50 Jahre FC Untermitterdorf

50 Jahre Vereinsgeschichte – dieses goldene Jubiläum durfte der FC Untermitterdorf am Wochenende von 08. – 10. Juli 2016 begehen. Nach monatelangen Planungen und jeder Menge schweißtreibender Arbeit stand am Mittwoch das Festzelt der Brauerei Falter am alten Sportplatz und die Feierlichkeiten konnten wie geplant am Freitag um 19 Uhr ihren Lauf nehmen. Zum Start versammelten sich Kartenhaie aus der ganzen Gemeinde zum „Preishudeln“. 52 Kartler an 13 Tischen probierten ihr Glück, sei es als Abheber einen „Griechen“ zu ergattern, als Geber möglichst ein doppelt gewertetes Herzspiel aufzudecken oder ganz allgemein den Kontrahenten eine „Woame“ zu verpassen. In zwei Durchgängen zu je 36 Partien wurden so Stiche und Punkte gesammelt. Am Ende wurde es im Kampf um die begehrten Podestplätze und somit die Geldränge richtig knapp. Mit jeweils 142 Punkten belegte Siegfried Schmid den 1. und Anna Lendner den 2. Platz, wobei die Anzahl der Herzspiele für die finale Entscheidung sorgen musste. Den 3. Platz belegte ganz knapp dahinter Benjamin Ertl mit 141 Punkten. Neben den Geldpreisen durften sich auch alle anderen Beteiligten schöner Sachpreise erfreuen und gingen so nicht mit leeren Händen nach Hause. Neben den Spielern fanden sich auch viele weitere Ortsansässige im Festzelt zu einer gemütlichen Brotzeit oder der ersten Feierabendmass des Wochenendes ein. Am Samstag ging es im wahrsten Sinne des Wortes „rund“ auf dem Untermitterdorfer Sportplatz. Ein Bubble-Soccer Turnier sorgte sowohl bei Mitspielern als auch bei den Zuschauern für große Erheiterung. In überdimensionalen Loopyballs „bumpten“ sich die Teams zu Boden und versuchten sich unbeholfen unter großem Gelächter wiederaufzurichten. Schon die Teamnamen waren äußerst kreativ gewählt. So zeigten der „1. FC Masse statt Klasse“ und „Lüki und die starken Männer“, wieso ihr Name Programm war. Ob „Die Verführerischen“ an der Bar erfolgreicher waren als auf dem Platz, ist nich überliefert. Donald Ducks „SV Entenhausen“ wurden letzten Endes leider doch gerupft. Die „Lokomotive Eibm’schlog“ wurde im Halbfinale ebenfalls überrollt wie „Mein persönlicher Favorit“, die sich entgegen aller Ansagen nicht entscheidend durchsetzen konnten. Im Finale setzten sich letzten Endes die „Raindorf Beach Bombers“ gegen den belgischen Vertreter vom „RSC Andersschlecht“ durch und beschlossen damit das von allen Seiten für gut befundene Funsportevent, bei dem keine Verletzten zu beklagen waren und demnach Tränen höchstens vor Lachen flossen. Gegen den Hunger der Teams gab es ab 11 Uhr sowohl feinste Schmankerl vom Grill- und Käsestand als auch leckere Sengzelten, die sich großer Beliebtheit erfreuten. Auch an der wunderbar gestalteten Beachbar herrschte zeitweise reger Betrieb und die Kleinen unter den Zuschauern erfreuten sich an den aufgebauten Planschbecken und zur Verfügung gestellten Wasserpistolen. So wurde das erstmals ausgetragene Bubble-Soccer zu einer insgesamt „runden“ Sache. Im Anschluss daran trommelte Hans Sitzberger 17 seiner alten Recken der AH-Mannschaft zusammen, um sich auf dem neuen Sportplatz mit dem Patenverein aus Innernzell zu messen. Sogar Michael Gigl war aus Nittenau angereist und Oldie Kapfenberger warf sich mit seinen fast 60 Jahren ins Gefecht. Bis zur Halbzeit war die Untermitterdorfer Elf gegen den Nachbarn mit 0:3 in Rückstand geraten, steckte aber auch im zweiten Durchgang nicht auf und dominierte von da an die Partie – einzig ein Vollstrecker fehlte seitens des FC. Hermann Wurstbauer setzte mit der größten Gelegenheit den Ball alleinstehend vor dem Keeper an den Pfosten. Der DJK-SSV Innernzell, welcher sich mit einigen Spielern der Kreisklassenreserve verstärkt hatte, spielte auf Konter und konnte einen jener Tempogegenstöße verwerten. FCU-Keeper Heinz Bergmann verhinderte mit tollen Paraden eine höhere Niederlage des Gastgebers. Am wichtigsten war den beiden Teams am Ende des Tages, dass sich niemand verletzt hatte – lediglich Helmut Ertl musste eine kleine Rippenprellung einstecken, von den Muskelkatern der nicht mehr ganz so durchtrainierten reaktivierten AH’ler ganz zu schweigen.  Nach der anschließenden Siegerehrung des Bubble-Soccer-Turniers, bei der kein Team leer ausging, heizte die renommierte Partyband „Funhouse“ so richtig ein. Die beste Coverband Deutschlands (Fachmedienpreis 2014) schaffte es schnell die anfängliche Zurückhaltung zu lockern und schon bald stand alles auf den Bänken und tanzte und klatschte zu den besten Hits von früher und heute. Weitere Highlights waren der fast täuschungsechte Gastauftritt von Andreas Gabalier und die meterlange „Bobfahrt“ durch die Tischreihen. Zu späterer Stunde verwandelte sich gar der ganze Bereich vor der Bühne zur Tanzfläche. Es brachen alle Dämme und spätestens jetzt hatte sich der Abend den Namen „Zeltparty“ redlich verdient. Nachdem der vom Tanzen verursachte Flüssigkeitshaushalt mit den letzten Absackern an der Bar wieder genügend hergestellt war, ging es Sonntag weiter mit dem eigentlichen Festakt des 50-jährigen Gründungsfestes. Der Kirchdorfer Musikverein führte den Festzug mit 21 gratulierenden Vereinen, angeführt vom Patenverein DJK-SSV Innernzell zum Festgottesdienst, den Vikar Slawomir Olech gemeinsam mit Diakon Alfons Kopp - musikalisch umrahmt vom Untermitterdorfer Kirchenchor – gebührend und feierlich gestalteten. Nachdem der Festzug vom Untermitterdorfer Jubelverein zurückgeleitet wurde und im Festzelt einkehrte, ergriffen der FC-Vorstand Gerhard Aulinger sowie Schirmherr Bürgermeister Alois Wenig das Wort zum Festakt, gaben einen kurzen Abriss über 50 Jahre Vereinsgeschichte von der Erstgründung durch eine Großzahl von Heimatvertriebenen über die ersten fußballerischen Erfolge, den Bau des eigenen Vereinsheims und des Sportgeländes bis hin zur heutigen Kreisliga-Elf. Alois Wenig bedankte sich vor allem für die viele geleistete Arbeit, zollte Vorstand Aulinger größten Respekt und bescheinigte ihm, der richtige Mann am richtigen Platz zu sein. Selbigen Lobes schloss sich der stellvertretende Landrat Willi Killinger unisono an. Der FC Untermitterdorf freute sich außerdem über die Verleihung der Ehrenurkunden zum 50-jährigen Bestehen seitens des BLSV in Person von Kreisvorstand Hans Plötz sowie des BFV durch den Kreisvorsitzenden Harald Haase. Eine gebührende Ehrung der Gründungsmitglieder mit der goldenen Ehrennadel des Verbandes war eigentlich zusätzlich zur vergangenen Würdigung auf der Jahreshauptversammlung vorgesehen, wurde aufgrund zu vieler Absenzen aber aufgeschoben.

Gestärkt vom leckeren Festtagsbraten von Partyservice Wolfgang Stoiber und in gemütlicher Atmosphäre fiel den anwesenden Gästen das Warten auf den fußballerischen Höhepunkt des Wochenendes nicht schwer. Zu dem besonderen Anlass durfte sich die erste Herrenmannschaft um Trainer Alfred Pröll mit der U19 des TSV 1860 München messen, bei denen Ex-FCU-Coach Günther Himpsl als Co-Trainer fungiert, messen. Die Junglöwen machten erst vor kurzem besonders auf sich aufmerksam, indem sie in der A-Junioren-Bundesliga Süd-Südwest erst auf der Zielgeraden von der TSG Hoffenheim auf Platz 2 verdrängt wurden und beim späteren Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft denkbar knapp an Borussia Dortmund scheiterten. Beim Auftritt des 1999er-Jahrgangs hielt der Kreisligist aus Untermitterdorf anfangs gut dagegen. Nach der Anfangsviertelstunde fing man sich das etwas unnötige 0:1 ein, hielt aber dann mit einer geschlossenen Defensivleistung den Kasten sauber. Kurz vor dem Pausenpfiff, zeigte Sturmtank Gü Weinmann deutlich, dass man auch als Löwe nicht „katzeln“ darf, luchste seinem Gegenspieler den Ball ab und egalisierte gekonnt zum 1:1-Pausenstand. Nach der Halbzeit und einigen Wechseln auf Seiten der Gastgeber schienen die Jungprofis die Kabinenansprache ihres Trainergespanns verinnerlicht zu haben, liefen deutlich entschlossener an, erspielten sich so eine Großzahl an Torgelegenheiten und gewannen letztlich klar mit 6:1. Insgesamt präsentierten sich die Münchener Nachwuchshoffnungen als sympathische Gäste, die dem FC als Erinnerung ein unterschriebenes Trikot und einen Vereinswimpel überreichten und sich nach dem Match auch noch im Festzelt sehen ließen. Nach dem Spiel klang der Abend gemütlich unter musikalischer Begleitung von Alleinunterhalter Marco Lerchenberger aus Hunding aus. Um 18.30 Uhr fand die Ziehung der großen Tombolaauslosung statt. 100 tolle Preise konnte der FC organisieren, wobei Martina Schmid aus Raindorf das glücklichste Händchen bewies und den Hauptpreis, nämlich einen Hubschrauberrundflug der Baufirma Karl, absahnte. Die weiteren Megagewinne waren beispielsweise ein Ballonflug der Firma Bayernhimmel, Eintrittskarten für ein Heimspiel des FC Bayern von der Firma Zitec, ein Wellnessgutschein des Bergknappenhofs oder ein Tag mit dem Elektroauto Nissan Leaf von der Firma Rohde und Schwarz. Des Weiteren möchte sich der FC bei folgenden Firmen für ihre großzügigen Sachspenden bedanken: Fotografin Bianca Roeder, Friseursalon Bärbel, Paintball Factory Rinchnach, Metzgerei Fürst, Shell Station Hartl, Kirchenwirt Perl, Pizzeria Adria, Arber Bergbahn, Massagepraxis Uli Kagerbauer, Modehaus Oberpaur, Jeans Wagner, Saras Fotografie, Europatherme Bad Füssing, Wohlfühltherme Bad Griesbach, Firma König, Edeka Oswald, DAK, Eurosport Zitzelsberger, Firma Jander, Bayerwald-Sauna und allen weiteren beteiligten Wohltätern.

Im Rückblick zieht der FC Untermitterdorf ein durchweg positives Resümmée zu seinem Ehrenfest und wenn man die Wohlgesonnenheit der Wetterfee über dieses Wochenende als Omen deute möchte, dann steht dem FCU auch die weiteren 50 Jahre eine sonnige Zukunft bevor. Wieder einmal zeigte man, dass man auch als kleiner Verein in gemeinsamer Anstrengung etwas richtig Großes auf die Beine stellen kann. Von der Jugend bis zur AH zogen alle an einem Strang und so schweißt dieses Event mit Sicherheit noch einmal ein Stückchen mehr zusammen. Die am Festsonntag präsentierte Vereinschronik mit 200 Seiten, illustriert mit etlichen Bildern und Zeitungsartikeln aus 50 Jahren Vereinsgeschichte liegt die nächsten zwei Wochen weiterhin im Sportheim aus und kann gegen Vorkasse vorbestellt werden – ein Must-have für alle eingesessenen `Mitterdorfer.

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