23.05.2015

TSV DJK Oberdiendorf - FC Untermitterdorf 6:1

 

Schade, schade, Marmelade. Die Fußballer des FC Untermitterdorf verpassten am letzten Spieltag der Kreisliga Bayerwald die Krönung einer tollen Saison und konnten den Matchball um den Relegationsplatz beim TSV DJK Oberdiendorf nicht verwandeln. Dabei hatte man sich eine tolle Ausgangsposition verschaffen und sich durch die grandiose Aufholjagd am Spieltag zuvor gegen den SV Perlesreut nicht nur den zweiten Rang, sondern auch eine breite Brust für das Saisonfinale erarbeitet. Gleichzeitig spielte Verfolger SV Prackenbach beim designierten Meister SV Hohenau und man hoffte, dass der Primus sein letztes Spiel vor heimischem Publikum nicht einfach abschenken würde. Nichtsdestotrotz war sich Trainer Tom Driendl der Schwere der eigenen Aufgabe bewusst, zumal Oberdiendorf eine tolle Rückrunde spielte und dabei auch Hohenau, Schöfweg und Hintereben in die Schranken verwies sowie dem SV Prackenbach ein Unentschieden abtrotzte. Personell fehlten Driendl weiterhin sein Sohn Samuel wie auch Patrick Bernreiter und Markus Kapfenberger. Die Anfangsformation bildeten dieselben Spieler, die auch in der Vorwoche von Beginn an aufliefen – auf der Bank nahmen vorerst Hermann List, Tobi Fischer und Andy Eiter Platz. So begannen die FC-Kicker erst einmal verhalten bis in der elften Minute Geburtstagskind Andreas Raith nach eigenem Ballgewinn über links einen Vorstoß wagte. Nach schönem Doppelpass mit Brunnbauer konnte seine Hereingabe mit Links vor dem lauernden Weinmann noch zur Ecke geklärt werden, welche aber nichts Zählbares einbrachte. Insgesamt fand aber Untermitterdorf nicht wirklich zu seinem Spiel und die Bürde der Angst war vom Spielfeldrand deutlich spürbar – sei es die Angst vor entscheidenden eigenen Fehlern oder die Angst im Schlussspurt noch eingeholt zu werden – irgendwie schien der FCU gehemmt in seinen Aktionen. Und so kam es nach einer halben Stunde, wie es kommen musste. Oberdiendorf, das in vielen Szenen zuvor schon das nötige „Ballglück“ hatte, indem einem das Spielgerät günstig vor die Füße fiel, spielte eine ebensolche Situation prächtig in die Karten. Köstlmeier wollte das Leder im eigenen Strafraum klären, doch die Abwehraktion missglückte und er schoss dem sich schon abwendenden Kinateder an die Hacken. Kinateder stand blitzschnell von seinem Hosenboden wieder auf und orientierte sich am schnellsten nach dem Rund. Aus acht Metern halbrechter Position zog er mit dem Außenspann ab und landete ausgerechnet damit einen Sonntagsschuss, der herrlich im Tordreieck einschlug. Keeper Jo Altmann war bei diesem Gegentor machtlos, konnte seine schockierten Mitstreiter aber fünf Minuten später vor einem neuerlichen Rückschlag bewahren, als er nach einem gefährlichen Steilpass auf Grünberger auf der Hut und somit erster am Ball war. Oberdiendorf blieb auch in der Folge optisch überlegen, übte aber keine große weitere Gefahr auf den FC-Kasten aus. Untermitterdorf fehlte es in der Vorwärtsbewegung an Bewegung und dementsprechend an Anspielstationen, viele hohe Bälle auf nassem Rasen gingen zudem verloren und Flachpässe in die Spitze waren oft zu unpräzise gespielt. Gegen Ende der Halbzeit hatte die Driendl-Elf jedoch durchaus noch die Möglichkeit auf den Ausgleich. Erst schickte Alfred Pröll per Diagonalpass Simon Gigl auf die Reise, dessen Hereingabe vor dem einschussbereiten Günther Weinmann abgeblockt wurde. Dann trug Untermitterdorf in der 42. Minute den schönsten Spielzug des ersten Durchgangs vor: Über das Mittelfeldzentrum gelangte die Kugel zu Simon Gigl auf Links, der halbhoch vor das Tor flankte. Dort grätschte Benjamin Müller mit vollem Einsatz entgegen, wurde beim gleichzeitigen Klärungsversuch eines „Deandorfers“ aus kürzester Distanz an der Hand angeschossen, von wo aus der Ball zum vermeintlichen 1:1 in den Maschen landete. Schiedsrichter Tobias Fischer verweigerte dem Tor jedoch die Anerkennung: eine grundsätzlich vertretbare Entscheidung, wobei Oberdiendorf nach dem Tor nicht protestierte, der Schiri selbst aus 30 Metern Entfernung keine Sicht auf die Szene hatte und auch der Linienrichter seine Fahne nicht hob. Außerdem würde ein derartiges Anschießen im Zweikampf aus der Nahdistanz im Mittelfeld sicher nicht abgepfiffen werden – in der Summe also viele Argumente, die diese Entscheidung für Untermitterdorf etwas unglücklich erschienen ließen. Nichtsdestotrotz blieb dem FCU keine Zeit zum Hadern. Es blieb die Erkenntnis, dass Oberdiendorf hinten durchaus verwundbar ist und das Bewusstsein, dass man wie in der Vergangenheit Spiele auch drehen könne. Eingedenk dessen startete man Hälfte Zwei mit einer gehörigen Portion Power, die man noch im ersten Durchgang vermissen ließ. Motivation, Laufleistung und Einsatzbereitschaft stimmten nun und mit diesem Schwung sollte der Ausgleich in greifbare Nähe geraten. In der  50. Minute fand Buxi Müller auf rechts Gü Weinmann, welcher nach Grätsche im Strafraum nicht einfädelte und somit nicht den Elfmeterpfiff herauf beschwörte. Sein anschließender Schuss aus spitzem Winkel überwand Keeper Ritzer, kullerte aber dann an der Torlinie entlang um Millimeter am linken Torpfosten vorbei. Dort konnte Brunnbauer das Leder an der Torauslinie noch im Spiel halten und wollte auf Alex Lentner ablegen, der aber den entscheidenden Schritt nicht entgegen ging, worauf Oberdiendorf die höchstbrenzlige Situation noch entschärfen konnte. In der 52. Minute fasste sich Weinmann dieses Mal aus der Distanz ein Herz, verzog aber aus gut 25 Metern. In der Folge übernahm dann aber wieder Oberdiendorf das Ruder und als in der 56. Minute eine Flanke etwas überraschend durchging, hielt Jo Altmann aus kurzer Entfernung den knappen Rückstand fest. Überragend war dann die nächste Aktion des FC-Keepers zwei Minuten später. Im Eins-gegen-Eins-Duell blieb er ganz lange stehen und hielt den Oberdiendorfer Abschlussversuch – den direkten Nachschuss parierte er daraufhin mit einer sensationellen Reaktion zur Ecke. Der FCU durfte sich bei seinem Schlussmann nun kräftig bedanken, noch im Spiel zu sein. Auch der folgende Eckball wurde wieder gefährlich – der Kopfball danach ging aber knapp über das Tor. In der 61. Minute war das 2:0 aber doch fällig. Untermitterdorf wurde nach allen Regeln der Kunst ausgekontert und Daniel Anetzberger, der erst zwei Minuten auf dem Feld war, vollendete sicher für seine Farben. Der FC musste nun das Risiko natürlich noch mehr erhöhen, ehe Kapitän Brunnbauer seiner Elf einen Bärendienst erwies. Nach einem klaren Foul seines Gegenspielers beleidigte er diesen im Affekt, aber auch in unmittelbarer Nähe des Schiedsrichters, welcher ihn wegen Unsportlichkeit vom Platz schickte. Was jedoch mit dem Antidiskriminierungsbeauftragten nicht abschließend geklärt werden konnte, warum der eigentlich angesehene Berufsstand des Agrarwirts als Verunglimpfung verstanden wurde – können sie doch trotz Kampf gegen fallenden Milchpreise, wachsenden Konkurrenzdruck und die fortschreitende Industrialisierung getrost als Helden der Urproduktion bezeichnet werden. Auch der Beisatz Brunnbauers eines Tieres, das in Deutschland als Hauptfleischlieferant gilt, kann keineswegs einer Diffamierung seines Gegenspielers entsprechen. Brunnbauer, der seine religiöse Ausrichtung der griechischen Mythologie verschreibt, sieht erwähntes Tier wie schon die Göttin Demeter als höchstheiliges Tier an, was dem unparteiischen Laien in Person von Fischer wohl keineswegs bewusst war – eine Beleidigung stand also mit Nichten im Raum, viel eher Lob und Anerkennung über die gezeigten Leistungen von Brunnbauers Gegenspieler. Abgesehen von diesem kurzen Exkurs steht es einem Schiedsrichter natürlich frei, über eine manchmal härtere Wortwahl mitten im Gefecht hinwegzuhören. Hämische Gesten eines Oberdiendorfer Spielers gegen Untermitterdorfer Zuschauer wurden in derselben pädagogischen Freiheit ebenfalls großzügig übersehen. Regelauslegung  hin oder her – der Untermitterdorfer Captain kann sich im Endeffekt über seine Hinausstellung nicht beschweren. Was aber den Untermitterdorfer Kickern in jedem Fall schwer im Magen liegt, sind die unsportlichen Äußerungen die der Unparteiische Fischer, der die Partie sonst gut im Griff hatte, gegenüber den Aktiven von sich gab. So wurde Eiter bei einem Torschuss weit über das Tor hämisch ausgelacht, Keeper Altmann als „Witzfigur“ bezeichnet, Manuel Fischer solle sogleich „seine Fußballschuhe wegwerfen“ und für ein Foul von Hermann List hätte der Schiedsrichter „gleich keinen Platz mehr auf seinem Zettel“. Was einen Schiedsrichter, der fehlende Vorbildfunktion von Spielern mit Hilfe von Strafmaßnahmen bewertet und der als Unparteiischer selbst Vorbildfunktion für Fairness als Wert des Fußballsportes tragen sollte, dazu bewegt, derartige abwertende Äußerungen von sich zu geben, bleibt sein Geheimnis und auch seinem, mit diesen Aktionen sehr fragwürdigem , Berufsethos überlassen. Ein Mindestmaß an Respekt und Fingerspitzengefühl gegenüber einem bis dahin fairem Team, dem gerade die Relegationsberechtigung entgleitet, wäre doch wünschenswert gewesen. Um zum Spiel zurückzukehren: Das Unheil nahm für die dezimierten Untermitterdorfer seinen Lauf und man kassierte noch in der Schockstarre des Platzverweises das 0:3. Der Rest des Spiels ist ebenso schnell erzählt, wie auch leider nicht mehr ins Gewicht fallend. Gigl erzielte zwar noch den Anschlusstreffer, doch die Messe war gelesen. Ein Konter führte durch Schmöller zum 4:1, ein direkter Freistoß von Eder bedeutete das 5:1 und Grünberger erzielte den 6:1-Endstand. Auch der Sieg von Prackenbach in Hohenau war mittlerweile über die Live-Ticker zur Mannschaft durchgedrungen und der Traum der Relegation leider geplatzt. Ob Hohenau noch voll motiviert aufgetreten ist oder die verfrühten Meisterfeierlichkeiten Nachwirkungen zeigten, wird wohl nicht abschließend geklärt werden können. Vorwürfe wie von Hannover 96 gegen den FC Bayern können sich die Untermitterdorfer jedenfalls nicht erlauben, da sie selbst noch alles in der eigenen Hand hatten – nur schade, dass die Spielplankonstellation sich derartig ungünstig für den letzten Spieltag gestaltete. Die Untermitterdorfer Kicker ernteten von ihren wie immer zahlreich mitgereisten Anhängern, allen voran Hermann Wurstbauer, trotz der herben und auch absolut verdienten Niederlage Standing Ovations für eine tolle Saison, die so niemand von einem Aufsteiger erwartet hätte. Mannschaft und Trainer verabschieden sich somit in mit einem lachenden und einem weinenden Auge in die Sommerpause und wollen zur neuen Spielzeit wieder voll angreifen. Da der Kader wohl weitestgehend beisammen bleibt, will man auch in der neuen Saison eine gute Rolle in der für den FCU doch sehr attraktiven Kreisliga, die wieder mit vielen Derbys aufwartet, spielen.

 

17.05.2015

FC Untermitterdorf - SV Perlesreut 4:3

 

Gegen die beste Kreisliga-Mannschaft des Jahres 2015, den SV Perlesreut (19 Punkte aus 7 Spielen, 6 Siege und 1 Unentschieden gegen den SV Prackenbach) standen die Derbysieger um Cheftrainer Thomas Driendl am Sonntag bei bestem Fußballwetter auf dem Prüfstand. Bis auf die Langzeitverletzten Patrick Bernreiter und Samuel Driendl sowie den kurzfristigen Ausfall von Markus Kapfenberger, der sich beim Freitagsspiel der Reserve verletzte, konnte Driendl auf alle Mann zurückgreifen – auch Manu Fischer (Reaktion im Knie nach regenerierter Kreuzbandverletzung) und der wiedergenesene Hermann List (Außenband) , der sich am Freitag mit vier Toren in der „Zweiten“  in den Fokus zurückbombte, standen im Kader, der am vorletzten Spieltag den zweiten Tabellenplatz zu verteidigen versuchte.

Denkbar schlecht begann die Partie vor etwa 200 Fans, denn die Gäste setzten den FCU von Beginn an mächtig unter Druck und störten früh – mit großem Erfolg. Schon in der achten Minute war die Elf in Blau etwa 18 Meter vor dem eigenen Tor im Zentrum nicht nah genug am Mann, was sich Simon Kern zu Nutze machte, den Ball perfekt traf und zum 0:1 einnetzte. Untermitterdorf zeigte sich erstmal nicht geschockt, denn im fast direkten Gegenzug setzte sich Gigl über links durch und dessen Flanke köpfte Weinmann nur knapp am Tor vorbei. Dann war aber wieder Perlesreut am Zug und nach einer Ecke war es Michael Reih, dem aus zwei Metern Nahdistanz der Ball über den Schlappen rutschte und es bei der knappen Führung beließ. Dann in der 16. Minute machte es derselbe Spieler ganz abgezockt. Michael Köstlmeier hatte den Ball nach Pass in die Spitze eigentlich gesichert und abgeschirmt – für ihn jedoch untypisch ließ er sich das Spielgerät von Reih ablaufen und dieser versenkte es aus 16 Metern unhaltbar zum 0:2. Böses schwante den FC-Anhängern zu diesem Zeitpunkt, denn Perlesreut war nun drauf und dran nachzulegen und ließ nicht locker. Doch wie aus dem Nichts wurde auch Untermitterdorf ein Geschenk zuteil. Roland Bauers Kopfballrückgabe duftete herrlich nach Mittagessen und da Gü Weinmann solche Festtagsbraten gerne riecht, sprintete er dazwischen und markierte direkt ins lange Eck den 1:2-Anschlusstreffer in der 22. Minute. Wer dachte, der FC hätte nun noch Lust auf Nachtisch, war aber weit gefehlt, denn Perlesreut servierte die nächsten deftigen Gänge. Nach tollem Pass in die Schnittstelle der Abwehr konnte Alex Lentner nach einer halben Stunde Peterhansls Torschuss gerade noch zur Ecke abgrätschen. Nur kurz darauf spielte Raith einen Freistoß in der eigenen Hälfte direkt in die Beine des Gegners und konnte sich bei Schlussmann Altmann bedanken, der gegen Konrad Sarmann im Eins gegen Eins das Unheil per Fußabwehr verhindern konnte. In Minute 36 kam Untermitterdorf nun aber nicht mehr ungeschoren davon, denn wieder legte man Perlesreut das Leder vor die Füße und diesmal machte es Sarmann überlegt und netzte zum 3:1 ins lange Eck unhaltbar für Jo Altmann ein. Nachdem dieser Schock erst einmal verdaut war, begann Untermitterdorf langsam aufzuwachen und beteiligte sich ebenbürtig am Spiel. Noch vor der Halbzeit sollte sich dies auszahlen. In der 44. Minute setzte sich Gü Weinmann über rechts durch und flankte butterweich in Richtung langer Pfosten, wo Gigl „leichadsloi“  aus zwei Metern zum Kopfballungeheuer mutieren durfte und zum 2:3 einköpfte. Fast überraschte man die Gäste vor der Pause sogar noch ein weiteres Mal. Weinmann, diesmal auf Höhe des Mittelkreises, drehte seinen Gegenspieler aus und schickte mit einem wunderschönen Bananenpass (das ab jetzt patentierte Pendant zur Bananenflanke) Gigl in die Spitze – Torwart Graf zögerte herauszukommen, hielt aber dann Gigls Schuss aus spitzem Winkel und damit die „eintorige“ (neue Wörter braucht das Land) Führung in die Halbzeit. Die Führung der Gäste war natürlich weiterhin verdient – Perlesreut agierte aggressiv in den Zweikämpfen und setzte den FCU schon früh im Spielaufbau unter Druck – Untermitterdorfs Zuspiele in die Spitze waren bis auf die letzten Minuten zu ungenau. Da Pröll gegen Ende der ersten Hälfte angeschlagen runter musste, war Chefanweiser Driendl gezwungen etwas umzustellen. Manu Fischer bekleidete die für ihn ungewohnte Innenverteidigerposition und Ali Lentner rückte neben Klaus Brunnbauer auf die Doppel-Sechs, Andy Eiter sollte auf der Zehn für Betrieb. Mittlerweile wurde auch leise über die Gründe der verschlafenen ersten halben Stunde gemunkelt. Da an den letzten beiden Spielen alle Partien gleichzeitig angepfiffen wurden, waren die 60er-Fans (also der 60er-Fan) im Kader auf 15.30 Uhr eingestellt. Dieses Argument klang wohl für den Rest der Mannschaft einleuchtend, wodurch man ab 16 Uhr richtig loslegen konnte. Nun blieben dem FCU zwei Möglichkeiten für den zweiten Durchgang: Entweder man ließ sich wie schon im Heimspiel gegen Mauth weiter den Schneid abkaufen oder man läutete eine legendäre Aufholjagd ein. Nach langem Grübeln und sorgfältigem Abwägen des Für und Wider entschied man sich für zweitere Option. Der eingewechselte Hermann List assistierte in der 52. Minute Günther Weinmann, der sich um seinen Gegenspieler drehte und aus 20 Metern ansatzlos abzog – das Leder landete unhaltbar in den Maschen zum 3:3-Ausgleich. Bei einem weiten Weinmann-Freistoß fünf Minuten später wurde für „Assistent“ List der Winkel zu spitz und Perlesreuts Keeper hatte keine Probleme zu parieren. In der 71. Minute war der bis dahin etwas untergetauchte Müller voll im Bilde: Nachdem er im Strafraum energisch gegen Keeper Graf nachsetzte, wurde er regelwidrig zu Fall gebracht und eröffnete Weinmann per Elfmeter die Möglichkeit zum Dreierpack. Dies ließ sich der Untermitterdorfer mit seinem sicheren Strafstoß nicht entgehen und brachte seine Farben erstmals in Front – 4:3. Das Ergebnis auch über die Runden zu bringen sollte dem FC etwas erleichtert werden, denn Perlesreut dezimierte sich in Person des SV’lers Wirkert selbst, denn dieser bewies durch Meckern so viel Durchhaltevermögen, bis die anfangs gelbe Karte des Schiedsrichters dieselbe rote Farbe wie sein erzürntes Gesicht annahm. Der gut leitende Referee Sailer aus Niederaltaich machte den Gästen ohnehin schon in der ersten Hälfte klar, dass nur die Zuschauer das Recht zu Meckern hätten, da dies im Eintrittsgeld mit inbegriffen sei. Da die Spieler allerdings kostenlos auf dem Platz stehen dürfen, entfällt dieses vorzügliche Privileg. Ob diese Vorkommnisse nun Platzkassier Opa Lois auf den Plan rufen, auch die Aktiven abzukassieren, bleibt abzuwarten. Zurück zum Spiel: In der 73. Minute fand Köstlmeiers Befreiungsschlag erneut Weinmann, der einen Sahnetag erwischte, in dieser Situation aber in Bedrängnis drüber zielte. Die numerische Überzahl des FC wurde nun mit fortdauernder Spieldauer aber immer weniger offensichtlich. Viele lädierte Spieler mussten wegen größerer oder kleinerer Wehwehchen kurze Zeit oder für den Rest des Spiels vom Platz genommen werden. Für Pröll, der es nochmal probierte, ging es gegen Ende der Partie nicht mehr weiter, Lentner schied bereits nach 70 Minuten mit Knieverletzung aus und auch Raith musste einen Tritt über die Achillessehne erst einmal sacken lassen. In der Zwischenzeit gab es nochmals was zu tun für Altmann zwischen den Pfosten, als er in Minute 85 einen Schuss von Peterhansl entschärfen konnte. Nur eine Minute später stellte sich List einem Weitschuss entgegen. Wie einst der Koloss von Rhodos stand der Abwehrhühne in der Luft, als er getroffen vom Perlesreuter Abschlussversuch herniedersank und genauso wie eben dieser altgriechische Mythos in der Versenkung verschwand. Im Gedenken an Hermann List werden nun jedoch sowohl seine vier Tore gegen die Büchlberger Reserve als auch jene heroische Rettungstat in drei Metern Höhe zu den sieben Weltwundern der Antike gezählt werden. Das Untermitterdorf der Gegenwart hingegen hatte noch eine weitere brenzlige Szene zu überstehen. In der ersten Minute der Nachspielzeit verlängerte Joker Matthias Thoma eine weite Freistoßflanke brandgefährlich nur Zentimeter neben den Pfosten. Letztendlich blieb es also bei der mit einem 4:3 gekrönten Aufholjagd und dem somit vor dem SV Prackenbach gefestigten zweiten Tabellenplatz.

Ex-Topmodel-Juror Bruce Darnell hätte das Spiel gegen den SV Perlesreut – in Anlehnung an die Ereignisse des Topmodelfinals am Donnerstag - wohl mit zwei Worten zusammengefasst: „Drama, Baby!“ Da dies die Dramaqueens um Coach Driendl unbeschadet überstanden haben, kann der Schlachtruf für das Saisonfinale nächsten Samstag in Oberdiendorf wohl nur lauten: „Ohne Punkte keine Competition“ , um sich den SV Prackenbach weiter vom Leib zu halten. Kleinere Zickenkriege wie nach den individuellen Fehlern gegen Perlesreut sollten möglichst vermieden werden, denn wie schon in der zweiten Halbzeit in Schöfweg, zeigte man auch mit der furiosen Aufholjagd gegen die Mannschaft der Stunde Perlesreut, zu was Untermitterdorf im starken Kollektiv im Stande ist. Noch offen ist, welche Elf Driendl im Showfinale in Oberdiendorf auf den Catwalk schicken wird – es bleibt zu hoffen, dass Alex Lentner und Alfred Pröll sich dafür wieder fit melden. Absolut positiv bleibt zu bewerten, dass es der FC Untermitterdorf nun ganz allein in der Hand hat und nicht auf das Ergebnis des SV Prackenbach gegen Meister Hohenau angewiesen ist. Drei Punkte ist man noch entfernt von den großen Laufstegen Mailands, Paris oder einer möglichen Relegation. Ein Covershooting für die Cosmopolitan, die FuPa oder die Heimatsport liegen ebenfalls nicht weit entfernt. Und nun nochmal weg von den bescheuerten Wortspielen: „Kämpft’s wie Manna, Hoids zam wie a Team - dann is a am Samstag wieder ois möglich!“

10.05.2015

SV Schöfweg - FC Untermitterdorf 0:2

 

Derbystimmung machte sich diese Woche breit in Untermitterdorf. Nachdem die Elf um Coach Driendl die vergangene Niederlage gegen den TSV Mauth abgeschüttelt hatte, fieberte man voller Motivation und Angriffslust dem Derby gegen den SV Schöfweg entgegen. Klar war, dass nur der Sieger der Partie weiter im Aufstiegsrennen mitmischen dürfe – Untermitterdorf hatte zudem noch eine Rechnung aus dem Hinspiel zu begleichen, wollte man doch die 5-Tore-Packung nicht auf sich sitzen lassen.

Vielversprechend begann schon das Vorspiel der Reserven, wo sich die `Mitterdorfer mit 3:0 durchsetzen konnten. Die Tore fielen dabei zwei Mal durch Martin Hain und durch ein Eigentor.

Beim Spiel der „Ersten“ änderte Coach Driendl seine Startelf gegenüber der Mauth-Pleite auf zwei Positionen. Buxi Müller sollte die rechte Außenbahn beackern, Köstlmeier bekam nach Verletzungspause wieder den Vorzug auf der Innenverteidigerposition. Beinahe begann das Spiel mit einem Paukenschlag, denn der wiedergenesene Christian Schwankl brauchte nur zwanzig Sekunden für den ersten Torschuss. Wie erwartet oder auch befürchtet ergriff Schöfweg in der Anfangsphase die Initiative, entfachte aber dennoch noch die große Torgefahr. Brandgefährlich wurde es allerdings in der 17. Minute. Prima durchgesteckt auf Schwankl, leitete dieser das Leder sofort quer weiter, wo Spielertrainer Friedl nur haarscharf verpasste. Langsam kam aber auch der FCU besser ins Spiel und ließ sich in der 20. und 22. Minute jeweils nur durch Unzulänglichkeiten beste Torchancen entgehen. Erst spielte Pröll einen perfekt getimten Pass in die Spitze, wo Weinmann etwas aus dem Tritt kam und so Torwart Breit gerade noch zur Stelle war. Dann hatte plötzlich Manu Fischer nach Doppelpass mit Weinmann freie Schussbahn in 18 Metern Entfernung, wollte aber wieder den Untermitterdorfer Sturmtank suchen, schickte diesen aber zu weit. In der 32. Minute wurde den knapp 500 Zuschauern fast eine Kopie der ersten Schöfweg-Chance geboten. Diesmal legte jedoch Friedl quer und Schwankl schlitterte nur um Zentimeter am Führungstreffer vorbei – zuvor war jedoch ein aus U’dorfer Sicht klares Foulspiel an Ali Lentner nicht gepfiffen. Ein weiteres Mal tief durchatmen durfte der FC in Minute 34, als ein Lichtenegger-Schuss von Beckert abgefälscht wurde. Der ehemalige Schöfweger Altmann im Kasten der Gäste wurde dadurch auf dem falschen Fuß erwischt und wäre wohl machtlos gewesen – das Leder flatterte aber am Tor vorbei. Kurz vor dem Halbzeitpfiff spielte Untermitterdorf abermals eine Riesengelegenheit nicht zu Ende. Kapfenberger – sichtlich überrascht, dass er nicht im Abseits stand – hätte direkt auf das SV-Gehäuse zusteuern können, wählte aber den Arjen-Robben-typischen, in dieser Situation jedoch falschen Laufweg und lief sich so fest. Somit ging es torlos in die Kabinen, für die Driend-Elf einerseits etwas glücklich, da Schöfweg anfangs dominierte und die besseren Einschussmöglichkeiten verbuchte, andererseits fand man auch selbst immer besser in die Partie, spielte nur einige aussichtsreiche Situationen nicht konsequent zu Ende. Pech war nur für den FCU, dass man weiterhin vom Verletzungspech eingeholt wurde. Nachdem man mit Driendl, List und Bernreiter bereits drei Ausfälle aus dem Stammpersonal verschmerzen musste, fielen in der ersten Hälfte auch noch Tobi Fischer und Gü Weinmann der Misere zum Opfer. Weinmann konnte trotz geschwollenem Knöchel im zweiten Durchgang wieder eingreifen, doch direkt nach Wiederanpfiff erwischte es auch noch Manu Fischer, für den die Partie beendet war. Abgesehen davon gelang Untermitterdorf aber insgesamt der bessere Start in den zweiten Spielabschnitt. In der 51. Minute konnte Weinmann nur per Foulspiel gestoppt werden – der anschließende Freistoß brachte allerdings nichts ein. Schöfweg wusste sich nunmehr mit vielen Fouls zu helfen – der FC war klar im Aufschwung. Ein Gigl-Freistoß von rechtsaußen konnte in der 55. Minute gerade noch über die Latte gelenkt werden. Nach einer knappen Stunde war dann wieder Schöfweg am Drücker – in dieser Phase des Spiels konnten beide Teams abwechselnd Akzente setzen und die Spannung stieg zunehmend. Marco Friedl schickte über rechts Ertl, der an den langen Pfosten flankte. Dort stand Martin Friedl völlig blank, konnte aber zum Glück für den Gast den Ball nicht unter Kontrolle bringen. Nun in der 72. Minute war es soweit – der goldene Moment des Spiels war gekommen: An der rechten Strafraumkante setzte sich Beckert im Zweikampf durch und spielte Spielführer Brunnbauer mit dem Rücken zum Tor an. Beckert dachte eigentlich Alfred Pröll angespielt zu haben, in der Hoffnung dass dieser die Situation filigran lösen könnte. Der angespielte Brunnbauer glaubte scheinbar plötzlich selbst, Alfred Pröll zu sein und die Situation filigran lösen zu können. In diesem Moment fuhr der leibhaftige Fußballgott auf ihn hernieder. Und während die Gegenspieler von brennenden Dornbüschen geblendet waren, drehte er sich wie in einem Fluss um die eigene Achse und katapultierte das Leder wie ein demaskierter Lewandowski unnachahmlich ins lange Eck. Als auf den Zuschauerrängen noch nicht alle Jubelstürme verstummt waren, legte Untermitterdorf nach. Nach einem Ballgewinn in der Defensive bugsierte Pröll das Spielgerät über 40 Meter weit nach vorne zu Weinmann. Dieser behauptete den Ball, ging energisch am Schöfweger Verteidiger vorbei und schloss zum 0:2 – wiederum ins lange Eck – ab. Die Gastgeber brauchten nun etwas um den doppelten Rückschlag zu verdauen, probierten aber aus der Schockstarre heraus weiter, die drohende Niederlage abzuwenden. Die Riesenmöglichkeit nochmals heranzukommen, ließen diese gleichwohl in der 79. Minute liegen. Ein Querschläger von Gigl im eigenen Sechzehner wurde länger und länger, so dass der zurücklaufende Altmann nur noch abklatschen konnte. Aus etwa zwei Metern Entfernung brachte Christian Schwankl das Leder allerdings nicht im Kasten unter. Die Zeit lief von nun an für den FCU. Ja, in der 88. Minute konnte man beinahe sogar den Sack gänzlich zuschnüren. Nach einem Konter setzte Pröll Eiter in Szene. Dieser versuchte aus 14 Metern Entfernung gegen den herausgeeilten Keeper Breit zu lupfen, scheiterte aber an dessen Fußabwehr. In der Schlussminute holte sich der frustrierte Schöfweger Wildfeuer noch die überfällige Ampelkarte nach Foul an Köstlmeier ab. Freilich war der Sieg nun eingetütet und dem überschwänglichen Jubel über den Schlusspfiff stand nichts mehr im Wege. Auch die Wogen nach der emotionalen Schlussphase waren schnell geglättet und man diskutierte noch lange nach Spielende über die nervenaufreibende Partie. Das kleine Ein-mal-Eins-Résumé zum Derby: 1-malige kämpferische Leistung des FCU vor allem im zweiten Durchgang, K.O. durch Doppelpack in nur 2 Minuten, mit 3 Punkten die Hinspiel-Schmach ausgemerzt, 4 schlaflose Nächte für Andy „Bells“ Eiter, 5 Schnitzel für Thomas „Bommel“ Beckert und ein Schuss wie „6 Richtige im Lotto“ für Captain Claus. Im Rennen um die Aufstiegsplätze konnte man somit einen direkten Konkurrenten abschütteln und es bahnt sich zwei Spieltage vor Schluss wohl ein Dreikampf an. Hohenau konnte seinen ersten Matchball nicht nutzen und hat am kommenden Wochenende Haus im Wald vor der Brust, die selbst noch um jeden Punkt für den direkten Klassenerhalt kämpfen. Prackenbach empfängt Kirchdorf, welche ihrerseits mit einem Sieg beim Tabellenführer aufhorchen ließen. Der Driendl-Elf sollte der auch moralisch so wichtige Derby-Sieg eine breite Brust verleihen für die Aufgabe zu  Hause gegen Perlesreut. Mit dem SVP begegnet man allerdings einem brandgefährlichen Gegner, der befreit aufspielen kann und zudem im Kalenderjahr noch keine Niederlage (nur ein Unentschieden) hinnehmen musste. Aber vielleicht kann ja auch dieser Gegner in „klaus-trophobischen“ Strafraumengen überwunden werden, um ein hochspannendes Saisonfinale herbeizuführen. Mit ebenso guter Unterstützung der Zuschauer im Rücken wie beim Derbysieg, sollte man allemal einen Pluspunkt auf seiner Seite haben.

03.05.2015

FC Untermitterdorf - TSV Mauth 2:3

 

Nach dem wichtigen Auswärtssieg in Haus empfing der FCU zum Sonntagsspiel des Doppelspieltags den TSV Mauth und damit einen aus eigener Erfahrung kampfstarken, unangenehmen Gegner, dem man sich schon in der Vorrunde beugen musste.

Zuvor konnte die Reserve den zweiten Punkt in Folge holen. Nachdem man zur Halbzeit eigentlich gar nicht wusste, wie man gegen einen höchst überlegenen Gegner eigentlich mit 2:1 führen konnte, fing man sich in der zweiten Hälfte noch den Ausgleichstreffer zum 2:2. Die Tore auf Seiten des FC fielen beide nach demselben Schema: Es gab Freistoß für den FCU und standardmäßig (Achtung: Wortwitz) trat dazu Albert Rechenmacher an. Die Roberto-Carlos-Imitatsschüsse konnte der Mauther Keeper jeweils nur abklatschen – einmal war Martin Hochstrasser zur Stelle, das andere Mal Markus Raith.

Die erste Garnitur unter Regie von Coach Driendl begann im Anschluss daran mit einer Veränderung gegenüber dem Freitagsspiel. Eiter begann auf der rechten Seite für Kappenberger, der neben den Verletzten berufsbedingt nicht zur Verfügung stand. Und Untermitterdorf erwischte einen Start nach Maß. Erst war es noch Weinmann, der nach Querpass von Pröll in bester Mario-Götze-Manier trotz schon geschlagenen Torhüters zu lange abwartete und sich das Tor von einem Abwehrspieler von der Schippe hauen ließ. Bei der anschließenden Gigl-Ecke sprang dann Lentner am höchsten und wuchtete das Leder zum 1:0 in die Maschen. Hier waren gerade einmal zwei Minuten gespielt. Die frühe Führung sollte jedoch nicht lange währen. In der sechsten Minute war Untermitterdorf nach Ballverlust schlecht positioniert – über den rechten Flügel gelangte ein Flachpass auf Andreas Baar etwa 25 Meter zentral vor’s Tor, wo im Radius von fünf Metern kein Hausherrenspieler zu sehen war. Baar legte sich die Kugel nochmals vor und schloss mit einem strammen Schuss über den Innenpfosten unhaltbar zum 1:1 ab. In der 14. Minute überspielte Tobi Fischer über links einen TSV’ler, wo Gigl überlegt flanken konnte. Per Kopf konnte die Flanke entschärft werden, ehe Pröll aus dem Hinterhalt zum Schuss ansetzte, aber am Außenpfosten scheiterte. In der Folge passierte nicht viel am Sportplatz an der Kirchberger Straße, bis sich Gästespieler Lukas Schneider in der 37. Minute einen Aussetzer erlaubte. Als der Ball nach einem Untermitterdorfer Angriff schon Richtung Seitenauslinie rollte, riss er den Untermitterdorfer Simon Gigl noch im Sechzehner zu Boden – Schiri Stoffel sah genau hin und deutete auf den Elfmeterpunkt. Weinmann trat an, ließ sich die Chance nicht entgehen und versenkte zum 2:1. Wieder schaffte es der heimische FC allerdings nicht die Führung lange zu verteidigen, bzw. mit in die Halbzeit zu retten. Bereits drei Minuten später wurde ein Mauther im Zentrum nicht energisch genug angegriffen und brachte auf links außen Christian Fuchs ins Spiel. Beckert war nicht eng genug am Mann, wurde abgeschüttelt und der Torabschluss schlug hinter Altmann im langen Eck zum erneuten Ausgleich ein. Somit ging es mit einem Remis in die Pause. Coach Driendl reagierte – Köstlmeier hinten und Müller offensiv bildeten nun die rechte Untermitterdorfer Außenbahn.  Was sich (wie auch schon im Hinspiel) zum Teil schon im ersten Durchgang abzeichnete, gelang den Gästen aber im zweiten Spielabschnitt endgültig. Man kaufte dem FCU den Schneid ab. So hatte die Driendl-Elf in der 54. Minute noch Glück, dass Michael Segl von der linken Strafraumkante aus nur den Pfosten traf. Nur kurz darauf konnte man sich bei Jo Altmann bedanken, als er einen Schuss eines Mauthers, bedrängt von Lentner, festhielt. In der 60. Minute bot sich Fuchs die Riesengelegenheit, seine Farben in Führung zu bringen - Brunnbauer war zur Stelle, schoss beim Klärungsversuch Raith an, konnte die Gefahr aber bannen. Erst in der 66. Minute kreierte Untermitterdorf seine erste, und auch für lange Zeit einzige, Torchance in der zweiten Halbzeit. Klaus Brunnbauer störte entscheidend im Spielaufbau der Gäste und setzte Weinmann in Szene, dessen Schuss zwar scharf, allerdings zu zentral getreten war. In der 69. Minute belohnten sich nun die kampfstarken Gäste für ihren Aufwand unter Schützenhilfe des FCU. Die Heimelf bekam den Ball erst nicht weg aus der Gefahrenzone und dann reichte ein simpler Pass nach vorne, wo die Untermitterdorfer Abseitsfalle nicht griff - Christian Fuchs war durch und vollendete zum 2:3 für die Gäste. Dem FC fiel auch in der Folge wenig Konstruktives ein. Erst in der Schlussphase investierte man nochmals mehr, probierte viel, jedoch mit wenig Ertrag. Nur über Standardsituationen strahlte man Gefahr aus. Die Hoffnung daraus noch ein Pünktchen zu ergattern, erlosch aber in der 92. Minute, als nach Pröll-Freistoß Köstlmeier mit einem Kopfball und der damit größten Chance knapp am Ziel vorbei köpfte. Neutral betrachtet wäre dieser Teilerfolg wahrscheinlich an diesem Tag auch nicht verdient gewesen, denn Untermitterdorf schaffte es über weite Strecken nicht, im Mittelfeld Zugriff auf’s Spiel zu bekommen. Mit vielen Angriffen über die Außenbahnen spielte man sich zudem oft longline fest und/oder im Sturmzentrum rückte man zu langsam nach, um für Gefahr zu sorgen. Man fand so keine Lösungsmöglichkeiten, die gut gestaffelte Mauther Defensive zu beeindrucken. Der FC zeigte sich aber als fairer Verlierer und richtete den Blick sogleich nach vorne. Da auch Prackenbach gegen Oberdiendorf Punkte liegen ließ, befindet man sich weiter auf dem Relegationsplatz Zwei. Diesen gilt es am Sonntag in einem ganz besonderen Duell zu verteidigen. Zum Derby gastiert man beim SV Schöfweg, das sich derzeit auf der Erfolgswelle befindet. Bei einem Sieg gegen Untermitterdorf und einem weiteren Erfolg im Nachholspiel gegen Oberdiendorf könnten sie ihrerseits den zweiten Platz erobern. Dies gilt es für den FCU mit aller Macht zu verhindern. Nach der herben 0:5-Pleite aus der Hinrunde hat man ohnehin noch eine Rechnung offen beim Nachbarverein. Es geht also um was im Prestigeduell oder um es mit den Worten eines ehemaligen Untermitterdorfer Trainers zu sagen: „Iaz wird’s geil.“ An fehlender Motivation sollte es jedenfalls am kommenden Sonntag trotz einiger verletzter und angeschlagener Spieler nicht hapern.

01.05.2015

SV Haus im Wald - FC Untermitterdorf 1:3

 

Einen wichtigen Auswärtserfolg verbuchten die Untermitterdorfer am Maifeiertag beim SV Haus im Wald. Auch die derzeit etwas unterbesetzte Reserve griff wieder ins Geschehen ein und erkämpfte sich einen Punkt beim torlosen 0:0-Unentschieden, wobei Tobias Kroiß die Großchance zum langersehnten ersten Saisonsieg vergab.

Beim Spiel der Ersten musste Chefanweiser Driendl die verletzten Samuel Driendl, Patrick Bernreiter und Hermann List ersetzen. Der angeschlagenen Köstlmeier nahm auf der Bank Platz und wurde noch geschont. Gemäß dem Beckenbauer-Motto „Never change a winning team“ setzte Driendl auf die Erfolgself vom Hintereben-Spiel. Einzig der gegen Hintereben absente Gigl rückte wieder auf seine angestammte Position auf der linken Außenbahn. Am Tag der Arbeit erwartete man also eine Menge selbiger Arbeit, was sich auch in der Anfangsphase andeutete. Der SV Haus begann durchaus selbstbewusst auf eigenem Platz und versuchte das Heft in die Hand zu nehmen. Der FC brauchte hingegen einige Zeit um ins Spiel zu finden und ließ sich eher von Nebensächlichkeiten ablenken. So handelte sich Gü Weinmann bereits nach fünf Minuten eine gelbe Karte wegen Meckerns ein. In der 14. Minute war es dann aber Tobi Fischer, der wie in der Vorwoche eine starke Partie ablieferte und mit einer von vielen Balleroberungen den FC auf die Siegerstraße brachte. Auf Höhe der Mittellinie nutzte er einen Ausrutscher seines Gegenspielers (ein potenzieller Elfmeterschütze des FC Bayern?) und bediente Weinmann, der auf links von dannen zog. Ins Strafraumzentrum servierte dieser wiederum Alfred Pröll die Kugel, so dass dieser nur noch zum 1:0 einschieben brauchte. Das Tor brachte dem FC gehörig Aufwind und man ging sofort auf den zweiten Treffer. In Minute 18 setzte sich Weinmann erneut durch und flankte halbhoch in Richtung kurzer Pfosten, wo sowohl Kapfenberger als auch Brunnbauer aus kurzer Distanz nicht entscheidend an den Ball kamen. In der 23. Minute fasste der sträflich frei gelassene Andreas Raith den Mut zum Risiko, verfehlte nach einer Ecke mit einer Direktabnahme aber des Gegners Kasten. Die Driendl-Elf bestimmte nun weiter das Geschehen und verzeichnete ein klares Chancenplus. Vor allem aber auch die Defensive präsentierte sich absolut sattelfest und überzeugend im Verbund. Somit ging man mit einer verdienten, knappen Führung in die Halbzeitpause. Zum Leidwesen des SV Haus verletzte sich Topspieler Cerny während eines Zweikampfes gegen Ende des ersten Durchgangs wohl schwer und musste ausgewechselt werden – Gute Besserung an dieser Stelle. Auch in der zweiten Hälfte gelang den Gastgebern der etwas bessere Start und kamen nach fünf gespielten Minuten zu ihrer ersten echten Torchance des Spiels, wobei dem SV’ler Binder der Ball aber über den Schlappen rutschte und FC-Keeper Altmann nicht weiter einzugreifen brauchte. In dieser schwierigen Phase – der FCU war noch nicht wieder zu hundert Prozent im Spiel und der SV Haus tastete sich langsam vor in Richtung Tor – gelang den Gästen das wichtige 2:0. Und wieder nutzte man einen individuellen Fehler der Hausherren aus. Einen Pass des SV-Keepers auf seinen Verteidiger lief Gigl gedankenschnell ab, drang in den Strafraum ein und legte quer auf Kompagnon Weinmann, dem es ein Leichtes war zum 2:0 zu vollenden. In der 58. Minute kombinierte sich Ali Lentner, der in der Defensive eine bärenstarke Partie ablieferte, nach Doppelpass mit Weinmann durch, agierte dann aber etwas zu eigensinnig. Anstatt dem mitgelaufenen Müller in der Mitte das 3:0 auf dem Silbertablett zu servieren, versuchte er es aus spitzem Winkel selbst und scheiterte am Hausinger Schlussmann. Dass die Partie längst noch nicht gelaufen war, zeigte sich dann drei Minuten später. Bei einem weiten Ball verschätzten sich Raith und Brunnbauer, die sich im Casting für eine Filmszene wiederfanden: Die Augen zum Himmel gerichtet, riefen sie verdutzt: „Ist es ein Flugzeug? Ist es Superman? Nein, es ist der Ball, der auf regennassem Rasen über uns hinwegspringt!“ Biebl nutzte die Gunst der Minute, indem er mit einem gekonnten Flachschuss Altmann überwand und das 2:1 markierte. Es schien nun so, als ob Untermitterdorf etwas Aufbauhilfe leistete, denn nur zwei Minuten später ließ man eine Flanke leichtfertig zu, woran zwei Hausinger nur knapp vorbeisegelten. Die schwindenden Kräfte des SV, bei denen sich weitere Spieler Blessuren zuzogen, ließen es allerdings nicht zu, weitere größere Gefahr zu entfachen. So verstrich die Zeit und Kreativposten Pröll leitete in der 79. Minute beinahe die Entscheidung ein. Aus der Drehung setzte er sich gleich gegen drei Gegenspieler durch und schickte mit einem Zuspiel der Marke „Traumpass“ Weinmann auf die Reise. Dieser wiederum agierte in dieser Situation zu uneigennützig und ging nicht selbst aufs Tor, sondern spielte quer auf den sich im Abseits befindlichen Benjamin „Buxi“ Müller. Die Gemüter des FC erhitzten sich ob des ungewissen Spielausgangs in der Schlussphase nochmals etwas, doch trotz ansatzweiser Nervosität spielte man den Dreier ohne weitere SV-Chancen zuzulassen über die Zeit. In der dritten Minute der Nachspielzeit konnte man dann sogar doch noch das fällige 3:1 erzielen, als Pröll einen Konter auf Weinmann weiterleitete. Dieser wollte sich die Gelegenheit nicht ein zweites Mal entgehen lassen und netzte cool zum 3:1 ein. Verdientermaßen sicherten sich die Mannen um Kapitän Brunnbauer also die volle Punktausbeute und konnten sich zudem über einen Patzer des bis dato punktgleichen SV Prackenbach erfreuen (0:0 in Perlesreut). Nach Spielschluss wunderten sich noch manche Außenstehende über die musikalischen Klänge längst vergangener Zeiten aus der FCU-Kabine. Doch bestimmt werden auch die Remakes der alten Backstreet-Boys-Hits wieder absolute Chartbreaker. Bereits jetzt werden die Ode an den Schiri "Quit Playing Games (With 3:1)", die aggressive Hard-Rock-Nnummer "Manu wants it that way" sowie die Comeback-Single "Hermann's Body (List is back) ganz heiß gehandelt.

Zumindest bis Sonntag steht man also alleine auf Relegationsplatz Zwei. Dann erwartet man zuhause den TSV Mauth. Wie gegen Haus hat man auch gegen Mauth noch eine Rechnung offen, handelte man sich doch im Hinspiel eine empfindliche 3:1-Pleite ein, bei der man auf der ganzen Linie enttäuschte und die auch noch eine Zeit nachwirkte. Um ein Déjà-Vu zu vermeiden, bedarf es also einer weiteren geschlossenen Mannschaftsleistung, so wie in den vorangegangenen, siegreich gestalteten Punktspielen.

26.04.2015

FC Untermitterdorf - SV Hintereben 4:1

 

Personell arg gebeutelt ging der FC in das Verfolgerduell gegen den SV Hintereben. Durch die Ausfälle von List, Bernreiter, Klitschko Köstlmeier und Driendl musste Coach Driendl seine Startformation abermals ändern. Die linke Seite wurde hinten von Tobias Fischer und vorne von Andy Eiter ausgefüllt, Kapfenberger begann rechts offensiv und Altmann wechselte wie im Vorfeld bereits abgesprochen wieder ins Tor. Wie erwartet begann Hintereben spielerisch ansprechend – Untermitterdorf hielt aber gut dagegen und war erst einmal auf eine stabile Defensive bedacht. In der 14. Minute bekam man dann aus etwa 18 Metern einen Freistoß aus fast zentraler Position zugesprochen. Gü Weinmann lief an, hämmerte das Leder Vollspann unter der Mauer hindurch, wo Hinterebens Keeper Gell den Schuss prima aus dem Eck tauchte. Der aufgerückte Brunnbauer stand aber zur richtigen Zeit am richtigen Ort und verwertete den Abpraller aus sechs Metern zur 1:0-Führung und gleichzeitig seinem ersten Nicht-Kopfballtor seit „Und dann kam Brunnbauer“-2012. Zwei Minuten später stockte Weinmann fast aus 20 Metern auf, doch der etwas zu weit draußen stehende Goalie lenkte den Schuss noch über die Latte. Aufregung gab es in der 18. Minute, als Hintereben lauthals einen Strafstoß forderte – ob Lentners Schubser jedoch elfmeterreif war, blieb fraglich – der Schiedsrichter jedenfalls entschied auf Weiterspielen. Nun ging es Hin und Her in dieser äußerst unterhaltsamen Kreisliga-Partie. Erst vergab Hintereben aus spitzem Winkel. Darauf leitete Tobias Fischer nach Balleroberung einen blitzschnellen Angriff über Weinmann und Pröll ein, wobei letzterer in letzter Not vom Abschluss abgehalten werden konnte. Wiederum auf der anderen Seite bediente Markus Strobl Thomas Starkl, welcher aus sieben Metern die Megachance verstreichen ließ und drüber zielte. Die spielerisch gefälligen Hinterebener hätten dann in Minute 35 wohl lieber doch nicht die spielerische Lösung gewählt, als sie einen Abstoß von hinten heraus spielen wollten. Der lauffreudige Kapfenberger lief Verteidiger Riedl energisch an. Dieser bekam das Flattern und schoss den hinzugeeilten Weinmann an. Dessen quasi passiver „Schindboaschleiderer“ senkte sich über Torwart Gell hinweg in die Maschen zum 2:0 für die Gastgeber. Nun hatte Untermitterdorf Oberwasser. Ein gutes Zuspiel von Manu Fischer konnte Weinmann in aussichtsreicher Position nicht verwerten und pfefferte weit über den Kasten. In der 42. Minute wirkte Hinterebens Defensive erneut nervös, als man einen weiten Freistoß unnötig unterlief, Weinmanns Schuss aber zur Ecke abgewehrt wurde. Folgender Eckball mündete beinahe in einer guten Gelegenheit, wurde aber wegen eines angeblichen Fouls von Markus „Da Kapfe kann doch koam wehdoa“ Kapfenberger abgepfiffen. Somit ging man mit einer beruhigenden Zwei-Tore-Führung in die Kabinen. Großer Pluspunkt auf Seiten der Hausherren war dabei die höchst konzentrierte und im Zweikampf aggressive Defensivleistung gegenüber der immer wieder unsicher agierenden Gäste-Abwehrreihen. Offensiv war Hintereben immer wieder brandgefährlich, doch bis auf die 23. Minute nur selten auch bis vor Altmanns Tor. Untermitterdorfs vorgetragene Angriffe hingegen schlugen sich auch entweder in der Tor-, zumindest aber in der Torschussstatistik nieder. Ebenso frivol wie in Hälfte Eins ging es auch im zweiten Durchgang weiter für den FCU. Kapfenberger sperrte den Ball in der 51. Minute für Weinmann geschickt frei, wodurch dieser auf und davon zog. Seine scharfe Flanke boxte der SV-Keeper nur mit einer Hand und damit nicht aus der Gefahrenzone. Benjamin Müller bugsierte, besser gesagt „buxi“erte die Kugel aus kurzer Distanz über die Linie zum vermeintlich vorentscheidenden 3:0. In der 58. Minute hätte man den Deckel fast endgültig drauf machen können: Kapfenbergers gut gedachter Pass durch die Schnittstelle der Abwehr geriet aber etwas zu weit für Weinmann, so dass der Tormann gerade noch zur Stelle war. Wenig später konnte Benjamin „Alle wollen mein Trikot haben“ Müller nur per taktischem Foul gestoppt werden und bot an dieser Stelle die perfekte Überleitung für Schleichwerbung in einem Fußballbericht. „Schon bald für alle FCU-Fans: Das Mini-Trikot fürs Auto. Dieses Trikot wollen und können alle haben!“ Zurück zum Spiel: In der 59. Minute musste Mittelfeldmotor Pröll verletzt vom Feld, was sich in der Folge vor allem beim Erkämpfen der zweiten Bälle und in der oft großen Lücke zwischen Mittelfeld und Angriff äußerte, wo Weinmann auf weiter Flur desöfteren keinen Abnehmer fand. Eine Großchance zum Verkürzen bot sich dem SV Hintereben dann in der 64. Minute, als der FCU Glück hatte, dass dem Gästespieler im Sechzehner der Ball versprang. Auf der Gegenseite forderte nun Untermitterdorf vehement einen Strafstoß, als Christian Strobl Günther Weinmann klar zu Boden riss. Bei der Drei-Tore-Führung war diese Fehlentscheidung erst einmal zu verkraften, als Schiri Weiderer auf der Gegenseite bei einem Foul von Tobi Fischer jedoch auf den Punkt zeigte, änderte sich diese Meinung im Fanlager des FC. Strobl trat zum berechtigten Strafstoß an und lupfte den Ball frech zum 3:1 in die Maschen. Als sich der ansonsten sichere Rückhalt Jo Altmann in der 72. Minute verschätzte, stockte den einheimischen Anhängern kurz der Atem – der resultierende Kopfball ging nämlich weit drüber. In der 74. Minute schickte Müller Weinmann, dessen strammer Schuss aus spitzem Winkel aber noch pariert werden konnte. Bei der anschließenden Ecke kam Brunnbauer per Kopf ans Spielgerät, aber der Kopfball wurde von der Linie geklärt. In der 79. Minute wurde es nochmals fast zum Zittern, als der enteilte Rene Wolf nur den Außenpfosten anvisierte und somit die Chance zum Anschlusstreffer und zu einer nervenaufreibenderen Schlussphase ausließ. Denn im direkten Gegenzug kam Weinmann an den Ball und drehte in einer ähnlichen Szene wie Pröll zwei Tage zuvor den Torwart an der Grundlinie aus und zirkelte den Ball fast zum „Giovane-Elber-Tor-des-Jahres-1999“ ins Netz. Sein Torversuch prallte aber über den Pfosten zu Buxi Müller, der das 4:1 erzielte und Gü Weinmann die Auszeichnung zum „Giovane-Elber-Assist-des-Jahres-2015“ bescherte. Die letzte Szene des Topspiels blieb dem eingewechselten Markus „10km zum Anschwitzen san grod richtig“ Raith vorbehalten, der einen Freistoß mit Zug aufs Tor brachte. Da Schiri Weiderer schon zum sicher geglaubten Torpfiff angesetzt hatte, modulierte er diesen geistesgegenwärtig zum Schlusspfiff um und beendete damit die Partie. Mit diesem verdienten Dreier im Verfolgerduell ist der FCU plötzlich wieder voll dabei bei „da Suppn“ und punktgleich mit dem Rangzweiten Prackenbach, das den SV Schöfweg in die Schranken wies. Am kommenden Wochenende steht für den FCU erneut ein Doppelspieltag auf dem Plan. Nach der Auswärtshürde SV Haus am Maifeiertag erwartet man am Sonntag den TSV Mauth – und damit trifft man auf zwei der Teams, die den FC in dessen Hinrunden-Schwächephase überraschend die Punkte abknöpften. Driendl und seine Mannen sind also gewarnt, zumal zu hoffen bleibt, dass sich mit Pröll nicht ein weiterer Eckpfeiler des FC ins Lazarett einreiht. Ansonsten hat Untermitterdorf gezeigt, dass man mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung auch die momentanen Ausfälle noch kompensieren kann. Es bleibt in jedem Fall spannend in der Kreisliga Bayerwald.

 

24.04.2015

FC Untermitterdorf - TSV Ringelai 3:2

 

Am Freitagabend stand für den FC Untermitterdorf das Nachholspiel gegen den TSV Ringelai auf dem Plan. Natürlich war man sich bewusst, dass man gegen das Tabellenschlusslicht durch die Erwartungshaltung nur wenig gewinnen, aber viel verlieren könne. Gerade deswegen erwartete Coach Driendl wie schon gegen Fürsteneck eine konzentrierte und couragierte Leistung seines Teams. Driendl rochierte wieder seine Anfangsformation. Tim Beutler begann als rechter Außenverteidiger, Fischer und Lentner bildeten dieses Mal die Doppel-Sechs, Käser kehrte nach seiner Erkrankung ins Tor zurück und der eigentlich zentrale Mittelfeldmotor Pröll sollte die rechte Außenbahn beackern. So begann die Partie mit der richtigen vorgegebenen Richtung, nämlich in Richtung Ringelaier Tor. In der 11. Minute kombinierten sich Weinmann und Pröll schön bis vors Tor, ehe Bernreiter aus 25 Metern durchlud und nur knapp zu hoch zielte.  In der 13. Minute chippte Weinmann das Leder hoch in den Sechzehner auf Gigl, der mit vollem Risiko volley abzog und den Ringelaier Torwart zu einer Glanzparade zwang. In der Folge hatte der FC jedoch einige Nackenschläge einzustecken. Erst verletzte sich Bernreiter im Zweikampf am Sprunggelenk und wird wohl für den Rest der Saison mit Bänderrissen ausfallen. Für ihn kam Beckert ins Spiel. In der 24. Minute kam der Gast zu seiner ersten Möglichkeit, welche noch abgewehrt werden konnte. Dann jedoch spielte Maurer das Leder toll durch auf Steve Luis und dieser bezwang Schlussmann Käser mit einem platzierten Flachschuss zum 0:1 ins lange Eck. Nur kurz darauf musste auch Köstlmeier verletzt raus. Er erlitt eine Platzwunde oberhalb des Auges nach einem Kopfballduell und wird mindestens am Sonntag gegen Hintereben zuschauen müssen. Der angeschlagene Müller kam für ihn ins Spiel – Lentner rückte zurück in die Innenverteidigung und Pröll in die Mittelfeldzentrale. Der FC zeigte sich sichtlich etwas beeindruckt von den Vorkommnissen, agierte zuweil etwas unorganisiert im Spielaufbau und konnte trotz weiterer Offensivbemühungen keine klaren Chancen mehr kreieren. Erst kurz vor der Halbzeit schien der Knoten wieder etwas zu platzen. Nach einem Foul, ließ der Schiedsrichter Piermeier umsichtig Vorteil laufen, Weinmann flankte in die Mitte, wo Gigl per Kopf zurücklegte – Prölls Abschluss ging jedoch über das Tor. In der 43. Minute trat Weinmann halblinks an der Außenlinie zum Freistoß an, Pröll nahm sich das Leder wunderbar an und mit, doch seinen super Torabschluss hexte Keeper Lankl aus dem Eck – Müller stand zum Glück goldrichtig und verwertete den Abpraller zum 1:1 aus kurzer Distanz. Einen Schreckmoment hatten die FC’ler aber doch noch zu überstehen, denn Lentner spielte einen etwas pomadigen und somit fast tödlichen Rückpass auf Käser, den Steve Luis erahnte, ablief und am `Mitterdorfer Schlussman vorbei legte. Hierbei ließ er sich jedoch zu weit nach außen abdrängen, so dass er nicht mehr zur neuerlichen Führung abschließen konnte. Bei der letzten Szene vor dem Pausenpfiff dann der nächste Schock. Bei einem scheinbar harmlosen Zusammenprall mit dem Torwart zog sich Samuel Driendl einen Bruch des Unterarms zu – auch für ihn ist die Saison wohl gelaufen. Brunnbauer kam für ihn in die Partie und bekleidete seine angestammte Sechserposition. Noch nicht ganz hellwach begann man auch die zweite Hälfte. Bereits nach 20 Sekunden durfte man wieder einem Rückstand hinterherlaufen. Im Mittelfeld nicht nah genug am Mann ließ man einen Pass in die Spitze zu, den Käser aber scheinbar sicher wegschlagen konnte. Dabei säbelte er aber über das Leder - Steve Luis war der Nutznießer und erzielte aus spitzem Winkel das 1:2 für den Underdog. Untermitterdorf erkannte sofort den Ernst der Lage und zog ein dreiminütiges Powerplay auf. Gü legte erst gefährlich quer, wodurch der TSV fast ein Eigentor fabrizierte – im Anschluss folgten Schussversuche von Pröll, Fischer und Weinmann, die jedoch nicht durch die zahlreichen Abwehrbeine hindurch ihr Ziel fanden. Direkt danach schlitterte Weinmann an einer scharfen Pröll-Hereingabe nur knapp vorbei. Nach dieser kurzen Sturm-und-Drangphase fiel dem FCU erst einmal wieder weniger ein und man wurde mit fortlaufender Spieldauer etwas hektischer. In der 60. Minute steckte dann Weinmann weltklasse durch auf „Buxi“ Müller, doch der wuchtete diese „Hundertprozentige“ aus acht Metern weit über den Kasten. Für Erleichterung sorgte Müller allerdings fünf Minuten später. Gigl spielte longline etwas tricky auf Gü Weinmann an der rechten Außenbahn. Dieser nahm sich den schwierigen halbhohen Ball aber perfekt mit, flankte scharf in die Mitte gen langer Pfosten, wo Müller zum Flugkopfball ansetzte und diesen auch zum 2:2-Ausgleich im Netz unterbrachte. Nur zwei Minuten darauf brachte Pröll, der wieder auf die rechte Außenbahn gewechselt war, eine mustergültige Willy-Sagnol-Gedächtnisflanke in den Sechzehner – Weinmann stieg am höchsten und das Rund schlug zum 3:2 neben dem langen Pfosten zum wichtigen 3:2 ein. In der 69. Minute hatte Weinmann sogar die Chance zu erhöhen. Wieder von Pröll in Szene gesetzt, verfehlte sein schöner Lupfer aus spitzem Winkel aber knapp das Tor. Ringelai machte in der Schlussphase trotz guter kämpferischer Leistung nicht den Anschein, als könne man dem FCU die Punkte noch aus den Händen reissen, doch die Angst vor individuellen Fehlern wie in dieser Partie oder auch gegen Hohenau ließen die Zuschauer noch etwas zittern. Diese Befürchtungen sollten sich aber nicht bestätigen. In der 85. Minute spielte Andreas Raith einen klasse Diagonalball auf Benjamin Müller. Dieser spielte seine Schnelligkeit aus und zog auf und davon. Der nun angespielte Pröll drehte an der Grundlinie den herbeigeeilten Torwart aus und zirkelte die Kugel mit Effet an den langen Pfosten. Ein weiterer Traumpass von Pröll landete in der Schlussminute bei Müller. Der Neuzugang scheiterte dieses Mal aber knapp am Außennetz.

Der FCU fuhr also mit Licht und Schatten drei Pflichtpunkte gegen den TSV Ringelai ein. Einigen Glanzmomenten standen auch einige Phasen mit wenigen Lösungsmöglichkeiten gegenüber: Insgesamt keine Glanzleistung, aber dennoch ein hochverdienter Sieg gegen das Tabellenschlusslicht. Nachdem sich Untermitterdorf mit den  Neuzugängen und Rekonvaleszenten in einer für Coach Driendl angenehmen Personallage befand, spitzt sich diese nun zum Leidwesen des FC leider zu. Für Bernreiter und Driendl scheint die Saison gelaufen, List ist immer noch nicht einsatzfähig, ebenso wie nun Köstlmeier. Gegen Hintereben muss man außerdem auf den privat verhinderten Simon Gigl verzichten. Gegen die im Hinspiel starken SV’ler muss also bei der verbliebenen Rumpfelf alles passen, um die Punkte in Untermitterdorf zu behalten.

 

19.04.2015

DJK Fürsteneck - FC Untermitterdorf 0:2

 

Nach der überraschend deutlichen Niederlage in Hohenau sinnten die Kicker des FC Untermitterdorf bei der Auswärtsaufgabe bei der DJK Fürsteneck auf Wiedergutmachung. Oberste Prämisse sollte einerseits sein, mit einer anderen Körpersprache aufzutreten, andererseits wollte man aber auch im Verbund geschlossener agieren. In Anbetracht der – gelinde gesagt – körperbetonten Spielweise des Gegners im Hinspiel war man sich auch bewusst, dass nur eine absolut couragierte Mannschaftsleistung zum Erfolg führen könne. Chefanweiser Tom Driendl musste seine Startelf im Vergleich zur Vorwoche etwas umbauen: Keeper Käser meldete sich kurzfristig erkrankt ab, wodurch Jo Altmann wieder zwischen die Pfosten rückte. Die Ausfälle von List (Außenband) und Lentner (krank) machten sich in der Konstellation der Viererabwehrkette bemerkbar. Andreas „Phil“ Raith reihte sich neben Köstlmeier in der Innenverteidigung ein. Bernreiter und Beckert mimten die Außenverteidiger. Da auch noch Sam Driendl passen musste, begann Weinmann als einzige nominelle Spitze. Außerdem kehrte Manu Fischer auf der Doppel-Sechs neben Brunnbauer zurück in die Startelf.

Die Anfangsphase der Partie der Tabellennachbarn gestaltete sich relativ ereignisarm, wobei aber die geforderte Körpersprache beim FC auf jeden Fall stimmte. Den ersten ansehnlichen Spielzug trugen die Driendl-Jungs in der 19. Minute vor. Nach wildem Querpass der Gastgeber in die Mitte eroberte Captain Brunnbauer die Kugel, der angespielte Pröll leitete weiter auf Benjamin Müller, welcher sich super durchsetzte, bei seinem Abschluss mit der linken Klebe aber zu zentral zielte. In der 26. Minute gelangte ein perfekter Pass in die Spitze von einem Spieler, der hier nicht genannt werden möchte, zu Gü Weinmann. Dieser drang auf links in den Sechzehner ein, bugsierte das Leder von der Grundlinie in Richtung kurzer Pfosten, wo Meisl selbiges nicht aus der Gefahrenzone brachte. Gigl als vermeintlicher Nutznießer dieses Fauxpas visierte jedoch aus etwa vier Metern nur den Pfosten an. Der FC musste sich also weiter gedulden, nahm aber in einem nicht hochklassigen Kreisligamatch langsam mehr das Heft in die Hand. Eine Flanke von „Buxi“ Müller aus dem Halbfeld fand in der 32. Minute Weinmann auf Höhe des Elfmeterpunktes – dessen Kopfball verfehlte aber sein Ziel noch deutlich. Kurz darauf kam man dem ersehnten Führungstreffer schon näher. Wieder setzte Müller Weinmann in Szene. Untermitterdorfs Goalgetter wurde vom herausgeeilten DJK-Schlussmann Gaier jedoch gut der Winkel verkürzt, so dass Weinmann aus 12 Metern wieder vorbei schoss. So ging es torlos in die Kabinen. Positives Zwischenfazit war jedoch, dass man hinten (auch wenn Fürsteneck in der Offensive ersatzgeschwächt antrat) absolut sicher stand und nicht den Ansatz einer Torchance zuließ und dass man zudem nach vorne immer wieder Akzente setzen konnte. Dieser Matchplan sollte sich schon direkt nach Wiederanpfiff auszahlen. Pröll zog einen Eckball in Richtung erster Pfosten, wo Bernreiter entscheidend störte und so das Eigentor von Fürstenecks Maxi Wirth quasi erzwang. FuPa-Manipulateure munkeln gar, dass Bernreiter das Tor per Hinterkopf selbst erzielte. In der 49. Minute pfiff Schiedsrichter Lohberger zum Leidwesen des FCU etwas zu voreilig ins Pfeiferl und vereitelte Weinmann eine Vorteilsituation, in der er allein durchgewesen wäre. Was das FCU-Fanlager jedoch noch mehr ärgerte, war, dass der Übeltäter des DJK für das taktische Foul keine gelbe Karte erhielt. Nichtsdestotrotz wähnte sich der FC auf dem richtigen Weg. Eiter ersetzte in der 55. Minute Müller und sorgte auch prompt für Gefahr. Mustergültig bediente er Weinmann, der allein auf Gaier zulief, sich den Ball am Schlussmann vorbeilegte und eigentlich nur noch einschieben wollte. Einer peripheren Sehschwäche geschuldet übersah er jedoch einen mysteriös aus dem Nichts erschienenen DJK-Verteidiger, der von der Linie klären konnte. In Minute 64 fand Alfred Pröll mit einem Freistoß aus dem Halbfeld Brunnbauer, dessen perfekt getimter Kopfball aus sechs Metern jedoch an die Latte klatschte. Der Unparteiische indes brachte in der 66. Minute endgültig die Untermitterdorfer Fanreihen gegen sich auf. Wie schon im Hinspiel ließ sich Küblböck zu einer Tätlichkeit hinreißen. Der Schiedsrichter näherte sich dem Geschehen und zückte – Gelb: Eine absolut unverständliche Entscheidung. Auch Grätscher Eiter bekam für seine zuvor an Küblböck angesetzte Sense zurecht Gelb. Doch wenn man als Schiedsrichter eine derartige Unsportlichkeit ahndet, gibt es laut Regelwerk eigentlich keine zwei Meinungen. Das sportliche Geschehen betrachtet blieb dem FCU indes weiterhin das Pech treu. Weinmann trat von links außen zum Freistoß an und zirkelte das Leder mit Effet in den Strafraum – weder Freund noch Feind kamen an das Spielgerät heran, so dass es letztendlich an den langen Pfosten zurück ins Feld prallte. In der 85. Minute nahm sich Eiter ein Herz, scheiterte aber mit seinem Schuss aus 18 Metern. In der Folgeszene führte Pröll einen Freistoß gedankenschnell aus, spielte auf Gü, der wiederum in die Mitte ablegte, wo Brunnbauer haarscharf am Leder und damit am sicheren 2:0 vorbeischlitterte. Für dieses zweite Tor, und damit für endgültige Erleichterung und einen versöhnlichen Abschluss sorgte Gigl in der 88. Minute. Nach einem Eckball kam Untermitterdorfs Linksaußen an den Ball, feuerte aufs Tor und traf per abgefälschtem Schuss genau in den Winkel.

Am Freitag empfängt der FC den designierten Absteiger aus Ringelai zum Nachholspiel. Ein Sieg hier ist eigentlich Pflicht, um am Sonntag wiederum zu Hause dem SV Hintereben im Verfolgerduell Paroli zu bieten. Im Hinspiel konnte man beim dominanten SV aus Hintereben trotz spielerischer Unterlegenheit, aber mit phänomenaler Chancenauswertung noch alle drei Punkte entführen. Gegen eine Wiederholung der Ereignisse hätte sicherlich auch niemand auf Untermitterdorfer Seite etwas einzuwenden, wenngleich man auf heimischem Geläuf sicherlich erwartet auch spielerisch besser mitzuhalten. versucht.

12.04.2015

SV Hohenau - FC Untermitterdorf 5:2

 

Eine eiskalte Dusche bekam der FC Untermitterdorf zum verspäteten Rückrundenstart verpasst. Im Spitzenspiel gegen den Tabellenführer SV Hohenau blieb man doch einiges schuldig und wurde verdient mit 5:2 abgestraft. Nachdem schon die ersatzgeschwächte Reserve mit einer 3:0-Niederlage beim Tabellenführer die Segel streichen musste, standen die Zeichen auch für die erste Garnitur nicht optimal, denn witterungsbedingt blieb der Driendl-Elf die Generalprobe gegen Ringelai verwehrt und auch nicht alle Trainingseinheiten konnten wie geplant abgehalten werden. Die Vorbereitungsspiele zeigten Licht und Schatten, worunter auch viel ausprobiert wurde, da erfreulicherweise Rekonvaleszenten und Neuzugänge in die Mannschaft integriert werden konnten. Dass dieser Prozess aber auch noch nicht abgeschlossen schien, zeigte nun die Bewährungsprobe in Hohenau. Chefanweiser Driendl setzte gleich auf die Neuzugänge Benjamin Müller über links und Alex Lentner vor der Abwehr, Klaus Brunnbauer bekleidete überraschend die Innenverteidigerposition und der wiedergenesene Christian Käser erkämpfte sich seinen Platz im Tor in der Vorbereitung zurück.

Bereits in den Anfangsminuten hatte der FCU zwei Schrecksekunden zu überstehen. Erst ließ der vom Stadionsprecher zum Kaiser ernannte FCU-Keeper eine Flanke fallen, dann ließ ein Querschläger von Raith den Atem der mitgereisten Fans stocken – beide Male jedoch Glück für den FCU, dass die Fauxpas nicht bestraft wurden. In der siebten Minute wollte Pröll mit einem schönen „Passerl“ Gü Weinmann auf die Reise schicken, welcher sein Moped wegen fehlender TÜV-Plakette jedoch nicht mit auf das Feld nehmen durfte. In Minute 12 knickte Außenverteidiger List unglücklich auf dem Rasen um, so dass er bereits früh durch Beckert ersetzt werden musste. Der nächste herbe Rückschlag folgte sodann zwei Minuten später, als die Abstimmung zwischen Brunnbauer und Käser nicht passte und Moosbauer als Nutznießer des Missverständnisses zum 1:0 abstaubte. Im direkten Gegenzug verzog Weinmann aus gut 20 Metern, was die einzige und letzte Offensivaktion in einer verkorksten ersten Hälfte bleiben sollte. In Minute 24 leistete sich der FC einen weiteren unnötigen Ballverlust in der Vorwärtsbewegung – Hohenau schaltete blitzschnell um, die FC-Abwehr  konnte die Räume nicht mehr dicht machen und Moosbauer schloss zum 2:0 neben den langen Pfosten ab. Coach Driendl reagierte in der Folge mit einem Doppelwechsel und brachte nach einer halben Stunde Fischer und Bernreiter in die Partie. Nur kurz darauf war es fast wieder Moosbauer, der nach einem Befreiungsschlag an den Ball gelangte und aus 18 Metern das Ziel verfehlte. In der 38. Minute jedoch verfinsterten sich die Wolken über der Anzeigetafel zunehmend – Käser ließ einen scheinbar ungefährlichen Schuss von der rechten Seite abklatschen und Bildl stand goldrichtig um zum 3:0 abzustauben. Seinen Fehler machte der FC-Rückhalt in der Phase vor dem Halbzeitpfiff wieder gut indem er zwei Mal im Eins-gegen-Eins-Duell Sieger blieb, wobei er in der 41. Minute Unterstützung von Lentner bekam, der den Nachschuss von der Linie klärte. In der Halbzeitpause musste auch noch Köstlmeier angeschlagen vom Feld, wodurch die Innenverteidigung sowie die Gesamtformation nach einigen Umstellungsversuchen in Durchgang 1 erneut durcheinandergewirbelt wurde. Was aber in der zweiten Hälfte gleich bleiben sollte, war, dass man dem Gegner durch individuelle Fehler das Toreschießen erleichterte. In der 59. Minute vertändelte Bernreiter leichtfertig den Ball vor dem eigenen Strafraum und Moosbauer bekam das Leder auf dem Silbertablett für seinen dritten Treffer serviert. Ergebniskosmetik betrieb in der Folge Weinmann, als er in der 64. Minute eine Pröll-Flanke in Bedrängnis ins Tor stochern konnte. Hohenau hingegen ließ sich davon nicht beeindrucken und legte weiter die Schwächen des FCU offen. Mit einem simplen Lupfer hebelte man in der 67. Minute die Viererkette des FC aus, nach Kopfballquerpass stand der vermeintliche Schütze des fünften Tores jedoch im Abseits. Drei Minuten später hämmerte dann jedoch Schmid das Leder per Freistoß durch die Mauer hindurch zum fälligen 5:1 in die Maschen. Erst in der 78. Minute zeigte mit Weinmann ein FCU-Akteur die Körpersprache, die für ein Spitzenspiel nötig ist, tankte sich willensstark mit einer Energieleistung gegen zwei Gegenspieler durch und passte vor dem Tor quer, so dass Sam Driendl in bester Position bloß noch den Fuß zum 5:2 hinzuhalten brauchte. Seltsamerweise zeigte erst diese Aktion der Mannschaft (leider zu spät), dass auch Hohenau hinten zu knacken ist und man konnte mit einigen klaren Angriffen, im Gegensatz zu manchen Alibi-Aktionen in der ersten Halbzeit, Druck auf des Gegners Tor ausüben. Ein weiterer Treffer sollte aber nicht mehr gelingen. Am kommenden Sonntag muss die Driendl-Elf erneut auswärts bei der gut gestarteten DJK aus Fürsteneck antreten, die Untermitterdorf bei einer erneuten Pleite sogar überholen könnte. Auf das Team um Kapitän Brunnbauer wartet während der Woche mit Sicherheit etwas Aufbauarbeit, um die Niederlage vergessen zu lassen, aber auch im mannschaftstaktischen Bereich dürften noch einige Feinheiten in der Abstimmung der Mannschaftsreihen geschult werden, damit man wie im Hinspiel die volle Punktausbeute anpeilen kann. 

 

Ergebnisse der Vorbereitung

 

FC Künzing - FC Untermitterdorf 3:2

(2x Driendl)

 

SV Schalding II - FC Untermitterdorf 6:0

 

SV Schwarzach - FC Untermitterdorf 2:4

(2x Weinmann, A. Raith, M. Fischer)

 

Sparta Prag (Erzählungen zufolge;-)

- FC Untermitterdorf 6:4

(Eiter, Pröll, Köstlmeier, Müller)

 

SV Malgersdorf - FC Untermitterdorf 1:3

(Driendl, Bernreiter, Lentner)

 

FC Dreisessel - FC Untermitterdorf 1:3

(Gigl, Weinmann, Eigentor)

08.11.2014

FC Büchlberg - FC Untermitterdorf 1:1

 

Aussichtsreich begann die Reise nach Büchlberg, wo der ansässige FC mit gerade einmal sieben Pünktlein auf dem Konto aufwartete. Schon nach fünf Minuten setzte Sam Driendl einen Lattenschuss an die Unterkante der Latte. Das Leder landete bei Gü Weinmann, der quer auf Alfred Pröll legte. Dieser wiederum versenkte die Kugel aus gut 16 Metern im Netz zum frühen 1:0. Nach einer Viertelstunde visierte Weinmann mit einem schönen 18-Meter-Lupfer die Latte an. Der Keeper wäre aber zur Stelle gewesen. In der 21. Minute zog Gigl eine Ecke in Richtung langer Pfosten, wo List zum Kopfball kam und nur das Außennetz traf. Nur drei Minuten später spielte Alfred Pröll einen sehenswerten Pass im Bogen um die FCB-Abwehr herum zu Weinmann. Der bediente Driendl, dessen 16-Meter-Schuss ans Außennetz abgefälscht wurde. Der FCU bestimmte also die Anfangsphase gegen einen durchaus unangenehm zu spielenden Gastgeber, konnte aus seinen Möglichkeiten aber nicht mehr Kapital schlagen. Die Gastgeber kamen erst nach einer halben Stunde zu ihrer ersten Gelegenheit durch Gerald Moritz. Zwei Minuten später war Goalie Jo Altmann erstmals gefordert und war bei einem Freistoß aus dem Halbfeld auch sofort auf dem Posten. In der 42. Minute gelangte ein Pröll-Freistoß zu Weinmann, welcher aus 17 Metern mit der linken Klebe am linken Pfosten scheiterte. Auf der Gegenseite klärte List nach gefährlicher Moritz-Flanke noch zur Ecke. Das war es von Durchgang Eins und Chefanweiser Driendl war mit dem Auftritt seiner Mannschaft so gar nicht einverstanden. Immer wieder versuchte er lautstark von der Coachingzone aus auf sein Team einzuwirken. Zwar dominierte seine Elf das Geschehen, doch entsprach der Laissez-Faire-Spielstil nicht seinen Vorstellungen. So versäumte man es, die Weichen vorzeitig auf Sieg zu stellen und bekam in der 51. Minute die Quittung mit dem überraschenden Ausgleich. Klaus Brunnbauer spielte einen zu kurzen Rückpass auf Jo Altmann – Krenn war der Nutznießer, ging auf den Keeper zu und behielt beim Abschluss die Nerven – 1:1. Vom Gegentreffer gebeutelt, merkte man den FCU-Kickern mehr und mehr die Unzufriedenheit an, was dem eigenen Spiel nicht zu Gute kommen konnte. In der 56. Minute jedoch hätte man das Blatt fast wieder gewendet, als Beckert einen Abschlag toll abfing und direkt auf Pröll weiterleitete. Dessen guten Pass in den Lauf, nahm Driendl im Tempo mit, legte sich das Leder aber einen Tick zu weit vor und scheiterte letztlich am Büchlberger Schlussmann Beinbauer. In der 60. Minute verzog Weinmann nach Pröll-Vorlage aus 14 Metern halblinker Position. Die Gäste um Abwehrchef Köstlmeier agierten weiterhin feldüberlegen und kam zu Chancen, doch insgesamt wurde das Spiel mit fortschreitender Dauer unruhiger und hektischer. Es fehlten die klaren Aktionen in der Vorwärtsbewegung. Die Gastgeber hingegen überzeugten weniger spielerisch, als vielmehr durch tollen Kampf und der richtigen Einstellung. Die Motivation, dem Favoriten ein Bein zu stellen, war merklich spürbar und Büchlberg kämpfte um jeden Ball im Mittelfeld. Die nächste Tormöglichkeit ließ fast eine Viertelstunde auf sich warten, als Lists Kopfball in den Armen des FCB-Rückhalts landete. Die Riesenmöglichkeit bot sich dann in der 81. Minute. Ein Angriff über Weinmann wurde energisch geklärt und landete beim eingewechselten Kapfenberger, der über rechts für Betrieb sorgte. Der Joker zielte aus 15 Metern überlegt an einem Abwehrspieler vorbei in Richtung Gästetor, doch Fortuna war nicht mit ihm im Bunde – der Ball sprang vom Pfosten aus zurück ins Feld. Untermitterdorf versuchte sich weiterhin das drohende Unheil abzuwenden, doch die Zeit war nicht auf Seiten der Gäste. Der an diesem Tag glücklose Weinmann verfehlte das Ziel in der 86. Minute zum wiederholten Male. In der 88. Minute war der FC weit aufgerückt, als Weinmann das Leder im Zweikampf verlor. Büchlberg konterte Blitzschnell und Untermitterdorf hatte Glück, dass Graml bei der einzigen richtigen Chance seiner Farben das Visier nicht richtig eingestellt hatte. So blieb es am Ende beim 1:1-Unentschieden, das sich die Gastgeber redlich verdient hatten, womit Coach Driendl und seine Mannen so aber natürlich gar nicht zufrieden waren. Nichtsdestotrotz kann man auf eine überragende Vorrunde zurückblicken und grüßt von Tabellenplatz 3 während der wohl verdienten Winterpause. Driendl hofft, zur Frühjahrsrunde wieder auf die langzeitverletzte Stammkraft Manuel Fischer zurückgreifen zu können, dessen Genesung durch eine zweite Operation am Narbengewebe etwas in Verzug gesetzt wurde. Außerdem steigt Keeper Christian Käser dann wieder ins Teamtraining ein und will sich seinen Platz zwischen den Pfosten zurückerobern. Wenn sich also in der Hallenrunde niemand verletzt, bekommt Tom Driendl wieder neue Kräfte in den Kader und kann zuversichtlich auf die Frühjahrsrunde hinarbeiten.

 

 

02.11.2014

FC Untermitterdorf - SV Prackenbach 1:0

 

Zum Topspiel lud der FC Untermitterdorf Tabellenprimus SV Prackenbach am vorletzten Spieltag vor der Winterpause. Nachdem man im Hinspiel nur knapp an einem Punktgewinn vorbeischrammte, nahm sich die Driendl-Truppe so einiges vor für das Gipfeltreffen. Und obwohl Kapitän Klaus Brunnbauer zur Winterreifenzeit (von O bis O) sein Markenzeichen rauskramte, gab es für seine Mannen keineswegs auf die Mütze.

Die Zweite musste zur Mittagszeit erst noch mit 1:2 die Segel streichen. Das Untermitterdorfer Tor erzielte dabei Benjamin Ebner. Die Reserve rangiert somit auf dem enttäuschenden vorletzten Tabellenplatz. Nur der nächste Gegner Büchlberg hat weniger Punkte auf der Habenseite.

Im Spiel der Ersten bekamen die gut 200 Zuschauer eine flotte Anfangsphase geboten. Prackenbach kam mit viel Schwung, was Untermitterdorf erst einmal in den Griff bekommen musste. Prochazkas und Webers Fernschüsse fanden jedoch nicht ihr gewünschtes Ziel. In der elften Minute überlistete Thomas Högerl Abwehrrecke Michael Köstlmeier mit einer starken Aktion und zimmerte das Leder aus 12 Metern halbrechter Position an die Latte. Der Abpraller landete bei  Martin Hain, dessen Klärungsversuch beinahe im eigenen Netz landete. Letztendlich klärte dann Köstlmeier das Spielgerät aus der Gefahrenzone. Langsam aber sicher fand der FCU nun besser ins Spiel und nahm das hohe Tempo der Begegnung an. Nach 20 gespielten Minuten konnte man erstmals selbst Druck in Richtung des Gegners Kasten aufbauen, fand aber am Sechzehner letztendlich kein Durchkommen im Abwehrdickicht. Den ersten richtig konsequent vorgetragenen Angriff sahen die Fans fünf Minuten später. Andreas Raith passte auf rechts zu Hermann List, dessen Ball in die Spitze Gü Weinmann perfekt an- und mitnahm und ins Sturmzentrum bringen wollte. Prackenbach war jedoch auf der Hut und klärte vor dem einschussbereiten Sam Driendl. Mit einem ebenso sehenswerten Angriff ließ Prackenbach weitere fünf Minuten später aufhorchen. Nach Doppelpass am rechten Flügel zog Martin Weber in die Mitte, wurde aber beim Schussversuch rechtzeitig abgeblockt. Es entwickelte sich ein gutes Kreisligaspiel und offener Schlagabtausch, in dem Untermitterdorf gemessen an Tempo und Körpereinsatz prächtig mithielt, ja sogar etwas Oberwasser gewann. Und auch ein Fünkchen Spielwitz und Kreativität blieb den Zuschauern nicht verwehrt. Beispiel gefällig? In der 40. Minute überraschte der FC in Person von Alfred Pröll und Simon Gigl mit einer tollen Freistoß-Variante, die noch abgewehrt wurde. Playstation-Experte Hermann List drückte schnell dreimal die O-Taste und setzte zum Fallrückzieher an, der jedoch abgewehrt wurde und Alfred Prölls passgenauer Schuss von der Strafraumgrenze wurde von Keeper Mario Vogl aus dem linken Toreck getaucht. Der nachfolgende Eckstoß brachte dann nichts mehr ein.

Diese starke Phase des FCU sollte jedoch kein Strohfeuer bleiben – nein, der FC kam mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein aus den Katakomben. Die Devise lag also weiterhin zu agieren statt zu reagieren. Und dies sollte sich alsbald auszahlen. Gü Weinmann wurde in der 54. Minute an der linken Seitenauslinie unsanft von den Beinen geholt. Selbst ist der (Wein-)Mann dachte sich dieser und trat zum Freistoß an. Diesen zog er mit Zug in Richtung langer Pfosten, der Ball sprang nochmals auf, Freund und Feind ließen den Ball passieren, was in der undankbarsten Situation für einen Torwart endete: Lange spekulieren und dann doch hinter sich greifen zu müssen. Untermitterdorf führte somit nicht unverdient mit 1:0 und zog sich in der Folge etwas zurück. Prackenbach setzte alles daran in der verbleibenden Zeit, das Blatt mit seiner spielerisch starken Offensive noch zu wenden. Untermitterdorf gelang es nach kleinen Ordnungsproblemen langsam mehr und mehr, defensiv sicher und kompakt zu stehen und zu verteidigen. Der SVP dagegen brachte Altmanns Tor trotz allen Engagements nicht großartig in Gefahr. In der 75. Minute versäumte es vielmehr die Heimelf, den Deckel drauf zu machen. Simon Gigl tankte sich über links durch, Schlussmann Vogl klatschte die Hereingabe nur nach außen ab, wo sich Weinmann das Leder zu Eigen machte. Dieser nahm mit Übersicht den Kopf hoch und legte quer auf Alfred Pröll, der den Prackenbacher Schlussmann aber aus fünf Metern flach anvisierte. Die Vorentscheidung war vergeben. Untermitterdorf musste weiter zittern und blieb in Stresssituationen trotz Mentos nicht die ganze Halbzeit mit cool. So gab in Minute 77 Hermann List dem Unparteiischen eine Kostprobe seiner Grundschulmathematikkompetenzen, indem er den Mauerabstand von neun Metern mit Siebenmeilenstiefeln abschritt und lauthals mitzählte. Da List mit seinen letzten Trippelschritten auch auf die richtige Zahl „9“ kam, überreichte ihm Schiedsrichter Gastinger ein gelbes Fleißkärtchen. Nur eine Minute später bekam Prackenbach einen weiteren Freistoß aus gefährlicher Position zugesprochen. Filip Prochazka trat aus 25 Metern an und der gut getretene Standard pfiff nur knapp an Altmanns Tor vorbei. Da Hermann List nicht nur im Fach Mathematik einem Musterschüler entspricht, sondern auch im Fach Sport beim „Hau den Lukas (Jartschik)“ ganz eifrig bei der Sache ist, bekam er für sein taktisches Foul in der Minute 87 sein zweites Fleißkärtchen und durfte schon früher von der Schule nach Hause gehen und mit den Hausaufgaben beginnen. Seine 10 Mitschüler brachten indes auch die drei Minuten Nachspielzeit an der gegnerischen Eckfahne über die Bühne und tüteten den letztendlich nicht unverdienten Heimsieg clever unter langsam verstummenden "Braabooo"-Rufen der mitgereisten SV-Anhänger ein. Am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien muss der FCU um Oberlehrer Tom Driendl in Büchlberg antreten. Mit dem dort angestrebten Dreier könnte man sich in der Spitzengruppe festbeißen und (so und so) auf ein mehr als hervorragendes Jahr 2014 zurückblicken. Dazu bleibt eigentlich nur eines zu sagen: Hut (bzw. Mütze) ab, Herr Brunnbauer und Konsorten.

 

 

 

26.10.2014

Spvgg Kirchdorf - FC Untermitterdorf 1:3

 

Zur Derbytime reiste Untermitterdorf am Sonntag in die Nachbargemeinde nach Kirchdorf. Coach Thomas Driendl konnte bis auf den erkrankten List wieder auf seine Wunschformation zurückgreifen. Pröll startete nach seiner Verletzung erstmals wieder von Anfang an. Da sich Raith an der Seite von Köstlmeier durch souveräne Auftritte in der Innenverteidigung festgespielt zu haben scheint, begann Tim Beutler dieses Mal als Rechtsverteidiger. Beckert rückte eins vor und kam über den rechten Flügel. Auch Sam Driendl konnte wieder von Beginn an im Sturmzentrum auflaufen. Und da sich der FCU zum Ende des Jahres ohnehin wieder im Aufwind befindet, konnte man die Partie äußerst positiv angehen. Dies konnte man von der ersatzgeschwächten Reservemannschaft leider nicht behaupten. Mit 9:1 (Ehrentreffer: Rechenmacher)bekam man ordentlich auf die Mütze. Bleibt zu hoffen, dass sich die Personalsituation, aber auch die Trainingsbeteiligung nach der Winterpause wieder verbessert.

Das Lokalderby der Ersten begann etwas zurückhaltend. Kirchdorf machte in der achten Minute mit einer ersten Torannäherung auf sich aufmerksam. Pertler verpasste jedoch eine Mischung aus Flanke und Schuss doch deutlich. Dann überraschte plötzlich ein Paukenschlag auf der anderen Seite die mit 250 Zuschauern gespickte Kirchdorfer Arena. Bommel Beckert war dank der Zeitumstellung hellwach und zeigte mit einem für ihn typischen Ballgewinn Einsatzstärke. Der von ihm angespielte Alfred Pröll brachte das Leder perfekt in den Lauf von Günther Weinmann und dieser ließ sich die Gelegenheit natürlich nicht nehmen. Mit einem Haken ließ er seinen überforderten Gegenspieler ins Leere laufen und ließ auch Keeper Schneider keine Chance. Ein frühes 1:0 – besser konnte es nicht laufen. Ääähm, doch... es konnte besser laufen. Kaum den Anstoß ausgeführt, spielte Kirchdorf hinten rum über seinen Schlussmann und der antrittsschnelle Driendl setzte Schneider mächtig unter Druck, erbeutete so das Spielgerät, machte noch ein paar Meter über links und legte quer auf Weinmann, der innerhalb von zwei Minuten seinen Doppelpack schnürte und auf 2:0 aufstockte. Auf dieser Führung konnte man sich erst einmal etwas ausruhen, Untermitterdorf bestimmte das Spielgeschehen. Bis etwa zur 24. Spielminute: Nach einem weiten Freistoß aus zentraler Position griff Torwart Jo Altmann in Bedrängnis am Ball vorbei. Kirchdorf konnte daraus jedoch kein Kapital schlagen und Brunnbauer beförderte das Leder aus der Gefahrenzone.  Kirchdorf hatte nun Lunte gerochen und riss die Begegnung mehr und mehr an sich. Der Gastgeber bemühte sich um einen kontrollierten Spielaufbau von hinten heraus, in Tornähe sorgte man aber aus dem Spiel heraus für wenig Gefahr. Besorgniserregender waren eher der ein oder andere Freistoß in der Untermitterdorfer Hälfte. So hatte Kirchdorf schließlich dem FCU mit dem mit allen Tricks arbeitenden Petr Kopp in der Sturmzentrale schon das ein oder andere Schnippchen geschlagen. Der genannte Legionär war es auch, der in der 31. Minute für die größte Chance der Spvgg auf den Anschlusstreffer sorgte. Nach Flanke köpfte der Tscheche erst an den kurzen Pfosten, seinen Nachschussversuch konnten Tobi Fischer und der stark verteidigende Andreas Raith mit vereinten Kräften abwehren. Kirchdorf blieb weiter am Drücker, Torschüsse blieben aber aus. Die Drangphase der Gastgeber wurde in der 43. Minute durch einen Aufschrei jäh unterbrochen. Stockinger knickte in einem harmlos aussehenden Zweikampf ganz böse um und verletzte sich wohl schwer. Die Schiedsrichterin machte das einzig richtige und pfiff zur Halbzeit. So konnte der Verletzte in Ruhe behandelt und abtransportiert werden. An dieser Stelle: Gute Besserung an den Kirchdorfer Sportskameraden. Kirchdorf steckte den Schockmoment zu Beginn der zweiten Hälfte scheinbar ganz gut weg und versuchte weiter auf den Anschlusstreffer zu drängen. Zwar verbuchte die Spvgg höhere Spielanteile, doch Untermitterdorf trat dem mit ebenso betonter Körpersprache und gutem, aggressiven Zweikampfverhalten entgegen. Die Defensive hielt bombenfest stand und so kam Kirchdorf zu keiner ernsthaften Tormöglichkeit. Dem Willen der Gastgeber machte das magische Dreieck der Untermitterdorfer in der 66. Minute den Gar aus. Krassimir Pröllokov bediente den schnellen Giovane Gülber auf links. Dieser setzte sich in Manndeckung klasse durch, ging bis auf die Grundlinie und bugsierte die Kugel flach in die Mitte, wo Fredi Sambic aus zwei Metern vollstreckte. Mit dem 3:0 war die Partie praktisch gelaufen. Kirchdorf steckte aber keineswegs auf und kam in der 79. Minute zum 3:1. Nach  weitem Pass von Kollmer setzte sich Kopp im Laufduell clever durch und schob das Leder am herausgeeilten Altmann vorbei in die Maschen. Die FC-Defensive ließ jedoch nichts mehr anbrennen und fuhr den aufgrund der größeren Cleverness und Effektivität verdienten Auswärtsdreier nach Hause. Kirchdorf konnte sich so seiner Abstiegssorgen noch nicht entledigen und hat nur noch drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz, Untermitterdorf setzte sich auf Platz 3 hinter dem Führungsduo und Prackenbach und Hohenau fest. So gibt es am kommenden Sonntag ein doppeltes Gipfeltreffen in Untermitterdorf. Erst empfängt „die Erste“ den Spitzenreiter  aus Prackenbach, wo man bei der Hinspielniederlage eigentlich einen Punkt mitnehmen hätte können und von der Tabellensituation heraus ganz frei aufspielen kann. Danach empfängt die Damenmannschaft als Tabellenzweiter den Tabellenprimus aus Niederalteich. Blendende Stimmung und eine gute Zuschauerkulisse sollten also am nächsten Wochenende garantiert sein in Untermitterdorf.

 

 

 

19.10.2014

FC Untermitterdorf - TSV Bodenmais 5:1

 

Die Zielvorgabe für die Heimpartie gegen den TSV Bodenmais war für FC-Chefanweiser Tom Driendl klar: Ein Dreier musste her. Zwar musste der Untermitterdorfer Coach auf Martin Hain (Adduktoren) verzichten und das Offensivduo Alfred Pröll (Sprunggelenk) und Samuel Driendl (Leiste) nahmen vorerst auf der Bank Platz, doch vertraute  er seinem Team, dass das spielerische Potential bei einer ähnlich guten Leistung wie gegen Oberdiendorf für die volle Punktausbeute reichen sollte.

Die 150 Zuschauer sahen jedoch, wie die Begegnung fast mit einem Paukenschlag begann. Ronny Kellermeier auf Seiten der Gäste war plötzlich über rechts durch und drang relativ unbedrängt in den Strafraum ein. Sein Abschluss aus gut 13 Metern verfehlte zum Glück das Untermitterdorfer Gehäuse. Gespielt waren dabei gerade einmal 25 Sekunden. Der FC war also nun…. wach. Und dieser Warnschuss sollte tatsächlich ein wahrer Weckruf für die FC-Offensive um Weinmann und Co (Wer ist eigentlich dieser Co?) sein. Obwohl Co nicht auf dem Spielbericht stand, trat er in der neunten Minute in Person von Albert Rechenmacher zur Ecke an. Hermann List konnte sich im Strafraum völlig frei bewegen und ob es an seinem animalischen Geruch lag, dass sich im Umkreis von drei Metern kein Gegenspieler befand, bleibt ungeklärt. „Leichadsloi“ stieg er zum Kopfball hoch und köpfte mit Wucht aufs Tor, wo ein Spieler noch klären konnte und Schiedsrichter Tobias Fischer erst weiterlaufen ließ. Auf Zeichen seines Assistenten hin, wurde er jedoch darauf aufmerksam gemacht, dass der Ball die Torlinie schon klar überquert hatte und es stand 1:0 für den Hausherrn. Nur drei Minuten später nahm Simon Gigl eine Diagonalflanke mit Gefühl an und brachte das Leder sogleich flach in die Strafraummitte. Dorthin sprintete Co, also Albert Rechenmacher, mit etwas Verzögerung Richtung Spielgerät und war vor seinem Gegenspieler am Ball. Dieser traf nur noch Rechenmachers Hacken, wodurch dem Unparteiischen nichts anderes übrig blieb als auf den Punkt zu zeigen. Weinmann verwandelte den Foulelfmeter sicher zum 2:0. Der Auftritt von „Co“ Rechenmacher war aber noch nicht zu Ende. In der 26. Minute vollendete er seinen „Assist-Hattrick“, indem er Weinmann das Leder auflegte, der das Leder ansatzlos aus 17 Metern zum 3:0 in den Winkel drosch – ein Traumtor. Nun schaltete Untermitterdorf einen Gang zurück und überließ den Bergknappen das Mittelfeld. Große Gefahr konnte der Gast in dieser Phase jedoch nicht auf Altmanns Kasten ausüben – bis zur 44. Minute. Beckert spielte einen Manuel-Fischer-Gedächtnis-Rückpass, seine Mitstreiter rechneten nicht damit und kamen einen Schritt zu spät und plötzlich kam ein Bodenmaiser an den Ball und zog ab. Dieser Lapsus wurde zum Glück nicht bestraft und Untermitterdorfer hatte kein Leverkusen-Dejavue zu befürchten (Leverkusen ließ sich tags zuvor noch eine 3:0 Führung nehmen und spielte 3:3 gegen den VfB Stuttgart.)

Coach Driendl war mit dem Spielverlauf nach den drei Toren nicht mehr ganz zufrieden und tauschte in der Halbzeit durch. Tim Beutler kam für den grippegeschwächten Michael Köstlmeier, Sam Driendl rückte für Christian Wiederer ins Aufgebot. Und die Neuen brachten sich gleich prächtig ein. Beutler spielte lang auf Driendl, der mit einem 40-Meter-Sprint davon zog, seinen Verteidiger abschüttelte und dann nur am Abschluss s scheiterte – sein Schuss ging flach rechts am Tor vorbei. In der 54. Minute musste erstmals Keeper Jo Altmann ernsthaft ins Geschehen eingreifen. Einen Bernreiter-Schuss lenkte er zur Ecke über die Latte. Nach genau einer Stunde ließ der FCU mit einer schönen Kombination aufhorchen. Weinmann ließ prallen auf den mittlerweile eingewechselten Alfred Pröll. Dieser spielte einen perfekten, mit dem nötigen Drall versehenen Querpass um die Abwehr herum zu Sam Driendl, der wiederum nur knapp scheiterte. Diesmal touchierte sein Schuss noch die Oberkante der Latte. Zwei Minuten später landete ein Befreiungsschlag von Beutler bei Gü Weinmann. Der FC-Torjäger erinnerte sich flux an die 26. Minute, befreite sich geschickt von seinem Gegenspieler und zimmerte die Kugel wie in Halbzeit Eins unwiderstehlich zum 4:0 ins Tordreieck. Alfred Pröll erhöhte mit einem schön getretenen 18-Meter-Freistoß beinahe das Ergebnis weiter. Dann überließ der FCU wie in der ersten Hälfte plötzlich dem Gast wieder das Zepter. In der 67. Minute hielt Altmann einen guten Fernschuss von Andres. In der 69. Minute segelte ein Eckball ans lange Eck, wo Rene Ndour per Kopf zum 4:1 einnickte. Ein klein wenig Spannung hätte Weigl in der 73. Minute vielleicht noch in die Partie bringen können, denn er köpfte aus fünf Metern vorbei – eine Riesengelegenheit.  Zudem wurde Ndour in der 77. Minute sein zweiter Treffer wegen Abseitsstellung verwehrt. In der 79. Minute war es dann aber für Sam Driendl soweit. Nach Gigl-Eckball warf er alles ins Getümmel was er hatte und das Leder renkte ihm nicht nur einen Wirbel wieder ein, sondern sprang auch noch zum 5:1 in die Maschen. Egal wie – das Tor hatte er sich redlich erarbeitet. Und so blieb die letzte Untermitterdorfer Szene dem Mann überlassen, der auch die erste Untermitterdorfer Szene hatte. Hermann List beherzigte Oliver Kahns Leitspruch und bewies Eier. Mithilfe seiner „big balls“ verhinderte der Außenverteidiger den zweiten Ehrentreffer der Bergknappen.

Untermitterdorf sicherte mit dem klaren 5:1-Sieg sich also verdiente drei Punkte gegen phasenweise gut aufspielende Bodenmaiser und hält damit nicht nur die Abstiegsränge beruhigende elf Punkte von sich fern, sondern gleichzeitig Tuchfühlung zur Spitzengruppe. Punktgleich mit Hintereben und Schöfweg, die Punkte liegen ließen, bekleidet man hinter dem Spitzenduo den dritten Platz. Am kommenden Wochenende steigt das Prestigeduell in Kirchdorf. Für das Derby braucht Driendl sicher nicht in die Psychotrickkiste zu greifen – da ist sicherlich jeder Spieler bis in die Haarspitzen motiviert. Dass dieser Funke wie beim Spiel gegen Schöfweg nicht von Anfang an auf jeden Spieler überspringt, ist dieses Mal sicher nicht zu befürchten. Kirchdorf, das Ringelai seinen ersten Sieg bescherte, tritt aber mit Sicherheit nicht mit weniger Wille und Motivation an. Die Beyer-Elf sinnt nach der empfindlichen 4:1-Hinspielniederlage im Waldstadion auf Revanche, was ein hart umkämpftes Nachbarschaftsderby verspricht.

 

 

 

12.10.2014

FC Untermitterdorf - TSV-DJK Oberdiendorf 1:0

 

Coach Tom Driendl hat nach dem Punktgewinn in Perlesreut am vergangenen Wochenende  vor allem in Halbzeit Eins eine klare Verbesserung zu den Vorwochen ausgemacht und konnte durchaus positive Schlüsse ziehen und auf diesen für das Heimspiel gegen Oberdiendorf aufbauen. Der Leistungsabfall im zweiten Durchgang sollte dieses Mal vermieden werden, außerdem erging aufgrund der Verletzungssorgen ein Appell an die Mannschaft noch mehr zusammenzurücken. Simon Gigl konnte gegen Oberdiendorf wieder auflaufen, Antreiber Alfred Pröll fiel dagegen mit Sprunggelenksverletzung aus. Auch Tim Beutler mussten krankheitsbedingt kürzer treten, Martin Hain nahm angeschlagen auf der Bank Platz. Manuel Fischer, dessen Spielberichtserwähnung unumgänglich ist, muss an seinem lädierten Kreuzband erneut operiert werden, was ihn im Aufbautraining etwas zurückwirft. Sein Comeback war aber ohnehin erst für die Frühjahrsrunde geplant. So kam unter anderem dessen Bruder Tobi Fischer zu seinem zweiten Startelf-Einsatz in dieser Saison, in dem er sich nahtlos einfügte und hinten links eine tolle Partie ablieferte.

Nachdem das Spiel der Zweiten kein gutes Omen verhieß und diese mit 0:6 unterging, pfiff der umsichtige Schiri Linsmeier aus Künzing die Partie der Ersten an. Und von Beginn an war zu erkennen, dass Untermitterdorf gewillt war, die Vorgaben von Coach Driendl umzusetzen. Besonders die Kommunikation zwischen den Mannschaftsreihen funktionierte erst einmal besser. Aus einer kompakten Defensive heraus versuchte der FC das Ruder an sich zu reißen und kam zu ersten Abschlüssen durch Simon Gigl. So wurde dieser zum Beispiel in der 17. Minute von Beckert  angespielt, ließ seinen Gegenspieler aussteigen und schoss schräg aus 14 Metern über den Kasten. In der 31. Minute schüttelte Driendl nach einem weiten Ball seinen Widersacher ab, lupfte aber dann knapp über das Gehäuse. Jo Altmann musste erstmals in der 44. Minute ernsthaft ins Geschehen eingreifen. Bei einer Diagonalflanke spielte er klasse mit und klärte das Leder außerhalb seines Strafraums. Das war es auch schon von Durchgang Eins. Viele Torraumszenen hatte dieser insgesamt nicht zu bieten, vieles spielte sich im Mittelfeld ab. Oberdiendorf zeigte sich als gleichwertiger Gegner bei leichten Vorteilen auf Seiten des Gastgebers.

Auch die Anfangsphase der zweiten Hälfte gehörte der Driendl-Elf. Weinmann lud zwei Minuten nach Wiederanpfiff durch, verfehlte aber sein Ziel. Erwähnenswertes gab es nun erst wieder nach einer gespielten Stunde, als Weinmann Gigl bediente, der aus spitzem Winkel vorbei zielte. Auch in dieser Phase konnte der FCU einige Minuten lang richtig Druck auf des Gegners Tor ausüben. Oberdiendorf beschränkte sich nun aufs Kontern, wobei man immer wieder für Gefahr sorgen konnte. In der 73. Minute war der FC bei einem Eckball mit zu vielen Mannen aufgerückt, ein taktisches Foul wurde versäumt und plötzlich war man hinten komplett offen. Köstlmeier als letzter Mann verhinderte das Unheil und bekam im Eins gegen Zwei gerade noch das Bein zwischen den finalen Pass auf Niemczyk, der alleine durch gewesen wäre. Das Spiel nahm nun wieder mehr an Fahrt auf und entwickelte sich zu einem tollen Kreisligaspiel, in dem Untermitterdorf dominierte und Oberdiendorf weiterhin mit schnellen Tempogegenstößen auf sich aufmerksam machte. In der 78. Minute belohnte sich dann Dauerläufer Beckert für seinen unermüdlichen Einsatz an diesem Tag. Nachdem ein Angriff eigentlich schon geklärt war, kam er 20 Meter vor dem Tor an den Ball und lupfte diesen über die Abwehr hinweg auf Gü Weinmann. Dieser ließ sich die Chance nicht entgehen und versenkte das Leder aus 7 Metern mit links in die Maschen. Die 1:0-Führung hatten sich die Mannen um Kapitän Brunnbauer nun auch redlich verdient und man versuchte dieses Ergebnis geschickt über die Zeit zu bringen. Richtig brenzlig wurde es aber doch noch einmal. In der 86. Minute zog Schmöller einfach mal aus gut 35 bis 40 Metern ab. Der Schuss sprang nochmal auf und Altmann war auf dem Posten, konnte die Kugel aber nicht festhalten. Das Rund entwickelte dabei einen solchen Drall, dass der Abpraller fast doch noch ins Tor rotierte. Im Nachfassen war der verdutzte Keeper aber sicher zur Stelle und hielt den hart erarbeiteten Dreier fest.

Untermitterdorf hält mit dieser vollen Punktausbeute also weiter den Abstiegsrelegationsplatz auf sicherer Distanz und besitzt zudem Tuchfühlung nach oben hin. Dieses Erfolgserlebnis ist nach den jüngsten Rückschlägen außerdem ein wichtiger Sieg für die Moral der Truppe um List, Wiederer, Raith und Konsorten. Am kommenden Wochenende empfängt man zuhause den TSV Bodenmais, das am Sonntag gegen Ringelai seinen zweiten Saisonsieg verbuchen konnte. Die Zielsetzung für dieses Spiel kann trotzdem nur mit drei Punkten ausgegeben werden, um sich noch vor der Winterpause in sicheren Fahrwassern bewegen zu können.

 

 

05.10.2014

SV Perlesreut - FC Untermitterdorf 1:1

 

Nach der bitteren 0:5-Klatsche gegen den SV Schöfweg stand Wiedergutmachung auf der Agenda des FC Untermitterdorf. Im Bewusstsein, dass auch Perlesreut kein leichtes Pflaster werden sollte, versuchte man nichtsdestotrotz sich wieder auf die eigenen Stärken zu besinnen und die jüngste Negativserie vergessen zu lassen. Verzichten musste Coach Driendl neben den Langzeitverletzten auf Flügelflitzer Simon Gigl, für den Wiederer in die Startelf rückte. Für Thomas Beckert stand Martin Hain in der Startelf. Der FC begann schwungvoll und sichtbar gewillt, ein anderes Gesicht zu zeigen. Eine erste Halbchance durch Weinmann blieb nach drei Minuten ungenutzt. Jo Altmann, der gegen Schöfweg noch fünfmal schuldlos hinter sich greifen musste, zeigte in der 17. Minute seine ganze Klasse. Einen 18-Meter-Freistoßhammer hexte er mit einer tollen Parade aus dem Kreuzeck. In der 20. Minute war der Untermitterdorfer Schlussmann abermals im Blickpunkt. Dieses Mal verschätzte er sich jedoch bei einer Freistoßflanke – der resultierende Abschluss landete aber am Außennetz. Außerdem hatte der Linienrichter ohnehin auf Abseitsstellung entschieden. Mit der 26. Minute ließ der FC Erinnerungen an die verloren gegangene Effizienz der ersten Saisonspiele aufkommen. Mit der ersten richtigen Chance erzielte man das 1:0. Nach Eckball von rechts „stand“ der großgewachsene List am höchsten und köpfte sicher zur Gästeführung ein. Die Truppe um Kapitän Brunnbauer erlangte weitestgehend die Kontrolle über das Spiel und gab seinen Anhängern berechtigte Hoffnung auf den ersehnten Auswärtsdreier. In der 32. Minute musste Beckert für den angeschlagenen Beutler in die Presche springen und rückte auf die Außenverteidigerposition. Raith übernahm Beutlers Part in der Zentrale. In der 41. Minute glänzte Pröll mit einer seiner unnachahmlichen, wertvollen Balleroberungen und leitete den nächsten Angriff ein. Über links brachte er Hain ins Spiel, welcher wieder auf Pröll prallen ließ. Anstatt aus 12 Metern mit der Innenseite flach das kurze Eck anzuvisieren, wählte der FC-Spielgestalter die Wer-wird-Millionär-Risikovariante und ging mit 0 Euro nach Hause. Sein Schuss ging weit in die Wolken. Weitaus bitterer als dieser Fehlschuss wog jedoch die 44. Minute für ihn. Nach einer scheinbar harmlosen Szene sackte er zusammen und signalisierte Driendl sofort wechseln zu müssen. Mit dick geschwollenem Knöchel ging es nicht mehr weiter für ihn und Tobi Fischer rückte für ihn ins Team. Mit der knappen Führung verabschiedete sich der FC in die Halbzeitpause und kam unverändert zurück aufs Feld. Die Partie wurde nun zunehmend hitziger. Schiedsrichter Heitzer verstand es jedoch schon in Durchgang Eins nicht frühzeitig Verwarnungen auszusprechen, was sich in dieser Phase nun wohl ausgezahlt hätte. Vor allem Perlesreut fuhr im wahrsten Sinne des Wortes die Ellbogen aus. Ein Rippenschlag gegen List wurde jedoch nicht einmal mit Gelb geahndet. Für ihn wurde Josef Wastl aus der FCU-Reserve ins Gefecht geschickt. Auch Beckert musste kurze Zeit später einen ähnlichen Schlag einstecken. In der 65. Minute wäre es an Torjäger Weinmann gewesen, den Sack zuzuschnüren. Als er sich über rechts klasse durchsetzte, sah er den mitgelaufenen Wiederer. Sein Querpass wurde jedoch im letzten Moment abgefangen. Fast im Gegenzug nahm sich Torsten Bauer das Leder technisch einwandfrei herunter, semmelte die gute Gelegenheit aber über das Gehäuse. So kam Perlesreut über den Kampf immer mehr ins Spiel und Udorf verstand es nicht immer diesen auf clevere Weise anzunehmen. So verursachte man viele Freistöße um den Sechzehner herum, was die Anhängerschaft ein ums andere Mal zum Zittern brachte. Was sich fast schon andeutete, passierte in der 73. Minute. Nach Eckball von Reih, war es Roland Bauer, der sich im Strafraum durchsetzte und zum 1:1-Ausgleich einköpfte. Untermitterdorf fügte sich nun in das mit harten Bandagen geführte Spiel ein und kassierte im Laufe der zweiten Hälfte sieben gelbe Karten mit mehr oder weniger Berechtigung. Große Torchancen konnte man seinerseits nicht mehr kreieren und die Abwehr hatte jede Menge zu tun, die Perlesreuter Angriffe abzuwehren. Der SV investierte nun deutlich mehr und brachte den FCU ohne spielerisch zu überragen immer wieder in Bedrängnis. Letztendlich blieb es beim Auswärtspunkt für Untermitterdorf, mit dem man angesichts der zweiten Hälfte zufrieden sein dürfte. Auch für das abschließende Vorrundenspiel nächsten Sonntag zu Hause gegen Oberdiendorf gilt es noch einiges aufzuarbeiten und einen weiteren Schritt aus dem Leistungsloch zu machen. Der Trend ist aber nicht nur punktausbeute- sondern auch gesundheitsmäßig momentan nicht der Friend des FCU. Wer von den verletzten Spielern bis dahin wieder einsatzfähig ist, wird sich erst im Laufe der Woche herausstellen.

 

 

 

03.10.2014

FC Untermitterdorf - SV Schöfweg 0:5

 

Selbst der 3. Oktober bedeutet für den FCU nicht die Wende.

Nein, der Trend ist zur Zeit nicht der Freund des FC Untermitterdorf – denn dieser geht klar nach unten. Im Derby gegen den Nachbarn vom SV Schöfweg gab es nichts zu holen und dies wurde den Kickern von Coach Tom Driendl in aller Deutlichkeit vor Augen geführt. Von Anfang an zeigte der spielstarke Gast, was es braucht, um ein Derby für sich zu entscheiden: absolute Geilheit, Feuer, Wille oder wie man es auch nennen mag. Allein die Körpersprache stellte den Gastgeber in den Schatten. Schöfweg war einfach vom Anpfiff weg präsent und fokussiert und erarbeitete sich auch sogleich erste Torchancen. Das Wiedersehen mit seinem Ex-Verein sollte also für Keeper Jo Altmann, der nach Verletzungspause zurück ins Untermitterdorfer Tor kehrte, ein arbeitsreicher Feiertag werden. Altmann ersetzte  die bisherige Nummer 1 Christian Käser, der mindestens noch bis zur Winterpause ausfällt, und machte dabei einen souveränen Job. Der SV presste früh und zwang so die Gastgeber zu Fehlern, so auch in der achten Minute. Als Kapitän Brunnbauer den Ball verlor ging es plötzlich ganz schnell. Spielertrainer Friedl grätschte das Leder zu Christian Schwankl und der vollendete zum 0:1 durch die Beine von Altmann hindurch. Nach dem frühzeitigen Rückschlag fing sich die Heimelf langsam  wieder, doch die motivierten Gäste blieben weiter das spielbestimmende Team. In der 14. Minute setzte sich dann aber Driendl energisch über die rechte Seite durch und flankte auf Weinmann, der alleine zum Kopfball springen konnte. Hinter diesen bekam er jedoch viel zu wenig Druck und visierte zudem direkt den Torwart an. Das war es auch schon von den Untermitterdorfer Offensivbemühungen – es sollte die einzige richtige Chance im gesamten Spiel bleiben. In der 41. Minute klärte Altmann nach einem guten Pass in die Lücke im Herauslaufen in letzter Not. Kurz darauf war Schwankl erneut durch und Beutler stellte ihn gut und konnte klären. Der FC konnte sich insgesamt zur Halbzeit glücklich schätzen nicht weiter hinten zu liegen und setzte nun seine ganze Hoffnung auf den zweiten Durchgang. Diese jedoch wurde nur eine Minute nach Wiederanpfiff gnadenlos zerschmettert. Untermitterdorf attackierte nicht resolut genug und Dominik Wildfeuer kam nach schönem Doppelpass aus 17 Metern halblinker Position frei zum Schuss. Dieser passte genau und schlug unhaltbar von der Unterkante der Latte hinter der Linie und schließlich im Netz ein. Für die Moral der Driendl-Elf war das natürlich ein absoluter Neckbreaker. Man stemmte sich zwar weiter gegen das Unheil, aber an diesem Tag war ein Klassenunterschied einfach offensichtlich. Die eigene Unzufriedenheit stieg und so dezimierte sich der FC durch eine Undiszipliniertheit selbst. Hain ließ sich von den Zuschauern provozieren und kassierte nach eigenen Retourkutschen die zweite Gelbe und somit Platzverweis. Die einzige Torraumszene hatte in der Folge noch List auf FC-Seite zu verzeichnen, doch die scharfe halbhohe Hereingabe von Weinmann war schwierig zu verwerten und landete im Toraus. Nun war es nochmals an der Zeit für die Gäste nachzulegen. In der 69. Minute glänzte Albrecht mit einem weiten Sprint, hebelte mit einer feinen Einzelleistung die FC-Abwehr aus und legte ab auf Furtmair, der das 0:3 erzielte. Nur zwei Minuten später tankte sich Christian Schwankl über links durch und wieder war es Furtmair, der letztendlich richtig stand und zum 0:4 einnetzte. Beim 0:5 durch Christian Schwankl in der 89. Minute hatte sich dann der FC schon längst seinem Schicksal ergeben.

Nach dem spielfreien Wochenende wegen des Vereinsausflugs kann der FC also auch weiterhin nicht den Schalter umlegen. Nach einem Saisonstart auf der Überholspur befindet man sich momentan auf dem Standstreifen und kassiert bereits die dritte (verdiente) Pleite in Folge. Vor allem im Derby eine solche Klatsche hinnehmen zu müssen, ist besonders bitter. Am Sonntag beim Gastspiel in Perlesreut liegt es nun an jedem, eine gewaltige Schaufel draufzulegen um wieder in die Erfolgsspur zu finden und nicht doch noch den Blick nach hinten Richtung Relegationsplatz richten zu müssen. Die Redaktion hofft, dass der Kraker Sepp die Daumen dann noch einen Deut besser drückt, damit der Spielbericht beim nächsten Mal wieder positiver ausfällt.

 

 

20.09.2014

TSV Mauth - FC Untermitterdorf 3:1

 

Hochmut kommt vor dem Fall. Dieses Resümee könnte so mancher Untermitterdorfer Anhänger aus dem Gastspiel beim TSV Mauth ziehen. Nach der verdienten Heimniederlage gegen den SV Haus waren die Driendl-Jungs gewillt, schnell wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden. Zwar fehlten urlaubsbedingt Hermann List und Martin Hain, doch sollte man die Ausfälle erst einmal gut kompensieren können. Eine weitere Hiobsbotschaft vom Abschlusstraining wog etwas schwerer. Der in dieser Saison bisher in Topform befindliche Keeper Christian Käser verdrehte sich das Knie und wird wohl längere Zeit ausfallen. Eine genaue Diagnose folgt erst am Montag. Da sich auch Ersatztorwart Jo Altmann noch im Krankenstand befindet, rückte Michael Kronschnabl in den Kasten, der zwar ohne regelmäßige Trainingsleistung nicht voll im Saft steht, aber dennoch das vollste Vertrauen der FC-Verantwortlichen genießt. Nachdem die ersatzgeschwächte „Zweite“ gegen einen schwachen Gegner nicht über ein 1:1 hinauskam, wobei Tobias Wastl ein sehenswertes Kopfballtor erzielte, ging es um 17 Uhr los mit dem Unternehmen Wiedergutmachung für die Leistung der letzten Woche.

Der FC fand auch gleich gut in die Partie. Gü Weinmann legte in der vierten Minute einen Freistoß mit Übersicht quer – Alfred Pröll verzog aber aus 18 Metern klar. In der sechsten Minute spielte der durchgebrochene Simon Gigl etwa fünf Meter vor der Grundlinie schräg rüber zu Weinmann, der aber knapp verpasste. Hinter ihm lauerte jedoch Sam Driendl, der wiederum etwas zu lässig ins scheinbar leere Tor einschieben wollte und so einem Abwehrspieler die Möglichkeit gab, das sicher geglaubte Tor doch noch von der Linie zu verhindern. In der zehnten Minute gelangte Weinmann nach Freistoß und schönem Doppelpass mit Michael Köstlmeier wieder an den Ball, setzte sich durch, versuchte die Hereingabe aber nicht flach in den Rücken der Abwehr sondern hoch, was in den Armen von Keeper Madl mündete. Erst in der 14. Minute feuerte Mauth seinen ersten Warnschuss ab, der aber weit über das Tor hinweg flog. In Minute 18 legte Weinmann zurück auf Pröll, doch sein Abschluss war zu zentral geschossen und wurde so zum Tormannfutter. Nur kurz darauf wurde es auf der Gegenseite gefährlich: Tim Beutler und Michael Köstlmeier mussten mit vereinten Kräften zur Ecke klären, die anschließende brisante Situation bereinigte Kronschnabl, der von Beginn an Ruhe von hinten ausstrahlte, auch über die gesamte Spielzeit fehlerfrei agierte und sogar noch mit einem Kabinettstückchen glänzte, als er einen Stürmer technisch einwandfrei ins Leere laufen ließ. Der anfängliche Sturmlauf des FCU flaute nun mehr und mehr ab, doch beherrschte man das Geschehen souverän, nur eben mit nun etwas weniger Zug zum Tor. Dem sollten die Gastgeber aber durch einen katastrophalen Abwehrschnitzer Abhilfe verschaffen.  Der letzte Mann konnte sich den Ball nicht stoppen, Driendl schaltete gedankenschnell und war auf und davon. Aus 14 Metern schob er das Leder sicher am Torwart vorbei zum 1:0 ein. In der 42. Minute gelangte eine weite TSV-Flanke zu einem Hausherrenspieler, der mutterseelenalleim Strafraum lauerte. Bei dessen Schuss zeigte Kronschnabl seine ganze Klasse, riss seine Arme reflexartig in die Höhe und parierte super. In die Halbzeitpause ging es also mit der knappen Führung, welche durch die guten Chancen in der Anfangsphase viel deutlicher hätte ausfallen müssen. Beim Gang in die Kabinen wurde auch das Endergebnis aus Oberdiendorf vermeldet, wo Tabellenführer Prackenbach nur einen Punkt entführen konnte. Ob dies unterbewusst Auslöser für den Auftritt des FCU in der zweiten Hälfte war, wird zwar nicht abschließend geklärt werden können. Doch die Reaktion einiger Spieler ließ durchaus vermuten, dass man sich schon als neuer Kreisligaprimus fühlte. Die Zuschauer fühlten sich etwas zurückversetzt in das enttäuschende Spiel der Vorwoche. Untermitterdorf entglitt das Spielgeschehen mehr und mehr und man ließ sich gehörig den Schneid abkaufen. In der 54. Minute forderte man noch Elfmeter, als ein Einsteigen gegen Wiederer am Strafraumeck als Stürmerfoul gewertet wurde. Dann wurde das Spiel hektischer und Schiedsrichter Weiderer führte an diesem Tag eine strenge Linie und unterbrach den Spielfluss durch viele Pfiffe zunehmend. Statt konzentriert weiterzuspielen,  verfiel man mehr und mehr ins Hadern mit den Entscheidungen des Unparteiischen und so mancher Spieler vergaß dabei selbst, dass Fußball auch ein Laufsport ist. Von konsequentem eigenen Spielaufbau konnte nun auch keine Rede mehr sein. In der 72. Minute verzeichnete der heimische TSV seine erste richtige Großchance – dieser Abschluss war aber mit zu wenig Power und Köstlmeier konnte relativ ruhig von der Linie klären. Im direkten Gegenzug hatte Driendl eine gute Gelegenheit, brachte das Leder aber nicht am gut postierten Madl vorbei.  Der FCU bettelte nun regelrecht um den Ausgleich und fing sich diesen verdientermaßen auch ein. Nach Flanke von rechts zog Sutter halblinks gegenüber im Strafraum direkt ab und beförderte das Leder mit der Innenseite passgenau ins lange Eck zum 1:1 in die Maschen. Unzufrieden mit sich selbst, schaffte es die FC-Elf nun nicht mehr, sich gegenseitig positiv aufzubauen und das Ruder noch einmal herumzureißen – im Gegenteil. In der 79. Minute leistete sich Gigl einen unnötigen, weil zu komplizierten, Fehlpass in der Vorwärtsbewegung und hatte Glück, dass hinten der letzte Pass nicht ankam. In der 84. Minute kam dann alles zusammen und auch die sonst gut verteidigenden Beutler und Köstlmeier waren sich uneinig und luden Mauth somit förmlich ein. Fuchs spritzte hellwach dazwischen, legte quer und Lenz brauchte bloß noch zum 2:1 zu vollenden. Untermitterdorf erholte sich von diesem Rückschlag nicht mehr und fing sich ausgekontert sogar noch das 3:1 durch Fuchs ein.

Insgesamt verschenkte der FC also drei Punkte, die nach der guten ersten Halbzeit bei einigermaßen konsequenter und konzentrierter Spielweise eigentlich Pflicht gewesen wären. So mancher Spieler schien im Kopf schon in anderen Dimensionen zu schweben und vergaß dabei das Wesentliche, worum es im Fußball geht: Laufen, Kämpfen, Ballkontrolle. Vielleicht zurecht verpasste der TSV Mauth dem FCU einen Denkzettel. Die Spieler sind nach dieser Leistung verstärkt zur Eigenreflexion angehalten, um am 3. Oktober im Team das spannende Derby gegen den SV Schöfweg angehen zu können. Die FCU‘ler dürfen am kommenden Wochenende pausieren und sich auf den gemeinsamen Vereinsausflug freuen, der die letzten beiden Spiele gut vergessen lässt. Im Nachbarduell bekommt die FC-Anhängerschaft sicherlich wieder eine andere Untermitterdorfer Mannschaft zu Gesicht, die frisch motiviert alles daran setzen wird, gegen den SVS nicht leer auszugehen. Coach Driendl hofft bis dahin wieder auf ein paar Rekonvaleszente zurückgreifen zu können. Kapfenberger und Altmann wollen das Training wieder aufnehmen, Sohn Sam Driendl hat an einer Schulterverletzung aus dem Mauth-Spiel zu knabbern.

 

 

14.09.2014

FC Untermitterdorf - SV Haus i.W. 0:3

 

 

Einen gebrauchten Tag erwischte der FC Untermitterdorf am Sonntag gegen den SV Haus im Wald. Nachdem man am Freitag noch den TSV Ringelai zwar nicht spektakulär, aber souverän in die Schranken wies, konnte man beim Heimspiel zwei Tage später nicht an die jüngsten Erfolgserlebnisse anknüpfen. Bis auf die Langzeitverletzten hatte Coach Driendl wieder alle Mann an Bord, erwartete aber einen unangenehmen Gegner. Mit dieser Prophezeiung sollte er Recht behalten.

Die Moser-Truppe war von Beginn an aggressiv am Mann und zeigte, dass es  in der Kreisliga nichts zu verschenken gibt. Untermitterdorf dagegen verschlief den Beginn komplett und wurde prompt dafür bestraft. In der sechsten Minute passte die Kommunikation in der Hintermannschaft nicht, als List erst nach einem Querschläger von Beutler nicht klären konnte und Köstlmeier dann auch noch seinen Gegenspieler beim Klärungsversuch im Sechzehner von den Beinen holte. Den berechtigten, halbhoch geschossenen Elfmeter fischte Christian Käser toll aus dem rechten Eck, doch Haus setzte nach und Untermitterdorf verpennte auch diese Situation. Der abgewehrte Ball wurde von rechts sofort als Flanke wieder in die Gefahrenzone und mit Kesten kam nicht gerade der größte Spieler auf dem Platz fast frei zum Kopfball, welcher zum frühen 1:0 im kurzen Eck neben dem Pfosten einschlug. Untermitterdorf versuchte sich schnell wieder aufzurappeln und kam zu aussichtsreichen Gelegenheiten. In der zehnten Minute leitete Sam Driendl  den Ball nach einem Lehrbuchtackling sofort auf Gü Weinmann weiter. Dieser agierte mit dem Selbstbewusstsein seiner zwei Freitagstore zu eigensinnig und passte nicht quer zum mitgelaufenen Hain, sondern versuchte es gegen zwei Gegenspieler selbst. Sein anschließender Torschussversuch wurde allerdings zur Ecke abgeblockt. In der 13. Minute tankte sich „Phil“ Raith mit seinem neuerlich entdeckten Offensivdrang willensstark durch und legte mit Übersicht quer zu Gigl. Dieser probierte es mit einer sehenswerten Direktabnahme, welche unglücklicherweise nur am Hausinger Pfosten landete. Wiederum nur zwei Minuten später grätschte Hain einen Ball schön ab, worauf Pröll Weinmann auf die Reise schickte. Der sah seinen Passgeber erneut, doch Pröll ließ sich in Bedrängnis fairerweise nicht fallen, sondern verfehlte nach der womöglich elfmeterreifen Strafraumattacke das Leder. Dieses fünfminütige Aufbäumen sollte Untermitterdorf aber nicht durchhalten, sondern geriet durch teils passive Zweikampfführung weiter ins Hintertreffen. Beispiele dafür waren zur Verzweiflung der Zuschauer, als nicht gerade der durchtrainierteste SV’ler das komplette FCU-Mittelfeld stehen ließ oder als Haus in der 20. Minute fast zu locker durchkombinierte und Höhenrieders Schuss  nur noch Köstlmeier im Weg stand. In der 24. Minute visierte Driendl, der dieses Mal auch nicht so in Szene gesetzt wurde, als in den vergangenen Partien, nach einer Kopfballstafette nur das Außennetz an. In Minute 26 unterlief Torwart Käser dann fast ein folgenschwerer Fauxpas. Bei einem 40-Meter-Freistoß verschätzte er sich komplett und dieser landete hinter ihm am Lattenkreuz. Nur zwei Minuten später konnte Raith eine Flanke gerade noch vor einem zum Flugkopfball ansetzenden SV’ler ins Toraus verlängern. Coach Driendl gefiel das Auftreten seiner Mannschaft ganz und gar nicht und versuchte mit frischen Kräften neue Impulse zu setzen. Beckert und Wiederer sollten für List und Hain die rechte Seite beackern. Doch der FC bekam weiter keinen Zugriff auf’s Spiel. Vor allem bei Standardsituationen fehlte dem FCU die Lufthoheit und bei zweiten Bällen hatte man fast in jeder Situation das Nachsehen. Dazu kam, dass man immer mehr solcher gefährlicher Standards produzierte: So auch Wiederer in der 38. Minute bei einem unnötigen Foul, als das Leder eigentlich schon gesichert war. Haus durfte sich zum wiederholten Male aus der an diesem Tage gefährlichen Position im linken Halbfeld versuchen. Alexander Pauli trat auch diesen Freistoß wieder gefährlich auf Käsers Kasten, kein Spieler kam an den Ball heran, dieser sprang tückisch auf und senkte sich zum 2:0 ins lange Eck. Unter diesen Voraussetzungen sollte es in der zweiten Hälfte nicht einfacher werden für die Driendl-Elf. Haus kam auch jetzt wieder besser ins Spiel. Manuel Kesten wurde in der 52. Minute hoch angespielt und dieser brachte den Ball mit einem Volleylupfer über Käser hinweg nur um wenige Zentimeter nicht im Tor unter. Driendl tauschte erneut aus und brachte Rechenmacher und List zurück auf’s Feld. Der FCU arbeitete sich zunehmend gegen aggressive Hausinger auf. Man probierte zwar alles, wieder zurück in die Partie zu kommen, doch es lief in der Offensive einfach nicht viel zusammen. Auch die Pässe des unermüdlich kämpfenden Alfred Pröll waren an diesem Tag meist zu weit oder fanden keinen Abnehmer. Erst in der 70. Minute meinte man nochmal einen Ruck durch die Mannschaft zu erkennen, als Hermann List mit einer Dreifachchance im Gewühl jeweils an unzähligen Abwehrbeinen oder dem SV-Keeper scheiterte. Doch dieses kurze Powerplay sollte ein Strohfeuer bleiben. In der 82. Minute konnte Haus das Ergebnis sogar noch aufstocken, als Kesten nach einem Pass in die Gasse den herausgeeilten Käser umkurvte und zum 3:0 einnetzte.

Alles in allem konnte der FC Untermitterdorf zu keiner Zeit seiner Favoritenrolle gerecht werden. Sowohl im Zweikampf auf dem Boden und in der Luft als auch beim Erobern der zweiten Bälle hatte man fast immer das Nachsehen. In der Offensive konnte man nicht die gewohnten Akzente setzen und blieb erstmals in dieser Saison ohne eigene Torausbeute. Und auch die bis jetzt so sattelfeste Defensive leistete sich so seine Fehler. Der SV Haus i. W. nimmt somit verdient die Punkte aus Untermitterdorf mit und der FC erklimmt nicht die Tabellenspitze des SV Prackenbach. Nach dem sensationellen Saisonauftakt war aber auch klar, dass auch solche Spiele mal kommen würden, wo einfach nichts zusammen läuft. Am kommenden Samstag um 17 Uhr tritt die Driendl-Truppe beim TSV Mauth an, die mit zwei Siegen in Folge (wenn auch gegen Gegner aus dem Tabellenkeller) am aufsteigenden Ast zu sein scheinen. Auch wenn man einen ähnlich unangenehmen Gegner erwartet, hofft man bei diesem Auswärtsspiel wieder Zählbares einfahren zu können. Auch die Reserve gibt sich dann im Vorspiel wieder die Ehre. Gegen den SV Haus konnte die Zweite ebenfalls nicht punkten. Das Tor bei der 1:2-Pleite erzielte Martin Weinmann per Elfmeter, nachdem Hermann Wurstbauer im Strafraum zu Fall gebracht worden war.

 

 

 

12.09.2014

TSV Ringelai - FC Untermitterdorf 0:3

 

„A klare Gschicht“ erwarteten alle Fußballinteressierten beim Nachholspiel des FC Untermitterdorf beim TSV Ringelai. Nachdem letzte Ungereimtheiten über Austragungsort und –zeit ausgemerzt waren, erbarmten sich die Gastgeber doch auf heimischen Gefilden anzutreten. Chefanweiser Tom Driendl, der auf den kränkelnden Beckert und den absenten Rechenmacher verzichten musste, nahm die Aufgabe beim Tabellenletzten keineswegs auf die leichte Schulter und erwartete einen harten Kampf. Und so sollte es der Mannschaft um Kapitän Klaus Brunnbauer auf dem nassen, tiefen, aber durchaus gut bespielbaren Rasen erst einmal schwer fallen, spielerisch aufzutrumpfen.

Den ersten Warnschuss gab in der fünften Minute Ringelai ab. Nach einem Stockfehler von Tim Beutler kam ein TSV’ler an den Ball, dessen Schuss rauschte aber an Käsers Kasten vorbei. In der achten Minute brachte Gü Weinmann einen Eckball in den Strafraum, die Brunnbauer Richtung Elferpunkt ablegte. Dort setzte Raith an, durchzuladen, doch ein Abwehrspieler war im letzten Augenblick dazwischen. In der 13. Minute brachte dann ein Ringelaier Abwehrrecke seine Mannen in Bedrängnis. Einen weiten Ball von Simon Gigl leitete er Weinmann vor die Füße. Sein Schuss wurde von Schlussmann Hilgart per Fußabwehr geklärt. Aufregung gab es in Minute 18. Wiederer bekam im Rücken des Schiedsrichters einen Armschlag mitten ins Gesicht. Viele der aufgebrachten Zuschauer forderten den roten Karton wegen Tätlichkeit. Ob die Attacke wirklich Absicht war oder nur aus einer Körperdrehung entstand, konnte sich letztendlich aber natürlich nicht aufklären. In der Folge tat sich der FC gegen gut dagegenhaltende Gastgeber nicht leichter und machte sich selbst das Leben mit undurchdachtem Spielaufbau schwer. Hohe weite Bälle wurden auf dem glitschigen Rasen logischerweise schnell und gingen ins Toraus. Bei der ein oder anderen aussichtsreichen Gelegenheit hatte der Linienrichter die Fahne wohl zurecht oben. So durfte sich die Mannschaft von Coach Driendl in der 37. Minute sogar bei seinem Kapitän bedanken, dass man nicht in Rückstand geriet. Ein Freistoß aus dem Halbfeld wurde per Kopf über den herausgeeilten Untermitterdorfer Keeper hinweg verlängert. Klaus Brunnbauer bugsierte das Leder gerade noch von der Linie und bereinigte so die brenzlige Situation. Im Gegenzug zeigte der FC dann aber mit seinem ersten konsequenten Spielzug seine Klasse. Andreas Raith bediente Gigl auf der linken Seite, dieser sah unmittelbar Weinmann im Zentrum. Der Untermitterdorfer Topscorer ließ sich diese Chance nicht nehmen, stoppte sich den Ball und schob cool zum 1:0 ein. Sein Vorlagengeber hätte kurz vor dem Halbzeitpfiff beinahe noch erhöhen können. Nach einem klassischen Luftlochs eines Verteidigers wurde sein Schuss aber noch zur Ecke abgefälscht. Insgesamt durfte Untermitterdorf aber auch um die knappe Führung froh sein, denn mit etwas Pech hätte man hier sogar zurück liegen können, was gegen die wacker kämpfenden Hausherren sicherlich keine leichte Ausgangsposition für Durchgang zwei gewesen wäre.

Aus den Kabinen kamen beide Teams zunächst unverändert. Und der FCU machte sogleich mit der ersten Gelegenheit den Sack zu. Wiederum initiierte Raith den Angriff über links. Alfred Pröll beförderte die Kugel direkt flach vorne rein zu Sturmtank Weinmann. Wie beim Führungstreffer blieb dieser cool und schoss flach zum 2:0 ab. Ringelai indes zeigte Moral und stemmte sich weiterhin gegen die drohende Niederlage. So dauerte es bis zur 72. Minute, bis Untermitterdorf wieder gefährlich vor Hilgarts Tor auftauchte. Weinmann spielte mit einem traumhaften Pass Gigl  am Strafraum frei, der wiederum sofort querlegte. Nach einem verunglückten Schussversuch des eingewechselten Hain kam das Leder per Umwege zu Goalgetter Driendl. Dieser netzte zwar überrascht, aber dann doch sicher zum 3:0 ein.  Zehn Minuten vor dem Ende erkämpfte Hain auf der rechten Seite toll den Ball und sah Weinmann am Sechzehner stehen. Dieser wurde unliebsam gebremst beim Versuch eine Lücke für den Abschluss zu finden. Nach dem resultierenden Freistoß war es erneut Weinmann, der ans Spielgerät gelangte. Im Nachschuss schoss er jedoch deutlich übers Ziel hinaus. Auf dem Weg zum 4:0 und seinem dritten Treffer wurde Weinmann in der 86. Minute regelwidrig durch Zerren und Halten gestoppt, was die gelb-rote Karte für Jonas Rückert zur Folge hatte. In den letzten Minuten passierte allerdings nicht mehr viel. Es blieb beim 3:0-Pflichtsieg mit nur wenigen Glanzlichtern im erwartet harten Auswärtsspiel. Der FCU thront nun punktgleich mit Prackenbach an der Spitze, weist aber das bessere Torverhältnis auf. Mit gehörig Selbstbewusstsein im Rücken empfängt man nun am Sonntag den SV Haus im Wald, die am letzten Spieltag Ringelai ebenfalls mit 3:0 besiegten. Man blickt einem vermutlich unangenehmen Gegner entgegen. Haus befindet sich mit 10 Punkten eher in der abstiegsgefährdeten Region, hat aber auch gegen spielerisch starke Gegner schon überzeugen können. Unter anderem sprang ein 0:0 in Schöfweg am ersten Spieltag heraus und gegen den gestürzten Tabellenführer aus Prackenbach zeigte sich die Mosertruppe ebenfalls gleichwertig. Trainerfuchs Driendl wird sich jedoch sicher bereits wieder einen funktionablen Schlachtplan parat haben. Bei diesem Heimspiel stehen ihm dann auch wieder alle Mann zur Verfügung.

 

 

 

06.09.2014

SV Hintereben - FC Untermitterdorf 1:3

 

Beim Spitzenspiel gegen den SV Hintereben hatte Coach Driendl alle Mann, auch den angeschlagenen Simon Gigl, an Bord. Da man mit nun 15 Punkten aus sechs Spielen mehr als im Soll liegt, konnte man die Aufgabe laut dem Untermitterdorfer Chefanweiser ganz ohne Erfolgsdruck angehen. Eine kleine Kampfansage wurde aber hinterhergeschickt. Der Gegner müsse sich die Punkte aber hart erarbeiten.

Unbeeindruckt vom Lauf des Aufsteigers zeigte der favorisierte SV Hintereben aber gleich wer Herr im Hause ist. Hintereben präsentierte sich von Beginn an frisch, spritzig, zweikampfstark und äußerst präsent. Außerdem eroberten sie auch alle „zweiten“ Bälle, wodurch Untermitterdorf erst einmal gar nicht zur Entfaltung kam. Nichtsdestotrotz musste sich die Heimelf eine Viertelstunde gedulden, ehe man die erste richtige Chance verzeichnen konnte. Zuvor landeten einige Schüsse aus der Ferne weit neben oder über dem Tor. Nun aber hatte der FC es dem in Topform befindlichen Käser zu verdanken, der einen Schuss aus acht Metern zur Ecke entschärfte. Diese wurde auch gleich wieder gefährlich, der folgende Abschluss landete aber am Außennetz. Die größte Chance hatte der SVH in der 24. Minute. Nach einer weiteren Ecke kam ein Hinterebener aussichtsreich zum Kopfball, bekam aber zu wenig Druck über die Kugel, so dass diese von der Linie geschlagen werden konnte. Drei Minuten später kam der Gast aus Untermitterdorf erstmals überhaupt in Strafraumnähe. Und dies mündete in einem Paukenschlag. Samuel Driendl bekam den Ball auf halblinks zugespielt, fackelte nicht lange und legte gedankenschnell quer auf den mitgelaufenen Gü Weinmann. Für den Untermitterdorfer Topscorer war es natürlich ein Leichtes, den Pass vom Elfmeterpunkt zur höchst überraschenden 1:0-Führung zu versenken. Hintereben zeigte sich seinerseits nur kurz geschockt und machte weiter Dampf. Nach einer halben Stunde ließ sich List über links düpieren, der resultierende Schuss aus spitzem Winkel ging aber deutlich am Tor vorbei. In der 39. Minute war Gigl plötzlich frei am linken Strafraumeck, zog am ersten Gegenspieler vorbei nach innen, fasste dann aber nicht den Mut mit seinem nur zum Stehen konzipierten Rechten abzuziehen und verhaspelte sich in der Folge. Die knappe 1:0-Führung rettete man dann aber in die Halbzeitpause. Das Ziel für den zweiten Durchgang sollte sicher sein, weiter dem Dauerdruck der Gastgeber standzuhalten. Vor allem über Untermitterdorfs rechte Seite brannte es immer wieder, Hintereben schuf hier mit seinen technisch starken und schnellen Mittelfeldspielern ein klares Übergewicht.

Zur Stabilisation kam nun der etwas defensivere Beckert ins Spiel, was dieser prompt mit einer guten Leistung rechtfertigte. Der SV indes suchte sein Heil weiterhin in der Offensive. In der 51. Minute entstand plötzlich ein tumultartiges Gestochere im Sechzehner. Am Ende sicherte sich aber Torwart Käser die Kugel vor seiner gestählten Brust. In der 55. Minute war es dann aber doch so weit. Nach einer weiten Flanke von rechts köpfte Markus Strobl aus spitzem Winkel Keeper Käser durch die Hosenträger zum eigentlich überfälligen Ausgleich. Hintereben dominierte zwar nun weiter, konnte aber nicht mehr ganz so großen Druck auf Untermitterdorfs Defensive ausüben. In der 68. Minute schlug dann Youngster Tim Beutler einen weiten Ball longline in Richtung Weinmann. Dieser antizipierte sofort, dass der Ball über seinen Gegenspieler springen würde, drehte sich blitzschnell am Abwehrmann vorbei und war so auf und davon. In bewährter Art legte er mit Übersicht quer auf Sam Driendl, der zum 2:1 einnetzte. In der 73. Minute setzte der FCU sogar noch einen drauf. Pröll spielte aus der Drehung einen feinen No-Look-Pass auf den sonst eher defensiv bedachten Andreas Raith. Dieser drang mit Zug in den Sechzehner ein und hatte dabei auch noch das Auge für Nebenmann Gü Weinmann. Mit feiner Sohle spielte er das Leder per Außenrist quer auf Untermitterdorfs Sturmführer, der noch einen Abwehrspieler ins Leere laufen ließ und sich dann sicherheitshalber, aber für viele Fans nervenaufreibend,  ganz viel Zeit ließ mit dem Treffer zum 3:1. Hintereben ergab sich nun mehr oder weniger seinem Schicksal. Zwar waren deren Offensivbemühungen nicht im Keim erstickt, aber der Wille war wohl etwas gebrochen und Großchancen sprangen nicht mehr heraus. Hintereben konnte aus seiner Überlegenheit im Topspiel also kein Kapital schlagen und wurde von der gnadenlosen Effektivität der Driendl-Elf zermartert. Der SVH war zwar über die gesamte Distanz überlegen, erspielte sich aber bis auf die Kopfballgelegenheit in Hälfte Eins keine Hundertprozenter, sondern verfehlte das Tor mit zahlreichen Fernschüssen ein ums andere Mal. Untermitterdorf dagegen verwertete drei seiner vier Chancen und zeigte sich dabei gedankenschnell im Umschaltspiel und eiskalt im Abschluss. Gemessen an den Spielanteilen sicher ein glücklicher Sieg, gemessen an der Cleverness und dem Ausnutzen der eigenen Stärken erlaubt sich vielleicht ein anderes Urteil. Dass der demoralisierte Gastgeber im Pressebericht zu der Ansicht kam, dass der FC durch seine „rüpelhafte“ Spielweise auffiel, begründet sich vielleicht durch die Enttäuschung über den Spielausgang. Nur zwei gelbe Karten (und davon eine wegen Meckerns) sprechen eigentlich eine andere Sprache. Auch Schiedsrichter Stockinger mit seinem Gespann hatte das Geschehen jederzeit im Griff.

Der FC macht unter diesen freudigen Sieg nun jedoch gerne einen Haken und reist am Freitag beflügelt zum Nachholspiel zum bislang noch punktlosen TSV Ringelai. Der FC betrachtet dieses Spiel jedoch keinesfalls als Selbstläufer. Nur zu gut erinnert man sich an Spiele mit ähnlichen Vorzeichen mit ungeplantem Ausgang. Zudem steckt man am Freitag wieder einmal in der Favoritenrolle, dem man erst gerecht werden muss. Zusätzliche Motivation zieht man sicherlich daraus, dass man mit einem Sieg mit Tabellenführer Prackenbach nach Punkten gleichziehen kann. Am Sonntag empfängt man dann am Doppelspieltag mit dem SV Haus im Wald einen unangenehmen Gegner auf heimischem Gelände. Auch der SV Haus hat sich den Saisonstart wohl rosiger vorgestellt und wird mit aller Macht versuchen, die Abstiegszone zu verlassen.

 

 

 

31.08.2014

FC Untermitterdorf - DJK Fürsteneck 3:1

 

Zwei Aufsteiger plus zwei mal 12 Punkte plus zwei überaus erfolgreiche Saisonstarts – das ergibt ein höchst interessantes Kreisligaspiel. Unter diesen Voraussetzungen kreuzte der FC Untermitterdorf mit der DJK Fürsteneck am vergangenen Sonntag die Klingen. Bei regennassem Wetter musste Coach Tom Driendl auf den kranken Martin Hain verzichten, ebenso nahmen die angeschlagenen Andreas Raith und Christian Wiederer erst einmal auf der Bank Platz. Dafür rückte Albert Rechenmacher im rechten Mittelfeld in die Startelf, Thomas Beckert übernahm abermals den Part dahinter in der Außenverteidigung.

Den ersten Aufreger gab es schon in der ersten Minute. Samuel Driendl drang in den Strafraum der DJK ein, wurde von hinten durch einen Schubser zu Fall gebracht, doch die Pfeife des Unparteiischen blieb stumm. Das Lager des FC war sich sofort einig: Wäre diese Aktion außerhalb des Strafraums gewesen oder nicht gerade zu einem so frühen Zeitpunkt – die Entscheidung wäre mit Sicherheit auf Foulspiel gefallen. So gestaltete sich die weitere Anfangsphase relativ ausgeglichen ohne große Torraumszenen und mit leichten Vorteilen auf Seiten der Untermitterdorfer. Nach Foulspiel an Sam Driendl am rechten Strafraumeck legte sich Freistoßspezialist Simon Gigl die Kugel zurecht. Seinen scharf getretenen Freistoß fälschte Oldie Meisl mit dem Spann unhaltbar ins kurze Eck ab und es stand 1:0 für die Heimelf. Die Freude währte jedoch nicht sonderlich lange. Küblböck tankte sich in der 18. Minute über rechts durch und flankte Richtung Fünfereck. Dort war Haidn nicht eng genug gedeckt, entwischte seinem Gegenspieler und grätschte das Leder zum 1:1 in die Maschen. Direkt nach dem erneuten Anstoß wurde Günther Weinmann schön von Alfred Pröll frei gespielt. Aus spitzem Winkel verfehlte er jedoch das DJK-Gehäuse – auch Driendls lange Grätsche, um den Ball noch zu erreichen, war vergebens. In der Folge machten sich die Gäste beim FCU keine Freunde. Sie ließen sich nämlich zu unrühmlichen und im bisher fairen Spiel absolut unnötigen Aktionen hinreißen. Erst bekam Driendl einen Schlag ins Gesicht (20.), was in einem schmerzhaften Biss auf die Zunge mündete, dann bekam Pröll einen derben Schlag in die Magengrube, worauf er vorübergehend ausgewechselt werden musste. Beide Tätlichkeiten übersah der gut postierte Schiedsrichter Brunner aus Viechtach zum Unmut der Untermitterdorfer. Ob dies der Grund für den Bruch im FC-Spiel war, sei dahin gestellt. Die Truppe um Kapitän Brunnbauer verlor nach dem schnellen Ausgleich zusehends den Faden. Man ließ gegen körperbetont spielende Fürstenecker die Präsenz im Mittelfeld etwas vermissen, in der Offensive fehlte durch viele weite Pässe das spielerische Element. Die einzige weiterer Möglichkeit hatte nochmals Gigl mit einem gut getretenen Freistoß, der von Keeper Hobelsberger gerade noch zur Ecke pariert werden konnte. Die nun präsentere DJK konnte auf der Gegenseite Käsers Kasten nicht mehr ernsthaft in Gefahr bringen.

Auch im zweiten Durchgang stockte der Motor des FC erst noch und die DJK erwischte den besseren Start. Der FCU ließ sich aber nicht weich kochen, gab seine taktische Ordnung nicht auf und bekam aus einer sicheren Defensive heraus langsam wieder mehr Zugriff aufs Spiel. So waren es auch wieder die FC’ler mit der ersten gefährlichen Strafraumszene. Alfred Pröll schlug nach einer hervorragenden eigenen Balleroberung eine Flanke aus dem Halbfeld, Wiederer als anvisierter Abnehmer verpasste nur haarscharf. Drei Minuten später legte Beckert von links ab auf Pröll. Diesmal waren Höhe der Flanke und darauffolgender Abschluss beides passgenau. Weinmann sprang am Fünfereck am höchsten und köpfte mit Wucht zur erneuten Führung ein. Eigentlich alles in Butter bei den Gastgebern wollte man meinen, doch fühlte man sich von der rauen Spielweise des Gegners und der inkonsequenten Spielleitung von Schiedsrichter Brunner benachteiligt. Gigl, Pröll und Köstlmeier bekamen jeweils für ihre ersten Fouls im Spiel den Gelben Karton gezeigt. Auf der Gegenseite wurde gegen Wiederer und Pröll zweimal voll der Stollen draufgehalten. Einmal blieb die Pfeife ganz stumm, einmal gab es zumindest Freistoß jedoch ohne Verwarnung. Fürsteneck wurde also in seiner rüden Spielweise bestätigt und durfte munter weiter auf Holz in Form von `Mitterdorfer Gebein hacken. Genugtuung brachte da Minute 67. Der DJK’ler Meistl meinte seine Routine als letzter Mann leichtfertig ausspielen zu müssen, doch Gü Weinmann lief diesen an, gewann willensstark den Zweikampf und luchste ihm den Ball ab. Uneigennützig legte er allein auf weiter Flur quer auf Sam „die eingebaute Torgarantie“ Driendl, der zum 3:1 einnetzte. Vier Minuten später sah sich der Torschütze einmal mehr einem frustrierten Tritt der DJK ausgesetzt. Aber Küblböck kam mit einer weiteren ungeahndeten Tätlichkeit davon. Dass der Gast dieses Spiel mit vollem Spielermaterial und sogar mit weniger Gelb-Verwarnungen als der FC beenden sollte, war aus FCU-Sicht nicht nachzuvollziehen. Der Gast aus Fürsteneck indes vergab in der 78. Minute seine letzte Chance, nochmals heranzukommen. Nach Fehlpass im Spielaufbau tauchte plötzlich Krenn vor Käser auf, doch auch seine zweite Großchance vergab der Stürmer aus ca. 12 Metern. Nun war der Kampfwille des Gastes auch einigermaßen gebrochen und die verdienten drei Punkte im Aufsteigerduell blieben in Untermitterdorf. Unschön blieb anzusehen, dass nach Spielschluss einige Zuschauer ihre Meinung dem jeweils anderen Lager noch meinten kundtun zu müssen, doch hätte der Unparteiische durch eine konsequente Spielleitung das Hochkochen der Emotionen auf und neben dem Rasen schon viel früher eindämmen können. Nachdem beide Seiten das Geschehene sacken haben lassen, kehrte aber auch wieder Ruhe ein.

Der FCU freut sich über einen Sieg, der im Gegensatz zum spielerisch hochklassigen Dreier gegen Hohenau auch durch großen Kampf und ungebrochenen Willen errungen wurde. Mit diesem Selbstbewusstsein reist man nun am kommenden Samstag zum Tabellenzweiten nach Hintereben. Die Außenseiterrolle nimmt man auch in dieser Partie gerne auf sich – schon bei der knappen Niederlage in Prackenbach fühlte man sich in dieser Rolle ganz wohl und spielte befreit auf. Die Reserve hat wie schon gegen Fürsteneck spielfrei und greift erst beim nächsten Heimspiel wieder ins Spielgeschehen ein.

 

 

 

24.08.2014

FC Untermitterdorf - SV Hohenau 3:1

 

Zum Topspiel lud der FC Untermitterdorf am vergangenen Sonntag. Gegner im „Verfolgerduell“ war dabei der SV Hohenau. Beide Teams waren gut in die Saison gestartet und mussten jeweils erst eine Niederlage in der noch jungen Spielzeit hinnehmen. Mit Jakob Moosbauer und Sam Driendl standen sich außerdem die bisher erfolgreichsten Torjäger gegenüber. Die Personalsituation beim FC hatte sich für Coach Thomas Driendl wieder etwas entspannt. Einzig auf Abwehrmann Andreas Raith musste er verzichten. Für ihn rückte Thomas „Bommel“ Beckert in die Viererkette. Wider Erwarten begann das Spiel nicht mit taktischem Abtasten – nein, Untermitterdorf legte gleich los wie die Feuerwehr und überrumpelte so seinen Gegner, der zudem durch einen Todesfall im Verein mental gehandicappt war. Schon in der vierten Minute zappelte das Runde im Eckigen. Sam Driendl legte von links außen ab auf Simon Gigl. Dieser zog einfach mal aus 18 Metern ab, SV-Keeper war am Schuss noch dran, bremste aber dadurch die Flugbahn des Balles ab und wischte ihn sich dadurch ins eigene Netz. Untermitterdorf legte mit dem nächsten Angriff beinahe nach. Driendl war nach Hain-Pass auf und davon, vergab aber allein vor Torwart Fürst neben das Tor. Schon in der siebten Minute war dann das Ergebnis aber aufgestockt. List bediente Weinmann über rechts mit einem schönen Longline-Pass, dieser sah nach dem in dieser Saison bereits bewährtem Schema den in der Mitte wartenden Driendl, für den es ein Leichtes war zum 2:0 einzuschieben. Die Beschreibung der Anfangsminuten klingt eigentlich nach einen völlig desolaten Gegenüber, aber Hohenau tat durchaus etwas fürs Spiel und kombinierten teils gefällig durch das Mittelfeld. Erstmals gefährlich wurde der SV aber erst durch einen seiner gefürchteten Standards. Nach einem Freistoß setzte ein nachsetzender Hohenauer Spieler den Nachschuss aber weit über den Kasten. Der SVH machte also weiter das Spiel, der FCU die Tore. Pröll erblickte mit geschultem Auge den durchstartenden Weinmann. Dieser schoss erst noch Fürst zentral an, verwertete das Zuspiel aber im zweiten Versuch zum 3:0. Wieder einmal präsentierte sich Untermitterdorf mit ihren gefährlichen Angriffen eiskalt, in der Defensive stand man, auch wenn man im Mittelfeld oft einige Räume überließ, sicher – spätestens am Strafraum war Hohenau mit seinem Latein am Ende. Spielmacher Pröll ließ in der 32. Minute seine technische Klasse aufblitzen. Im Sitzen (!) spielte er 3 Spieler aus und bediente dann auch noch den chronisch richtig stehenden Samuel Driendl. Der Raumdeuter ging energisch Richtung Tor und ließ sich selbst bei einem Schubser, der wohl eine Rote Karte wegen Notbremse zur Folge gehabt hätte, fallen. Stattdessen zeigte er den Willen, die Kugel im Tor unterzubringen, wurde aber dann doch zu weit nach außen abgedrängt. Die anschließende Ecke fiel dem am Sechzehner lauernden Pröll vor die Füße, dessen gekonnten Abschluss Keeper Fürst aus dem linken Toreck hexte. Kurz vor der Halbzeit erhöhte Weinmann fast auf 4:0, doch auch sein abgefälschter Freistoß konnte vom SV-Schlussmann noch pariert werden. Mit der beruhigenden Führung ging es in die Kabinen, doch war man sich des Offensivpotentials bewusst und hatte die Aufgabe auch in der zweiten Hälfte voll konzentriert zu bleiben. Wiederum war es der starke Weinmann, der die Vorentscheidung ausließ. Im letzten Moment klaute ihm Fürst den Ball vom Fuß. Auch nach einer gespielten Stunde gab sich der Gast aus Hohenau aber noch nicht geschlagen und bewies tolle Kämpfermoral. In der 64. Minute kam Moosbauer aus fünf Metern zum Schuss. Der momentan in Top-Form aufspielende Keeper Käser vereitelte diese Gelegenheit aber mit einem schier überragenden Reflex auf der Linie. Hohenau drückte nun Untermitterdorf etwas hinten rein. Ein Kopfball von Prosser ging in der 70. Minute nur knapp über das Tor. Aber auch der FC blieb bei seinen Entlastungsangriffen stets brandgefährlich. Gigl passte über links auf Weinmann. Dessen Flaschschuss aus spitzem Winkel pfiff aber deutlich am SV-Gehäuse vorbei. In der 74. Minute zeigte Moosbauer seine Stärke, überlief List und Beutler und drang mit Zug in den Strafraum ein. Käser war heraussen, konnte den Angreifer im Fallen aber nur noch mit einem Foulspiel stoppen. Den berechtigten Elfer verwandelte Tobias Fellner sicher und verkürzte so auf 3:1. Hohenau roch nochmals Lunte, konnte das FC-Tor aber erstmals nicht wirklich in Gefahr bringen – bis zur 85. Minute. Es war wiederum Moosbauer, der gefährlich in Szene gesetzt wurde. Doch wiederum fand er seinen Meister in Major Käser, der mit einer starken Fußparade den Anschlusstreffer verhinderte. So wurde es weniger zum Zittern und der FC schaukelte das Ergebnis bis zum pünktlichen Abpfiff von Schiedsrichter Faden aus Steinberg nach Hause. Die drei Punkte blieben in diesem tollen Fußballspiel also verdient in Untermitterdorf, das am kommenden Wochenende Mitaufsteiger Fürsteneck im heimischen Waldstadion erwartet. Die Reserve musste ihrer Personalnot leider Tribut zollen und musste das Heimspiel gegen den SV Hohenau II mit einer 0:2-Wertung abschenken.

 

 

 

15.08.2014

FC Untermitterdorf - FC Büchlberg 4:0

 

Personell stark angeknockt musste die Driendl-Elf in den Doppelspieltag gehen. Neben den Langzeitverletzten mussten die Urlauber Beutler, Rechenmacher und Wiederer sowie Rot-Sünder Beckert ersetzt werden. Nichtsdestotrotz konnte Coach Driendl eine schlagkräftige erste Mannschaft auf’s Feld schicken, die auf der Bank durch motivierte Debütanten aus der „Zweiten“ ergänzt wurde. Die Rekrutierung aus der zweiten Garde fiel an diesem Tag etwas leichter, da Büchlberg keine Reservemannschaft stellen konnte und das Vorspiel daher abgesagt werden musste. Der Gegner aus Büchlberg ging personell ebenfalls am Krückstock, hatte sich aber wegen des verpatzten Saisonauftakts in diesem 6-Punkte-Spiel doch einiges vorgenommen.

Dies machte sich auch in den ersten Minuten der Partie klar bemerkbar. Der Gast zeigte sich sehr bemüht und dominierte gar die Anfangsphase. Der FCU fand nicht sofort ins Spiel, hatte aber in der siebten Minute Pech, als Gigls Flanke auf der Oberlatte auftropfte. Der FC Büchlberg seinerseits startete in der neunten Minute einen energischen Flankenlauf über rechts, die versuchte Hereingabe konnte aber gerade noch geklärt werden. Besser machten es die Gastgeber in Minute 13 mit ihrer in der bisherigen Saison bemerkenswerten Effektivität. Gigl flankte von links, Neuzugang Driendl stoppte sich den Ball aus der Luft und zimmerte ihn aus 6 Metern unhaltbar in die Maschen zum 1:0. Der FCU nahm das Heft nun mehr und mehr in die Hand. Spätestens ab der 23. Minute ließ man keine Zweifel mehr aufkommen, wer das Spiel als Sieger verlassen sollte. Dieses Mal startete Weinmann über links durch, bediente mit seinem bereits sechsten Saison-Assist wiederum den in der Mitte lauernden Driendl und dieser stockte das Ergebnis aus fünf Metern zum 2:0 auf. Der FC stürmte nun munter weiter in Richtung „Tennisheisl“-Tor.  Weinmann scheiterte in der 26. Minute mit einer Großchance am Keeper, nur wenige Augenblicke später ging Prölls 16-Meter-Volleyschuss nur knapp daneben. In der 32. Minute tauchte Gigl plötzlich im rechten Halbfeld auf und sah von dort aus seinen Schwippschwager Weinmann, der im Strafraum trocken zum 3:0 abschloss. Nach langer Durststrecke gab nun auch der Gast wieder ein Lebenszeichen von sich: Mit einem durchaus ansehnlich vorgetragenen Spielzug war Völtl nach einem Doppelpass durchgebrochen, visierte daraufhin aber nur den Außenpfosten an – Keeper Käser war mit den Fingerspitzen noch dran. Dann sollte es aber wieder in die altbekannte Richtung gehen.  Weinmann flankte in der 42. Minute von rechts, nachdem er seinen Gegenspieler gewandt aussteigen ließ, seine Flanke wollte Gigl per Flugkopfball versenken, was aber eindeutige Abzüge in der B-Note gab und darüber hinaus misslang. Kurz vor dem Halbzeitpfiff bekam Kopfballungeheuer Simon „den muas ma drucka“ Gigl nochmals die Möglichkeit – diesmal nach Pröll-Flanke – doch aus sieben Metern köpfte er freistehend über den Kasten. Mit einem beruhigenden 3:0 ging es also zum Pausentee, das Ergebnis hätte aber auch schon deutlich höher ausfallen können.

Besser aus der Kabine kamen aber erst einmal wieder die Büchlberger Kicker. Käser wurde in der 49. Minute gleich doppelt geprüft, war aber beide Male souverän auf dem Posten. In der 52. Minute überraschte Gigl dann mit einer präzisen Flanke mit dem anderen Links und legte so bereits sein drittes Tor in diesem Spiel vor. Sam Driendl blieb vor dem Tor wieder cool und versenkte zum 4:0. Nach einer gespielten Stunde vergab der FCU zwei weitere Riesenchancen, nochmals zu erhöhen. Erst war Weinmann auf und davon und setzte Pröll mustergültig in Szene. Dieser entschied sich anstatt querzulegen für die elegante Variante – sein Lupfer ging aber knapp über das Ziel hinaus. Kurz darauf bediente Driendl Weinmann in der Zentrale, dessen Direktabnahme aus kurzer Distanz aber bravourös pariert wurde.  Der FCU wechselte nun munter durch, worunter der Spielfluss natürlich etwas litt, aber der „Kaas war bissn“ und frische Kräfte sollten sich noch genügend beweisen dürfen. Büchlberg ließ nochmals mit einem Freistoß ans Außennetz aufhorchen. Der FC behielt das Spiel aber weitestgehend immer noch unter Kontrolle. In der 72. Minute vergaben Weinmann und Hain eine aussichtsreiche Doppelchance. In der 79. Minute schickte Köstlmeier  den eingewechselten Geier mit einem tollen Pass auf die Reihe, dieser ging auf den Torwart zu, wurde aber im letzten Moment von jenem gestoppt. So blieb es beim hochverdienten 4:0-Sieg und einem weiteren wichtigen Pflicht-Dreier im Abstiegskampf.

Die sonntägliche Reise nach Ringelai durften sich die Kicker des FCU sparen, da der Platz aufgrund des Dauerregens wohl unbespielbar war. Die Spielabsage kam den angezwickten Gästen sicher entgegen, was die Untermitterdorfer Motivation für den Nachholtermin nicht mindern sollte. Nun erwartet man am kommenden Wochenende auf eigenem Platz mit Hohenau einen echten Prüfstein. Hohenau kassierte am vergangenen Wochenende seine erste Niederlage und möchte diesen Fauxpas sicher ausmerzen. Bereits 22 geschossene Tore in der Offensive sprechen bei Hohenau für sich, doch Untermitterdorf hat auch in Prackenbach gezeigt, dass man gegen spielstarke Gegner mithalten kann und steht bisher selbst in der Defensive mit nur drei Gegentoren relativ sicher. Die Driendl-Mannen fühlen sich in dieser Begegnung in der Außenseiterrolle sicherlich ganz wohl und sind jederzeit für eine Überraschung gut.

 

 

 

10.08.2014

SV Prackenbach - FC Untermitterdorf 2:1

 

Dass das Landkreisderby des FCU beim SV Prackenbach zum Spitzenspiel zweier Ungeschlagener werden würde, hätte sich Untermitterdorf vor Saisonbeginn nicht unbedingt erdacht, aber zumindest gewünscht. So reiste man mit dem Selbstbewusstsein aus zwei Auftaktsiegen in den Oberen Wald, war sich dabei aber durchaus bewusst, dass bei diesem spielstarken Gegner die Trauben etwas höher hingen.

Im Vorspiel der Reserven konnte die Untermitterdorfer Zweite dem Vorbild der Ersten in Bezug auf die hohe Effektivität im Ausnutzen von Torchancen leider nicht folgen. So zog man trotz etlicher Großchancen in  Hälfte Eins in Prackenbach mit 2:3 den Kürzeren. Beide Tore dazu steuerte Julian „Tschak“ Geier bei. Ein weiterer Wermutstropfen bei dieser Niederlage war die Sprunggelenksverletzung von Keeper Jo Altmann, welcher vorerst wohl ausfallen wird.

Beinahe begann die Partie der Landkreisrivalen mit einem Paukenschlag. Nach einem gefährlichen Rückpass des heimischen SV in der dritten Minute spritzte der bis dato so treffsichere Sam Driendl gedankenschnell dazwischen, kam dabei aber um einen kleinen Schritt zu spät. In der 25. Minute gelangte ein weiter Pröll-Ball über die Abwehr zu Gigl. Dieses Mal war Torwart Mario Vogl aber gerade noch zur Stelle. Bis zu diesem Zeitpunkt passierte ansonsten relativ wenig. Beide Teams neutralisierten sich so ziemlich. Prackenbach zeigte sich kombinationssicher und mit der reiferen Spielanlage, blieb aber aus dem Spiel ungefährlich. Auf dem kleinen Spielfeld ließ sich der SV aber auch nicht heraus locken und machte das Mittelfeld weitestgehend dicht, was den FCU dazu nötigte, mit vielen weiten Bällen zu operieren, welche kein probates Mittel darstellen sollten.  Obwohl Prackenbach in der ersten halben Stunde offensiv mit Zug auf’s Tor auch wenig zu Wege brachte, musste der FC trotzdem vor allem bei Standardsituationen auf der Hut sein, was sich in der 33. Minute bestätigen sollte. Nach einem Foul von Brunnbauer an der Seitenauslinie (der Ball war in dieser Situation laut Aussagen von Zuschauern, die sich auf Höhe des Geschehens befanden, aber wohl schon eindeutig im Seitenaus) gab es Freistoß. Diesen trat Jakub Ferra gefährlich aufs Tor gezogen. Die Freistoßflanke wurde tückisch verlängert, so dass sie Keeper Käser zwar noch klären, aber nicht festhalten konnte. Pavlik schaltete am schnellsten und schob den Nachschuss zur etwas überraschenden 1:0-Führung ein. Nur zwei Minuten später machten die Gastgeber erneut mit einem Standard auf sich aufmerksam. Den weiten Freistoß lenkte Käser diesmal gerade noch an die Latte, Köstlmeier konnte daraufhin klären. Mit dem knappen Rückstand für den FCU ging es also in die Kabinen. Coach Driendl machte seinen Schützlingen sicher klar, dass an diesem Tag bei Prackenbach noch etwas zu holen sei, erwartete man doch aus dem Spiel heraus mehr vom Gegner. Diese spielerische Klasse sparte sich die Heimelf scheinbar für Durchgang Zwei auf. In der 53. Minute hebelte man die FC-Abwehr mit einem schönen Doppelpass aus, Käser machte sich im anschließenden Eins gegen Eins aber ganz breit und blieb so Sieger im Duell. Hier hatte Untermitterdorf klar Glück, nicht weiter in Rückstand zu geraten. In der 56. Minute hatte der eingewechselte Wiederer ganz viel Platz über die rechte Seite und drang mit Zug in den Strafraum ein – sein Torabschluss konnte jedoch noch zur Ecke abgeblockt werden. Einen Aufreger gab es zwei Minuten später, als ein Gigl-Kopfballtor wegen angeblicher Abseitsstellung annulliert wurde. Nach dieser Situation musste auch ein Prackenbacher Zuschauer den Spielfeldrand räumen, da er permanent versuchte, den jungen Linienrichter zu beeinflussen, was besonders in dieser Szene natürlich den Ärger des Untermitterdorfer Lagers, das der Meinung war, dass sich Gigl nicht im Abseits befand, auf sich zog. Die nun vermehrten Offensivbemühungen des FCU sollten sich aber in der 63. Minute auszahlen. List flankte von rechts diagonal auf Gigl, der wiederum scharf in die Mitte passte. Der eben erst eingewechselte Joker Beckert netzte mit seinem ersten Ballkontakt zum 1:1-Ausgleich ein und belohnte seine Farben somit dafür, dass sie nun deutlich mehr ins eigene Spiel investierten. Fast drehte der FC nun sogar das Spiel. In der 69. Minute ließ Keeper Vogl das Leder überraschend prallen, Weinmann und List konnten ihn jedoch daraufhin nicht überwinden, da er seinen Fehler korrigierte und geschickt den Winkel verkürzte. In der 70. Minute geschah, das allzeit Gefürchtete. Prackenbach bediente nach drei Ecken in Folge Jartschik etwa zehn Meter vom langen Pfosten entfernt. Selbiger gab einen wahren Sonntagsschuss ab und netzte aus spitzem Winkel zum 2:1 ein. Die Zuordnung stimmte hier beim FCU nicht, der Torschütze kam völlig unbedrängt zum Schuss. Der FC steckte nicht auf und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch in der Schlussphase. Untermitterdorf drängte auf den erneuten Ausgleich, für Prackenbach eröffneten sich dementsprechend Räume zum Kontern. Riesenpech hatte List in der 77. Minute, als er einen Kopfball aus 5 Metern nach Ecke an den Pfosten setzte. Bei etwas frontalerem Anlauf zum Ball wäre dieser Ball wohl in den Maschen gelandet. Im Gegenzug hielt Käser sein Team nach einem Jartschik-Schuss im Spiel. In der 82. Minute hatte der FC Glück, dass dieses Mal auf der anderen Seite der Pfosten rettete. In der 84. Minute war es abermals List, der den Ausgleich auf dem Fuß hatte. Sein Lupfer landete aber nicht im, sondern auf dem Tornetz. Beckert, der noch den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt hatte, handelte in der 92. Minute etwas unüberlegt. Als ihm sein Gegenspieler entwischt war, nahm er die Arme zu Hilfe und riss diesen zu Boden. Folgerichtig bekam er die Rote Karte wegen Notbremse und fehlt Coach Driendl am kommenden Wochenende. Doppelt bitter, da am Doppelspieltag bereits Beutler, Wiederer und Rechenmacher wegen Urlaubs fehlen. Auch hinter dem Einsatz von Captain Klaus Brunnbauer steht noch ein Fragezeichen. Er musste aufgrund eines Schlags auf sein bereits lädiertes Sprunggelenk mit Schmerzen ausgewechselt werden. Die Niederlage war so gut wie besiegelt, als der FC nochmals Freistoß bekam. Anstatt diesen gefährlich vors von `Mitterdorfern belagerte Tor zu bugsieren, zog Pröll aber aus 30 Metern aber ab und brachte den Prackenbacher Schlussmann so nicht zum Wanken. In der 95. Minute mit der letzten Szene des Spieles war es dem starken Käser zu verdanken, dass Prackenbach mit einem Schuss aus fünf Metern das Ergebnis nicht noch aufstockte.

Am Doppelspieltag hat das Team um Coach Driendl nun zwei vermutlich direkte Konkurrenten um den Klassenerhalt vor der Brust. Am Freitag empfängt man zu Hause den FC Büchlberg , das gegen Ringelai seinen ersten Dreier einfahren konnte, zum Feiertagsspiel.  Und zu eben diesen Ringelaiern, momentan Tabellenschlusslicht, tritt man am folgenden Sonntag die Reise an. Ausgerechnet in diesen Partien muss Driendl mindestens vier Spieler ersetzen. Ob und wie die Mannschaft die Ausfälle kompensieren kann, bleibt abzuwarten – Zählbares zu holen, sollte aber trotzdem bei geschlossener Mannschaftsleistung keine Utopie sein.

03.08.2014

FC Untermitterdorf - Spvgg Kirchdorf 4:1

 

Zwei Spiele, Zwei Siege, 6 Punkte: so feierten die Untermitterdorfer einen Auftakt nach Maß bei ihrer Kreisliga-Rückkehr. Dass der Gegner beim zweiten Sieg der Nachbar aus Kirchdorf war, versüßt den Driendl-Schützlingen sicher den Blick auf die Tabelle noch zusätzlich. Bereits die zweite Garnitur ging hochmotiviert ins Derby gegen die wieder angemeldete Reservemannschaft der Spielvereinigung. Trotz enormen Druckes in der Schlussphase wollte der Siegtreffer jedoch nicht fallen und man trennte sich mit einem torlosen 0:0-Unentschieden. Das Wetter hielt am Sonntagnachmittag den widrigen Prognosen stand und so schickte Coach Thomas Driendl bei strahlendem Sonnenschein dieselbe Elf aufs Feld wie schon beim souveränen 5:0-Auftaktsieg gegen Bodenmais. Die Begegnung begann äußerst flott und der FC machte seinen zahlreichen Anhängern schon nach vier Minuten Hoffnung auf einen positiven Ausgang des Topspiels. Eine sehenswerte Kombination über fünf Stationen wurde im letzten Moment noch geklärt. Doch auch der Gast aus Kirchdorf fand schnell ins Spiel und es entwickelte sich ein munteres Hin und Her. In der 18. Minute schlug der FCU dann aber mit seiner ersten richtigen Chance eiskalt zu. Pröll bediente Gü Weinmann auf rechts in abseitsverdächtiger Position. Dieser leitete das Leder weiter nach innen, wo Driendl, der bereits gegen Bodenmais als zweifacher Torschütze glänzte, in den Raum gelaufen war und den tollen Spielzug mit dem 1:0-Führungstreffer krönte. Kirchdorf zeigte sich nicht lange geschockt und hatte bereits eine Minute später eine gute Doppelchance. Den Schüssen standen allerdings jeweils Untermitterdorfer Abwehrbeine im Weg. Kurz darauf traf ein Kirchdorfer nach Flanke von rechts den Ball nicht richtig, so dass Käser parieren und Hain schließlich ins Aus klären konnte. Andreas Raith gab seinem Schlussmann Käser in der 23. Minute nochmals die Möglichkeit sich auszuzeichnen. Mit seinem Rückpass in den Lauf eines Kirchdorfers überraschte er seine Hintermannschaft, doch der herausstürmende Käser rettete geistesgegenwärtig in letzter Not. Kurze Zeit später kam der Kirchdorfer Spielertrainer Tom Beyer aus 16 Metern frei zum Schuss, feuerte die Kugel aber noch höher als weit. Gerade in dieser Phase setzte Kirchdorf dem FCU am meisten entgegen und hätte sich mit dem Ausgleich belohnen können. Kaltschnäuzig präsentierte sich aber nur der Gastgeber. Weinmann wurde in der 32. Minuten wieder über rechts bedient, marschierte auf und davon, sah und fand in der Mitte wieder Sturmkollegen Driendl, der fast in Kopie des ersten Tores zum 2:0 vollendete. Dieser Spielzug über die rechte Flanke schien dem FC ein probates Mittel zu sein. Denn nur zwei Minuten später setzte der lauffreudige Hain erneut Weinmann in Szene, der beinahe identisch ins Zentrum flankte. Dieses Mal ging das Leder jedoch nicht hindurch. Kirchdorf setzte in der 39. Minute den Ball nochmals mit einem Distanzschuss weit drüber, konnte Käsers Kasten jedoch ansonsten nicht mehr weiter in Gefahr bringen. Beide Trainer tauschten in der Pause durch. Bei Untermitterdorf kam Wiederer für Raith, Gigl musste dafür links hinten in die Presche springen. Bei Kirchdorf kamen mit dem scheinbar trainingsscheuen Kopp und Spielführer Fuchs altbewährte Kräfte von der Bank. Hälfte Zwei begann der FC weiterhin konzentriert und stabil in der Defensive, wo die Innenverteidiger Beutler und Köstlmeier wiederum mit einer einwandfreien Leistung aufwarteten. In der 47. Minute fuhr der Ex-Untermitterdorfer Kollmer seine Hand nach einem weiten Ball aus, der umsichtig leitende Schiedsrichter Bloch ließ Vorteil für den durchstartenden Weinmann laufen, welcher aber im Zweikampf noch gestoppt werden konnte. Dann war wieder Kirchdorf am Drücker – Käser war in der 53. Minute aber nach einem Gewühl im Strafraum zur Stelle. Seine beste Szene hatte die Untermitterdorfer Nummer 1 zehn Minuten darauf. Nach einem weiten Ball über die Abwehr hinweg war der Keeper heraussen und warf sich entschlossen in Eichingers Schuss, im Nachfassen bugsierte er das Leder weg aus der Gefahrenzone. Kirchdorf konnte dementsprechend nicht verkürzen und auf der anderen Seite schlug Untermitterdorf in Minute 71 eiskalt zu. Weinmann brillierte mit seiner dritten Vorlage und steckte die Kugel durch die Gasse durch auf Driendl, der sich auch diese Gelegenheit nicht nehmen ließ und mittig zum 3:0 in die Maschen einnetzte. Der Käse war nun gebissen und U-dorf ließ auch nichts mehr anbrennen. Im Gegenteil: Einen schon fast verloren geglaubten weiten Pass erkrallte sich Pröll mit letztem Einsatz und legte von der Grundlinie zurück auf Gü Weinmann, der mutterseelenallein einschieben konnte und sich nach 176 torlosen, aber einsatzfreudigen Kreisligaminuten seinen Treffer redlich verdient hatte. Einziger Schönheitsfehler beim verdienten Derbysieg sollte die 91. Minute sein. Kollmer setzte zum Weitschuss an und sein „Schindboaschleiderer“ landete zum 4:1-Ehrentreffer neben der linken Pfosten im Netz. Nichtsdestotrotz hatte der FCU mit dem zweiten Dreier allen Grund zum Jubeln. Die auf Viererkette umgestellte Defensive zeigte sich in den beiden ersten Partien ziemlich sattelfest, das Mittelfeld lauf- und einsatzfreudig und das Sturmduo Weinmann/ Driendl harmoniert schon vom Feinsten und zeigt sich zudem extrem effektiv. Mit der nächsten Aufgabe auswärts beim SV Prackenbach steht nun aber ein richtig harter Brocken auf dem Programm, wo man sicher auch mit einem Punkt sehr gut leben könnte.

 

 

 

27.07.2014

TSV Bodenmais - FC Untermitterdorf 0:5

 

Einen Auftakt nach Maß feierte der FCU beim Kreisliga-Comeback in Bodenmais. Mit einem klaren 5:0 im Gepäck kehrten die Kicker um Neutrainer Thomas Driendl nach Hause zurück (oder aufs auf dem Weg gelegene Pichelsteinerfest).

Pikantes gab es jedoch schon vor dem Spiel zu berichten, denn das Vorspiel um 13 Uhr bestritt die aufstiegsberechtigte Bodenmaiser Zweite ausgerechnet gegen Untermitterdorfs Gemeinderivalen, den SV Kirchberg. Obwohl alte Rivalitäten längst ausgekehrt sind, war diese Spielansetzung für so manch alteingesessenen Untermitterdorfer zumindest zum Schmunzeln, war man es ja zu Kirchberger Bezirksligazeiten umgekehrt gewohnt.

Personell konnte Driendl nicht aus dem Vollen schöpfen. Neben Manuel Fischer, der wegen Kreuzbandrisses noch die komplette Vorrunde fehlen wird, waren Martin Hochstrasser, Tobias Fischer, Markus Kapfenberger und Simon Fischer zu ersetzen. Taktisch stellte der neue Mann an der Seitenlinie schon in der Vorbereitung wieder um auf die bewährte Viererkette, wo sich der aus der A-Jugend aufgerückte Tim Beutler als Gewinner der Vorbereitung festspielte. Als zweiter Neuzugang lief Trainersohn Samuel Driendl neben Günther Weinmann im Sturm auf. Eben dieser ließ nach zehn gespielten Minuten mit einem klasse Volleyschuss aus 20 Metern aufhorchen. Der Bodenmaiser Keeper Lang musste seinem Namen alle Ehre machen und parierte die Kugel aus dem Winkel zur Ecke. Bei diesem anschließenden Eckball wollte es Alfred Pröll Driendl gleich machen, verfehlte bei seinem Volleyschuss das Ziel aber weit. Insgesamt verlief die Anfangsphase jedoch eher behäbig, keine der beiden Mannschaften konnte großen Druck auf das gegnerische Tor aufbauen, spielerisch war auch noch etwas Sand im Getriebe. Nach 28 Minuten vergab Raith dann die Riesengelegenheit zur Gästeführung. Weinmann brachte einen Freistoß von links außen flach vor das Bodenmaiser Gehäuse direkt auf Raith, der in Rücklage aus 3 Metern über das Tor zielte. Drei Minuten machte es Untermitterdorf besser. Hain grätschte mit einem beherzten Einsatz das Leder von rechts außen in die Mitte, wo „Sam“ Driendl goldrichtig stand und im Fallen zum 1:0 vollendete. Der FC kontrollierte das Spiel nun souverän und konnte vor der Pause sogar noch erhöhen. Weinmann überlupfte in der 40. Minute clever die Abwehr. Bodenmais‘ Schlussmann ging äußerst zaghaft und unentschlossen aus dem Kasten und ermöglichte es Driendl vorher an den Ball zu kommen. Der lauffreudige Newcomer blieb cool und krönte seine Leistung mit einem Beinschuss zu seinem zweiten Treffer.  Kurz vor dem Halbzeitpfiff fiel fast auch noch das 3:0 nach einer Mario-Basler-Gedächtnis-Ecke, doch der von Weinmann getretene Eckball wurde vom Keeper gerade noch an die Latte gerettet. Was vor der Halbzeit noch verwehrt blieb, sollte sich nach Wiederanpfiff aber erfüllen. Driendl agierte an der Grundlinie im Zweikampf abgezockt, setzte sich gekonnt durch und legte ab auf den heranrauschenden Pröll. Dieser schloss aus 15 Metern zentraler Position zum 3:0 und damit der frühen Spielentscheidung ab. In der 50. Minute rollte der nächste Angriff an. Weinmann legte im Mittelfeld quer auf Gigl. Dieser legte sich das Leder nochmal zurecht und war mit seinem Schuss aus halblinker Position dank freundlicher Unterstützung des völlig dispositionierten Torwarts erfolgreich. Und wenn es läuft, dann läuft es bekanntlicherweise, was sich weitere acht Minuten später bewahrheiten sollte. Mit Gigl war es abermals der gleiche Spieler, der den Keeper vom rechten Strafraumeck mit einem Schuss über über den verdutzten Schlussmann hinweg überwand. Der FC schaltete von nun an einen Gang zurück, was man sich aufgrund der Harmlosigkeit der Bodenmaiser Offensive sowie der Höhe des Spielstandes an diesem Tag erlauben konnte. Mit diesen drei Punkten gegen einen wahrscheinlich direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt konnte der FC hochzufrieden nach Hause fahren. Nichtsdestotrotz ist das hohe Ergebnis natürlich realistisch einzuordnen, da Bodenmais einfach nichts entgegenzusetzen hatte und somit zumindest an diesem Tag kein Gradmesser für die nächsten Spiele sein darf. Am nächsten Wochenende steht für den FCU gleich das Derby gegen die Spvgg aus Kirchdorf an. Aufgrund der Tatsache, dass der Gegner dem FC in den letzten Minuten der alten Saison noch die Meisterschaft aus den Händen riss, dürfte fehlende Motivation mit Sicherheit nicht der entscheidende Faktor für den Spielausgang sein.

 

 

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