf Elfmeter, den Robert Ertl sicher zum 2:1 verwandelte. Ein hart erkämpfter Sieg für Günther Himpsl und seine Mannen, die damit ihre Vormachtstellung im Spitzentrio untermauern konnte und sich zu Platz 4 schon mit 11 Punkten distanzieren konnte.

Am kommenden Sonntag heißt es nun, die Auswärtshürde Zenting zu bewältigen. Für die 2:4-Heimschlappe steht die Devise auf Wiedergutmachung, doch dazu muss in Anbetracht der letzten beiden Spiele noch eine gehörige Schippe drauf gepackt werden.



 

 

                                                                                                                                                          16.10.2011

SV Bischofsmais - FC Untermitterdorf 1:2


Zum Rückrundenauftakt erwartete die Himpsl-Truppe ein heißer Tanz beim Auswärtsderby in Bischofsmais. Den besseren Start erwischte dabei der Gast mit guten Möglichkeiten nach Standards. In Minute 12 ließ Bischofsmais‘ Schlussmann einen Pröll-Freistoß nach vorne abprallen, doch das Leder konnte in höchster Not noch aus der Gefahrenzone bugsiert werden. Bei der darauffolgenden Ecke von Gigl lauerte Pröll im Rückraum und kam zum Schuss, der gut pariert wurde. In der 24. Minute stand schon wieder Alfred Pröll im Mittelpunkt. Weinmann schirmte den Ball gut ab, wartete auf das erst spät nachrückende Mittelfeld und legte ab. Prölls Schuss streifte nur knapp am rechten Pfosten vorbei. Untermitterdorfs Angriffsbemühungen wurden 2 Minuten später belohnt als Gigl auf Weinmann flankte. Dessen ansehnlicher Drehschuss landete exakt neben dem Pfosten zum 1:0 im Netz. Die hochmotivierten Gastgeber aus Bischofsmais kamen erst kurz vor der Pause zu ihrer ersten Gelegenheit. Nach einem Eckball kam Lohberger am langen Pfosten zum Kopfball, hatte das Visier aber zu hoch eingestellt. Durchgang Zwei begann wie auch die erste Hälfte erst einmal behäbig – bis zur 54. Minute. Bischofsmais schlug eine Flanke aus dem Halbfeld in den `Mitterdorfer Strafraum, wo ein Angreifer im Abseits lauerte. Beckert wollte per Kopf zur Ecke klären, überwand jedoch Torwart Kronschnabl in bester Stürmermanier zum vermeintlichen Ausgleich. Nach Blickkontakt mit dem Linienrichter annulierte Schiedsrichter Stoffel den Treffer – eine nach dem Regelwerk korrekte Entscheidung, bei der sich der FC Untermitterdorf glücklich schätzen konnte, denn in „unteren“ Klassen agieren Schiedsrichter in solchen Situationen sicher nicht immer so weitsichtig. Dem Bischofsmaiser Lager konnte man deren Ärger freilich auch nicht übel nehmen. Im direkten Gegenzug verpasste Gü Weinmann sogar noch die Höchststrafe, als sein Schuss nur Zentimeter am Kasten vorbeistrich. Insgesamt aber bot die zweite Hälfte nur wenig Torraumszenen. Der FCU ließ sich vom Hauruck-Fußball des Gastgebers nun teilweise anstecken und brachte nur wenig Konstruktives in der Offensive zustande. In der Folgezeit ließ der Unparteiische das Geschehen obendrein etwas aus den Händen gleiten. Viele Nicklichkeiten störten den Spielfluss, einige Akteure versuchten den Dezibelrekord im Aufschreien zu gewinnen und aus der Brusttasche des Schiris flogen die Karten plötzlich im Minutentakt. Einzig Hausherrenspieler Lohberger bekam in der 77. Minute zurecht die Ampelkarte – diesmal allerdings nicht durch eines seiner gefühlten 18 Fouls, sondern durch Provokation in Richtung Zuschauerränge, die dessen Herausstellung schon längere Zeit skandierten. In der 82. Minute sollte Weinmann der aufgeheizten Derbystimmung mit seiner mutmaßlichen Vorentscheidung den Wind aus den Segeln nehmen. Nachdem er seinen Gegenspieler lupenrein „blitzte“, vollendete er aus 20 Metern trocken zum 2:0. Doch das Spiel blieb hitzig und als die Untermitterdorfer Defensive in der 85. Minute nach Freistoß aus dem Halbfeld nicht eng genug manndeckte und somit den Anschlusstreffer kassierte, zitterten doch noch einige um den sicher geglaubten Dreier. Eine Minute später fingen sich mit Gigl und Pfaller Spieler beider Parteien jeweils Gelb-Rot nach Meckern ein. Über diese Entscheidung konnten die beiden verdutzten Spieler jedoch sogar etwas Schmunzeln und Arm in Arm in Richtung Sonnenuntergang schlendern. Der FCU musste noch zwei Standardsituationen überstehen, ehe man den Sieg und die „dreckigen“ drei Punkte bejubeln konnte - umso wertvoller, da sich die Verfolger Fürsteneck und Zwiesel die Punkte teilten. Mit der Spvgg Teisnach lädt der FC Untermitterdorf am kommenden Wochenende zum nächsten Landkreisderby, das man sicherlich gewillt ist, wie in der Vorrunde erfolgreich zu gestalten. Die Reserve indes präsentierte sich im Gegensatz zu der guten Vorstellung in Neudorf desolat und trat nicht wie in der Vorwoche als Mannschaft auf. Folglich musste man gegen keinesfalls übermächtige Gastgeber eine verdiente 1:5-Schlappe hinnehmen. Das Führungstor für den FCU erzielte Martin Pröll.



 

 

                                                                                                                                                          09.10.2011

SV Neudorf - FC Untermitterdorf 2:4


Trotz zweier Siege gegen den direkten Konkurrenten musste man dem SV Neudorf vergangene Saison die Meisterschaft überlassen. Die Tabellensituation gestaltet sich in dieser Spielzeit zwar etwas anders, doch erwartete man auswärts doch einen schweren Fight gegen immer mehr in Schwung kommende Neudorfer. Die Anfangsphase der Partie konnte zunächst als gegenseitiges Abtasten beschrieben werden. Sicher hatte Neudorf Respekt vor dem „Angstgegner“ der letzten Jahre, doch auch der FC hatte in den letzten beiden Spielen etwas an Euphorie und Selbstvertrauen eingebüßt. Erst in der 17. Minute kam der FCU erstmals gefährlich vors Tor – und schlug prompt zu. Nach robustem Einsatz von Simon Gigl im Mittelfeld, flankte Alfred Pröll genial zu Gü Weinmann. Dieser nahm sich das Leder herunter, legte nach innen, vollstreckte mit links ins lange Eck und besiegte somit auch seine Ladehemmung im Abschluss. Der FC wurde nun dominanter. Manu Fischer setzte Kratschmann schön in Szene, welcher es Weinmann gleich machen wollte. Auch er zog nach innen, zielte jedoch weit drüber. In der 21. Minute zeigte sich Weinmann bei seinem Vorlagengeber erkenntlich, indem er 20 Meter vorm Tor quer entlang lief, bis sich eine Schnittstelle öffnete. Der durchlaufende Pröll ließ noch Keeper Töpfl aussteigen und vollstreckte zum 2:0. Drei Minuten später servierte wieder Weinmann per Flanke Gigl. Dieser ging Risiko, brachte den Ball aber dann nicht kontrolliert Richtung Tor. Nun gönnte sich Untermitterdorf eine kleine Auszeit und man ließ sich knappe 5 Minuten etwas hinten reindrängen. Neudorf konnte dies nicht nutzen und so gehörte die nächste Gelegenheit wieder den Gästen, als Prölls Kunstschuss nur minimal am Tordreieck vorbeistrich. In Minute 38 sah Wurstbauer den freien Gigl, dessen strammer Schuss prallte an den Pfosten und von dort auch noch direkt in die Arme von Neudorfs Schlussmann. Die beruhigende 2:0-Führung blieb dann bis zum Halbzeitpfiff unangetastet.

Die zweite Hälfte begann zunächst, wie die erste endete. Der FC Untermitterdorf investierte nicht genug und wurde im Gegensatz zu Durchgang eins, wo man keine Hochkaräter zuließ, sogleich bestraft. 4 Minuten nach Wiederanpfiff klärte Kronschnabl im Kasten des FC erst gut, beim zweiten Versuch von rechtsaußen war er allerdings machtlos. Auch Robert Ertls Klärungsversuch von der Linie scheiterte. So geriet die in sichere Fahrwasser geleitete Begegnung doch noch in Gefahr. Mit einer klasse Freistoßvariante wollte man den SVN in der 51. Minute überraschen. Diese wurde aber nicht in letzter Konsequenz fertig gespielt und somit auch nicht belohnt. Obwohl es so schien, als ob die Himpsl-Elf weiter noch nicht mehr fürs Spiel tat, kam man trotzdem weiter zu Chancen. Weinmanns lief auf Neudorfs Keeper zu, der schon fast am Boden lag aber doch noch per Fußabwehr klären konnte. Hier hätte Gü sicher eine andere Alternative wählen sollen. Nach einer guten Stunde setzte Pröll einen energischen Sololauf an, sein krönender Lupfer konnte gerade noch von der Linie gekratzt werden, was die Jubelschreie von der `Mitterdorfer Bank verstummen ließ. Noch leiser wurde es zwei Minuten später. Beckert verlor das Laufduell über links, der Ball wurde von der Grundlinie perfekt an den Elferpunkt zurückgelegt und von dort zum Ausgleich verwandelt. Nun galt es für den FC endlich wieder den Schalter umzulegen. Und schneller als erwartet wendete sich das Blatt – auch etwas glücklich – für die Gäste. Ein Schuss von Gigl wurde unhaltbar abgefälscht und landete zum 3:2 im Netz – bereits das zehnte Saisontor von Gigl. In der 79. Minute haderten die Gastgeber mit dem Schiedsrichter. Senninger ging nach Luftzweikampf mit Köstlmeier und Kronschnabl, die gemeinsam klären konnten, zu Boden. Es gab keinen Strafstoß und wohl auch die Neudorfer selbst müssen im Nachhinein zugeben, dass eine derartige Situation nicht elfmeterreif zu bewerten sei. In der 83. Minute hatte Gigl die Entscheidung auf dem Fuß, doch sein toller Freistoß landete am Pfosten, schon der zweite Alutreffer für ihn heute. Nach einigem Zittern gelang der Elf um Capitano Klaus Brunnbauer dann doch noch das 4:2. In der dritten Minute der Nachspielzeit setzte sich Beckert durch, fand in der Mitte List mit seinem ebenfalls Richtung Ball grätschenden Gegenspieler und das Spielgerät zappelte irgendwie im Netz. Der FC Untermitterdorf sicherte sich damit den – natürlich bedeutungslosen – „Titel“ des Herbstmeisters und steht nach dem Patzer von Zwiesel sogar wieder alleinig an der Spitze. Am kommenden Wochenende wird man vom SV Bischofsmais zum Derby erwartet – wieder ein Gegner, der nach miserablem Saisonstart scheinbar langsam wieder erstarkt und der Himpsl-Elf deswegen sicher alles abverlangen wird, ehe man mit Punkten im Gepäck die kurze Heimreise antreten könnte.

Die Reserve zeigte beim hohen Favoriten Neudorf eine starke und kombinationssichere erste Hälfte und lag auch verdient durch einen Treffer von Hain mit 1:0 in Front. Eigentlich hätte man aber einen höheren Vorsprung herausschießen müssen. In der zweiten Hälfte legte Neudorf eine Schippe drauf und drehte das Match zum 3:1. Nichtsdestotrotz kam Udorf zu weiteren Hochkarätern und hätte sicherlich ein Pünktchen beim starken Widersacher verdient gehabt.

 

 

 

                                                                                                                                                          03.10.2011

FC Untermitterdorf – SV Riedlhütte  0 : 2


Nachdem man in einem nervenaufreibenden Spiel vom Tabellenletzten aus Kötzting mit den 3 Punkten im Gepäck zurückkam, erwartete am Tag der deutschen Einheit mit dem SV Riedlhütte ein anderes Kaliber. Die Mannschaft um Spielertrainer Alexander Schraml ist seit Jahren ein fester Bestandteil der Kreisliga und hat schon des Öfteren am Aufstieg in die Bezirksliga gekratzt. Coach Himpsl konnte im Vergleich zum Samstagspiel wieder Michael Köstlmeier in der Innenverteidigung aufbieten.

Bei schönstem Fußballwetter und der prächtigen Kulisse von ca. 300 Zuschauern wurde schon in den ersten Minuten deutlich das sich die Gäste einiges vorgenommen hatten. Mit kompaktem Spiel, guten Zweikampfverhalten und blitzschnell vorgetragenen Kontern machten sie dem FCU schon anfangs schwer zu schaffen. Dennoch verbuchte die Heimelf die erste kleine Chance als ein Eckball nur mit Mühe von der Gästeabwehr aus der Gefahrenzone befördert werden konnte. In der 13. Minute war nach einer unglücklichen Kopfballverlängerung von Robert Ertl plötzlich Gästestürmer Auerbeck durch, TM Kronschnabl stellte ihn im 1 gegen1 und blieb mit etwas Glück auch Sieger in diesem Duell. In dieser Phase war zwar die Heimelf das Team mit den größeren Spielanteilen, doch der SV Riedlhütte verteidigte sehr geschickt und lies keine zwingende Torchance zu. In der 24. Minute schalteten die Gäste wieder nach einem Ballgewinn schnell um und fuhren einen ihrer gefährlichen Konter. Nach einem Doppelpass war der schnelle Häusler auf der rechten Seite durch, seine Hereingabe fand Mittelfeldakteur Kaatz in der Mitte, dessen Schuss aus 5 Metern von TM Kronschnabl noch pariert werden konnte. Den Ball aus kurzer Distanz konnte er jedoch nicht festhalten, und so gelang Herbert Auerbeck das überraschende aber nicht unverdiente 1:0 aus Sicht der Gäste. Nur drei Minuten später folgte um ein Haar der zweite Nackenschlag für den FCU. Wieder war nach einem schönen Konter der pfeilschnelle Häusler auf und davon und fand einen Mitspieler im Rückraum, doch dessen Schuss konnte im letzten Moment geblockt werden. In der 30. Minute das nach einiger Zeit die erste Antwort der Himpsl – Truppe als Simon Gigl nach einem kurz ausgeführten Freistoß aus 18 Metern abzog, sein Schuss aber knapp vorbei zischte. Nun war Untermitterdorf wieder am Drücker und schnürte die Gäste zum Teil am eigenen 16er ein. In der 41. Spielminute hatte dann Stefan Kratschmann nach einem Eckball den Ausgleich auf dem Fuß, doch seine Volleyabnahme aus 5 Metern ging weit übers Tor. So wurden mit dem knappen Rückstand die Seiten gewechselt.

Die zweite Halbzeit begann mit einer Großchance der Gäste zum zweiten Treffer. Nach einem Stellungsfehler in der Defensive tauchte Moser alleine vor dem Gehäuse auf, er überlupfte den herauseilenden Schlussmann des FCU, doch der Ball landete auf dem Tornetz. Die Hoffnungen im Lager des FC auf eine bessere zweite Hälfte wurden schon in der Anfangsphase auf ein Minimum reduziert. Der SV Riedlhütte stand weiterhin sehr kompakt, war zweikampfstark und immer den berühmten „Schritt schneller“ am Ball. Untermitterdorf hingegen suchte sein Heil meist in weiten Bällen auf die beiden Stürmer, die jedoch die Gästeabwehr kaum vor Probleme stellten. In der 59. Minute eine weitere Chance für den SVR als nach einer Ecke die darauf folgende Direktabnahme das Tor knapp verfehlte. Es dauerte bis zur 71. Minute bis zur ersten richtig guten Gelegenheit der Heimelf. Nach einem fein vorgetragenen Angriff prüfte Kratschmann den ansonsten souveränen Gäste – Keeper Basteka, dieser konnte den platzierten Flachschuss nicht festhalten, doch der nachsetzende „Gü“ Weinmann traf aus spitzem Winkel nur das Außennetz. Ein paar Minuten nach dieser bislang größten Chance zum Ausgleich schafften die Gäste die vermeintliche Vorentscheidung. Der Riedlhütter Altstar Alexander Schraml setzte sich hervorragend gegen drei FC’ler durch und passte mit viel Übersicht in die Mitte, wo Christian Moser der Ball nur noch zum 0:2 ins leere Tor schieben musste. Nun war scheinbar auch die letzte Hoffnung auf einen Punktgewinn dahin. Mit wütenden Angriffen wollte der FCU den Anschlusstreffer erzwingen. Doch die zumeist hoch in die Spitze gespielten Bälle aus der eigenen Abwehr brachten die Gäste – Defensive kaum in Bedrängnis. Bis auf einen schönen Linksschuss des in der Luft hängenden Weinmann konnte Untermitterdorf keine ernst zu nehmende Torchance verzeichnen. So blieb es beim verdienten Sieg der cleveren Gäste, die sich an diesem Nachmittag als eine Nummer zu groß erwiesen. Vor allem die spielerische Leichtigkeit aus den ersten Saisonspielen scheint der jungen Mannschaft des FCU im Moment etwas abhandengekommen zu sein. Trotz allem kann man mit dem bisherigen Saisonverlauf hochzufrieden sein. Nächste Woche trifft die Himpsl – Truppe mit dem SV Neudorf auf einen alten Bekannten aus der letzten Saison. Damals konnte man beide Duelle für sich entscheiden, doch die Elf um „Matze“ Karlsdorfer ist nach einem katastrophalen Saisonstart richtig gut in Tritt und wird ein harter Gegner.

Die Reserve zeigte gegen die zweite Garnitur des SV Riedlhütte  gute Moral und drehte ein 0:2 in einen knappen aber verdienten 5:4 Sieg. Die Tore in diesem offenen Schlagabtausch erzielten Hain (2x), Kapfenberger, Hochstrasser und M. Pröll. Im Auswärtsspiel gegen den SV Neudorf stehen die Jungs von Coach Franz Kölbl vor einer schweren Aufgabe und würden schon mit einem Teilerfolg überraschen.

 

 

 




                                                                                                                                                          01.10.2011

FC Bad Kötzting II – FC Untermitterdorf  3 : 5

 

Nach dem hart erkämpften Heimsieg gegen den SV Perlesreut musste der FCU die weite Fahrt zur Reserve des FC Bad Kötzting antreten. Beim abgeschlagenen Tabellenschlusslicht war man zwangsläufig zum Siegen verdammt, und genau das war auch die große Gefahr dieser undankbaren Aufgabe. Personell musste Coach Himpsl die Innenverteidigung aufgrund des Fehlens von Abwehrchef Michael Köstlmeier umbauen. Für ihn rückte Manuel Fischer nach innen, und Andreas Raith begann auf der linken Seite der Viererkette.

Die ersten Minuten dieser Partie gestaltete der FCU verheißungsvoll für die ca. 30 mitgereisten Anhänger. Mit weiten Diagonalbällen brachte man immer wieder die hoch stehende Abwehr der Hausherren in Verlegenheit. In der 10. Minute fand einer dieser Pässe den durchstartenden Weinmann, dieser zog nach innen und steckte den Ball  durch zu Beckert, der konnte aber den Ball nicht sauber kontrollieren und wurde abgeblockt. 3 Minuten später stand wieder Weinmann im Mittelpunkt als er einen Freistoß aufs lange Eck schlenzte, doch der Torwart der Hausherren zur Stelle war. Auch in der 20. Minute setzte sich der Sturmführer des FCU nach einem schönen Diagonalball von Robert Ertl gut durch, sein Schuss aus 16 Metern ging aber über den Kasten. Nach diesen ersten guten Minuten der Himpsl – Truppe kam jedoch in der 24. Minute die kalte Dusche. In der Vorwärtsbewegung verlor Pröll den Ball, dieser wurde schnell weitergespielt auf den Hausherrenspieler Liebl, der von links in die Mitte zog und aus 25 Metern einfach mal drauf hielt. Sein Schuss senkte sich unhaltbar für den etwas zu weit vor seiner Kiste stehenden TM Kronschnabl zur Führung der Landesligareserve ins Netz. Nun wurde die Aufgabe für den Tabellenprimus natürlich nicht einfacher. 3 Minuten nach diesem Rückschlag hätte man sich schon wieder rehabilitieren können. Wieder war es Weinmann der auf Beckert durchsteckte, dieser steuerte alleine aufs Tor zu, aber der gute Schlussmann der Hausherren klärte per Fußabwehr. In der 32. Minute fiel dann aber doch der zu dem Zeitpunkt hochverdiente Ausgleich. Innenverteidiger Manuel Fischer hebelte wieder mit einem weiten Diagonalball die gegnerische Viererkette aus, „Gü“ Weinmann war auf links durch, und dessen Querpass vollendete Stoßstürmer Kratschmann in Torjägermanier aus 6 Metern. Keine 5 Minuten später führte fast eine Kopie des 1:1 zur Führung für den FCU. Wieder erreichte einer dieser gefährlichen Diagonalbälle den quirligen Weinmann, dieser bewies erneut viel Übersicht, legte die Kugel quer auf den mitlaufenden Gigl, und dieser „zimmerte“ den Ball unhaltbar mit seinem rechten (!!!) Fuß neben den Pfosten. Spätestens jetzt hatte man das Gefühl, dass Untermitterdorf das Spiel auf seine Seite gezogen hat. Schon zwei Minuten nach dem Tor zum 2:1 hatte zudem der eingewechselte Wurstbauer die Großchance zum dritten Treffer. Doch nach seinem schönen Solo über die rechte Seite scheiterte er mit seinem Schuss aufs kurze Eck am weiterhin sehr souveränen Torwart der Hausherren. So wurden mit der knappen Führung die Seiten gewechselt, und man hatte aufgrund des Spielverlaufes nicht das Gefühl das hier noch viel anbrennen könnte. Die folgende zweite Hälfte sollte jedoch den einen oder anderen FCU – Fan an den Rande des Nervenzusammenbruchs bringen!

Schon 3 Minuten nach Wiederanpfiff hielt der Untermitterdorfer Anhang zu ersten Mal den Atem an, als Andreas Raith einen kapitalen Rückpass spielte, und Keeper Kronschnabl nur noch mit der Hand klären konnte. Ein indirekter Freistoß aus 6 Metern war die Folge dieser unkonzentrierten Aktion in der FC – Defensive. Diesen drosch der beste Hausherrenakteur, Alberto Infantino, aber zum Glück für Untermitterdorf in die Mauer. Nun kam die Landesligareserve durch die Nachlässigkeiten des FCU immer besser ins Spiel und drängte auf den Ausgleich. Dieser war dann in der 55. Minute auch die logische Konsequenz, als Rechtsverteidiger List nicht energisch genug störte, die Flanke den Kötztinger Legionär Simandl fand, und dieser mit einem Kunstschuss aus 16 Metern vollendete. In dieser Phase des Spiels zeigten die Jungs von Coach Himpsl die bislang schwächste Vorstellung der Saison und konnten sich kaum noch konstruktiv befreien. Nur 4 Minuten nach dem Ausgleich lenkte TM Kronschnabl eine abgefälschte Hereingabe von Simandl mit einem Blitzreflex an den Außenpfosten. Kötzting gewann nun fast jeden Zweikampf und wollte die Führung. Ein Freistoß aus halblinker Position führte dann auch zum nicht unverdienten 3:2 für die Hausherren, als Dachs in den gut getretenen Ball spritzte und ihn ins lange Eck köpfte. Einige im Fan - Lager des FCU sahen nun schon langsam die Felle davon schwimmen. Doch gerade jetzt zeigte die Mannschaft um Kapitän Klaus Brunnbauer Charakter und stemmte sich gegen die drohende Niederlage. In der 63. Minute war Weinmann auf der rechten Seite durch, doch sein Querpass wurde im letzten Moment geklärt. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch zwischen den beiden Teams. Untermitterdorf wollte den Ausgleich, doch musste man sich vor den Kontern der Hausherren ständig in Acht nehmen. In der 74. Minute hatte dann das Duo Pröll / Weinmann seinen großen Auftritt. Ersterer setzte sich energisch im Mittelfeld durch und spielte mit letztem Einsatz einen Zuckerpass auf Weinmann der alleine auf den Keeper zusteuerte, diesen cool umkurvte und zum 3:3 vollstreckte. Nun war plötzlich der FCU wieder obenauf und drückte seinerseits auf den Führungstreffer. In der 79. Minute war es wieder Pröll der sich gut durchsetzte und Weinmann im 16er bediente. Dieser konnte von seinem Gegenspieler nur mehr durch ein Foul gestoppt werden, was logischer Weise der gute Schiedsrichter mit einem Elfmeter bestrafte. Robert Ertl übernahm die Verantwortung und versenkte die Kugel zum viel umjubelten 4:3 für den FC Untermitterdorf. In der 84. Minute hätte der ständig brandgefährliche „Gü“ Weinmann, der 3 der 4 Tore vorbereitete, den Deckel drauf machen können als er wieder alleine auf den Keeper zusteuerte. Diesmal legte er sich den Ball jedoch zu weit vor und wurde abgedrängt. So mussten Fans und Betreuer des FCU bis zur 88. Minute um den Sieg zittern, ehe Stefan Kratschmann demonstrierte was an diesem Tag am Ende wohl den Unterschied machte. Nach einem Pass von Manuel Fischer setzte er sich an der Mittellinie im Zweikampf mit unbedingtem Willen durch und zog mit dem Ball in den 16er. Statt selber abzuschließen legte er nochmal uneigennützig quer zum mitgelaufenen Simon Gigl, und dieser schlenzte die Kugel zum erlösenden 5:3 in die Maschen. Danach passierte nicht mehr viel und der FCU konnte den Sieg über die Zeit schaukeln.

Nach diesem hart erkämpften Dreier empfängt man nun den SV Riedlhütte auf dem Sportgelände des FC Untermitterdorf. Mit dem wieder zur Verfügung stehenden Abwehrchef Michael Köstlmeier kehrt hoffentlich auch wieder die Stabilität in der Defensive zurück. Wenn die Einstellung zum Spiel von der ersten Minute an stimmt, sollte man den Platz zumindest nicht als Verlierer verlassen. Doch die Gäste um ihren Spielertrainer Alexander Schraml mussten in den letzten 7 Spielen nur eine Niederlage einstecken, und sind sicherlich ein sehr gefährlicher Gegner.



 

 

                                                                                                                                                          25.09.2011

FC Untermitterdorf – SV Perlesreut  1 : 0


Trotz der Galavorstellung beim 5:1 Sieg in Fürsteneck hatte man im Lager des FC Untermitterdorf eine gehörige Portion Respekt vor dem ehemaligen Landesligisten SV Perlesreut. Diese waren als Geheimfavorit auf den Titel in die Saison gestartet, konnten jedoch die hohen Erwartungen bislang nur zum Teil erfüllen. Chefanweiser Günther Himpsl vertraute in diesem schweren Heimspiel auf den gleichen Kader wie schon in der Vorwoche.

Bei idealen äußeren Bedingungen, und einer prächtigen Kulisse von 270 fußballbegeisterten Fans entwickelte sich von Anfang an ein flottes Spiel auf hohem Kreisliganiveau. Bereits in der 2. Minute hatten die berüchtigten „Bengweiber“ des FCU den ersten Torschrei auf den Lippen. Eine schöne Flanke aus dem Halbfeld erreichte den auf links durchstartenden Simon Gigl, doch der seit Wochen in Topform aufspielende Flügelflitzer schlenzte das Spielgerät aus etwa 11 Metern knapp über den Kasten. Die Gäste zeigten sich von dieser ersten Chance für die Hausherren allerdings vollkommen unbeeindruckt und suchten selbst ihr Heil in der Offensive. Man konnte schon in den ersten Minuten erkennen, mit welch spielstarken und gut organisierten Gegner man es hier zu tun hatte. Mit schnellem und ansehnlichem Kombinationsspiel, und vor allem über den quirligen Max Bachl, gelang es den Gästen immer wieder die Abwehr zu beschäftigen. In der 10. Minute dann der erste große Aufreger im Spiel. Eine weite Flanke eines Gästespielers von der linken Seite flog in den 16er des FCU, wo Verteidiger Manuel Fischer und sein Gegenspieler gleichzeitig zum Ball gingen, und dieser nach einem Pressschlag ins Toraus ging. Als der Gästespieler jedoch mit einem lauten Schrei zu Boden sank, wurden die Zuschauer plötzlich von einem Pfiff des Schiedsrichters überrascht. Dieser entschied zur Verwunderung aller auf Elfmeter für den SV Perlesreut! Da der Unparteiische einen denkbar ungünstigen Blickwinkel zur der Situation hatte mag man ihm diese Fehlentscheidung nachsehen. Dass auf Nachfragen von FCU – Kapitän Klaus Brunnbauer jedoch der Linienrichter, der etwa 5 Meter neben der Szene stand, zweimal (!!!) bestätigte es sei kein Elfmeter gewesen, dieser es aber trotzdem nicht für notwendig erachtete seinen Hauptschiedsrichter davon zu unterrichten ist schon etwas fragwürdig. Nichtsdestotrotz lief Gästeakteur Lichtenauer zum Strafstoß an, doch Hausherren-TM Mich Kronschnabl tauchte wieselflink ab und konnte den gut getretenen Ball noch um den rechten Pfosten drehen. Nach diesen aufregenden Minuten mussten erst mal beide Mannschaften kurz durchschnaufen, dann wurde das Tempo aber sofort wieder erhöht. Perlesreut hatte Blut geleckt und wollte die Führung, doch auch der FCU setzte jetzt wieder vermehrt Akzente in der Offensive und es entwickelte sich ein ansehnliches Spiel dem nur die Tore fehlten. Nachdem in der 15. Minute den Gästen zu Recht der vermeintliche Führungstreffer wegen Abseits aberkannt wurde, köpfte auf der Gegenseite Klaus Brunnbauer eine Ecke von „Gü“ Weinmann knapp daneben. Wiederum nur 5 Minuten später hätte Max Bachl nach einem fatalen Querpass in der Hintermannschaft der Heimelf mehr aus der Situation machen können. Sein Heber aus gut 25 Metern ging aber glücklicherweise über den Kasten des FCU. Die restliche Spielzeit im ersten Abschnitt spielte sich hauptsächlich zwischen den beiden Strafräumen ab, wobei der Gast gefühlt mehr Spielanteile hatte und auch etwas spritziger wirkte. So gingen die Mannschaften nach aufregenden 45 Minuten mit einem torlosen Unentschieden in die Kabinen.

Auch nach der Pause blieben klare Torchancen auf beiden Seiten aus, und die Teams bekämpften sich vorwiegend mit spielerischen Mitteln und hohem läuferischen Aufwand im Mittelfeld. Leider passte sich der Schiedsrichter diesem guten Spielniveau nicht an. Mit teilweise sehr schwer nachzuvollziehenden Entscheidungen auf beiden Seiten machte sich dieser den Nachmittag selber schwer. Glücklicherweise gab es hüben wie drüben keine strittigen Situationen in den Strafräumen was schlimmeres verhinderte. In der 67. Minute gab es nach einem Foul am wieder einmal glücklosen FC – Torjäger Weinmann einen Freistoß aus halbrechter Position. Der unermüdlich werkelnde Alfred Pröll jun. schlenzte den Ball in Richtung zweiten Pfosten, dort stieg „Capitano“ Klaus Brunnbauer gegen den SV’ler Roland Bauer zum Kopfball hoch, und ehe sich die Beteiligten wieder orientieren konnten zappelte die „Torfabrik“ bereits wie eine frisch gefangene Forelle im Netz. Doch nicht der Spielführer des FC beförderte diesen dort hin, sondern Gästespieler Bauer überlistete seinen eigenen Torhüter mit einer unhaltbaren Bogenlampe zum 1:0. Nach der Führung wurde Perlesreut noch offensiver, und so ergaben sich mehr Räume für das gefährliche Konterspiel der Heimelf. Wäre die eine oder andere Situation mit mehr Übersicht und Ruhe fertiggespielt worden, hätte das Spiel vielleicht frühzeitig entschieden werden können. So aber mussten Spieler, Trainer und Fans des FCU bis zum Schluss gegen nie aufsteckende Gäste zittern. In der 92. Minute hatte Weinmann nach einem weiten Ball von Pröll die Chance zur Entscheidung, doch sein Heber ging knapp über den Kasten. Beim letzten verzweifelten Angriff des SVP versuchten sie es mit einem Distanzschuss aus 30 Metern, den TM Kronschnabl vermeintlich sicher parierte. Irgendwie flutschte ihm der Ball jedoch aus den Händen und ging ins Toraus. So kamen die Gäste noch zu einem unverhofften Eckball bei dem sie mit Mann und Maus nach vorne stürmten. Die scharf getretene Ecke sorgte nochmal für gehöriges Durcheinander im Strafraum des FCU, denn ausgerechnet Eigentorschütze Bauer kam aus 6 Metern völlig frei zum Kopfball. Doch der sichere FC – Rückhalt Kronschnabl machte seinen kleinen Lapsus von zuvor mit einem sensationellen Reflex auf der Linie wett, und Köstlmeier beförderte den Ball endgültig aus der Gefahrenzone. Insgesamt war der Dreier gegen einen starken Gegner nicht unverdient, auch wenn er in der Entstehung etwas glücklich zustande kam. Am anstehenden Doppelspieltag muss die Himpsl – Elf zuerst beim Tabellenschlusslicht Bad Kötzting II antreten, und am Tag der deutschen Einheit gegen den SV Riedlhütte Farbe bekennen. Sollte es dem FC gelingen an die Leistungen der letzten Wochen anzuknüpfen ist in beiden Spielen die volle Punkteausbeute drin. Doch die Elf um Torjäger Weinmann muss auf der Hut sein, denn angeschlagene Gegner sind bekanntlich oft am gefährlichsten!

Die Reserve zeigte sich gegenüber den Vorwochen stark verbessert und siegte souverän mit 4:0 gegen Perlesreut II. Die schön herausgespielten Tore erzielten Oldie Kufner (2x), Ertl „Slamdunk“ B. und Kapfenberger. Auch sie peilen bei einer ähnlichen Leistung im Heimspiel gegen den SV Riedlhütte II einen weiteren Dreier an.

 

 




                                                                                                                                                          18.09.2011

DJK Fürsteneck – FC Untermitterdorf 1 : 5


Nach der Niederlage in Oberdiendorf und dem Unentschieden gegen den SC Zwiesel, reiste das Untermitterdorfer Lager mit gemischten Gefühlen zum schweren Auswärtsspiel beim neuen Tabellenführer aus Fürsteneck. Die spielstarke Heimmannschaft um ihren routinierten Spielertrainer Klaus Habereder ging aufgrund der jüngsten Ergebnisse auch als Favorit in dieses Spitzenspiel „Erster gegen Zweiter“. Trainerfuchs Günther Himpsl konnte den zuletzt fehlenden Stefan Kratschmann wieder in die Startelf beordern. Dagegen fallen Tom Brunnbauer und Martin Hochstrasser mit Knieverletzungen wohl noch längere Zeit aus. Das Spiel begann flott und man merkte schon in den Anfangsminuten, dass sich beide Teams viel vorgenommen hatten. In der 4. Minute wollte der Gegenspieler von FC – Torjäger Günther Weinmann wohl auch gleich ein Signal setzen, indem er diesen mit einem Elenbogenschlag ins Gesicht zu Fall brachte. Der mit 11 Treffern führende in der Torjägerliste konnte nach kurzer Behandlungszeit jedoch weiterspielen. Sechs Minuten später attackierte erneut ein Hausherrenakteur den Angreifer des FC mit einer üblen Grätsche für die er zu Recht die gelbe Karte sah. Man hatte das Gefühl, dass die Heimelf den Top – Torjäger mit extremer Härte die Spielfreude nehmen wollte. In der 22. Minute dann fast die Retourkutsche des FC – Angreifers, als er einen schönen Diagonalball von Alfred Pröll toll mitnahm und zur vermeintlichen Führung vollstreckte. Der Linienrichter hatte jedoch etwas dagegen und entschied auf Abseits. Nur zwei Minuten später die nächste Chance für den FCU als ein Diagonalball von Weinmann den mitgelaufenen Simon Gigl erreichte, dieser jedoch den Ball mit dem Unterarm stoppte und deshalb zu Recht abgepfiffen wurde. Untermitterdorf fand nun immer besser in die Partie und strahlte deutlich mehr Torgefahr aus als der Tabellenführer. Dieser kombinierte zwar immer wieder recht ansehnlich durchs Mittelfeld, doch spätestens am 16er des FC waren sie mit ihrem Latein am Ende. Nachdem in der 25. Minute noch Hermann List an einem Gigl – Freistoß knapp vorbei rutschte, gelang eine Minute später doch der Führungstreffer. Mittelfeldrenner Alfred Pröll spielte den Ball auf den am 16er lauernden Weinmann, dieser leitete geschickt weiter auf Simon Gigl, der die Kugel un-haltbar ins lange Eck hämmerte zum 1:0 für den FCU. In der 33. Minute wurde noch ein Freistoß von Günther Weinmann zur Ecke abgefälscht. Mit dieser knappen, aber hochverdienten Führung ging man dann auch in die Kabinen. Die Heimelf verbuchte nur einige harmlose Weitschüsse die für den sicheren Rückhalt Michael Kronschnabl leichte Beute waren. Die zweite Halbzeit begann gleich mit einer kniffligen Szene für das Schiedsrichtergespann. Ein Angreifer der DJK drang in den 16er des FC ein, und Manuel Fischer traf bei seiner Klärungsaktion wohl auch den Fuß des Hausherrenspielers. Der Schiedsrichter verweigerte jedoch zum Glück für den FCU der DJK den nicht unberechtigten Elfmeter. Dieser hätte dem Spiel sicherlich eine Wendung geben können, doch nachdem Untermitterdorf in Oberdiendorf seinerseits einen klaren Strafstoß nicht zugesprochen bekam, gleichen sich solche Fehlentscheidungen doch im Laufe der Saison immer wieder aus. Die heimische DJK kam nun immer besser in Fahrt und übernahm in der ersten viertel Stunde der zweiten Halbzeit die Spielkontrolle. Diese Drangperiode wurde jedoch von Simon Gigl in der 61. Minute abrupt unterbrochen. Ein weiter Diagonal – Freistoß von Robert Ertl fand irgendwie am langen 16er – Eck den Linksaußen des FCU, dieser nahm sich die Kugel kurz runter und jagte sie vollspann in den Giebel…ein echtes Traumtor! Nun war Untermitterdorf wieder obenauf und die DJK – Defensive wirkte konfus. Nur drei Minuten nach dem 2:0 pulverisierte ein Konter wie aus dem Lehrbuch auch die letzten Hoffnungen der Heimelf. Einen weiten Abstoß von Mich Kronschnabl legte der unermüdlich rackernde Stefan Kratschmann klasse auf „Gü“ Weinmann ab, der bediente den auf rechts durchstartenden Pröll jun. und dessen Querpass vollendete der mitgelaufene Kratschmann zum 3:0. Nun brachen alle Dämme bei der DJK und Untermitterdorf, bei denen jetzt fast alles klappte, hatte noch nicht genug. In der 66. Minute verlängerte wiederum Weinmann mit der Hacke einen Abstoß auf den eingewechselten Wolfgang Wurstbauer, dessen Lupfer noch an der Latte landete, aber der mitgelaufene Gigl den Ball über die Linie drückte und somit seine überragende Leistung mit dem 4:0 krönte. In der 73. Minute belohnte sich ein weiterer Akteur für seinen unermüdlichen Einsatz und Siegeswillen. Alfred Pröll jun. erkämpfte sich gegen einen Verteidiger den Ball, und mit einem Heber aus 25 Metern über den zu weit vor dem Kasten stehenden Torhüter stellte er auf 5:0 für den FC Untermitterdorf! Erst zehn Minuten vor dem Ende kam die heimische DJK zum Ehrentreffer als TM Kronschnabl einen Freitoß von halbrechts etwas unterschätzte, und die Kugel nach einem Gestochere irgendwie durch Reitberger ins Netz befördert wurde. Danach hatte die Heimelf noch die eine oder andere gute Szene gegen die FC – Defensive, die allerdings ein riesen Spiel machte gegen die spielstarken Hausherren. Nach diesem überraschend deutlichen Sieg hat sich die Himpsl – Elf die Tabellenführung wieder zurück gekämpft und geht mit viel Selbstvertrauen in das schwere Heimspiel gegen den SV Perlesreut. Die Reserve verlor ersatzgeschwächt mit 2:6 (Hain, Wiederer) und muss sich auch gegen Perlesreut mächtig strecken um etwas Zählbares zu ergattern.

 

 

                                                                                                                                                       10.09.2011

FC Untermitterdorf - SC Zwiesel 1 : 1


Am Samstag durfte der FC Untermitterdorf den SC Zwiesel zum Spitzenspiel begrüßen. Noch vor wenigen Jahren trennten die beiden Vereine 4 Spielklassen, doch nun sahen auch die über 300 Zuschauer eine Begegnung auf Augenhöhe. Den besseren Start erwischten ganz klar die Gastgeber. Wurstbauer verzog in der sechsten Minute aus 18 Metern knapp. Nur zwei Minuten später nahm Weinmann eine Maßflanke von Beckert volley aus der Drehung, scheiterte aber am Torgebälk. Erst nach 20 Minuten kam der erste Ball auf Kronschnabls Kiste. Bei einem gut getretenen Freistoß musste er sich mächtig strecken. 4 Minuten später war Untermitterdorfs Keeper aber dann doch geschlagen – und das mit der ersten Zwieseler Gelegenheit aus dem Spiel heraus. Ein Zwieseler konnte bis zur Grundlinie durchmarschieren, legte von da aus zurück – ein Zwieseler zog einen Untermitterdorfer Abwehrmann noch geschickt mit sich in Richtung kurzer Pfosten und aus dem Rückhalt konnte Bruckdorfer zum 1:0 ins kurze Eck abschließen. Dass es nun ganz schwer werden würde, konnte man sich denken, denn Zwiesel zeigte trotz Chancenarmut die reifere Spielanlage. Die nächsten Möglichkeiten konnte allerdings wieder der FC für sich verbuchen. Erst schlitterte Gü Weinmann haarscharf an einer weiteren Bommel-Beckert-Flanke vorbei, dann köpfte List eine Ecke knapp am gegnerischen Kasten vorbei. In der 39. Minute folgte dann der Auftritt des überraschend schon rekonvaleszenten Alfred Pröll. Jener nahm es mit dem kompletten Zwieseler Mittelfeld auf, spielte drei Mann aus, die auch mit üblen Grätschen keinen Erfolg hatten und spielte dem zentralen Weinmann in den Fuß. Dieser wiederum erspähte außen den herbeieilenden Gigl, der die Kugel zum verdienten Ausgleich in die Maschen hämmerte. Damit belohnte er nicht nur den ersten richtig feinen Spielzug der Hausherren, sondern machte sich nebenbei auch noch ein perfektes Geburtstagsgeschenk. Nur ganz kurz darauf verpasste Weinmann einen Pass von Wurstbauer um Haaresbreite – der Kepper warf sich dazwischen. Nun wurde die Drangphase des FCU von 2 Querschlägern und dem Ertönen des Halbzeitpfiffes unterbrochen. Die Anfangsphase des zweiten Durchgangs gestaltete sich sehr nervös. Beide Teams schlugen viel hoch und weit nach vorne – eigentlich nicht die konventionelle Spielweise der Kontrahenten. Erst in der 64. Minute loderte nochmal ein Feuerchen auf. Wurstbauers Flanke nach klasse Balleroberung fand allerdings den Weg nicht in die Mitte, wo zwei `Mitterdorfer aufwarteten. Die zweite Halbzeit verlor nun deutlich an Niveau. Nur Weinmann konnte noch einen Weitschuss verzeichnen. Nach einem Luftloch von Verteidiger Fritz zehn Minuten später befand sich Weinmann angeblich knapp im Abseits, dies wäre die große Möglichkeit gewesen. Der FC erkämpfte sich nun wieder ein leichtes Übergewicht, doch das letzte Quäntchen fehlte. Nach bravouröser Balleroberung schickte Pröll Weinmann leider etwas zu steil. Benachteiligt fühlte man sich 2 Minuten vor Schluss, als eine relativ kontrollierte Rückgabe nicht geahndet wurde – wohl eine Kann- aber nicht Muss-Entscheidung. In der letzten Minute zeigte sich der FC noch einmal ungewohnt indisponiert, aber Schiedsrichter Kroiß pfiff pünktlich ab. Eine gerechte Punkteteilung, mit der die Himpsl-Truppe sicher gut leben kann. Am kommenden Wochenende reist man zum Gipfeltreffen nach Fürsteneck, die in Wildenranna nichts anbrennen ließen und nun einen Zähler vor dem FCU im Tabellarium rangiert.

 

 

 

                                                                                                                                                       03.09.2011

TSV-DJK Oberdiendorf - FC Untermitterdorf 2 : 0


An diesem Wochenende erfuhr der FC Untermitterdorf erstmals, wie sehr die lange und harte Kreisligasaison an die Substanz geht. Mit Tom Brunnbauer (Knie), Alfred Pröll (Syndesmoseband), Gigl (Sprunggelenk) und Kratschmann (Muskelfaserriss) mussten vier Stammkräfte ersetzt werden. Dies wälzte sich auch auf den Kader der zweiten Mannschaft um, die durch zusätzliche Ausfälle somit auf 8 Leute verzichten mussten. Mit einer Rumpfelf aus 11 Mann ging man mit 8:0 unter, wobei es in der zweiten Hälfte einer trotzdem großen kämpferischen Leistung der Defensive zu verdanken war, dass es nicht zweistellig wurde. Bei enormer Hitze und anfangs noch in Abwesenheit von Trainer Himpsl (er stieß während des Spiels aus dem Urlaub hinzu) ging dir Truppe um Klaus Brunnbauer die Aufgabe beim starken Aufsteiger, die unter suboptimalen Vorzeichen stand, an. Nach vorsichtigem Abtasten zu Beginn, setzte der FC seine erste Duftmarke. In der 10. Minute prüfte ein Oberdiendorfer Abwehrmann nach gefährlicher Hereingabe von Gü Weinmann seinen eigenen Torwart, der mit tollem Reflex zur Ecke klärte. Nur einen Augenblick später rauschte der nächste scharfe Pass durch den Oberdiendorfer 16er, doch Martin Pröll und Wurstbauer schlitterten am kurzen und langen Pfosten haarscharf vorbei. 5 Minuten später kamen auch die Diendorfer zu ihrer ersten Gelegenheit, als Raith etwas zu weit vom Mann war und Wurstbauer auch noch ausrutschte, doch der resultierende Schuss konnte von einem Abwehrbein abgeblockt werden. Ein nächster Schuss nach Zuordnungsproblemen im Mittelfeld wurde zur Ecke geklärt. In der 23. Minute, nach einer erneuten Ecke, die durch den Strafraum hoppelte, hatten die Gastgeber die größte Chance zur Führung, doch Kronschnabl im FCU-Kasten klärte mit vortrefflicher Fußabwehr. Im direkten Gegenzug ging der gerade eingewechselte Hain ins Laufduell auf Höhe der Mittellinie, als er vom herausgeeilten Torwart von den Füßen geholt wurde. Dass es hierfür nicht einmal Gelb gab, sorgte bereits für ärgerliche Verwunderung. Nach einer halben Stunde klärte Kronschnabl einen 25-Meter-Freistoß zur Ecke, für die bis dato – bis auf die Großchance – nur durch Weitschüsse gefährlichen Hausherren. In der 38. Minute sprang dann alles von den Plätzen. Hain errannte einen Ball noch an der Grundlinie, spitzelte den Ball am anstürmenden Keeper vorbei und wurde klar gelegt. Es gab zum Entsetzen des FCU keinen Elfmeter. Die Frage stellt sich, wieso sich Hain hier fallen lassen hätte sollen, wenn er den Ball nur noch im leeren Tor hätte unterbringen brauchen. Den Regularien entsprechend hätte dies für den Keeper zudem die zweite Gelbe Karte und eine erfrischende Dusche vor Spielende bedeutet. Doch dank Schiedsrichter Prost behielt er in zweierlei Hinsicht die weiße Weste an. Kurz darauf blieb ein Ellbogenschlag gegen Manu Fischer ungeahndet und ermöglichte beinahe die nächste Chance für Oberdiendorf. Ein Freistoß der Gastgeber kurze Zeit später verfehlte knapp das Ziel. Mit dem Halbzeitpfiff eröffnete sich Wurstbauer nach Querpass noch eine Möglichkeit, doch er legte sich den Ball nochmals am Gegner vorbei und verzog weit. Direkt abzuziehen wäre hier wohl die bessere Entscheidung gewesen. So ging es torlos in die Kabinen. Nach starker Anfangsphase des FC verzeichnete die heimische TSV-DJK ein Chancenplus für sich – auf der anderen Seite schaltete der FCU aber meist schnell um, wurde dadurch gefährlich und bekam vor allem einen glasklaren Elfer nicht zugesprochen. Direkt nach Wiederanpfiff ließ Weinmann, der von der Oberdiendorfer Defensive an diesem Tag gut in Schach gehalten wurde eine Diagonalflanke von Wurstbauer einmal aufspringen und jagte sie dann über das Gehäuse. In der 51ten kam Oberdiendorf nach eigenem Freistoß etwas glücklich erneut an den Ball, verzog aber um ca. einen Meter. In der darauffolgenden Szene schlug Robert Ertl, der dieses Mal wieder selber spielte (hinten sehr souverän), einen Freistoß aus dem Halbfeld in den Sechzehner doch Brunnbauers Kopfball flog am Kasten vorbei. In der 58. Minute taten ihm die Gastgeber dies gleich und setzten eine gute Kopfballmöglichkeit ebenfalls daneben. In der 60. Minute hatte Wurstbauer etwas Pech, als er nach schönem Pass von Wiederer das Spielgerät in Bedrängnis vergaß mitzunehmen. Ein Freistoß aus dem Halbfeld führte nun zur vielumjubelten Führung der Gastgeber. Eder lief am energischsten gegen den Ball und köpfte ein. Nur vier Minuten später schon ergab sich für Weinmann die Riesenchance zum Ausgleich. Nach schönem Pass von Wurstbauer in die Schnittstelle scheiterte Gü allein am gut reagierenden Keeper, indem er sich für die lange Ecke entschied. In der 70. Minute verscherzte es sich der Unparteiische wohl endgültig mit dem ohnehin schon aufgebrachten Untermitterdorfer Fanlager, denn Weinmann am Ball wurde im Strafraum von zwei Abwehrspielern in die Zange genommen und so abgeblockt. Wiederum ließ der junge Schiedsrichter weiter laufen. Weitere Kleinigkeiten lassen den Entschluss zu, dass mit zweierlei Maß gemessen wurde. Taktische Fouls der Gastgeber wurden nicht mit Gelb geahndet, bei Untermitterdorf saß die Verwarnung etwas lockerer. Direkt nach dem nichtgegebenen Strafstoß schoss Weinmann die nächste Riesenchance mit links etwas über den Winkel. In der Folge konnten sich die Untermitterdorfer keine großen Möglichkeiten mehr erarbeiten, bis in die 86. Minute, doch hier war man bei einem Gestochere im Strafraum ganz einfach nicht mit Fortuna im Bunde. Und so entschied sich die Partie 3 Minute vor Schluss, als der FCU aufgerückt war und Keeper Kronschnabl das Leder wegbugsieren wollte, allerdings einen Gegner traf. Der Abpraller wurde von einem weiteren Oberdiendorfer von der Grundlinie in die Mitte gelegt und von dort zum 2:0 verwertet. So musste der FC Untermitterdorf an diesem Tage der Personalmisere Tribut zollen und haderte zudem mit der Objektivität der Schiedsrichterentscheidungen. Schon beim 5:0-Heimspiel gegen den FC Dreisessel blieben 3 Elfmeter verwehrt und man munkelte, in einem engeren Match könnten solche Entscheidungen spielentscheidend werden. Bestärkt in ihrem Verdruss über den leitenden Offiziellen wurde der FC durch Ohrenzeugen, die die Kritik eines Schiedsrichterbeobachters gehört haben wollen. Nichtsdestotrotz zeigten die Hausherren eine gute Leistung und der Sieg war nicht ganz unverdient, wenn man sich aber sicherlich auch mit einer Punkteteilung zufrieden geben hätte können. Beim Spiel „Ober“(diendorf) gegen „Unter“(mitterdorf) wurde also kein Wenz gespielt, die Hausherren machten ihren „Geier“ mit 2 Toren zu und kassierten 3 Punkte. Nun steigt für Untermitterdorf der nächste Kracher, wenn man den großen SC Zwiesel empfängt – sicherlich nicht nur für Günther Himpsl, der auf seinen Ex-Club trifft, ein richtiges Prestigeduell. Gespannt darf man sein, ob sich der Personalstand bis dahin etwas erholen kann.

 

 

                                                                                                                                                    28.08.2011

FC Untermitterdorf - FC Dreisessel 5 : 0


Einen wiederum starken Auftritt lieferte die Untermitterdorfer Elf beim Heimspiel gegen die letzte Saison erst in der Relegation am Aufstieg gescheiterte Fusionsmannschaft des FC Dreisessel. In Abwesenheit des im Urlaub weilenden Chefanweisers Günther Himpsl und seines kranken Vertreters Armin Stadler, stand Hochzeiter Robert Ertl auf der Kommandobrücke und musste sich nicht um eventuelle Nachwirkungen der Feiergesellschaft besorgen, denn seine Kameraden gingen von Beginn an voll konzentriert zu Werke und ließen das Fehlen der verletzten Alfred Pröll, Stefan Kratschmann und Martin Hochstrasser kaum erkennen. In der dritten Minute wurde dem FCU bereits ein Elfmeter verwehrt. Gü Weinmann, dessen Einsatz ebenfalls auf der Kippe stand, legte sich einen hohen Ball mit dem Kopf an seinem Gegenspieler vorbei und wurde darauf von diesem regelwidrig von den Beinen geholt. Zwei Minuten später wurde eine Hereingabe des aus dem Italienurlaub zurückgekehrten Beckert geklärt, der sich im Übrigen sofort blendend wieder in die Mannschaft einfand. In der 13. Minute wurde Wurstbauer im Dreisesseler Strafraum von den Beinen geholt – doch wiederum blieb die Pfeife des Schiedsrichters stumm. Das Untermitterdorfer Lager wunderte sich wohl zurecht, wieso es dann keinen Eckball gab, wenn der Dreisesseler Abwehrspieler nicht Wurstbauer, sondern den Ball getroffen haben soll. Untermitterdorf ließ sich jedoch nicht beirren und spielte weiter munter nach vorne. Nach einer schönen Kombination über List und „Wurste“ schoss Gigl das Leder aus spitzem Winkel drüber. In der 24. Minute brachte sich der FC dann erstmals durch zwei Fehlpässe im Spielaufbau selbst in Bedrängnis und ermöglichte so die erste Gästemöglichkeit. Nach einer halben Stunde traf List die Kugel nach Eckball nicht richtig und verfehlte deswegen das Gehäuse. Auf der anderen Seite jagte Pavlik, der einzige Akteur des Gastes, der richtig Betrieb machte, das Spielgerät über das Tor. Nach 35 Minuten reagierte Beckert schnell, als er einen Pass prima ablief und auf Gigl durchsteckte. Dieser ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und schob souverän zum 1:0 ein. Allerdings verletzte sich der Torschütze bei seinem Abschluss, was Ertl zum Wechseln zwang. Wurstbauer kam von nun an über links, Weinmann bekleidete die 10er-Position und der eingewechselte Martin Pröll ging vorne ins Sturmzentrum. Dem Spiel tat dies keinen Abbruch und Untermitterdorf konnte die Führung noch vor dem Halbzeitpfiff ausbauen. Wiederum zeigte sich Beckert hellwach und lief einen unpräzisen Freistoß des Torwarts ab. Allein vor dem Schlussmann behielt er die Nerven und markierte den Treffer zum 2:0. Wie am Schnürchen lief es auch im zweiten Durchgang. Eine verlängerte Wurstbauer-Flanke setzte tückisch auf und wurde vom Keeper noch von der Linie gekratzt. Martin Pröll köpfte im Nachsetzen zum vermeintlichen 3:0 ein, befand sich aber in Abseitsposition. Daher musste er sich noch 10 Minuten gedulden bis zu seinem ersten Saisontreffer. In der 58. Minute klatschte die Dreisesseler Nummer 1 einen Weinmann-Kopfball genau vor dessen Füße ab und Pröll hämmerte das Ding aus 12 Metern in die Maschen. Zwei Minuten später bekam der FCU auch seinen schon zwei Mal herbeigeschworenen Elfmeter zugesprochen. Nach klarem Foul an Günther Weinmann verwandelte Tom Brunnbauer sicher zum vierten Streich. Eine kurze Drangphase der Gäste hatte Untermitterdorf noch zu überstehen, bevor sich diese durch eine Ampelkarte selbst dezimierten. In der 73. Minute hatte List die Riesenkopfballmöglichkeit, nachdem der Ball eine gefühlte Tasse Kaffee lang in der Luft zirkulierte. Doch List hielt sich an die strikte Marschroute seines absenten Fußballlehrers, der ihm auf dem Fußballplatz andere Aufgaben zuschrieb. Für das Toreschießen seien schließlich andere zuständig. In der 77. Minute rauschte ein Schuss von Manu Fischer vorbei, der sich damit ein verfrühtes Geburtstagsgeschenk hätte machen können. In der 83. Minute tauchte dann plötzlich Andreas Raith im gegnerischen Strafraum auf. Er legte sich den Ball auf der linken Seite am Gegner vorbei und wurde von hinten umgesenst. Doch auch den dritten eigentlich zwingenden Elfmeter gab der Unparteiische nicht. In einem Spitz-auf-Knopf-Spiel wären die Gemüter hier sicherlich nicht so ruhig geblieben, denn mindestens zwei dieser drei Szenen, waren keine „Kann-“ sondern „Muss-man-geben-Elfmeter“. Der letzte Glanzmoment der Partie gehörte Wurstbauer, der wie schon in den Spielen zuvor ein tolles Auge bewies. Sein präziser und genau getimter Pass erreichte Pröll, der den Ball zwar nicht gescheit traf, sich aber trotzdem über seinen zweiten Treffer und damit den 5:0-Endstand freuen durfte.

Die Reserve kam ersatzgeschwächt gegen einen trotzdem eher schwachen Gegner nicht über eine Punkteteilung hinaus. Die Tore beim 3:3-Unentschieden erzielten Wiederer, Hain per Foulelfmeter und Benjamin Ebner.

 

 

 



                                                                                                                                                    20.08.2011

SV Hohenau - FC Untermitterdorf 2 : 5

 

Der SV Hohenau lud am Samstag zum Spitzenspiel der Kreisliga Bayerwald. Dabei musste die Himpsl-Truppe ersatzgeschwächt antreten. Beckert, Wiederer und Hochstrasser mussten ersetzt werden, Tom Brunnbauer nahm angeschlagen auf der Bank Platz. Dennoch konnte Himpsls Startformation dessen Marschroute sofort blendend umsetzen und knüpfte nahtlos an die starken Vorstellungen der letzten Wochen an. Schon in der 2. Minute rappelte es im Karton, als Weinmann Gigl schickte, und Kratschmann dessen Querpass durch den gesamten Sechzehner am langen Pfosten in die Maschen setzte. Auch fortan bestimmte der Gast aus Untermitterdorf das Geschehen. Hohenau agierte nur mit hohen Bällen. Brenzlig wurde es lediglich, wenn Niedermeier einen seiner gefährlichen Freistöße aus dem Halbfeld in die Gefahrenzone brachte. Doch schon in der 21. Minute ließ der FC abermals seine spielerische Klasse aufblitzen. Alfred Pröll setzte Gigl mit einem Heber gut in Szene und Gigl schlug diesen direkt – überraschend – über den Keeper hinweg zum 2:0 ins Tor. Hohenaus Schlussmann stand hier etwas weit vor seinem Kasten und sah deswegen etwas unglücklich aus. Erst in der 24. Minute hatte der FC seine erste richtig gefährliche Situation im eigenen Strafraum zu überstehen. Im direkten Gegenzug wurde ein klares Halten gegen Kratschmann im Sechzehner nicht geahndet – einige Schiedsrichter hätten hier sicher auch auf den Punkt gezeigt. 3 Minuten später musste man den recht unnötigen Anschlusstreffer hinnehmen. Nach einer Schläfrigkeit in der Abwehr hatte Feucht allein im Sechzehner keine Mühe aus 8 Metern einzunetzen. Einen weiteren Rückschlag musste man kurz darauf hinnehmen, als Mittelfeld-As Pröll – er wird wohl länger fehlen – verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Robert Ertl kam für ihn. Der FC verlor nun völlig den Faden und sehnte den Halbzeitpfiff herbei. Kronschnabl konnte eine gefährliche Flanke noch im Nachfassen sichern. Danach ließ Wurstbauer seine Klasse aufblitzen. Wie schon in Viechtach spielte er einen genialen Zuckerpass auf Weinmann. Dieser garnierte dieses Schmankerl leider nicht mit einem Tor, sein noch minimal abgefälschter Schuss kullerte an den Pfosten. Die nächste brenzlige Szene dann wieder auf der anderen Seite: erst konnte ein Hohenauer Schuss im letzten Moment abgeblockt werden, dann ließ Kronschnabl eine Flanke noch fallen, der resultierende SV-Schuss ging aber weit drüber – so konnte der FCU die knappe Führung in die Halbzeit retten. Himpsl  stellte um, zog Weinmann auf die Doppelsechs zurück, Wurstbauer übernahm die Zehn. Zweiterer war es auch, der die erste Riesenchance im zweiten Durchgang für sich verbuchen durfte. Nach diagonalem Gigl-Pass lief er mit Zug seinem Gegenspieler vor, raste auf den Torwart zu und ließ seine Nerven aus Drahtseilen eher zu einem seidenen Faden verkümmern. Der Keeper klärte gut per Fußabwehr – die Zuschauer forderten einen Lupfer á la Raul oder Robben an den beiden vergangenen Bundesligaspieltagen. Dennoch wäre ihm dieses Tor vergönnt gewesen, nach seiner Wiedereinwechslung zeigte er sich stets hellwach und antizipierte viele Situationen. Ebenfalls Verlass war an diesem Tag auf den wiederum bärenstarken Köstlmeier in der Innenverteidigung, der hinten ein ums andere Mal klären musste. Die 74. Minute hätte das Spiel fast kippen können, doch der heimische SV ließ die beste Ausgleichsmöglichkeit liegen. Als Keeper Kronschnabl schon fast am Boden lag, verzog der Stürmer jedoch völlig überhastet. Dies bestrafte der Aufsteiger rigoros. Gigl spielte einen weiteren guten Pass in die Schnittstelle, Kratschmann ging mit vollem Risiko zwischen seine Gegenspieler, die dabei keine gute Figur machten, und vollendete zum 3:1. Im Anschluss forderte das Untermitterdorfer Lager Platzverweis für Hohenaus Keeper, doch dessen Handspiel außerhalb des Strafraumes wurde mit Gelb bewertet. Wenn nicht gerade das die Gemüter beruhigende Tor gefallen wäre, wären die Proteste sicherlich heftiger ausgefallen. In der 77. Minute besorgte der eingewechselte Robert Ertl das 4:1 per Freistoß durch die Mauer – sein letzter Treffer als Junggeselle. Auch Abwehrmann Andreas Raith legte in der 84. Minute noch seinen unstillbaren Tordrang an den Tag. Sein Kopfball schlug unhaltbar im langen Eck ein – allerdings zum 4:2 und unhaltbar für seinen eigenen Schlussmann Mich Kronschnabl. Kratschmann ließ sich dies allerdings nicht gefallen und stellte mit einem Traumtor den alten Abstand und damit auch den 5:2 Endstand her. Nach Fehlpass von Hohenau sah er (ja, ER SAH! -> Kontaktlinsen?:-) den SV-Keeper zu weit vor seinem Gehäuse und hebelte das Spielgerät aus ca. 35 – 40 Metern über diesen hinweg ins Gästetor – ein Traumtreffer. Selbst der Stadionsprecher fand diese Schlappe für seine Elf „traurig, traurig, traurig“.  Dass der FC nun nach 7 Spieltagen alleinig die Tabelle anführt, hätten wohl auch nur die wenigsten erwartet. Am kommenden Sonntag empfängt man in Abwesenheit von Chefcoach Himpsl den FC Dreisessel auf eigenem Platz. Bleibt zu hoffen, dass die Mannen um Kapitän Klaus Brunnbauer diese Euphoritis mit ins nächste Match schleppen können. Auch die zweite Garde darf dann wieder ran und sich unter Beweis stellen.  



 

                                                                                                                                                  15.08.2011

FC Untermitterdorf - TSV Ringelai 7 : 1

 

Auf einen harten Fight stellten sich die Kicker des FCU gegen den TSV Ringelai ein, doch flutschte das Spiel von Anfang an, wie der Ball auf dem regennassen Geläuf in Untermitterdorf. Von Beginn an zeigte sich die Himpsl-Elf äußerst ball- und kombinationssicher und legten mit richtig Tempo los. In der 3. Minute traf Wurstbauer nach Hereingabe von Weinmann das Leder nicht richtig und spätestens bei der folgenden Ecke hätte es schon 1:0 für die Hausherren heißen können, als Köstlmeiers Kopfball noch von der Linie befördert werden konnte. In der 10. Minute durfte FCU-Schlussmann Kronschnabl erstmals die Tücken des klitschnassen Bodens erleben, hielt aber Ringelais ersten Warnschuss im Nachfassen. In Minute 19 sorgte Capitano Klaus Brunnbauer für die beruhigende Führung, denn er war es, der einer etwas zu kurz geratenen Gigl Flanke die entscheidende Richtungsänderung ins lange Eck zum 1:0 gab. In Minute 28 trugen Wurstbauer und Weinmann ihr immer besseres blindes Verständnis auf dem Platz zu Tage. Gigl leitete den schönen Spielzug ein, „Gü“ Weinmann bekam die Kugel nach Doppelpass mit „Wurste“ Wurstbauer wieder in den Lauf und schob überlegt zum 2:0 ein. Nur 3 Minuten später lag der FCU dann schon mit 3 Toren in Front. Gigl bestrafte einen Ausrutscher eines TSV’lers eiskalt und schickte den bisher in dieser Saison vor der Kiste noch glücklosen Kratschmann. Dieser ließ sich dieses Mal jedoch nicht die Butter vom Brot nehmen und vollstreckte ins kurze Eck. Wiederum 3 Minuten später stockten die Blau-Weißen weiter auf – und dies mit einem Spielzug zum Zungeschnalzen, der sogar die Fantribüne der „Beng-weiber“ zu Jubelgesängen hinreißen ließ. Alfred Pröll leitete einen Pass von Manuel Fischer geschickt direkt weiter auf Kratschmann. Dieser spielte Wurstbauer kurz im 16er an, welcher wiederum mit viel Übersicht wunderbar quer auf Weinmann legte, der bei dieser Traumkombination die einfachste Aufgabe übertragen bekam und nur noch einzuschieben brauchte. Und da an so einem Tag wirklich gar nichts schief gehen konnte, rutschte dem zu bemitleidenden Ringelaier Keeper schon in der darauffolgenden Szene ein Kratschmann-Schuss durch die Hosenträger. Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Halbzeit. Die Untermitterdorfer Mannschaft schien sich beim gemeinsamen Ansehen des Schöfweg-Spiels vom Vortag zumindest das Toreschießen abgeschaut zu haben. Notiz am Rande an den Berichterstatter selbst: Für Halbzeiten mit derart vielen Höhepunkten mit entsprechendem Schreibaufwand -> Steno lernen. Die zweite Hälfte wurde etwas ruhiger angegangen und der TSV erzielte nach Pass in die Spitze per Lupfer den 5:1-Ehrentreffer. Nachdem die FC-Defensive allerdings auch in der darauf folgenden Szene nachlässig agierte und Kronschnabl sich kräftig strecken musste, um den Abschluss zur Ecke zu lenken, wurde Himpsl erstmals etwas lauter auf der Trainerbank. Dieser kurze Impuls reichte dann auch aus, um das Spiel in altbewährte Bahnen zu lenken. Im direkten Gegenzug wurde der 5-Tore-Abstand wieder hergestellt, denn auch die TSV-Abwehr war hier offen wie ein Scheunentor. Nach Pröll-Pass erzielte Gü Weinmann das 6:1. Und Weinmann setzte nochmal einen drauf. Abermals nach Pass von Alfred Pröll hämmerte er das Leder in der 70. Minute mit Wucht in die Maschen und besorgte damit schon seinen vierten Streich an diesem Sahnetag.  Pröll und Kratschmann ließen im Anschluss zwei gute Kopfballgelegenheiten aus, doch sieben Stück in einem Spiel sollten am Ende ausreichen. Kronschnabl durfte sich auch nochmal beweisen und bestand diese Bewährungsprobe mit einer Fußabwehr bei einem Schuss aus 5 Metern   mit Bravour. Der FC ließ seine Galavorstellung die letzten 10 Minuten mit 90 Prozent Ballbesitz in den eigenen Reihen ausklingen und verdiente sich mit dieser Leistung größten Respekt aller Zuschauer und Standing Ovations seitens der „Beng-weiber“.  

Gemeinsam mit der Zweiten drang der FCU an diesem Tag sogar in den zweistelligen Torbereich vor. Die Reserve gewann mit 3:0 gegen anfangs noch in Unterzahl angetretene Ringelaier. Doch auch der FCU dezimierte sich zu Ende des Spiels noch (Gelb-Rot gegen Martin Pröll). Die Tore in diesem Spiel - ebenfalls der Marke Einbahnstraßenfußball - erzielten Martin Hain/2 und Benjamin Ertl.

Sicher darf man sich allerdings sein, dass am kommenden Samstag ein anderes Kaliber auf der Tagesordnung steht. In Hohenau muss man beim hochgehandelten Aufstiegsanwärter bestehen. Wenn man auch hier einen Punkt stibitzen könnte, wäre das Untermitterdorfer Lager sicher hoch zufrieden.



 

                                                                                                                                                    13.08.2011

1. FC Viechtach - FC Untermitterdorf  1 : 3

 

Am Samstag beim Auswärtsspiel beim bisher zuhause gegentorlosen FC Viechtach sorgte die Himpsl-Truppe für den ersten Streich des Doppelspieltages. In einer insgesamt eher chancenarmen Partie legte die Elf um Kapitän Klaus Brunnbauer wieder ihre neue Qualität an den Tag, nämlich Spiele auch noch drehen zu können. Dies ließen die Untermitterdorfer in den Jahren zuvor eher vermissen. Wie schon auch in den Spielen zuvor startete der FC forsch und erarbeitete sich prompt gute Einschussmöglichkeiten. Aber auch dieses Mal blieben sie ungenutzt. Die größte Möglichkeit vergab Weinmann mit einem Kopfball aus 5 Metern direkt auf den Keeper. Das Vergeben dieser Riesenmöglichkeit rächte sich, wie es so oft im Fußball ist und der Gastgeber besorgte per Standard die frühe Führung in der 14. Minute. Ein gut getretener Freistoß von halblinks wurde aufs kurze Eck gezogen und Fischl köpfte ein – die FCU-Verteidigung war nicht eng genug am Mann, aber dennoch ein schwer zu verteidigendes Gegentor. Die gesamte restliche erste Hälfte fand der Gast keine Mittel gegen die gut gestaffelte Viechtacher Hintermannschaft und brachte des Gegners Tor kaum in Gefahr. Nach der Halbzeit ergab sich ein anderes Bild. Untermitterdorf kam mit mehr Elan aus der Kabine, zeigte sich kombinationssicherer und erarbeitete sich auch mehr Möglichkeiten. Einen Freistoßhammer setzte Weinmann erst noch an den Pfosten, Wurstbauers Nachsetzen wurde zur Ecke abgewehrt. Diese gelangte in der 61. Minute zum in der Mitte ungedeckten Weinmann, der das Ding mittig ins Tor wuchtete. Der FC war nun richtig am Drücker und Wurstbauers genialer Traumpass erreichte 5 Minuten später den in die Gasse startenden Weinmann. Dieser umkurvte auch noch den Torwart und schob zum hochumjubelten 2:1 ein. Die Untermitterdorfer Fans peitschten ihr Team weiter kräftig nach vorne und diese spielten weiter sehenswert nach vorne. Die Defensive um den wieder stark spielenden Manuel Fischer war kaum mehr gefordert. Ein toller Spielzug brachte 11 Minuten vor Schluss die Entscheidung. Weinmann leitete einen Pass wunderbar über außen weiter auf Flügelspieler Gigl, dessen Hereingabe Wurstbauer nur noch über die Linie drücken brauchte. Der Heimnimbus der Viechtacher war somit gebrochen und Untermitterdorf konnte mit 3 Punkten im Gepäck die Heimreise antreten und erwartet nun im Feiertagsspiel den ehemaligen Kreisklassenkonkurrenten Ringelai. Beim Spiel der Reserve rückte das fußballerische etwas in den Hintergrund. Nachdem der FCU nach Toren von Hain und B. Ertl 2:1 in Führung lag, überschattete eine schwere Verletzung das Geschehen. Der nur zur Not eingesprungene Keeper Markus Stadler wollte die Kugel aus dem Strafraum befördern und ein Viechtacher ging (ohne Absicht unterstellen zu wollen) doch noch sehr unnötig in den Zweikampf. Sofort wurde der Ernst der Lage klar. Ein Sanka wurde angefordert und Stadler musste mit Schien- und Wadenbeinbruch ins Krankenhaus eingeliefert und operiert werden. Was sich am Rande abspielte, sollte allerdings nicht unerwähnt bleiben. Nachdem der Rettungswagen das Spielfeld verlassen hat, betrat plötzlich Viechtachs erster Vorstand Erich Fischl das Gelände und trieb die noch völlig perplexen Untermitterdorfer Spieler auf, sich doch endlich für einen Ersatzkeeper zu entscheiden. Sie hätten durch die Verletzungsunterbrechung immerhin genug Zeit gehabt. Wahrscheinlich hatte der feine Herr, der scheinbar bei dem Ernst der Lage noch ein Schmunzeln auf den Lippen hatte, Sorge nicht rechtzeitig zum Festeinzug des heimischen Trinkgelages zu kommen. Wenigstens der Schiedsrichter zeigte sich empathisch mit den `Mitterdorfern und wies den Viechtacher Repräsentanten zurecht. Um das Spiel nicht wiederholen zu müssen, entschied sich die Untermitterdorfer Reserve, die Partie zu Ende zu bringen. Verständlicherweise agierten diese komplett von der Rolle und schossen die Bälle nur noch ziellos nach vorne. Die Viechtacher „Zweite“ war sich dennoch nicht zu schade, nochmal richtig Gas zu geben und die Erschütterung der FCU’ler auszunutzen. Ob sie sich über ihren schlussendlichen 3:2-Erfolg auch noch freuen konnten, wurde nicht mehr weiter hinterfragt. Fußballkundige mögen sich hierbei an ein Zweitligaspiel erinnern, wo sich bei Kastratis schwerer Verletzung die Spieler nur noch den Ball zuschoben – man möge diese Aktion nicht als vorbildlich bezeichnen, aber doch als menschlich. Ob dies bei einem unwichtigen Reserve-Spiel nicht auch anzudenken wäre, soll an dieser Stelle mal offen gelassen werden.

 

 

                                                                                                                                                    06.08.2011

SV Wildenranna - FC Untermitterdorf 0 : 3

 

Nach der herben Pleite im Toto-Pokal gegen Waldkirchen waren Himpsls Mannen gefragt, den Fokus wieder aufs Tagesgeschäft zu richten und sich auf alte Stärken zu besinnen. Mit dieser Zielvorgabe trat man die Reise nach Wildenranna an (Zitat Charly: „Bis 400km fahr ma ois, ab dann floing ma“). Schon in der ersten Minute, war es Kratschmann, der nach weitem Zuspiel das Spielgerät nicht unter Kontrolle bekam und bei dieser Riesenchance mit links den Torwart anvisierte. Doch dem FCU gelang, was er in den letzten Partien stets hinnehmen musste – ein frühes Tor. In der 4. Minute bekamen die Gäste über rechtsaußen einen Freistoß zugesprochen. Robert Ertl täuschte an, Simon Gigls Aufsetzer fand, nachdem sich Klaus Brunnbauer noch geschickt geduckt hatte, den Weg ins Tor. In der 8. Minute segelte ein abgefälschter Weinmann-Schuss drüber. In der 10. Minute kamen die „Rannaer“ zu ihrer ersten Gelegenheit, als Wurstbauer unfreiwillig auflegte, der stramme Schuss aber von Kronschnabl gut zur Ecke gelenkt wurde. Dann spielte Wurstbauer – diesesmal zu den richtigen Farben – einen klasse Doppelpass auf Sturmpartner Weinmann, dessen Schuss zu mittig angesetzt war. Nach etwas Durchatmen kam der FC in der 28. Minute zur nächsten Gelegenheit, als sich Kratschmann den Ball gut mitnahm, gekonnt durchsetzte, aber an der folgenden Doppelchance verzagte. Erst reagierte der Torwart am kurzen Eck klasse, dann verfehlte er das lange Eck knapp. Nach einer halben Stunde setzte Beckert Weinmann mit Übersicht in Szene, der aber mit einem Spitzentackling vom Ball getrennt wurde. Kurz vor dem Pausentee ließ Wurstbauer seine technischen Fertigkeiten nochmals aufblitzen, als er zwei Bewacher nass machte, sein Rückpass aber abgefangen wurde. So wurde mit der knappen Führung die Seiten gewechselt. Der Gast aus Untermitterdorf hatte deutlich mehr vom Spiel – Wildenranna spielte sehr robust und wollte dem FC so den Schneid abkaufen, verursachte aber dadurch nur etliche Freistöß aus aussichtsreichen Positionen gegen die gedankenschnelleren Himpsl-Schützlinge. Halbzeit 2 begann wie der erste Durchgang, nämlich mit einem frühen Tor. Nach drei gespielten Minuten setzte sich der auffällige Kratschmann in toller Manier durch und konnte im Strafraum nur noch per Foul gestoppt werden. Den fälligen Strafstoß versenkte Tom Brunnbauer souverän zum 2:0. Die Partie wurde in der Folge von der zweiten Verletzung eines Gastgebers überschattet. Nach einer Armverletzung seines Teamkollegen in der ersten Hälfte fiel ein weiterer Wildenrannaer im Zweikampf mit Kratschmann (unverschuldet) zu Boden und kugelte sich die Schulter aus. Auf diesem Wege wünscht der FCU den beiden schnelle Genesung. Zwischen zwei mehrminütigen Unterbrechungen (Verletzung und Sanka-zufahrt) hatte Gigl die Möglichkeit aufzustocken. Gü Weinmann schirmte den Ball gegen den herausgeeilten Torwart geschickt ab und legte seitlich zu Gigl ab, der jedoch vorbeizielte. Erst jetzt entwickelte der Gastgeber seine erste (und einzige) Art Drangphase und der FC musste zwei brenzlige Situationen überstehen. Die letzten 20 Minuten lief das Spiel aber wieder in die festgelegte Richtung. In der 75. Minute hatte der agile Kratschmann wieder einmal das Pech am Schlappen und scheiterte nach Flanke am Pfosten, beim zweiten Versuch von Weinmann aus kurzer Distanz reagierte der „Rannaer“ Schlussmann glänzend. Auch Beckert war in der 83. Minute das Glück nicht hold. Nach Weinmann-Flanke ging er volles Risiko und traf volley aus 12 Metern nur das Lattenkreuz – das wäre natürlich ein Traumtor gewesen. Auch der tadellos überzeugende Außenverteidiger Manuel Fischer setzte noch zu einem tollen Solo an, bei dem dann doch ein Gegenspieler zu viel im Wege stand. In der ersten Minute der Nachspielzeit war es dann Torjäger Weinmann, der letzte Zweifler verstummen ließ, indem er seinen Gegenspieler schön versetzte und mit dem 3:0 alles klar machte. Ein auch in dieser Höhe verdienter Auswärtssieg war somit eingefahren, bei dem der sehr körperbetont spielende Gast bis auf „5 damische Minuten“ zu keiner Zeit gefährlich wurde. Die Reserve vergab gegen einen in der zweiten Halbzeit überlegenen Gegner einen Sieg. Der als Sturmtank agierende Keeper Markus Stadler mit einem tollen Tor nach Vorlage von Andreas Raith und Martin Pröll schossen eine überraschende Führung heraus. Als die Kräfte schwanden, kassierte man 3 Minuten vor Schluss aber dennoch den 2:2-Ausgleich. Am kommenden Samstag muss der FCU erneut auswärts antreten – diesmal im oberen Wald beim FC Viechtach, der als Aufsteiger einen ebenfalls bemerkenswerten Saisonstart hinlegte, am Wochenende aber bei Perlesreut mit 3:0 die Segel streichen musste.

 

 

                                                                                                                                                    31.07.2011

FC Untermitterdorf - SV Zenting 2 : 3

 

Mit breiter Brust trat die Himpsl-Elf nach dem gelungenen 6-Punkte-Auftakt gegen den noch punktlosen SV Zenting auf. Schon nach 15 Sekunden legte ein Zentinger Abwehrmann FC-Stürmer Gü Weinmann das Leder zurecht, der dieses 100prozentige Gastgeschenk allerdings nicht zu nutzen wusste. Nur 2 Minuten später konnte Zentings Schlussmann Grantner nach schöner Kombination über Robert Ertl und Simon Gigl gerade noch vor Kratschmann retten. In der 8. Minute erhielt Köstlmeier eine Top-Chance, als er nach Freistoß zum Schuss gelangte, welcher allerdings zur Ecke abgewehrt werden konnte. Nach dieser verheißungsvollen Anfangsphase konnte der FC allerdings nicht nachlegen und Zenting kam in Minute 15 zum überraschenden und auch eigentlich irregulären Führungstor. Der Gästeangriff rollte über den Rechtsaußen an, der sich mit etwa 2-3 Meter klar im Abseits befand. Dieser passte daraufhin gut in die Mitte, wo Fuchs keine Mühe hatte zu vollstrecken. Der FC versuchte, sich nicht beirren zu lassen und kam durch Ertl nach Gigl-Freistoß zur nächsten Chance, welche Grantner aber gut zur Ecke parierte. Schon in der 21. Minute wurde dem FC Untermitterdorf wieder der Wind aus den Segeln genommen, als der völlig ungedeckte Graf nach Eckball in klasse Manier per Hacke ins Netz traf. Die Zuordnung in der FC-Hintermannschaft stimmte hier allerdings gar nicht. Nun waren die Hausherren etwas von der Rolle und fanden so gar nicht mehr ins Spiel. Erst hatte man bei einem weiteren der vielen Angriffe über die rechte Außenbahn noch Glück, dann verlängerte Klaus Brunnbauer auch noch einen Freistoß per Kopf weiter ins eigene Tor zum 0:3. Überraschenderweise konnte sich der FC nach diesem abermaligen Rückschlag aufrappeln und nun auch einige Chancen herausspielen. In der 37. Minute parierte der Zentinger Keeper per Fußabwehr gegen Neuzugang Kratschmann. 4 Minuten später flankte Wurstbauer diagonal auf Gigl, dessen Schuss gehalten wurde. Auch die aus dem folgenden Eckball resultierende Kopfballchance wurde gut abgewehrt. Als der FC schon meinte, sich am Zentinger Schlussmann die Zähne auszubeißen, raste Weinmann auf selbigen zu, tanzte ihn mit einer geschickten Körpertäuschung aus und korrigierte das Ergebnis praktisch mit dem Halbzeitpfiff auf 1:3 – ein wichtiges Tor für die Moral. Der `Mitterdorfer Anhang glaubte wieder daran, dass ihr Team die Partie noch drehen könne. Damit, dass noch was drin sei, sollten sie auch Recht behalten, denn der FCU kam auch kurz nach der Halbzeit zu einigen guten Gelegenheiten, die durch Pech und Unvermögen jedoch nichts einbrachten. Erst köpfte Köstlmeier nach Eckball knapp daneben, dann hatte der Abwehrmann auch noch Pech, als sein 8-Meter-Schuss am Pfosten landete. Nach 59 Minuten fasste sich Weinmann ein Herz und zimmerte einen Freistoß mit Gewalt zum 2:3 in die Maschen - da der Ball im Torwarteck einschlug, eventuell haltbar, aber doch mit viel Power geschossen. 5 Minuten später hätte Zenting alles klar machen können, schloss eine gute Gelegenheit aber direkt auf Mich Kronschnabl ab. Im Gegenzug stand – wie mehrmals an diesem Tag – wieder der Linienrichter im Mittelpunkt. Wurste steckte klasse durch auf Weinmann, der den vermeintlichen Ausgleich erzielte. Dieser Treffer wurde allerdings wegen Abseitsstellung aberkannt. Ob sich tatsächlich er oder der mitgelaufene Martin Pröll darin befand, wird sich nicht mehr nachprüfen lassen. In der 71. Minute wurde Pröll dann im Strafraum von den Füßen geholt – auch hier hätte so mancher Referee sicher auf Elfmeter entschieden. In der 77. Minute wurde dann nach weitem Ball Köstlmeier im Abseits geahndet – dieses Mal wiederum eine klare Fehlentscheidung. Köstlmeier wäre alleine aufs Tor zugelaufen – das junge Gespann musste sich so einiges von der Seitenlinie anhören. 10 Minuten vor Schluss verpasste Zenting dann nach kapitalem Abwehrfehler den Gnadenstoß. Insgesamt war vom Gast jedoch nicht mehr viel zu sehen – Untermitterdorf schien physisch stärker. Eine Minute später wurde Kratschmann im Sechzehner gelegt – wieder blieb die Schiedsrichterpfeife zum Ärger der Untermitterdorfer Fans stumm. In der 90. Minute gelangte Gigl nach Freistoß an den Ball, vergab aber aus 6 Metern. In der 4. Minute der Nachspielzeit (Zenting spielte sehr auf Zeit – viele „Behandlungs“unterbrechungen) sprang ein 35-Meter-Freistoß nochmal auf, kein Zentinger kam mehr dran und landete zum entscheidenden 2:4 hinter Kronschnabl im Tor. Ein Ball der vielleicht haltbar gewesen wäre, allerdings auch schwierig einzuschätzen, da 2 Zentinger Köpfe das Leder knapp verfehlten. Die mehr als unnötige Niederlage war perfekt – der verdiente Punktgewinn konnte nicht eingefahren werden. Die Reserve machte es besser und gewann gegen eine schwache Zentinger „Zweite“ mit 7:1. Die Tore erzielten Andreas Raith/ 3, Kapfenberger, Haas, Grimm und Norman Kufner. Nächsten Samstag muss die Himpsl-Elf die weite Fahrt nach Wildenranna antreten, wo man wohl nur mit mehr Cleverness bestehen kann.

 

 

                                                                                                                                                    29.07.2011

SV Teisnach - FC Untermitterdorf 2:3

 

Nachdem die Reserve mit einer schwachen Leistung mit 0:4 die Segel streichen musste, legte die Erste, die den verletzten Alfred Pröll ersetzen musste, beim zweiten Saisonspiel gegen den SV Teisnach los wie die Feuerwehr. Schon in der dritten Minute verpasste Kratschmann nach schnellem Antritt auf Wurstbauers Traumpass die Führung, als er den Ball im Fallen an den Torpfosten grätschte. Der nächste Angriff rollte über Manuel Fischer und Wurstbauer an, welcher wiederum Kratschmann anspielte. Dieser versetzte diesmal zwei Gegenspieler, scheiterte aber dann allein vorm Teisnacher Schlussmann. Die anschließende Ecke köpfte Köstlmeier haarscharf am Gehäuse vorbei. In der 16. Minute wurde die Untermitterdorfer Überlegenheit belohnt, als der Schiedsrichter ein klares Foul an Kratschmann im Strafraum ahndete. Brunnbauer war sich beim Elfmeterschuss etwas unsicher, scheiterte mittig am Keeper, lupfte aber den Nachschuss zur verdienten Führung ins Tor. Die ´Mitterdorfer Angriffsbemühungen setzten sich fort. So machte der agile Wurstbauer über rechts in der 22. Minute zwei Gegenspieler nass und legte zu Weinmann in die Mitte, der aus 5 Metern eiskalt zum 2:0 vollstreckte. In der 34. Minute warf Wurstbauer nach Ertl-Pass eine Hand voll Bierfilzl in die Runde, narrte im gegnerischen Sechzehner zwei Gegenspieler und schloss diese klasse Einzelleistung zum 3:0 ab. Selbiger vergab nur eine Minute sogar eine weitere Chance, um aufzustocken. Ein 28-Meter-Freistoß von Robert Ertl wurde nur wenig später gerade noch über die Latte gelenkt, weswegen man sich mit der 3:0-Führung zur Pause begnügen musste. Dass man um den Auswärtssieg noch bangen musste, war hier noch unvorstellbar. Doch kurz nach der Pause trat der Gastgeber aufs Gaspedal und scheiterte nach Abwehrfehler aus 6 Metern. Ein Weitschuss, ebenfalls in der 46. Minute rauschte knapp vorbei. Nach Freistoß klärte Manu Fischer noch vor der Linie. Dann war der FC wieder an der Reihe und Gü Weinmann zog nach Hereingabe von Wurstbauer ab. Der Teisnacher Keeper fischte den Ball jedoch noch glänzend aus dem Eck. Der direkte Gegenangriff ergab dann den das 1:3, nachdem zwei Untermitterdorfer Abwehrmannen blitzschnell überlaufen worden waren. Der FC brachte bis zur 60. Minute nur noch wenig konstruktives zustande, aber auch bei Teisnach war nun erstmal die Luft wieder raus. Dann schob Kratschmann den Ball nach tollem Pass von Weinmann knapp am Kasten vorbei und vergab die vorzeitige Entscheidung. In der 75. Minute klärte U-dorfs Keeper Kronschnabl erst einen Freistoß gut zur Ecke. Diese allerdings wurde dann zum 2:3 verwertet, wobei Kronschnabl machtlos war. Nun musste der FC scheinbar tatsächlich nach 3-Tore-Führung um ihren Dreier bangen. Die Gastgeber konnten den Untermitterdorfer Kasten zwar nicht mehr wirklich in Gefahr bringen, doch man war sich bewusst, dass einen jede Unaufmerksamkeit um den gerechten Lohn bringen könnte. Dies war zum Glück nicht mehr der Fall. Die letzte erwähnenswerte Torgelegenheit gehörte den Gästen. Erst wurde Weinmanns Schuss zur Ecke geklärt. Martin Prölls anschließender Kopfball wurde noch auf der Linie geklärt. Untermitterdorf gewann unterm Strich also hochverdient in Teisnach, hätte ihren Fans die Spannung der Schlussphase aber gerne ersparen können. Am Sonntag empfängt man nun den SV Zenting, wo man sicherlich auch nicht ganz leer ausgehen möchte.

 

 

                                                                                                                                                        24.07.11

FC Untermitterdorf - SV Bischofsmais 2:1

 

Einen Saisonauftakt nach Maß feierten die Jungs von Coach Günther Himpsl beim Derby gegen den ambitionierten Nachbarn des SV Bischofsmais.

Nachdem bereits die Reserve sich mit einem 2:1-Sieg nach Treffern von Bauer und Haas erfolgreich in die neue Liga eingefunden hatten, sah es bei der „Ersten“ anfangs weniger rosig aus. Schon nach 3 Minuten musste die FC-Defensive nach einem Missverständnis ihr erstes Kreisligagegentor hinnehmen. Etwas verunsichert wirkte der Aufsteiger dementsprechend in der Anfangsphase. Erst nach einer Viertelstunde konnte diese Verunsicherung etwas abgelegt werden und man fand besser ins Spiel. Trotzdem konnte man in der 25. Minute von Glück sprechen, dass Eder, nachdem er einen FC-Abwehrspieler über außen abgekocht hatte und in den Sechzehner eindrang versuchte quer zu spielen und nicht selbst den Abschluss suchte. Im direkten Gegenzug fiel dann der zu diesem Zeitpunkt etwas überraschende Ausgleich. Eine Standardsituation brachte die erste Chance für den heimischen FC. Alfred Pröll legte einen Freistoß quer zum Torschützen vom Dienst, Weinmann Günther, der sich die Kugel nochmal vorlegte und aus 18 Metern ins Schwarze traf. Nun wirkten die Weiß-Blauen wie befreit und ließen dem SV ihre altbekannte Heimstärke spüren. Nach tollem Spielzug über Beckert und Wurstbauer schoss Kratschmann nur knapp vorbei. Der Neuzugang aus Innernzell ließ nur einen Augenblick später einen Hundertprozenter ungenutzt, als er allein vorm Gästekeeper einen Heber ansetzte, anstatt einzuschieben. Nur 4 Minuten später spielte Wurstbauer Weinmann gekonnt frei, doch auch dieser verfehlte allein vorm gegnerischen Tor knapp. Erst jetzt brachte Bischofsmais die FCU-Abwehr in erneute Bedrängnis, als ein Schuss nach Flanke über rechts am Tor vorbeistrich. Im Gegenzug scheiterte wiederum Kratschmann allein vorm Gästeschlussmann. Zwei Minuten später fand Klaus Brunnbauers klasse Diagonalflanke den durchstartenden Weinmann, der in den Strafraum eindrang und vom bis dahin hervorragenden SV-Keeper nur noch per Foul gestoppt werden konnte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Tom Brunnbauer sicher zur nun hochverdienten Führung. Mit diesem Ergebnis wurden dann auch die Seiten gewechselt.

Personell unverändert kam man aus der Kabine und konnte den Schwung der ersten Hälfte nicht ganz mitnehmen. Nach einer gespielten Stunde gehörte aber doch dem Gastgeber die erste gute Möglichkeit, als Gigls abgefälschter Schuss knapp am Gehäuse vorbei rauschte. Danach konnte sich FC-Rückhalt Kronschnabl erstmalig auszeichnen und hexte einen Freistoß hervorragend aus dem Winkel. Auf der Gegenseite spielte der eingewechselte Martin Pröll seinen Offensivpartner Gü Weinmann per Doppelpass frei, dessen Schuss aber zur Ecke geklärt werden konnte. Ebenso erging es Beckerts Schuss in der darauffolgenden Szene. Nur eine Minute später legte Wurstbauer nach Weinmann-Freistoß etwas unorthodox mit dem Zentralmassiv ab auf Captain Klaus Brunnbauer, der aus 6 Metern die nächste Großchance vergab, als sich Torwart und Abwehrspieler in seinen Schuss werfen konnten. Spielerisch war nun nicht mehr allzuviel geboten, doch aufgrund des knappen Vorsprung lebte das Spiel noch von der Spannung. Bischofsmais konnte zwar nur noch eine weitere Chance verbuchen, die Kronschnabl zunichte machte, doch war sich das Untermitterdorfer Lager der Offensivstärke der Gäste durchaus bewusst. Nur allzu oft wurde solch ein ungenutztes Chancenplus noch bestraft. Doch die Gäste konnten aus dem Spiel heraus keine Möglichkeiten mehr kreieren und auch aus ihren gefühlten 149 Eckbällen kein Kapital schlagen.

Untermitterdorf bringt somit gleich zum Saisonauftakt die ersten drei Punkte auf die Habenseite und hat sich gleichermaßen gut in die Kreisliga eingefügt. Nun steht am Wochenende ein harter Doppelspieltag an, wo man zuerst am Freitag in Teisnach bestehen muss und am Sonntag zu Hause den SV Zenting empfängt. Schon am Mittwoch darauf kreuzt man im Toto-Pokal-Halbfinale mit dem Oberligaprimus Waldkirchen die Klingen. Eine anstrengende Woche wartet also auf den FCU, wo vor allem die physische Verfassung aller Spieler auf den Prüfstand gestellt wird.



 

 

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